Resteliebe Getränkekarton

Getränkekarton ist ein unheimlich vielseitiges Bastelmaterial. Ich selbst bin ein großer Fan davon. Nun gibt es dazu auch noch ein ganz wunderbares Buch, welches euch mannigfaltige und abwechslungsreiche DIY-Projekte rund um das Thema Milchkarton, Tetra Pak® oder ganz allgemein Getränkekarton zeigt.

Resteliebe Getränkekarton

Alles verwenden. Nichts verschwenden.

Ina Mielkau

Christophorus Verlag

ISBN 978-3-8388-3862-5

Preis 19,99 Euro

128 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Buchcover und drei Mini-Körbchen aus Getränkekarton.
Die Vorderseite des Buches.

Das Buch

Das Buch reiht sich in die» Resteliebe«-Serie des Christophorus Verlages ein. Hier wurden bereits viele andere Themen wie Glas, Papier, Dosen, Stoff, Tapeten… vorgestellt. Nun geht es jedoch um mein absolutes Lieblingsmaterial: Getränkekarton! In wirklich abwechslungsreichen Projekten und mit wunderschönen Bildern stellt euch Ina Mielkau Deko-Objekte wie Fische oder Vasen, Gebrauchsgegenstände wie Mini-Geldbörsen und eine Handy-Tasche, Aufbewahrungsmöglichkeiten wie kleine Schalen oder Utensilios und Geschenke wie ein Mini-Fotoalbum und Linoldrucke (!) vor. Und vieles vieles mehr.

Vielleicht kennt ihr ja schon ein paar Ideen von Instagram und Pinterest. Ich mag es, thematisch zusammenhängende Projekte samt Anleitung in einem Buch zu haben, denn Blättern ist für mich immer noch schöner als swipen. Inas Umsetzungen sind zudem wunderschön! Viele weitere Projekte haben mich ebenfalls überrascht – ich sage nur »Linoldruck« – und machen einfach Lust auf Nachmachen und auf das Umgesetzte Weiterdenken.

Das Buch und ich

Schon lange habe ich mich auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht, als ich es endlich in den Händen hielt. Denn Ina Mielkau fotografiert ihre Modelle einfach immer sehr stimmungsvoll und auch die Gesamtgestaltung des Buches ist unheimlich ansprechend. Am liebsten möchte ich hier alles nachbauen (mit einer kleinen Ausnahme, zu der ich noch komme). Getränkekarton ist einfach ein Material, welches so ziemlich jeder Zuhause hat (Und wer nicht, kann es sich ganz leicht von Freunden und Nachbarn besorgen!), zudem ist das Papier durch den geschichteten Aufbau sehr strapazierfähig und hält mehr aus, als so mancher denkt!

Die kleinen Blumenampeln aus dem Buch, die sich auch auf dem Cover tummeln, haben es mir besonders angetan. Folglich wurden diese mein erstes Projekt. Alle dafür benötigten Materialien hatte ich parat: natürlich einen Getränkekarton, etwas Schnur, Bastelkleber und ein paar Ösen. Mehr braucht es nicht. Die Blumen-Hängerchen chillen nun an einer Deko-Leiter in der Küche, bestückt mit künstlichen Pflanzen, neben ein paar Trockenblumen aus dem Garten. (Der Lichteinfall ist an diesem Ort für lebende botanische Wesen leider einfach suboptimal)

Blumenampeln aus Getränkekarton.
Meine Mini-Blumenampeln.

Kurzum: einmal losgelegt, konnte ich mich kaum noch halten. Aus diesem Grund folgten weitere Projekte wie kleine Körbchen, Mini-Geldbeutel und Briefumschlag. Und ich bin noch lange nicht fertig damit, mich durch dieses Buch inspirieren zu lassen!

Fazit zum Buch

Dieses abwechslungsreiche Buch kann sich von allen Seiten sehen lassen, macht Spaß auf Ausprobieren und Nachmachen.

Buch von hinten. Daneben ein geflochtenes Körbchen aus Getränkekarton.
Die Rückseite des Buches.

Miniwinni-Manko…

Hier nun das kleine Manko, welches ich weiter oben kurz erwähnte. Ein Projekt im Buch ist ein Vogelhäuschen aus Getränkekarton für den Garten. Dieses wird mit Kleber und Acrylfarbe bearbeitet. Meiner Meinung nach sind dies jedoch Komponenten, mit denen Tiere nicht in direkten Kontakt kommen sollten, sie knabbern daran und verzerren sie. Zudem besitzt das Häuschen keine Lüftungsschlitze im Bereich der Vogelfutter-Aufbewahung, was sehr schnell zu Schimmelbildung führen kann. Deshalb zeige ich euch eine Alternative, die zwar auf Grund fehlender Farbe nicht so bunt ist wie Inas Modell, welche jedoch zusätzlich ohne Kleber auskommt.

…und mein Lösungsansatz dazu

Dafür habe ich zwei (!) von innen braune Getränkekartons benutzt. Einer bleibt erst einmal ganz, beim anderen hingegen entfernt ihr den oberen und unteren Teil und schneidet ihn an einer Seite auf. Markiert euch auf dem flachen Karton Eingang, Fenster und Co. und schneidet diese, z.B. mit einem Cuttermesser, aus. Wickelt ihn anschließend um den ganz gebliebenen Karton. Schneidet im Folgenden auch die Koturen in den zweiten Karton. Statt Kleber hält hier alles durch mehrere Schnüre aus Jutegarn zusammen. Den Boden durchlöchert ihr zunächst mit einer Nadel und vergrößert anschießend die Löcher mit einem Holzspieß oder einer Stricknadel. Verziert nach Herzenslust mit Naturmaterialien wie kleinen Stöcken, Zweigen, Astscheiben, getrockneten Blüten oder Früchten, Tannenzweigen etc.

Im Folgenden darf das Häuschen mit Futter befüllt werden. Wechselt dieses regelmäßig durch und fegt den Boden aus. So können sich hier keine Krankheitserreger breit machen. Letzteres funktioniert mit einer ausrangierten Zahnbürste ganz gut.

Der horizontale Zweig geht durch das gesamte Häuschen hindurch. So habt ihr die Möglichkeit innen z.B. auch Meisenknödel aufzuhängen, anstatt nur Trockenfutter auszulegen. Bei uns führte das dazu, dass ein Piepmatz sogar hierauf im Häuschen auf der Stange übernachtet hat…

Zusätzlich überdacht aufgegangen hält das Häuschen auch widrigem Wind und Wetter stand. Aus hygienischen Gründen empfehle ich jedoch, das Häuschen nur eine Saison lang zu benutzen. Im nächsten Jahr baut ihr euch einfach eine neue Version.

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Projekte aus Getränkekarton für die Großen

Projekte aus Getränkekarton für die Kleinen

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Ein Karussell für die Feen

Erinnert ihr euch noch an unsere Feen im Zauberwald? Nun haben sich die Kleinen etwas ganz Zauberhaftes zum Tanz in den Mai einfallen lassen: ein Baum-Karussell! Und das Tollste daran: Es ist ein absolutes Upcycling, in welchem auch noch Naturmaterialien verbaut wurden. Genau richtig für unsere kleinen heimlichen Mitbewohner im Garten.

Verbaut wurden unter anderem: alte Buchseiten, Wollreste, Eisstiele, Getränkekarton samt ihren Deckeln, gesammelte Perlen alter Ketten sowie ein Stück Filz. Ein kleiner Ast sowie eine Baumscheibe stammen direkt aus unserem Garten.

Aufsicht von oben:Mini-Karussell aus einer Baumscheibe und einem Ast. Die Sitze sind aus Getränkekarton gefertigt und sehen wie kleine Lehnsessel aus. Im Ast, der wie ein kleines Bäumchen aussieht hängt eine Lichterkette, deren kleinen Leuchten aus Buchseiten gefertigt wurden.
Wow! Ein Mini-Karussell versteckt im Garten.

Ganz zufällig haben wir es neulich zwischen Laub und Löwenzahn in unserem Garten entdeckt. Die Feen waren leider nicht zu sehen. Wahrscheinlich wird hier zum Abend hin die große Sause starten, wenn sich die geflügelten Wesen ganz unbeobachtet fühlen und es in unserem kleinen Naturparadies langsam immer ruhiger wird.

Nah heran gezoomt:Mini-Karussell aus einer Baumscheibe und einem Ast. Die Sitze sind aus Getränkekarton gefertigt und sehen wie kleine Lehnsessel aus. Im Ast, der wie ein kleines Bäumchen aussieht hängt eine Lichterkette, deren kleinen Leuchten aus Buchseiten gefertigt wurden.
Ganz nah herangepirscht.

Wie witzig doch die kleine Lichterkette aus alten Buchseiten aussieht. Und diese wunderschöne Girlande aus altem, zusammengesammelten Perlen-Schmuck. Am liebsten würde ich mich in diese kleinen Sitze selbst einmal hineinsetzen wollen. Die sehen so gemütlich aus! Blüht der Baum, oder haben die Feen dafür gesorgt? Ich bin mir noch nicht ganz sicher.

Und habt ihr auch die ulkigen kleine Kerle entdeckt, die die Sitze festzuhalten scheinen? Was mag das sein? Kleine weiße Hagebutten-Wesen? Auf jeden Fall gefällt mir die Frisur ganz ungemein! Herrje, ich bin gespannt, was wir hier noch alles entdecken werden.

Die bisherigen Abenteuer unserer Feen

Bei uns gibt es einen kleine Zauberwald und darin leben kleine geflügelte Wesen. Wenn man ganz viel Glück hat, kann man ab und zu eines davon entdecken… Wollt ihr wissen, wo die kleinen Feen wohnen? Dann schaut doch einmal hier vorbei:

Letztes Frühjahr waren wir sehr überrascht, als wir diesen – doch sehr individuellen – Spielplatz entdeckt haben:

Weitere Miniatur-Abenteuer

Familie Koffer

Bei uns wohnt eine weitere, sehr sympathische Familie. Eine kleine Mini-Familie. Auch mit ihnen haben wir hier schon so einiges erlebt, schaut doch gerne selbst bei ihnen vorbei. Sie freuen sich immer sehr über Besuch:

Tassengarten

In unserer Küche wohnt ein kleines altes Ehepaar, die sich ganz wunderbar um ihren Garten kümmern:

Lotti aus dem Puppenhaus

Und natürlich gibt es im Kinderzimmer ein Puppenhaus, welches ein ganz besonderes Mädchen beherbergt, dass ebensoviele Spaß an DIYs und Upcyclings hat wie wir:

Ran an die Samen!

Organisation ist das halbe Leben. Wer einen Garten, einen gut bepflanzten Balkon oder eine pflanzenvolle Fensterbank besitzt, weiß dass eine gute Planung auch beim Aufziehen von Pflanzen wichtig ist. Viele Blumenfans werden sich im späten Winter – aus voller Vorfreude auf die kommende Gartensaison – mit frischen Samen beim Händler ihres Vertrauens eingedeckt haben (für zwei Empfehlungen, schaut gerne einmal weiter unten). Hinzu kommen Restbestände aus dem Vorjahr, sowie selbstgesammelte Unikate. Doch jede Pflanze hat andere Ansprüche an den Aussähzeitpunkt. Hierfür habe ich mir ein kleines, nachhaltiges Ordnungssystem überlegt.

Samenkiste für mehr Überblick

Manche Samen, wie die von Tomaten und Paprika, wollen schon sehr zeitig im Jahr, also ab Februar/März auf der Fensterbank vorgezogen werden, damit wir sie in unseren gemäßigten Breitengraden bis zum Beginn des Herbstes reichlich beernten können. Andere Samen wiederum benötigen einen Kältereiz und müssen deshalb im Herbst in die Erde. Manche mögen den April, andere wiederum erst den Mai für ihre Aussaat. Wollt ihr viel Neues ausprobieren, oder habt allgemein eine große Auswahl an Samen, wird es schnell unübersichtlich und ihr vergesst den einen oder anderen Kandidaten. Das kann mir nun mit meiner Samenbox nicht mehr passieren.

In diese Kiste sortiere ich alle Samentütchen nach ihrem Aussäh-Monat ein. So habe ich immer den Überblick, was aktuell zu tun ist. Diejenigen die erledigt sind, kommen raus oder werden nach hinten umsortiert.

Für die Kiste musste auch nichts gekauft werden. Alle Bestandteile und Materialien habt ihr dafür zu Hause. Die Box war z.B. eine Großpackung an Corona-Testkits. Damit der Aufdruck verschwindet, habe ich den Karton einfach auf links gedreht. Dafür müsst ihr nur die Verklebung vorsichtig mit einem Messer öffnen, die Außenseiten nach innen knicken und die geöffnete Seite neu verkleben.

Den innen bedruckten Teil kann man im gefüllten Zustand nur noch erahnen. Den bedruckten Bereich im Deckel habe ich mit Pack- und Zeitungspapier überklebt. Die grünen Blätter druckte ich zuvor mit meinen DIY-Stempeln und grüner Tinte auf die Zeitung.

Die einzelnen Reiter, die die Kiste in verschiedene Monate einteilt, bestehen aus Getränkekartons. Die Buchstaben für die Monate habe ich erpresserbriefmäßig aus einer Zeitung ausgeschnitten!

Samen-Abo

Das Samen-Abo.

Falls ihr mit euerer Fülle an Samenvielfalt auch anderen eine Freude bereiten wollt, denkt doch mal über ein Samen-Abo für eure Freunde nach. In den Samentütchen befinden sich meist so viele Körner, dass sie für mehrere Aussaaten reichen. Da Samen jedoch nur eine begrenzte Haltbarkeit aufweisen, ist es schade um jedes einzelne Korn, welches nicht in die Erde kommt. Wie wäre es also, wenn ihr jeden Monat eine kleine Auswahl an potenziellen Keimlingen zu euren Freunden schickt? Mit ein paar Hinweisen zur Aussaat, evtl. mit den passenden Blumensteckern dazu, freut sich jeder Blumenliebhaber darüber.

Letztes Jahr, als wir uns alle wegen Corona nicht sehen konnten, fand ich das eine tolle Idee, um für kleine Überraschungen zu sorgen. Als Samentüten kommen bei mir übrigens immer diese kleinen Salzbeutelchen aus den TK-Laugengebäck-Verpackungen zum Einsatz. (Das Salz kommt auch gar nicht auf unsere Brötchen, sondern in das Nudelwasser 😂.)

Eine weitere Blumenstecker-Idee

Falls ihr im Sommer Eis essen geht und ihr dazu diese kleinen Eislöffelchen bekommt, ärgert euch nicht über den Plastikmüll. Benutzt sie einfach als Pflanzenstecker, so leben sie ein zweites Leben, welches etwas länger anhält, als für eine kurze Zwischenmahlzeit.

Samengut-Händler die ich aus vollem Herzen empfehlen kann

Drachenkopf & Eukalyptus…
… in DIY-Anzuchtschalen

www.saatgut-vielfalt.de

Hier gibt es SÄMEREIEN für winterharte Freilandstauden, Kräutersamen und Einjährige. Ich habe hier schon oft bestellt und bin noch nie enttäuscht worden. Ihr bekommt ein tolles Preis-Lesitungsverhältnis, mit vielen Informationen zu den Pflanzen und Samen auf der Seite. Hier bin ich z.b. letztes Jahr auf die Teepflanze Drachenkopf gestoßen. Die Zobelhäschen und ich hatten uns als Garten-Schwerpunktthema Heilkräuter überlegt. Besser als jeder Sachkunde-Unterricht.

https://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de

Hier hingegen erwarten euch SAMEN & PFLANZEN. Oft auch exotische Vertreter, wie den Eukalyptus. Ich habe diesen Shop erst ganz neu für mich entdeckt und bin von der Auswahl an Samen für Färberpflanzen begeistert. Warum ich mir im aktuellen Jahr einige davon großziehen möchte erklärt diese Buchempfehlung sehr überzeugend:

Noch mehr Tipps rund um die Samenzucht

Braucht ihr noch ein paar nachhaltige DIY-Ideen, um euren Liebsten eine kleine Freude zu machen? Dann gefällt euch vielleicht das:

Noch mehr passende Buchtipps findet ihr hier:

Unser Ostern

Wir waren bereits fleißig und machen es uns über die Feiertage richtig schön und gemütlich. Mit leckerem Essen, aber natürlich auch mit viel selbst gemachter Dekoration. Pastelltöne gehören aktuell zu meinen Lieblingsfarben und deshalb habe ich mich diesbezüglich gründlich ausgelebt!

Die Ostereier

Die ausgepusteten Eier bekamen einen Pastell-Anstrich (Acrylfarbe) und wurden mit getrockneten Blüten beklebt. Zum Abschluss kam noch eine Schicht Klarlack drüber. Braucht ihr noch Ideen für Blüten-Pressen? Hier geht es zu einer hochwertigen DIY-Version. Als super schnelles Osternest bietet sich ein Tontopf an, eine weitere Variante sind die Eierkartons selbst. Diese habe ich mit Acrylfarbe bemalt und ebenfalls mit getrockneten Blüten beklebt. Ich benutze die Kartons gerne, um die Eier nach dem Fest bis zum nächsten Jahr zu verräumen.

Die Snacks und ihre Darreichung

Für die kleinen Snacks am Nachmittag gibt es – ähnlich wie im letzten Jahr – «Osterkörbchen» aus Getränkekartons. Dieses Mal mit einem Trick für alle, die Probleme mit dem Knicken des oberen Randes haben. Manches Mal reißt auch bei mir und trotz viel Zartgefühl die Tüte ein. Bei dieser Version darf dies passieren, jedoch kontrolliert! Dafür habe ich die vier Kanten eingeschnitten und die Seiten einzeln umgeknickt. Mit einer Schnur wird alles so zugebunden, dass es hält und sich nicht mehr aufdröselt. Diese Körbchen bieten sich für gekaufte Kleinigkeiten, aber auch für Selbstgemachtes an, z.B. diese kleinen süßen Blätterteig-Hasen:

Blätterteig-Hasen

Was ihr braucht:

  • 2 Packungen Blätterteig
  • Schoko-Aufstrich
  • Keks-Austecher

Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und großzügig mit einem Schoko-Aufstrich (gerne Palmöl-frei) bestreichen. Einen zweiten Blätterteig ausrollen und obenauflegen. Nun mit einem österlichen Ausstecher den Teig wie zu Weihnachten und laut Packungsbeilage bearbeiten. Bleibt in der Nähe des Ofens, die kleinen Teile sind sehr schnell fertig.

Das Ganze geht auch in herzhaft! Verstreicht statt der Schokolade einfach Frischkäse zwischen die Teigschichten. Wer mag kann noch ein paar Gewürze hinzugeben.

Eier-Färben mit einem Trick

Habt ihr auf den Bildern die knallig rosa Eier mit den weißen Punkten entdeckt? Hierfür habe ich auf die hartgekochten, noch heißen, Eier mit einer kleinen Kerze Kreise «gemalt» und sie anschließend in das Färbebad gelegt. So kamen sie zu ihren lustigen weißen Punkten.

Küken im Eier-Nest

Auch für die Kinder gibt es eine Extra-Deko: kleine Küken im Eier-Nest. Zu den kleinen Nestern gesellt sich sogar noch ein größeres aus Hasendraht mit Wachteleiern dazu. Alles Ostergras, welches ihr hier seht, besteht aus gebrauchtem Packpapier, welches ich mit der Schere in ganz schmale Streifen geschnitten habe. (Mit einem Aktenvernichter macht das bestimmt richtig Spaß!!)

Die Osterhasen-Bande

Und natürlich gibt es auch Osterhasen zu bestaunen. Diese Exemplare lagen seit Jahren bei mir herum, es waren eigentlich Tischkarten-Halter mit einer Metallklammer für das Namenskärtchen auf dem Kopf. Als solche wurden sie nie benutzt, also habe ich kurzerhand die Klammer mit einem Seitenschneider abgeknipst. Um den scharfkantigen Rest zu verdecken, bekamen die Hasen einen kleinen weißen Pompon auf den Kopf geklebt. Das sieht nun wie ein kleiner Haarschopf aus. Mit einer Mütze aus alten Buchseiten und einer Brille aus Draht kam der letzte Schliff hinzu.

So werden bei uns also nicht nur neue Dinge geschaffen, sondern auch alte Dinge aufgepimpt, Wegwerf-Produkte weiterverwendet und kleine Naschsachen selbst produziert. Wir freuen uns schon auf die Feiertage!!

Zauberwald im Glas

Weihnachtlicher Geschenk-Tipp für alle DIYler und ebenso für alle Upcycling-Begeisterten. Wie wäre es mit einem winterlichen Zauberwald im Glas? Aber auch für euch selbst sind diese kleinen Rentiere eine tolle Dekoration, mit denen noch viel mehr möglich ist, als diese Miniatur-Landschaft!

Was ihr braucht:

  • Tonpapier (z.B. 270 g/moder mehr) in verschiedenen Grüntönen, braun, grau beige & rot
  • Schere
  • Bleistift
  • Bastelkleber
  • Rentier- und Tannenbaum-Vorlage

Hebt alle Schnipsel die gleich entstehen auf, die könnt ihr später noch gut gebrauchen!

Wie es funktioniert:

Die Vorlagen

Die Vorlagen für das Rentier und die Bäume findet ihr hier. Für das Rentier braucht ihr nur die kleinste Vorlage, ohne Ohren, jedoch mit Geweih. Die von euch benutzten Baumgrößen hängen vom Platz im Glas ab, welches ihr benutzen wollt.

Winterlicher Zauberwald.
Das Rentier

Druckst euch die Vorlagne auf DIN A4 aus. Schneidet die einzelnen Rentier-Teile aus und benutzt sie als Schablone. Übertragt damit die Formen möglichst platzsparend auf dickes Tonpapier und markiert euch zusätzlich am äußeren Rand, wo die Schlitze hinkommen. Sobald die Schablone weg ist, übertragt ihr diese Markierungen in die Formen hinein, denn nun schneidet ihr alles aus. Anschließend fügt ihr die Kerben mit der Schere ein und steckt die einzelnen Teile zusammen. Fertig ist das Rentier! Je dicker das Papier, desto breiter müssen die Schlitze werden, sonst wird es mit dem Zusammenstecken schwierig. Tastet euch vorsichtig heran und beginnt erst einmal mit einem schmalen Schlitz. Wenn die Beine noch nicht ganz perfekt sitzen könnt ihr hier mit der Länge des Einschnittes variieren. Also beim ersten Exemplar erst einmal vorsichtig vorarbeiten. Ist das Geweih zu schwer und das Rentier fällt nach vorne, kürzt die Hinterbeine ein wenig ein.

Der Wald

Für den Mini-Wald werden die Tannenbaum-Formen auf grünes Tonpapier übertragen. Unterschiedlich große Bäume in verschiedenen Grüntönen machen es den Tieren so richtig gemütlich. Pro Baum braucht ihr zwei gleichgroße Teile. In den einen kommt der Schlitz vertikal von oben bis knapp über die Mitte, in den anderen von unten bis knapp über die Mitte. So werden beide Teile zu einem 3D-Weihnachtsbaum zusammengeschoben.

Tierbeobachtung ganz nah!
Das Glas

Die Schnipsel, welche bei all der Schnippelei entstanden sind, schneidet ihr nun noch kleiner und benutzt sie als Laub für das Rentier-Zuhause. Diese könnt ihr auf den Boden des Glases, also auf die Innenseite des Deckels, kleben.

Den Deckel könnt ihr von außen mit Acryfarbe bemalen oder auch mit einem Stück Folie bekleben (z.B. eine Korkfolie). Mit einem weißen Lackstift könnt ihr das Glas zusätzlich verzieren. Habt ihr zufällig kleine weiße Kügelchen (z.B. aus einem kaputten Mikroperlen-Kissen), können diese als Schnee mit hinein.

Fertig ist eine richtig tolle Weihnachts-Überraschung!

Upcycling-Rentiere

Statt Tonpapier könnt ihr die Rentiere auch als ein Upcycling aus Getränkekarton (mit brauner Innenbeschichtung) zaubern. Diese sind sehr elegant und lassen sich auseinandergenommen ganz wunderbar mit der Weihnachtspost und einer kleinen Steck-Anleitung verschicken und verschenken!!

Hierfür klebt ihr zwei Getränkekarton-Seiten zusammen. Sehr gut klappt das, wenn ihr die äußerste Schicht (die bedruckte) abzieht. So entsteht eine raute Oberfläche, die den Kleber gut aufnimmt.

Ist alles getrocknet, ritzt ihr euch – z.B. mit einer Nadel – die Form mit Hilfe der Schablone in den doppelten Karton und schneidet ihn entlang der Ritzung aus. Ab hier geht ihr genauso vor wie bei den Rentieren aus Karton.

Rentiere für die Weihnachtspost.

Weitere Ideen

Zauberwald

Und wenn ihr Lust auf noch mehr Abenteuer im Zauberwald habt, dann schaut doch einmal hier vorbei und besucht die kleinen Elfen in ihrem Wohnbaum:

Oder seht euch an, wie eine ganze Herde Rentiere sich im Wald für Weihnachten vorbereitet (rote Nasen inbegriffen!).

Getränkekarton

Ideen für einen DIY-Kosmetik-Adventskalender

Selbstgemacht, kommt doch einfach immer gut. Der Gedanke hinter dieser Idee ist zudem, Geschenke nachhaltiger und vor allem mit wesentlich weniger Müll zu kreieren. Schön ist es auch, wenn gerade im Bereich von Kosmetik möglichst wenig Inhaltsstoffe verwendet werden. Stellt ihr euch die Verwöhn-Produkte für das Badezimmer selbst her, könnt ihr nicht nur ein wichtigen Beitrag für die Umwelt leisten, sondern auch selbst bestimmen, was hinein soll.

Ich finde, gerade zu Weihnachten, wenn sich viel der gemeinsamen Zeit in der Küche abspielt, bietet sich die Gelegenheit ein paar Verwöhn-Rezepte für das Badezimmer auszuprobieren, die sich auch noch super verschenken lassen.

Aus normalen 1L-Getränkekartons lassen sich ganz wunderbare Häuschen zum Befüllen bauen, die man sich wie ein kleines Winterdorf arrangieren kann. Wie ihr diese Häuser bauen könnt erfahrt ihr in meinem Kreativ-Buch. Um alle 24 Häuschen zu füllen, können sich die kleinen Kosmetik-Überraschungen ruhig wiederholen. Ihr könnt z.B. zusätzlich verschiedene Duft- und Farb-Varianten herstellen. Ein paar Beispiele dafür zeige ich euch im Artikel. In kleinere Einheiten verpackt lassen sich damit auch ganz leicht andersformatige Kalender befüllen.

Was ihr in diesem Beitrag alles entdecken könnt:

DIY-Kosmetik
Zum Verwöhnen

DIY-Kosmetik

Badesalz

Aus Salz, Öl und Blüten könnt ihr super schnell einen toll duftenden und pflegenden Zusatz für die Badewanne herstellen. Die Aufbewahrung im Schraubglas macht daraus einen schönen Hingucker im Badezimmer.

Zutaten für das Badesalz:

  • 2 Tassen Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • getrocknete und unbehandelte Rosenblätter, oder auch andere Blütenmischungen
  • wenn gewünscht: ätherisches Öl

Schneller geht’s nicht: alle Zutaten miteinander mischen, ein wenig durchziehen lassen, fertig! Passt hier mit dem ätherischen Öl jedoch gut auf, da dieses in unverdünnter Form hautreizend ist.

Wer es bunter mag, kann sich das Salz auch einfärben! Dafür portioniert ihr euch kleinere Mengen ab und mischt diese mit euren Wunschfarben. Zum Verpacken können die bunten Salze – z.B. in einem Schraubglas – übereinander geschichtet werden.

Buntes Badesalz.

Badebomben

Zutaten für die Badebomben:

  • 100g Zitronensäure
  • 200 g Natron
  • 2 TL Olivenöl
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Duftöl nach Belieben (z.B. Lavendel)
  • 1 Spritzer Wasser

Zitronensäure, Natron und Ölivenöl gut mischen. Anschließend – für die ganz persönliche Mischung – die Lebensmittelfarbe und das Duftöl (Achtung: unverdünnt hautreizend!) hinzugeben. Mit einem Spritzer Wasser stellt ihr eine Konsistenz her, die sich gut in kleine Silikonförmchen pressen lässt. Hierfür eigenen sich auch Eiswürfel- oder sogar Pralinenformen! Lasst das ganze zirka zwei Stunden trocknen und schon seid ihr fertig.

Lavendel hat z.B. eine beruhigende Wirkung. In der manches Mal doch hektischen Weihnachtszeit keine so schlechte Idee, oder?

Mini-Badebomben.

Körpercreme im Glas

Körpercreme aus Sheabutter, Kokosfett und ätherischem Zitronengrasöl, pflegt und erfrischt nach dem Baden. Dieses Rezept ist schnell zubereitet, so auch das Etikett, welches durch das Gummi immer wieder aufs Neue benutzt werden kann. Das ganze spart Verpackung und somit Müll und ist als ein wirklich sinnvolles Geschenk absolut zu empfehlen.

Körpercreme.

Zutaten für die Körpercreme:

  • 80 g Shea-Butter
  • 20 g Kokos-Öl
  • ein Spritzer Sesamöl
  • 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl, z.B. Orange oder Zitronengras

Lasst die Shea-Butter und das Kokos-Öl in einem Wasserbad schmelzen. Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, da dies den Ölen nicht gut bekommt. Ist alles geschmolzen, nehmt die Hitze weg und rührt das Sesamöl unter. Ganz zum Schluss kommt das ätherische Öl hinzu. Passt hier gut auf, da ätherische Öle in unverdünnter Form hautreizend sind. So lange eure Mischung noch flüssig ist, füllt ihr sie in einen passenden Behälter um und lasst sie in Ruhe fest werden. Das kann mehrere Stunden dauern.

Das Sesamöl macht die Creme geschmeidiger, so dass es sich sehr gut auf der Haut verteilen lässt. Man sollte die Creme nach dem Duschen oder Baden unbedingt auf der noch nassen Haut auftragen, so wird die Feuchtigkeit in der Haut gespeichert. Als Duftnote habe ich mich für Weihnachten für Zitronengras entschieden, das passt richtig gut!! Den Geruch des Kokos-Öls mag ich eigentlich nicht, aber im End-Gemisch riecht es überhaupt nicht danach; das finde ich persönlich sehr angenehm.

Das wiederverwendbare Etikett besteht aus Getränkekarton und kann mit Lackstiften sehr gut beschriftet und verziert werden.

Lippenbalsam

Lippenbalsam aus Bienenwachs und Kokosfett mit einem Hauch Orangenduft, ist im nasskalten Winter einfach unverzichtbar für geschmeidige Lippen. Einzeln verpackt ist er gut portionierbar. Und für unterwegs kann man sich einfach ein Stück in einem kleinen Schraubgefäß in die Tasche legen.

Lippenbalsam.

Zutaten für den Lippenbalsam:

  • 7 g Bienenwachs
  • 30 g Kakaobutter
  • 3 TL Olivenöl
  • 3 Tropfen Orangenöl

Die festen Bestandteile schmelzt ihr in einem Wasserbad bei niedriger Temperatur. Anschließend wird alles vom Herd genommen, mit Olivenöl verrührt und das ätherische Öl hinzugefügt. Hier achtet bitte wieder darauf, dass ihr das unverdünnte Öl nicht auf eure Haut bekommt. Für eine längere Haltbarkeit gießt ihr die noch flüssige Masse in kleine Förmchen und lasst sie dort aushärten. Ist das passiert, könnt ihr die einzelnen Stückchen z.B. in Butterbrotpapier verpacken.

Knetseife für noch mehr Abwechslung

Wer Kinder zu Hause hat oder selbst Kind geblieben ist, hat vielleicht genauso viel Spaß an dieser kleinen Kleinigkeit wie wir: Knetseife! Diese könnt ihr euch mit Hilfe von Lebensmittelfarben so bunt gestalten wie ihr wollt, oder ihr lasst sie einfach elegant weiß.

Zutaten für die Knetseife:

  • 20 ml Öl (z.B. Babyöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl)
  • 20 ml Duschgel (Sorte egal)
  • 10 ml Bodylotion oder auch Handcreme (Sorte egal)
  • eine Prise Salz
  • 60 g Speisestärke
  • Lebensmittelfarbe

Mischt alle Zutaten gut miteinander bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Sollte es ein wenig zu klebrig sein, einfach nochmal etwas Stärke hinzugeben. Wer es bunt mag, kann sich die Masse nun portionieren und einfärben. Entweder mischt ihr alles in einer Farbe an oder ihr stellt euch gleich eine bunte Kollektion zusammen. Für Einzel-Portionen könnt ihr die Seife auch in kleine Plastikeier verpacken.

Deocreme ganz ohne Zusatzstoffe

Deo- und Körper-Creme werden bei mir in kleinen Weck-Gläsern aufbewahrt, so bleibt alles plastikfrei und sieht toll aus. Da macht die Körperpflege gleich noch mehr Spaß. Das Rezept für die Körpercreme habt ihr weiter oben bereits erfahren, nun geht es an die Zubereitung eines DIY-Deos!

Ein Badezimmer ohne Plastik.

Zutaten für die Deo-Creme:

  • 2 TL Kakao-Butter (Shea geht auch, dann wird es noch etwas cremiger)
  • 4 TL Kokos-Öl
  • 6 TL Natron
  • 6 TL Stärke
  • einen Spritzer Glycerin
  • 4 Tropfen ätherisches Öl

Achtet beim Glycerin darauf, dass es pflanzlich ist, jedoch nicht aus Palmöl hergestellt wurde. Es wirkt hier rückfettend, so dass die Achseln nicht austrocknen.

Zunächst schmelzt ihr in einem Wasserbad die Kakao-Butter, und achtet immer drauf, dass es nicht zu heiß wird. Anschließend wird das Kokos-Öl hinzugefügt und ebenfalls geschmolzen. Jetzt braucht ihr das Wasserbad nicht mehr. Fügt nun nach und nach die festen Bestandteile hinzu. Dass dieses Hinzufügen in kleinen Portionen passiert ist ungemein wichtig, damit keine Klümpchen entstehen. Ihr müsst hier wirklich fleißig mit dem Schneebesen rühren. Sind die Klümpchen erst einmal da, gestaltet es sich als recht schwierig, diese wieder zu entfernen. Anschließend kommt noch das Glycerin hinzu und ganz zum Schluss tropft ihr das ätherische Öl hinein; hier wieder gut aufpassen, da es im unverdünnten Zustand hautreizend ist. Die noch flüssige Masse gießt ihr in ein passendes Gefäß und lasst sie abkühlen. Das kann mehrere Stunden dauern.

Ich persönlich komme mit dem Deo sehr gut klar. Für Menschen die stark schwitzen ist es vielleicht weniger geeignet. Das muss jeder für sich ausprobieren.

Mini-Seifen

Ob für das Seifensäckchen oder für Gäste, Mini-Seifen sind mit Rohseife schnell gemacht. Allerdings achte ich auch hierbei darauf, dass sie möglichst wenig Inhaltsstoffe besitzt, Bio-Qualität hat und vor allem ohne Palmfett ist.

Was ihr für die Mini-Seifen braucht:

  • Rohseife
  • Ätherisches Öl nach Wahl
  • Lebensmittelfarbe
  • Zuckerperlen
  • Gießform, z.B. leere Pralinenverpackungen oder Getränkekartons

Für diese kleinen Duftstücke muss man den Rohling einfach nur etwas kleiner schneiden und bei geringer Wärmezufuhr einschmelzen. Die Masse wird anschließend in kleinere Portionen abgefüllt. Dafür braucht es auch kein weiteres teures Equipment. Als Gießformen bieten sich – wie auch schon bei den Badebomben – leere Pralinen-Verpackungen an. Auch aufgeschnittene Getränkekartons eigenen sich dafür sehr gut. Die Seife könnt ihr mit Lebensmittelfarbe einfärben oder wieder schlicht und elegant weiß belassen.

Mit dem Hineinmischen von Blüten wäre ich vorsichtig, da sich hier einige anschließend braun verfärben und das die Seife unschön aussehen lässt. Auf dem Bild mit der Deo-Creme könnt ihr das ganz gut sehen! Mit Blüten der Kornblume soll dies allerdings nicht passieren! Das habe ich selbst jedoch noch nicht ausprobiert. Ihr könnt jedoch zum Aufhübschen kleine Zuckerperlen auf die Seife geben. Lasst die Stücke dafür etwas abkühlen, damit die Perlen nicht nach unten fallen, sondern obenauf liegen bleiben.

Zum Verwöhnen

Aromatherapie

Nun habt ihr – oder der Beschenkte – all diese tollen DIY-Kosmetik-Produkte für die Körperpflege. Wenn es jetzt im Badezimmer noch zusätzlich toll duften soll, habe ich genau die richtige Idee für euch: Duftwachs! Denn auch das könnt ihr ganz einfach selbst herstellen. Vielleicht hat ja noch der ein oder andere Wachsreste vom letzten Weihnachtsfest im Kreativ-Vorrat, denn genau die brauchen wir jetzt!

Zutaten für das Duftwachs:

  • Wachs oder Wachsreste
  • Ätherisches Öl, nach Wahl
  • Silikon-Form

Schmelzt die Reste bei niedriger Temperatur ein und nehmt die Hitze weg. Nun noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls eurer Wahl (hier wieder aufpassen!) und ab damit in kleine Silikonförmchen. Nach dem Aushärten sind ist das Duftwachs bereits fertig für die Verwendung in einem Duftlicht. Schnappt euch ein paar für Stücke für euch selbst, der Rest kommt in den Adventskalender!

Duftvorschläge: Der Geruch von Orange passt einfach herrlich Weihnachten, Lavendel wirkt beruhigend und von Rosenduft kann ich einfach nicht genug bekommen.

Duftwachs zum Verwöhnen der Seele.

Kerzen mit Holzdocht gießen

Und da es gerade so schön mit dem Duftwachs war, gibt es hier noch eine kleine Idee für die gemütlichen Stunden in der heißen Wanne oder eingemummelt in einer Decke auf der Couch nach einem langen kalten Tag: eine selbstgegossene Kerze mit einem DIY-Holzdocht! Jup, ihr habt richtig gelesen, denn auch die Holzdochte muss man sich nicht kaufen. Vorausgesetzt ihr benutzt wie wir manches Mal XXL-Streichhölzer. Oft brennen diese nur kurz und es bleibt viel Holz übrig. Genau diese Reste nehme ich für die selbstgegossenen Kerzen als Docht.

Was für ein tolles Licht!

Ich könnte mir vorstellen, dass es mit Bambusspießen genauso funktioniert.

Was ihr für die Kerze braucht:

  • Wachsreste
  • XXL-Streichhölzer, z.B. bereits gebrauchte
  • Glas
  • Pappe

Für die Kerze schmelzt ihr Wachsreste ein, wie ihr es schon für das Duftwachs getan habt. Noch flüssig, füllt ihr es in ein schönes Glas. Damit die Dochte – ihr braucht übrigens dafür zwei bis drei Stück der alten Streichhölzer – im flüssigen Wachs nicht umkippen, schnappt ihr euch einen Pappkarton, der etwas größer als der Glasumfang ist. In den Karton stecht ihr mittig zwei bis drei Löcher nebeneinander, je nachdem, wie viele Dochte ihr verwenden wollt. Die Löcher müssen von der Größe so gewählt werden, dass sie die Streichhölzer halten können. Diesen Karton legt ihr so auf das Glas, dass die Dochte damit mittig im Wachs fixiert werden.

Kleine Schwämmchen aus alten Leggins

Die kleinen Schwämmchen in kunterbunt oder dezent gehalten aus kaputten Socken oder Leggins werden von manchen auch Tawashis genannt. Man kann diese ebenso aus T-Shirt-Ärmeln herstellen, diese bleiben ja eh übrig, wenn man sich T-Shirt-Garn selbst produziert. Bei uns fallen vor allem Socken der Erwachsenen und Leggins der Kinder an, die irgendwann so viele Löcher haben, dass sich stopfen und flicken wirklich nicht mehr lohnt. Dann ist hier mit der Verwertung aber noch lange nicht Schluss. Diese kleinen Schwämme kann man anstelle von Wattepads benutzen. Sie funktionieren auch als Putzlappen, oder zum Trockenwischen des Waschbeckens, damit keine Kalkflecken entstehen. Man kann sie farblich dezent gestalten oder auch kunterbunt für super gute Laune.

Der Web-Ramen aus einer alten Küchenschrank-Tür für die verschiedenen Größen.

Wie das mit den Schwämmchen genau funktioniert, erfahrt ihr hier in diesem extra Beitrag:

Für alle, die jetzt immer noch nicht genug haben…

Wer noch auf der Suche nach diversen Ideen für einen DIY-Kalender in den unterschiedlichen Ausführungen ist, dem empfehle ich, hier einmal vorbei zuschauen:

Dort entdeckt ihr z.B. Kalender aus kleinen Seifenkartons oder auch aus wunderbar goldenen Kaffeetüten! Ich wünsche euch ganz viel vorweihnachtlichen Spaß beim Stöbern!

Zu guter Letzt gibt es hier noch eine kleine vorweihnachtliche Idee, was ihr noch für süße Häuser aus Getränkekartons basteln könnt. Die kleinen Feen haben es hier wirklich gemütlich und schaut mal, wie heimelig es am Abend bei ihnen leuchtet!

DIY Geschenke-Anhänger

Man kann eigentlich nie früh genug damit beginnen, Geschenke für Weihnachten zu besorgen. Genauso steht es mit der Verpackung derselbigen. Ob Getränkekarton, Pappe, Salzteig oder alte Jeans, alles kann für Geschenkanhänger, die ebenso als Baumschmuck oder als Girlande fungieren können, herhalten.

Sterne – immer ein tolles Motiv

Wer kann sich ein Weihnachten ohne Sterne vorstellen? Ich auf jeden Fall nicht! Deshalb zeige ich euch hier einmal drei vollkommen verschiedene Ideen für solch zackige Anhänger.

Sterne aus Salzteig

Bei der ersten Idee handelt es sich um ganz klassische Sternen-Anhänger aus Salzteig. Die Masse wurde vor ihrer Verarbeitung jedoch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Diese Geschenkverschönerer herzustellen macht vor allem mit kleinen Kindern großen Spaß.

Rezept Salzteig

Was ihr braucht

  • 1 Teil Salz
  • 2 Teile helles Weizenmehl
  • 1 TL Pflanzenöl oder auch gerne mehr
  • 1 Teil Wasser
  • Lebensmittelfarbe nach Wahl

Wie es funktioniert

Zum Abmessen könnt ihr beispielsweise eine Tasse oder einen Becher nehmen. Alle genannten Zutaten – außer der Lebensmittelfarbe – knetet ihr zu einem geschmeidigen Teig und teilt ihn in mehrere Portionen auf. Diese können nun nach Belieben mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden.

Und jetzt geht es erst richtig los: mit Keks-Ausstechern aus der Küche oder Förmchen aus der Knetkiste stecht ihr euch die gewünschten Formen einfach aus. Mit den eigenen Fingern oder Modellier-Werkzeug können ganz individuelle Modelle gebildet oder ausgestochene abgewandelt werden.

Für die Anhänger das Loch nicht vergessen. Das dreht ihr z.B. mit der Rückseite eines Holzspießes hinein. Es gibt auch spezielle Keksstempel, mit denen ihr tolle Muster oder auch Namen auf die Formen bringen könnt. Das ist aber auch genauso auch mit diversen Utensilien aus eurer Umgebung möglich. Z.B. eigenen sich gerippte Filzstiftkappen ganz hervorragend dafür!

Sterne aus Jeans

Bei der zweiten Version handelt es sich um Stoff-Sterne, die ratzfatz per Hand aus Resten einer alten Jeans zusammengenäht wurden. Mit einem Sternen-Ausstecher könnt ihr euch die Form mit Kugelschreiber auf dem Stoff vormalen und ausschneiden. Pro Anhänger braucht ihr zwei solcher Sterne und ein wenig Füllmaterial. Oft kommen bei uns hierbei Reste aus anderen Projekte zum Einsatz. Woll- und Fadenreste vom Häkeln und Nähen sind besonders weich. Aber auch alte, unbeliebt gewordene Kuscheltiere tun hier manches Mal ihr Gutes 😬!

Sterne aus Getränkekarton

Und auch bei der dritten Version handelt es sich um ein Upcycling aus Dingen die eigentlich im Müll landen würden. Hier vereinen sich Getränkekarton und alte Buchseiten. Und da diese Variante wirklich schnell umzusetzen ist, kann man mit ihr auch eine super fixe weihnachtliche Girlande bauen. Hierfür wurde ebenfalls der Sternen-Ausstecher aus der Küche als Schablone benutzt. Mit dem Loch hilft euch die Lochzange.

Meine Favoriten

Meine absoluten Favoriten sind jedoch die kleinen und wirklich schnell gemachten Anhänger aus Getränkekarton. Sie sind schlicht und elegant zugleich. Wenn ihr den passenden Stanzer dazu habt, könnt ihr mit diesen in die Massenproduktion gehen.

Jeder Anhänger besteht aus zwei Schichten Getränkekarton. Hierbei sind die abgezogenen Seiten miteinander verklebt und das ehemalige Innere zeigt nun nach Außen. Vor dem Verkleben kann man in die eine Seite noch weihnachtliche Motive stanzen und als Zwischenschicht Designpapier einbringen. Zum Beschreiben eignen sich besonders Acrylstifte.

Getränke- und Versandkarton als Grundlage

Mit Getränkekarton sind jedoch noch viel mehr Varianten möglich. Ihr könnt euch für die zusammengeklebten Seiten ganz individuelle Formen überlegen und diese anschließend mit weihnachtlichem MaskingTape umkleben. Mit diesem Material ist es aber auch möglich, kleine Klappkarten herzustellen. Eine Schneeflocke aus Bügelperlen oder auf Pergamentpapier geklebte Sterne aus den Stanzresten der Lochzange verzieren von Außen. Das nenne ich absolute Wiederverwertung! Die abgezogenen Seite innen können ganz normal mit Kugelschreiber beschrieben werden. Und wer nicht mit Getränkekarton arbeiten möchte probiert sich vielleicht einmal an der Kombination aus Pappe (z.B. aus Versandkartons) und alten Buchseiten. Unsere Version wurde für ein wenig Farbe mit Tusche und einer Zahnbürste bespritzt!

Weitere Ideen rund um das Thema Weihnachtsgeschenke

Wie ihr eure Weihnachtsgeschenke nachhaltig verpacken könnt, zeige ich euch im folgenden Beitrag. Da geht es zum Einen um die Gestaltung von Packpapier und Alternativen zu herkömmlichen Geschenkband. Ihr findet dort aber auch ganz außergewöhnliche Ideen für selbstgemachte weihnachtliche Stempel, die zum Verschönern der Geschenke, aber auch für weitere Dekoration verwendet werden können.

Und hier geht es zu einer weiteren Art von Weihnachtssternen. Auch dieser Vertreter kann als Geschenkanhänger, für Girlanden oder sonstige weihnachtliche Dekoration dienen.

DIY-Adventskalender – Eine Ideensammlung

Für DIY-Adventskalender gibt es so viele schöne und verschiedene Möglichkeiten: manche sind mit etwas mehr Aufwand zu gestalten, dafür mit viel Glamour; andere wiederum sind schlicht und schnell gemacht. Aber auch 24 individuelle Unikate sind möglich.

Wir stellen uns vor.

Die meisten Bastelmaterialien dafür hat man sogar bereits zu Hause: Kaffeetüten (das sollte kein Problem sein!!), Packpapier aus Versandkartons, alte Zeitungen, Getränkekartons oder auch viele kleine Plastik-Eier (die, in denen sich ursprünglich Mini-Spielzeug befindet). Man muss dass alles nicht immer ganz alleine sammeln. Bekannte und Freunde helfen oft sehr gerne weiter!

Der Elegante

Nicht nur für musikalisch Versierte.

Klein aber fein: die nicht ganz so opulente Variante aus Seifenschachteln verpackt mit Notenpapier. Wenn man diese vorsichtig an nur einer Seite aufmacht, kann man den Kalender auch im nächsten Jahr wieder verwenden. Die Sterne bestehen aus Getränkekarton (mit brauner Innenbeschichtung) und wurden mit einem weißen Acrylstift beschriftet und verziert.

Der Pragmatische

Mit viel Lesestoff durchs neue Jahr.

Bei den gezeigten Beispielen lässt sich meine Sammelleidenschaft erahnen. Z.B. für all die Bücher, die ich auf Flohmärkten, mit Hilfe von Tausch-Schränken und Second-Hand-Buchhandlungen zusammen gesucht habe. Dafür habe ich mich bei diesem Kalender für die einfachste Verpackungsvariante mit Zeitungspapier entschieden.

Die Kreise bestehen aus Packpapier beklebt mit Sternen und Schneeflocken, gestanzt aus einer goldenen Kaffeetüte. Mit weißem Lackstift wurde der Rand verziert und die Zahlen habe ich gestempelt. (Psssssst: die Kreise kann man sich gerne aufheben und im nächsten Jahr wieder verwenden!)

Für Groß & Klein

Individuell bis ins kleinste Detail. Eine Wohngruppe für viel Geselligkeit.

Die Häuser aus Getränkekarton kann man individuell gestalten. Jedes Häuschen wird anders. Und wenn einem zwischendrin die Puste ausgeht, und man keine 24 Wohneinheiten schafft, stellt man sich diese einfach als Deko hin: eine kleine winterliche Häuserlandschaft findet bestimmt in jedem Heim einen schönen Ort.

Diese Häuschen bieten viel Platz zum Befüllen. Wie wäre es mit ein wenig DIY-Kosmetik aus der eigenen Produktion? Schaut gerne einmal hier vorbei für noch mehr Inspiration und viele Kosmetik-Rezepte:

Der Opulente

Die goldenen Kaffeetüten wurden mit silbernen Kreisen beklebt. Auf diesen Kreisen kleben wiederum (auf weißem Papier) ausgedruckte Zahlen, die mit silbernen und weißen Lackstiften weiter verschönert wurden.

Dieses Jahr gab es einen wunderbaren Kellerfund in der Familie: einen sehr alten Koffer in welchem nun die goldenen Tüten, samt Lichterkette und ein paar Weihnachtskugeln richtig gut zur Geltung kommen.

Die Überraschung nach der Überraschung.

Der Verwandlungskünstler

Eine ganz andere Variante für einen Adventskalender ist die BonBon-Girlande aus Plastik-Eiern verpackt in Packpapier. Ganz nach eigenem Geschmack werden diese mit buntem Masking-Tape umklebt. Für die Zahlen und weitere Motive habe ich auch hier wieder Getränkekarton benutzt und mit DIY-Sektkorken-Stempeln bestempelt. Der Clou: Auf den Rückseiten der Kreise befinden sich Buchstaben und weitere weihnachtliche Motive, so dass nach dem Auspacken aller Überraschungen aus diesen eine Girlande gebastelt werden kann. So wird die Zeit bis zur abendlichen Bescherung super kurz!

Lottis Wohnzimmer

DIY-Lotti hat sich zusammen mit unserer Hilfe ein neues Miniatur-Wohnzimmer für ihr Puppenhaus gebaut, welches komplett aus Verpackung-Material besteht. Kreativität gehört zu Lottis Leben einfach dazu. Sie gestaltet, näht und werkelt nicht nur gerne, sondern zählt seit Neuestem sogar Häkeln und Stricken zu ihren Hobbys. Vor allem das Thema Upcycling lässt sie nicht mehr in Ruhe, deshalb ist in ihrem Wohnzimmer auch alles selbst entworfen, ertüftelt und gebaut.

Die Materialien

Damit sich Lotti hier vollkommen wohl fühlt, haben wir Einiges an Baumaterial aufgefahren: Getränkekartons, Plastik-Eier in groß und klein, Plastikflaschen, XXL-Teelicht-Hülsen, Papprollen, Einkaufstüten, Versandkarton, alte Schwämme, Käsedosen, Frischkäse-Deckel, Käse-Schachteln, alte Leggins und Stoffreste, eine Notizblock-Spirale, Eierkarton, Flaschendeckel, Reste von Geburtstags-Kerzen, Knöpfe und vieles vieles mehr.

Findet ihr alle verbauten Materialien?

Ein super gemütliches Wohnzimmer.

Das gibt es alles zu entdecken

Dieses Wohnzimmer zu bauen hat richtig Spaß gemacht, denn nach und nach ergab sich – wie von selbst – ein Möbelstück nach dem anderen und es wurde immer gemütlicher. Nun gibt es hier einen Sessel samt Fußhocker, einen Sitz ohne Lehne, einen Tisch mit ausziehbarer Schublade, einen Schallplattenspieler samt Schallplatten und sogar ein Nierentisch ist mit dabei.

In diesem Wohnzimmer lässt Lotti ihrer Begeisterung für Dinge von Damals freien Lauf. All ihre Kreativ-Bücher passen in das große Regal, in dessen Schubern sich zudem viel verstauen lässt. So ist immer schnell für Ordnung gesorgt. Sowohl die Decken-Lampen als auch die Leselampe sind von Karola Koffer extra für Lotti entworfen worden. Auch gibt es einen Paravent und viel Deko mit Trockenblumen zu entdecken. Selbstgetöpferte Teller und Schalen runden das gemütliche und selbst gestaltete Ambiente ab.

Eine kleine Auflösung zu den Materialien:

Hättet ihr gedacht, dass man aus einem XXL-Teelicht einen Schallplattenspieler bauen kann? Oder aus leeren Plastikflaschen tolle Sitzmöbel sowie einen Paravent? Das Regal besteht komplett aus Getränkekartons, selbst die Schuber darin waren in ihrem früheren Leben Milchtüten.

Einige Bewegtbilder

Miezy sucht die perfekte Schlafposition.

Ein paar Videos bringen die einzelnen Highlights zusätzlich zur Geltung und zeigen, dass sich hier nicht nur Lotti sondern ebenso Miezy – Lottis kleines Haustier – pudelwohl fühlen. [Nun habe auch ich endlich ein paar Katzenvideos in meinem Repertoire 😉.] Das Katzenkörbchen hat Lotti an einem ruhigen Abend selbst gehäkelt.

Uahhhh, ausgeschlafen…

Von dem Kamin haben wir ja noch gar nichts berichtet! Dieser entstand aus einer angemalten Papprolle und einem schwarzen Schraubdeckel. Mit ein wenig Transparentpapier und einem kleinen LED-Teelicht wird es so am Abend richtig gemütlich im neuesten Lotti-Zimmer. Also ab in den Sessel, schöne Musik an und ein tolles Buch zur Hand!

Ein Kamin für gemütliche Abende.

Gerade schmieden wir bereits gemeinsame Pläne für Lottis neue Küche…

Hier gibt es noch mehr über DIY-Lotti zu erfahren:

Blumen- & Blütenpresse

Wer über die Buchversion einer Blumenpresse hinaus will baut sich eine richtige Presse. Bei mir kamen zusammengeleimte Einlegeböden aus einer ehemaligen Kommode (nun lebt diese als Truhe) als ‚Holzbretter‘ zum Einsatz. Dieses Projekt eignet sich hervorragend zum Verbrauch vieler alter Zeitungen und Pappe (mit dem Verschnitt schöpft ihr dann einfach Papier!).

Pressen in allen Größen und Formen.

Ich habe mich gleich an verschiedene Größen und Designs herangewagt. So hat jedes Familienmitglied seine eigene Presse, zum Verschenken sind die jedoch auch ganz hervorragend geeignet. Gerade die kleinste Presse ist so süß und ein ideales Geschenk für Menschen die dieses Hobby erst einmal für sich entdecken wollen.

Mini-Presse für überall und immer mit dabei.

Bau-Anleitung

Zwei Quadrate aus Holzplatten (0,5 bis 0,7 cm dick) zurecht sägen und die sichtbare Seite mit buntem oder auch Pack-Papier einschlagen und dieses z.B. mit doppelseitigem Klebeband festkleben. Damit das Dekor lange hält und schön bleibt, mit Klarlack überziehen.

In alle vier Ecken im gleichen Abstand Löcher bohren, die passend für ca. 7 bis 10 cm lange Schrauben sind. [Ich habe mich für Schrauben mit einem sogenannten Flachrundkopf entschieden, da ich (noch) keinen Bohraufsatz für Senkkopfschrauben habe, sonst hätte ich die für die elegantere Lösung gefunden.] Die Länge der Schrauben ist abhängig von der Größe der Presse. Die Löcher der oberen Platte am besten ein wenig größer bohren, damit der Deckel leicht drauf und ab geht. Hierfür brauchst ihr noch vier passende Flügelschrauben.

Pappe und Zeitungen auf etwas kleinere Quadrate zurechtschneiden (kleiner als die Holzquadrate). Anschließend überall die Ecken so weit wegnehmen, dass die nun Achtecke gut zwischen die Schrauben gelegt werden können. So kann später nichts verrutschen. Die Pappe und mehrere Lagen Zeitungspapier werden nun immer abwechselnd in die Presse gestapelt. Deckel drauf, mit den Flügelschrauben festdrehen. Fertig.

Die Etiketten habe ich aus Getränkekarton hergestellt.

Blätter-Stempel

Nicht nur Blüten, sondern ganze Pflanzen passen in die Maxi-Presse. Für diese habe ich mir extra Blätter-Stempel aus Moosgummi und Pappe hergestellt, welche mittlerweile aber auch schon zum Milchtüten-Bestempeln verwendet wurden. Auch meine Stempelkissen sind selbstgemacht. Als Stempelfarbe nehme ich zur Zeit grüne Füller-Tinte.

DIY-Blätter-Stempel aus Pappe und Moosgummi.

Feen im Zauberwald

Wäre ich eine Fee, ich würde sofort einziehen in diese super gemütliche Wohngemeinschaft im Zauberwald. Wer mich vermisst, darf mir gerne schreiben, denn ein Briefkasten ist vorhanden! Ich hoffe der Postbote kennt sich hier gut aus…

Wer möchte hier nicht einziehen?

Anleitung für den Topf und die Äste:

Was du brauchst:

  • Blumentopf
  • Äste
  • Beton und Sand

Möchtest du dir dieses zauberhafte Wohngebäude-Arrangement nachbauen sammelst du dir als allererstes ein paar Äste. Diese sollten gut durchgetrocknet sein.

Die Äste arrangierst du in einem alten Blumentopf so zurecht wie du sie haben möchtest. Gefällt dir die Zusammenstellung rührst du den Beton an und füllst diesen zwischen die Äste in den Blumentopf. Anschließend säuberst du vorsichtig mit einem feuchten Tuch die Ränder des Topfes und die Äste, die Beton abbekommen haben. Nun muss alles mindestens eine Woche lang trocknen. In der Zwischenzeit kannst du die Häuser vorbereiten:

Anleitung für die Häuschen:

Was du brauchst:

  • 6 bis 7 Getränkekartons
  • Teppichmesser oder Bastelskalpell
  • Bastelkleber
  • Nadel
  • Lineal
  • Haushaltsgummis
  • weißer Lackstift
  • LED-Teelicht
  • Stoffreste für die Gardinen, z.B. Jute mit Spitze
  • Stoffreste für die Wäscheleine, z.B. Jeans- & Gardinenreste, Häkelborte
  • Stickgarn
  • Heißkleber
  • Knete in grün, braun oder grau
  • 5 Bambusstäbe (Schaschlikspieße)
  1. Nimm dir einen Karton und ein Geodreieck und markiere dir die Mitte des Kartons mit Hilfe einer Nadel (ritzen statt zeichnen).
  2. Halbiere nun mit Hilfe des Teppichmessers deinen Karton entlang dieser Mittellinie.
  3. Den unteren Teil scheidest du entlang der seitlichen Kanten auf. Was du erhältst sieht aus wie ein dickes Kreuz.
  4. Dieses Kreuz knickst du an den Kanten des Bodens um, und krempelst so die Innenseite nach außen. Nun bestreichst du flächig mit Bastelkleber und Pinsel die Flügel des Kreuzes auf der bedruckten Seite, stellst anschließend das obere Teil des ehemaligen Getränkekartons (das mit Dach) auf das Quadrat des Kreuzes, hältst es fest, und klappst die Flügel nach oben. Achte hierbei darauf, dass der sichtbare Klebefalz des Getränkekartons nach hinten zeigt.
  5. Fixiere die Verklebung mit Haushaltsgummis, die du herumschlingst, damit die Flügel nicht wieder aufklappen. Durch die glatten Oberflächen dauert es nun circa zwei Tage bis die Klebung komplett getrocknet ist. 

Die Zeit des Trocknes nutzt du, um dir kleine Feen zu basteln. Wie das geht, erfährst du weiter unten.

  1. Nach zwei Tagen überträgst du dir die Fenster und Türen auf den Karton.

Am besten geht es wieder, indem du nicht mit einem Stift, sondern mit der Nadel arbeitest und die Formen hineinkratzt, da die Oberfläche sehr glatt ist und auch ein Folienstift verschmiert. Wenn du deine Fenster und Türen vorgezeichnet hast, arbeitest du diese mit dem Bastelskalpell heraus. Hier solltest du langsam und mit Gefühl vorgehen, damit du nicht abrutschst, oder die Klebung auseinanderreißt.

  1. In die Rückseite eines jeden Häuschens kommt eine große Öffnung für ein LED-Teelicht.
  1. Durch diese Öffnung kannst du zusätzlich – damit man den bedruckten Boden nicht mehr sieht – ein Stück Papier schieben, welches als Teppich dient. Auch hierfür habe ich Getränkekarton benutzt und die bedruckte Seite abgezogen. Die abgezogene Seite liegt nun oben und sieht wie ein flauschiger Teppich aus. Auch den Giebel des Daches kannst du mit Hilfe des abgezogenen Milchkartons verkleiden. Hier habe ich die raue Seite geklebt, so dass die glatte braune Seite nach außen zeigt. Genauso habe ich mir Dreiecke für die ‚Löcher‘ im Dach zurechtgeschnitten und mit Bastelkleber befestigt, damit später möglichst wenig der Aufdrucke des Getränkekartons zu sehen sind.
  1. Verziere die Fenster und Häuserwände mit einem weißen Lackstift.
Hinten kommen die LED-Teelichter hinein.

  1. Durch die große Öffnung auf der Rückseite der Häuschen kannst du nun von innen mit Bastelkleber Gardinen anbringen.
  1. Bist du mit deinen Häuschen fertig kannst du sie im Geäst arrangieren. Probiere zunächst grob wie du sie verteilen möchtest und welche Front wohin zeigen soll. Achte darauf, dass die Teelicht-Öffnungen alle nach hinten zeigen und gut zugänglich sind. Unebenheiten kannst du mit Knete ausgleichen. Fixiere die Häuser zunächst mit Heißkleber. Damit der Heißkleber nicht mehr zu sehen ist, kannst du die Klebefläche mit grüner, brauner oder grauer Knete verblenden. Die Knete härtet nach ein, zwei Tagen aus und alles hält noch besser.
  1. Für die Wäscheleine wickelst du Stickgarn um die Äste und verknotest sie jeweils am Anfang und Ende. Schneide kleine Stoffreste zurecht und falte sie längs in der Mitte. Die eine Hälfte der Innenseite bestreichst du mit Bastelkleber und hängst es über die Leine und verklebst es mit sich selbst.
  1. Für den Briefkasten schnappst du dir einen 2,5 cm breiten Streifen abgezogenen Milchkarton und wickelst ihn auf, so dass ein Rechteck entsteht. Schneide das obere Ende so ab, dass die Lasche zu einem Drittel die Vorderseite bedeckt. Verklebe das Ende mit Bastelkleber und befestige den Briefkasten mit Heißkleber an einem Ast.
  1. Die Leiter besteht aus Bambusspießen. Zwei lässt du für die Seiten so lang wie sie sind. Für die Sprossen teilst du dir je einen Spieß in drei gleich große Teile (ohne Spitze). Das geht mit einem Seitenschneider ganz gut. Die entstehenden Kanten bekommst du mit Schmirgelpapier glatt. Mit weißen Looms befestigst du die einzelnen Sprossen. ‚Baue‘ eine Sprosse jeweils oben an die Seiten an und rutsche sie dann nach unten. So verfährst du bis die Leiter fertig ist.

Anleitung für die Feen:

Der Aufbau der Fee.

Was du brauchst:

  • je Fee: 40 cm Blumen-Draht, silber
  • Holzkugeln, oval (ca. 2 cm lang) & rund (ca. 1 & 0,5 cm Durchmesser)
  • kleine Plastikperlen
  • Stoffreste
  • Baumwollfaden
  • Bastelkleber & feiner Pinsel
  • Lackstift in silber
  • Drahtzange
  • kaputte Nylon-Strumpfhose
  1. In der Skizze siehst du zunächst den groben Aufbau. Die Fee besteht aus mehreren verschiedenen Holzkugeln. Die ganz kleinen für die Hände bestehen aus Plastik. Der Verlauf der Bohrung ist angedeutet, und auch wie der Draht durch die Kugeln verläuft. Die Schlingen nach rechts und links sind die Flügel! Die Ärmchen habe ich mit einem Faden angebracht, der in der Mitte zu einem Schleifchen verknotet wird.
  1. Den zukünftigen Feen-Kopf bemalst du mit Hilfe eines silbernen Lackstiftes mit Haaren, Augen, Nase und Mund.
  1. Beim Zusammenbau beginnst du mit den Füßen. Die zwei Fußkugeln fädelst du mittig auf den Draht, biegst diesen anschließend nach oben und führst beide Drahtenden durch die Körperkugel. Hast du alles straff gezogen biegst du das jeweilige Drahtstück, welches oben aus der Kugel herausschaut nach unten ab, bildest mit ihm eine Schlaufe, die du mehrmals an ihrem Ende (also direkt an der ovalen Kugel) verzwirbelst. Danach setzt du die Kopfkugel auf und biegst den Draht der oben herauskommt nach unten weg. Hier kannst du nun zwirbeln und drehen wie du magst.
  1. Für die Ärmchen beginne mit dem Faden am Hals der Fee. Ziehe den Faden durch das Drahtgewirr, anschließend durch die rechte Armkugel, durch die Handkugel, zurück durch die rechte Armkugel, durch die Drähte am Hals, durch die linke Armkugel, durch die linke Handkugel, zurück durch die linke Armkugel, durch die Drähte in der Mitte und verknote mit dem Fadenanfang zu einer festen Schleife.
  1. Die Flügel kannst du nun nochmal in Ruhe zurechtbiegen. Es kann ein länglicher Flügel sein, ein etwas breiterer oder auch einer, der wie ein Herz geformt ist. Mit einem Pinsel Bastelkleber auf die Oberseite des geformten Drahtflügels verteilen und ein Stückchen einer alten Nylon-Strumpfhose aufkleben. Vorsichtig trockenen lassen und anschließend die Form am Draht zurechtschneiden. Jetzt ist es ein richtiger Flügel!
  1. Der Körper wird nun mit Stoffstücken beklebt. Bei mir haben die Feen Reste einer Gardine, einer Jeanshose und sogar T-Shirt-Garn an!

Der Hintergrund besteht übrigens aus einer alten Schranktür die ich mit Tafelfarbe bestrichen habe und nun nach Herzenslust immer Wiede neu gestalten kann.

Sprühfarbe selbst gemacht

Was für eine tolle Resteverwertung! In den letzten Krümeln des Tusche-Kastens oder auch in Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättet ihr das gedacht?

Alle Farben des Regenbogens!

All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!

Und so geht’s:

Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhaltet ihr einen kräftigen Farbton. Wenn ihr die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, könnt ihr sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen. Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen.

Anwendung-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:

Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.

Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Filzstift-Sprühfarbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?

Und es lässt sich damit auch malen:

Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Dafür schütte ich mir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber, vermale sie mit einem Pinsel und wenn ich fertig bin, schütte ich die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche. So wird nichts verschwendet und die Farben sind bereit für ihren nächsten Einsatz!

Noch mehr Tipps

Noch mehr Frühlingsdeko

Drahtbügel, Origami und Sprühfarbe? Hier geht es zu einem weiteren goldigen Projekt für den Frühling:

Mit Sprühfarbe kreativ werden

Für die Kleinen:
Und die Großen:

Wochenkalender – Bullet Journal

Organisation ist alles und kann das Leben so leicht machen! Ordnung auf dem Schreibtisch heißt oft auch Ordnung im Kopf. Jedenfalls ist das bei mir ganz eindeutig so.

Darf ich vorstellen – Mein neuer Kalender:

Es war einmal ein ganz normaler DIN-A5-Ring-Ordner, welcher jahrelang unbeachtet, gar ungewollt, in einer Ecke lag. Traurig dämmerte er vor sich hin, eingepfercht zwischen anderen alten Ordner. Aber keiner war wie er. Er war kleiner als die anderen, fühlte sich nicht für voll genommen und somit nicht wie ein vollwertiges Mitglied in der Ordner-Sammel-Kiste. Aber eines Tages wurde es hell. Jemand zog ihn heraus, pustete den Staub weg und dachte: „Damit lässt sich doch etwas anstellen!“ (Dieser Jemand war natürlich der Zobelhase, der für jeden einen Plan parat hat, wenn die Zeit nur endlich gekommen ist.)

Hier ein paar Detail-Aufnahmen der einzelnen Seiten, Bestandteile und Highlights dieses wunderbaren Lebens-Begleiters:

Ein Allround-Talent. Mein neuer Wochenkalender.

Die einzelnen Trenn-Seiten für die Monate bestehen aus Getränkekarton mit silberner Innenbeschichtung. Das man diese Art Karton für viele coole Projekte benutzen kann habt ihr hier ja nun schon öfter entdecken dürfen. Die Trennseiten sind ein wenig größer als DIN A5, das entspricht ziemlich genau drei Seiten eines Kartons. Zunächst habe ich ihn mit DIY-Sprühfarbe (aus eingetrockneten und auch (eigentlich) leeren Filzstift-Kartuschen) in Regenbogenfarben besprüht. Hierbei habe ich darauf geachtet, dass die Farben zu den Jahreszeiten und Monaten passen: die kalt-blauen Töne für die Wintermonate, warm-orange für den Sommer und z.B. viel grün für den Frühling. Die Seiten wurden mit dem Locher gelocht und als Lochverstärker, so dass man sie auch mehrere Jahre lang benutzen kann, habe ich mich für Metallösen entschieden.

Trennblätter für die einzelnen Monate.

Eine Wochen-Übersicht gefällt mir persönlich in einem Kalender oder Planer am besten. Dafür habe ich mir (klar auch aus Milchkarton! mit brauner Innenbeschichtung) eine Schablone gemacht, mit der ich fein säuberlich die einzelnen Tage pro Woche auf ein DIN A5-Papier markieren kann. Die kleinen Löcher in der Schablone können für weitere Verzierungen benutzt werden, oder auch als Aufzählungszeichen für to-do-Listen etc. pp.

Wochen-Blätter, Multifunktions-Schablone aus Getränkekarton, Silikon-Stempel auf Getränkekarton-Deckeln.

Für die weitere Gestaltung der Wochenseiten habe ich mir ein paar Silikon-Stempel gegönnt, die ich tatsächlich und für mich ganz ungewöhnlich, mal nicht selber gemacht, sondern selbst gekauft habe. Das Gefummel mit den Acryl-Platten war mir allerdings zu umständlich, deshalb habe ich mir diese kleinen Stempel einfach – und jetzt endlich kommt wieder der Upcycling-Aspekt – auf die Deckel ehemaliger Getränkekartons geklebt. Da halten sie ganz gut und so bleiben sie auch jetzt. Nun kann ich nach und nach, wenn ich Zeit habe, die Wochen vervollständigen. ‚Donnerstag‘ war zu groß, der klebt nun auf der Kappe eines ehemaligen Filzstiftes.

Viel Platz auch für Notizen, samt Stempel aus Moosgummi-Buchstaben und weißem Karton.

Für Notizen habe ich mir eine kleines Heftchen aus glatt-gebügeltem (bereits gebrauchtem) Packpapier angelegt, welches – wenn voll oder alles erledigt ist – immer wieder ausgetauscht werden kann. Für die Beschriftung dieses kleinen Notizheftchens wurde ein kleiner Stempel aus Moosgummi-Buchstaben und weißem Karton gebaut.

Wie man sich ganz easy peasy Stempelkissen selber machen kann findet ihr übrigens hier:

Den DIN-A5-Ordner habe ich mit den Stoff-Resten ausgetragener Jeanshosen beklebt. Für die Außenseite kamen glatte Streifen, weiter verziert mit einer Spitzenborte, zum Einsatz. Für Innen habe ich mir einfach die Hosentaschen geschnappt, denn diese sind super praktisch um z.B. die Schablone oder auch Notizen, bunte Kleberli und was euch sonst noch so einfällt unter zu bringen.

Alles griffbereit und aufgeräumt!

Für Büroklammern und Ähnliches habe ich mir zusätzlich ein abnehmbares und (über Druckknöpfe) größenverstellbares breites Textilgummi um die Vorderseite gebunden. Dieses kann man, wenn gewünscht, auch ganz variabel nach hinten verlagern. Mit dem Gummi können nun weitere Dinge wie Notizhefte oder flache Federmäppchen fest verzurrt werden, so dass beim Transport nichts verrutscht oder herausfällt.

Wer jetzt noch mag kann einen alten Gürtel drum herum wickeln, denn ich kann mir vorstellen, dass im Laufe des Jahres unheimlich viel Kram zusammenkommt, welcher vielleicht noch etwas mehr Zugspannung verträgt. Wer es nicht ganz so bunt mag, nimmt einfach ein Gummi und Gürtel in gedeckteren Farben, genauso kann man bei den Trennseiten und Wochen-Blättern vorgehen.

Alles gut verstaut und zugezurrt.

Ich allerdings möchte das nächste Jahr mit viel Farbe, viel Freude und viel Fantasie begehen, deshalb durfte es hier und jetzt mal so richtig bunt werden!

Im Folgenden seht ihr ein paar Arbeitsschritte, wie der Ordner nach und nach verschönert wurde. Von der Material-Zusammenstellung über das Anprobieren, wie alles am besten zusammenpasst und ein gleichmäßiges, möglichst symmetrisches Bild ergibt bis hin über das flächige Bekleben mit Bastelkleber…

Lesezeichen aus Getränkekartons

Adventskalender-Freebie zum #adventjuhubel bei www.juhubelbox.de

Bastelanleitung

Toll zum Verschenken, aber auch für dich selbst: Lesezeichen aus leeren Getränkekartons und buntem Papier.

Kann man eigentlich immer gebrauchen!

Was du brauchst:

  • leere und saubere Getränkekartons mit brauner Innenbeschichtung
  • buntes Papier nach deinem Geschmack, auch gebrauchtes Geschenkpapier oder Seiten aus einem Katalog dürfen benutzt werden
  • Motiv-Stanzer
  • Lochzange
  • Stickgarn oder Wolle
  • Klebestift
  • Teppichmesser oder Bastelskalpell
  • Schere

Und nun geht es los:

Nehme einen Getränkekarton komplett auseinander. Schneide dafür den Deckel und den Boden mit Hilfe des Teppichmessers ab. In dem Karton gibt es eine Kante, an der die vier Seiten zusammengeklebt sind (Klebefalz). Entlang dieser schneidest du den Korpus mit einer großen Schere auf, so dass ein flacher Karton entsteht. 

Ein solcher Getränkekarton ist aus mehreren Schichten Papier und Folie aufgebaut. Damit der Karton gut bearbeitet werden kann, knibbelst du mit dem Teppichmesser oder dem Fingernagel vorsichtig an einer Ecke und ziehst die oberste (bedruckte) Papierschicht ab. Probiere dies am besten vorher an verschiedenen Kartons aus. Bei manchen geht es leicht, bei anderen gestaltet sich dieser Prozess als etwas fummelig. Schneide anschließend alle Seiten entlang der Kanten auseinander. 

Der Aufbau des Lesezeichens.

Für ein Lesezeichen brauchst du zwei Seiten des Kartons in gleicher Breite. Auf die vordere Seite stanzt du Motive nach deiner Wahl. Dessen Rückseite bestreichst du nun ganzflächig mit Klebestift und klebst hier das bunte Papier so auf, dass die schöne Seite von vorne aus den gestanzten Löchern heraus zu sehen ist.

Anschließend klebst du den zweiten Karton mit Klebestift auf; die braune Seite zeigt nach außen und die raue, abgezogene verschwindet nach innen. So erhält das Lesezeichen eine gute Stabilität. Sind die Kanten noch nicht ganz passend schneide sie gerade. Mit der Lochzange kannst du oben ein oder zwei Löcher stanzen, um eine Schnur hindurch zu ziehen, an dessen Enden Papierperlen geknotet werden können. Wie du dir diese schnell selber machst, erfährst du weiter unten.

Lesezeichen mit und ohne Perlen-Schnur.

Aufbewahrung für Lesezeichen

Die passende Aufbewahrung besteht natürlich auch aus einem Getränkekarton!

Ruckzuck machst du dir aus einem Getränkekarton einen super praktischen Aufbewahrungsort für deine DIY-Lesezeichen: Deckel ab, bedruckte Schicht ab, Kragen krempeln und wenn du magst alles noch bestempeln und bekleben.

Papierperlen selber machen

Am besten gleich ein paar auf Vorrat machen!

Papierperlen zauberst du dir ganz schnell und selber aus schmalen Papier-Streifen. Rolle diese mit Hilfe eines Holzspießes auf, träufle ein wenig Bastelkleber auf das Ende und verschließe die Rolle. Den Holzspieß ziehst du nun heraus und erhältst so auch gleich ein Loch zum Auffädeln. Die Breite und Dicke der Perle kannst du frei variieren. 

Papierperlen-Produktion.

Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß mit all diesen Ideen und eine tolle Weihnachtszeit!!

Apfelernte

Mensch was haben wir geschuftet die letzten vier Wochenenden. Dafür ist unser Mini-Apfelbaum nun aber auch so gut wie leergepflückt und die Vorräte an Apfelmus, Apfelsaft und getrockneten Äpfeln aufgestockt. Vor allem der Apfelmus – der bei der Saftherstellung entstanden ist – reicht bestimmt bis zur nächsten Ernte. Dieser macht sich aber auch hervorragend zum Verschenken. Mit einem Etikett aus Getränkekarton und DIY-Apfel-Stempel hat der Beschenkte noch mehr Freude!

Apfel – Apfel – Apfel.

Rhabarber-Marmelade

Selbstgemacht ist doch am Besten. Das gilt auch beim Thema Essen. Wenn die Zutaten dann auch noch aus dem eigenen Garten kommen ist alles perfekt. Hier gibt es heute eigens eingemachte Rhabarber-Marmelade als Präsent überreicht in einem Körbchen aus Milchtüte. Auch das Etikett ist selbstgemacht mit einem aus Radiergummi geschnitztem Herz-Stempel. Denn dieses Geschenk kommt von Herzen.

selbstgemachte Rhabarber-Marmelade im Getränkekarton
Einfach lecker.

Rezept für die Rhabarber-Marmelade:

1 kg Rhabarber wird gesäubert und kleingeschnitten. Anschließend mit 0,5 kg 2:1 Gelierzucker mischen und für vier Stunden ziehen lassen. Nach Packungsanleitung des Zuckers aufkochen und in sterilisierte (abgekochte) leere Schraubverschluss-Gläser füllen. Verpacken und fertig.

Die Schraubverschluss-Gläser, könnt ihr euch das ganze Jahr über selbst zusammen sammeln. Wenn es möglich ist, nehmt immer die gleiche Sorte, dann müsst ihr beim heiß Abfüllen, nicht lange herum probieren, welcher Deckel auf welches Glas passt. Auch mach ich Gläser mit Twist-off-Deckeln. Mit diesen habt ihr immer eine Kontrolle, ob das Glas wirklich vakuumwert ist.

Für alle Neulinge in Sachen Einkochen

Die ausgespülten Gläser, samt ihren Deckeln stellt oder legt ihr euch z.B. in einen großen Topf. Gießt heißes Wasser aus dem Wasserkocher hinzu, bis alles Gläser komplett bedeckt sind. Lasst das ganze noch ein ein paar Minuten auf dem Herd köcheln. Holt das jeweilige Glas erst direkt zum Befüllen aus dem heißen Wasser. Das geht mit einer Holzzange und sauberen Tüchern sehr gut.

Die Rhabarber-Marmelade braucht ein Häubchen!

Herzstempel aus einem Radiergummi

Was du brauchst:

  • Radiergummi-Rest
  • Folienstift
  • Bastelskalpell
  • Stempelkissen mit roter Farbe
  • Computer, Drucker & Papier
  • Packpapier
  • Zickzack-Schere 
  • Klebestift
  • Haushaltsgummi
Marmeladenhäubchen nachhaltig selbst gestalten.

Wie es geht:

Mit dem Folienstift malst du dir ein kleines Herz (ca. 1 x 1 cm) auf den Radiergummi-Rest. Mit dem Bastelskalpell kannst du es nun herausarbeiten: Zunächst an den gemalten Linien entlang, nach und nach schneidest du die Fläche weg, so dass das Herz erhaben ist. 

Drucke dir anschließend die (etwas aktualisierte) Kreisvorlage aus.

Stemple nun mit deinem selbst kreierten Stempel die Herzen in rot auf. Beim Ausschneiden kannst du ein wenig neben der Linie schneiden, so dass man den Rand noch sieht. Das Packpapier bringst du dir mit der Zickzackschere auf die Maße 15 x 15 Zentimeter. Teste vorher, ob es gut auf die Marmeladen-Gläser passt. Ansonsten passe die Maße an, in dem du das Packpapier etwas größer oder kleiner zuschneidest. Nun stülpst du die Papiere mittig über die Gläser und fixierst sie mit dem Gummi. Die ausgedruckten, ausgeschnittenen und bestempelten Kreise klebst du mit Klebestift mittig auf. Fertig sind deine Marmeladendeckchen. 

Wer mag noch mehr Tipps für die nachhaltige Küche?

Rezepte

Buchtipps

Zum Entspannen – Badesprudel

Nichts geht über selbstgemachte Kosmetik und selbstgemachte Geschenke. Hier wieder ein schönes Beispiel für Dinge mit denen man anderen eine große Freude machen kann, aber auch sich selbst. Badesprudel aus hauseigener Produktion. Mit Lavendel wirkt es unheimlich beruhigend und gerne dürfen auch ein paar getrocknete Blüten mit hinein.

Kleine Blumen die beim Entspannen helfen.

Zutaten:

  • 100g Zitronensäure
  • 200 g Natron
  • 2 TL Olivenöl
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Duftöl nach Belieben (z.B. Lavendel)
  • 1 Spritzer Wasser

Zitronensäure, Natron und Ölivenöl gut mischen. Anschließend die Lebensmittelfarbe und das Duftöl hinzugeben für die ganz persönliche Mischung. Mit einem Spritzer Wasser eine Konsistenz herstellen, welche sich gut in kleine Silikonförmchen pressen lässt. Hierfür eigenen sich Eiswürfel- und Pralinenformen, Circa zwei Stunden trocknen lassen, fertig!!

Für die Blumen habe ich die Lebensmittelfarben blau und rot gemischt, um lila zu erhalten. Es ist dabei eine interessante gepunktete Mischung herausgekommen!

Verpackt in einem ehemaligen Getränkekarton, bestempelt und beschriftet, macht es eine gute Figur im Badezimmer, aber auch als kleines Mitbringsel für liebe Menschen.

Natürlich gehen auch andere Formen und Farben:

Muscheln für einen mediterranen Flair.

Für Kinder darf es etwas bunter werden:

https://zobelhase.de/badesprudel-1/

Kreide für den Urlaub

Kreide ist schnell selbst gemacht. Vor allem für Draußen eignet sich diese Kreide aus Gips ganz hervorragend. Gestern gab es ganz bunte Regebogenkreide, heute eine andere Version. Mit diesen Farben und vor allem diesen Formen macht sie beim nächsten Urlaub am Meer besonders Spaß. Wem diese Kreide zu schade zum Verbrauchen ist, kann sie auch als Dekoration im Badezimmer benutzen.

Kreide für den Ostsee-Urlaub! Aber auch als Deko ganz toll.

Als Kreide jedoch braucht es auch eine passende Box zum Verstauen und Mitnehmen: eine Getränketüte mit Deckel – meine neueste Erfindung! Tinte verdünnt in viel Wasser (oder auch das Wasser im Glas nach dem Tusche-Malen) zaubert diesen tollen aquarell-mäßigen Hintergrund. Mit dem selbst-gemachten Silikon-Stempel wird noch schnell ein Segelschiff gezaubert und fertig ist die maritime Box.

Mit der passenden Box, lässt sich die Kreide gut verstauen.

Und wie die Kreide selber herstellt, erfahrt ihr hier:

Grußkarten aus Milchkarton

Diese selbstgemachten Blätterstempel habe ich ja bereits vorgestellt. Dass diese bei mir auch noch weiterhin Verwendung finden, zeige ich euch heute und hier mit dieser tollen Idee. Aus Milchtüten wurden kleine Grußkarten. Schaut mal, was sich in der kleinen Karte alles versteckt…. Ein Samentütchen samt Blumenstecker für eine kleine Bienenwiese. Da geht einem als Blumen- und Naturfreund doch das Herz auf!

Die Karten und das bestempelte Bild des Blumensteckers sind aus Milchtüten, der Holzspieß des Steckers war mal ein leckeres Eis am Stiel, und die Samentüte befand sich ursprünglich in einer Packung Aufback-Laugen-Gebäck, und enthielt Salz zum Drüberstreuen.

Blumenstempel selbst gemacht.