Abschminkpads und Aufbewahrung

Mit selbstgemachten Abschminkpads aus Stoffresten seid ihr auch im Badezimmer nachhaltig unterwegs. Ein Badezimmer ohne Plastik und Wegwerfprodukte empfinde ich persönlich als absolut gemütlich und als totale Wohlfühl-Oase. Die Abschmickpads könnt ihr zudem ganz nach eurem eigenen Geschmack oder auch nach dem Einrichtungsstil eures Badezimmers gestalten. Und sie sind zudem ein super Geschenk für andere!

DIY-Abschminkpads halten lange

Meinen ersten Schub an DIY-Wattepas habe ich mir vor fast zehn Jahren, als absoluter Nähanfänger, aus alten Sweatern genäht. Genau dafür sind solche Projekte perfekt! Ihr lernt eure Nähmaschine besser kennen und tastet euch an das Thema Stoff und Garn immer mehr heran. Aber auch um v.a. kleine Stoffreste sinnvoll und einfach zu minimieren, bietet sich dieses Projekt ganz wunderbar an.

Nun also, nach zehn Jahren, beginnen die ersten Abschminkpads unansehnlich zu werden und es wurde Zeit für einen neuen Schwung an Pads im Bad. Aber rechnet das mal hoch: zehn Jahre lang morgens und abends ein Pad! Ich bin mit dieser Bilanz absolut zufrieden.

Abschminkpads und Jeanskörbchen.
DIY-Abschminkpads.

Was ihr für die Abschminkpads braucht und wie es geht

Alles was ihr braucht, sind Stoffreste. Das können wie bei meinem ersten Versuch ausgetragene Pullis sein, die haben zudem oft eine glatte und eine weiche Seite. Wenn ihr das beim Zusammenlegen eurer Stofflagen beachtet, haben eure Pads ebenfalls eine glatte und eine flauschige Seite, so dass ihr euch beim Abschminken immer entscheiden könnt, welche Seite für eure Bedürfnisse gerade besser ist. Aber auch altes Bettzeug oder andere kleinere Stoffreste eignen sich ganz hervorragend dafür. Schaut, welche Farben gut zusammenpassen und euch gefallen.

Abschminkpads und Stoffstücke.
Aus Stoffresten und Schablone werden Abschminkpads.

Mit einer Dose oder einem anderen runden Gegenstand bereitet ihr euch eine kreisrunde Schablone aus Papier vor (der Hardcore-Upcycler nimmt dafür einfach einen gebrauchten Briefumschlag). Den Papierkreis fixiert ihr mit zwei Stecknadeln auf mehrere Stofflagen und schneidet diese dementsprechend aus. Je nachdem welches Ausgangsmaterial ihr nehmt, kann so ein Abschminkpad aus zwei bis drei Stofflagen bestehen (habt ihr drei Lagen, könnt ihr im Inneren unattraktive Stoffprints verstecken!). Testet aus, mit wieviel Lagen euch das Pad von der Haptik her am besten gefällt und bereitet euch einen ganzen Schwung an Stoffkreisen vor. Anschließend braucht ihr diese nur noch zusammenzulegen und mit einem Zickzack-Stich an der Nähmaschine vernähen.

Es ist hierbei möglich mit der Grundeinstellung der Stichart einfach mehrere Runden übereinander zu nähen, oder ihr testet einen kleineren Abstand an einem Probestoff und passt die Naht genau an. Für meine eigenen Pads ist mir das Nahtbild nicht so wichtig, möchte ich welche verschenken, gebe ich mir bei diesem Schritt etwas mehr Mühe.

Aufbewahrung für die Abschminkpads

Für die Pads braucht es natürlich auch noch eine schöne Aufbewahrung. Auch für diese gibt es eine simple und nachhaltige Lösung: eine ausgetragene Jeans! Genauer gesagt: den unteren Abschnitt des Hosenbeins. Der untere Abschluss der Jeans wird für das kleine Körbchen einfach die obere Kante. Die abgeschnittene Seite vernäht ihr mit einem kreisrunden Stoffstück (z.B. aus der gleichen Hose). Passt hier die Größe des runden Stoffstücks an die Öffnung an und vergesst die Nahtzugabe nicht. Wer mag, verziert die Aufbewahrung mit einer Borte, einem Button, einem Anhänger oder Ähnlichem.

Den Button mit dem Segelboot habe ich übrigens mit einer Button-Maschine selbst gemacht. Das Highlight ist jedoch der DIY-Stempel dazu – aus einem alten Holzpuzzle und eingetrocknetem Sanitär-Silikon!!

Kleiner Ausflug: Stempel für den Button

So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.

Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln! So ist eingetrockneter Kartuscheninhalt für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube bekommt ihr mit einem Dremel problemlos auf (mit einer Handsäge sollte es auch gehen). Die eingetrocknete Masse lässt sich anschließend ganz leicht am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel schneidet und ratscht ihr euch die gewünschten Formen zurecht und klebt sie mit (noch flüssigem) Silikon auf die mit alten Buchseiten verzierten Holzwürfel.

Bestempelte Würfel mit Buchseiten beklebt.
Stempel aus altem Würfel-Puzzle.

Noch mehr Nachhaltigkeit für das Badezimmer

Noch eine Miniwinni-Idee, die ihr gut im Badezimmer oder auch in der Küche benutzen könnt: Wasch- und Wischlappen aus einem ausgefransten Handtuch.

Bei dem für das gezeigte Projekt benutzen Handtuch löste sich der äußere Bund mittlerweile stark ab. Reparieren hätte ich sehr aufwändig gefunden. Auch ist der Stoff schon recht hart und nicht mehr so flauschig gewesen, zum Wegwerfen fand ich ihn dennoch zu schade. Da kam mir die Idee einfach ein paar Waschlappen daraus zu machen.

Genau wie bei den Abschminkpads malt ihr euch für die Lappen eine kleine Schablone (hier benutztes Packpapier) in gewünschter Größe zurecht. Orientiert euch an bereits vorhandenen Waschlappen. Schneidet aus dem unansehnlich gewordenen Handtuch mit Hilfe der Schablone doppelt so viele Rechtecke aus, wie ihr euch Lappen vorbereiten wollt. Legt diese doppelt und näht sie wieder mit einem Zickzack-Stich zusammen. Das Ausgangshandtuch hatte eine hell- und eine dunkelgraue Seite. Dementsprechend habe ich auch die zwei Lagen zusammen genäht. Von der einen Seite sind die Lappen nun hellgrau, von der anderen dunkelgrau.

Waschlappen mit Juteband zusammengebunden.
Aus einem Handtuch werden Waschlappen.

Was ihr noch so aus unansehnlich gewordenen Textilien machen könnt

Braucht ihr noch ein paar Buchtipps rund um das Thema nähen?

Wie wäre es denn einmal, Stoffe mit ganz natürlichen Mitteln zu färben und dann zu vernähen? Das ist möglich mit dem Buch ➽ »Wild gefärbt« von Abigail Booth. Braucht ihr noch Tipps, wie ihr perfekt und sauber vernäht, empfehle ich euch ➽ »Nähen perfekt« von Yoshiko Mizuno. Und zu guter Letzt ➽ »Capsule Wardrobe« von Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon.

aquarell Aquarellmalerei aus alt mach neu Backen basteln Blumenliebe buchempfehlung Buchtipp DIY Garten Gartenliebe Geschenkidee Geschenkideen Häkeln Ideen für Kinder kinder Kindergeburtstag kreativ kreativbuch kreativität kreativmitkindern makramee malen miniatur nachhaltig Nachhaltigkeit Nähen nähenistwiezaubernkönnen Nähen lernen Origami Papierfalten Puppenhaus Puppenhausideen selbermachen Selbermachen statt kaufen Selbernähen Spiel & Spaß Spielen Spielen mit Kindern Spielideen sticken Upcycling Weihnachten wirspielenzuhause zeichnen

Ideen für einen DIY-Kosmetik-Adventskalender

Selbstgemacht, kommt doch einfach immer gut. Der Gedanke hinter dieser Idee ist zudem, Geschenke nachhaltiger und vor allem mit wesentlich weniger Müll zu kreieren. Schön ist es auch, wenn gerade im Bereich von Kosmetik möglichst wenig Inhaltsstoffe verwendet werden. Stellt ihr euch die Verwöhn-Produkte für das Badezimmer selbst her, könnt ihr nicht nur ein wichtigen Beitrag für die Umwelt leisten, sondern auch selbst bestimmen, was hinein soll.

Ich finde, gerade zu Weihnachten, wenn sich viel der gemeinsamen Zeit in der Küche abspielt, bietet sich die Gelegenheit ein paar Verwöhn-Rezepte für das Badezimmer auszuprobieren, die sich auch noch super verschenken lassen.

Aus normalen 1L-Getränkekartons lassen sich ganz wunderbare Häuschen zum Befüllen bauen, die man sich wie ein kleines Winterdorf arrangieren kann. Wie ihr diese Häuser bauen könnt erfahrt ihr in meinem Kreativ-Buch. Um alle 24 Häuschen zu füllen, können sich die kleinen Kosmetik-Überraschungen ruhig wiederholen. Ihr könnt z.B. zusätzlich verschiedene Duft- und Farb-Varianten herstellen. Ein paar Beispiele dafür zeige ich euch im Artikel. In kleinere Einheiten verpackt lassen sich damit auch ganz leicht andersformatige Kalender befüllen.

Was ihr in diesem Beitrag alles entdecken könnt:

DIY-Kosmetik
Zum Verwöhnen

DIY-Kosmetik

Badesalz

Aus Salz, Öl und Blüten könnt ihr super schnell einen toll duftenden und pflegenden Zusatz für die Badewanne herstellen. Die Aufbewahrung im Schraubglas macht daraus einen schönen Hingucker im Badezimmer.

Zutaten für das Badesalz:

  • 2 Tassen Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • getrocknete und unbehandelte Rosenblätter, oder auch andere Blütenmischungen
  • wenn gewünscht: ätherisches Öl

Schneller geht’s nicht: alle Zutaten miteinander mischen, ein wenig durchziehen lassen, fertig! Passt hier mit dem ätherischen Öl jedoch gut auf, da dieses in unverdünnter Form hautreizend ist.

Wer es bunter mag, kann sich das Salz auch einfärben! Dafür portioniert ihr euch kleinere Mengen ab und mischt diese mit euren Wunschfarben. Zum Verpacken können die bunten Salze – z.B. in einem Schraubglas – übereinander geschichtet werden.

Buntes Badesalz.

Badebomben

Zutaten für die Badebomben:

  • 100g Zitronensäure
  • 200 g Natron
  • 2 TL Olivenöl
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Duftöl nach Belieben (z.B. Lavendel)
  • 1 Spritzer Wasser

Zitronensäure, Natron und Ölivenöl gut mischen. Anschließend – für die ganz persönliche Mischung – die Lebensmittelfarbe und das Duftöl (Achtung: unverdünnt hautreizend!) hinzugeben. Mit einem Spritzer Wasser stellt ihr eine Konsistenz her, die sich gut in kleine Silikonförmchen pressen lässt. Hierfür eigenen sich auch Eiswürfel- oder sogar Pralinenformen! Lasst das ganze zirka zwei Stunden trocknen und schon seid ihr fertig.

Lavendel hat z.B. eine beruhigende Wirkung. In der manches Mal doch hektischen Weihnachtszeit keine so schlechte Idee, oder?

Mini-Badebomben.

Körpercreme im Glas

Körpercreme aus Sheabutter, Kokosfett und ätherischem Zitronengrasöl, pflegt und erfrischt nach dem Baden. Dieses Rezept ist schnell zubereitet, so auch das Etikett, welches durch das Gummi immer wieder aufs Neue benutzt werden kann. Das ganze spart Verpackung und somit Müll und ist als ein wirklich sinnvolles Geschenk absolut zu empfehlen.

Körpercreme.

Zutaten für die Körpercreme:

  • 80 g Shea-Butter
  • 20 g Kokos-Öl
  • ein Spritzer Sesamöl
  • 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl, z.B. Orange oder Zitronengras

Lasst die Shea-Butter und das Kokos-Öl in einem Wasserbad schmelzen. Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, da dies den Ölen nicht gut bekommt. Ist alles geschmolzen, nehmt die Hitze weg und rührt das Sesamöl unter. Ganz zum Schluss kommt das ätherische Öl hinzu. Passt hier gut auf, da ätherische Öle in unverdünnter Form hautreizend sind. So lange eure Mischung noch flüssig ist, füllt ihr sie in einen passenden Behälter um und lasst sie in Ruhe fest werden. Das kann mehrere Stunden dauern.

Das Sesamöl macht die Creme geschmeidiger, so dass es sich sehr gut auf der Haut verteilen lässt. Man sollte die Creme nach dem Duschen oder Baden unbedingt auf der noch nassen Haut auftragen, so wird die Feuchtigkeit in der Haut gespeichert. Als Duftnote habe ich mich für Weihnachten für Zitronengras entschieden, das passt richtig gut!! Den Geruch des Kokos-Öls mag ich eigentlich nicht, aber im End-Gemisch riecht es überhaupt nicht danach; das finde ich persönlich sehr angenehm.

Das wiederverwendbare Etikett besteht aus Getränkekarton und kann mit Lackstiften sehr gut beschriftet und verziert werden.

Lippenbalsam

Lippenbalsam aus Bienenwachs und Kokosfett mit einem Hauch Orangenduft, ist im nasskalten Winter einfach unverzichtbar für geschmeidige Lippen. Einzeln verpackt ist er gut portionierbar. Und für unterwegs kann man sich einfach ein Stück in einem kleinen Schraubgefäß in die Tasche legen.

Lippenbalsam.

Zutaten für den Lippenbalsam:

  • 7 g Bienenwachs
  • 30 g Kakaobutter
  • 3 TL Olivenöl
  • 3 Tropfen Orangenöl

Die festen Bestandteile schmelzt ihr in einem Wasserbad bei niedriger Temperatur. Anschließend wird alles vom Herd genommen, mit Olivenöl verrührt und das ätherische Öl hinzugefügt. Hier achtet bitte wieder darauf, dass ihr das unverdünnte Öl nicht auf eure Haut bekommt. Für eine längere Haltbarkeit gießt ihr die noch flüssige Masse in kleine Förmchen und lasst sie dort aushärten. Ist das passiert, könnt ihr die einzelnen Stückchen z.B. in Butterbrotpapier verpacken.

Knetseife für noch mehr Abwechslung

Wer Kinder zu Hause hat oder selbst Kind geblieben ist, hat vielleicht genauso viel Spaß an dieser kleinen Kleinigkeit wie wir: Knetseife! Diese könnt ihr euch mit Hilfe von Lebensmittelfarben so bunt gestalten wie ihr wollt, oder ihr lasst sie einfach elegant weiß.

Zutaten für die Knetseife:

  • 20 ml Öl (z.B. Babyöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl)
  • 20 ml Duschgel (Sorte egal)
  • 10 ml Bodylotion oder auch Handcreme (Sorte egal)
  • eine Prise Salz
  • 60 g Speisestärke
  • Lebensmittelfarbe

Mischt alle Zutaten gut miteinander bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Sollte es ein wenig zu klebrig sein, einfach nochmal etwas Stärke hinzugeben. Wer es bunt mag, kann sich die Masse nun portionieren und einfärben. Entweder mischt ihr alles in einer Farbe an oder ihr stellt euch gleich eine bunte Kollektion zusammen. Für Einzel-Portionen könnt ihr die Seife auch in kleine Plastikeier verpacken.

Deocreme ganz ohne Zusatzstoffe

Deo- und Körper-Creme werden bei mir in kleinen Weck-Gläsern aufbewahrt, so bleibt alles plastikfrei und sieht toll aus. Da macht die Körperpflege gleich noch mehr Spaß. Das Rezept für die Körpercreme habt ihr weiter oben bereits erfahren, nun geht es an die Zubereitung eines DIY-Deos!

Ein Badezimmer ohne Plastik.

Zutaten für die Deo-Creme:

  • 2 TL Kakao-Butter (Shea geht auch, dann wird es noch etwas cremiger)
  • 4 TL Kokos-Öl
  • 6 TL Natron
  • 6 TL Stärke
  • einen Spritzer Glycerin
  • 4 Tropfen ätherisches Öl

Achtet beim Glycerin darauf, dass es pflanzlich ist, jedoch nicht aus Palmöl hergestellt wurde. Es wirkt hier rückfettend, so dass die Achseln nicht austrocknen.

Zunächst schmelzt ihr in einem Wasserbad die Kakao-Butter, und achtet immer drauf, dass es nicht zu heiß wird. Anschließend wird das Kokos-Öl hinzugefügt und ebenfalls geschmolzen. Jetzt braucht ihr das Wasserbad nicht mehr. Fügt nun nach und nach die festen Bestandteile hinzu. Dass dieses Hinzufügen in kleinen Portionen passiert ist ungemein wichtig, damit keine Klümpchen entstehen. Ihr müsst hier wirklich fleißig mit dem Schneebesen rühren. Sind die Klümpchen erst einmal da, gestaltet es sich als recht schwierig, diese wieder zu entfernen. Anschließend kommt noch das Glycerin hinzu und ganz zum Schluss tropft ihr das ätherische Öl hinein; hier wieder gut aufpassen, da es im unverdünnten Zustand hautreizend ist. Die noch flüssige Masse gießt ihr in ein passendes Gefäß und lasst sie abkühlen. Das kann mehrere Stunden dauern.

Ich persönlich komme mit dem Deo sehr gut klar. Für Menschen die stark schwitzen ist es vielleicht weniger geeignet. Das muss jeder für sich ausprobieren.

Mini-Seifen

Ob für das Seifensäckchen oder für Gäste, Mini-Seifen sind mit Rohseife schnell gemacht. Allerdings achte ich auch hierbei darauf, dass sie möglichst wenig Inhaltsstoffe besitzt, Bio-Qualität hat und vor allem ohne Palmfett ist.

Was ihr für die Mini-Seifen braucht:

  • Rohseife
  • Ätherisches Öl nach Wahl
  • Lebensmittelfarbe
  • Zuckerperlen
  • Gießform, z.B. leere Pralinenverpackungen oder Getränkekartons

Für diese kleinen Duftstücke muss man den Rohling einfach nur etwas kleiner schneiden und bei geringer Wärmezufuhr einschmelzen. Die Masse wird anschließend in kleinere Portionen abgefüllt. Dafür braucht es auch kein weiteres teures Equipment. Als Gießformen bieten sich – wie auch schon bei den Badebomben – leere Pralinen-Verpackungen an. Auch aufgeschnittene Getränkekartons eigenen sich dafür sehr gut. Die Seife könnt ihr mit Lebensmittelfarbe einfärben oder wieder schlicht und elegant weiß belassen.

Mit dem Hineinmischen von Blüten wäre ich vorsichtig, da sich hier einige anschließend braun verfärben und das die Seife unschön aussehen lässt. Auf dem Bild mit der Deo-Creme könnt ihr das ganz gut sehen! Mit Blüten der Kornblume soll dies allerdings nicht passieren! Das habe ich selbst jedoch noch nicht ausprobiert. Ihr könnt jedoch zum Aufhübschen kleine Zuckerperlen auf die Seife geben. Lasst die Stücke dafür etwas abkühlen, damit die Perlen nicht nach unten fallen, sondern obenauf liegen bleiben.

Zum Verwöhnen

Aromatherapie

Nun habt ihr – oder der Beschenkte – all diese tollen DIY-Kosmetik-Produkte für die Körperpflege. Wenn es jetzt im Badezimmer noch zusätzlich toll duften soll, habe ich genau die richtige Idee für euch: Duftwachs! Denn auch das könnt ihr ganz einfach selbst herstellen. Vielleicht hat ja noch der ein oder andere Wachsreste vom letzten Weihnachtsfest im Kreativ-Vorrat, denn genau die brauchen wir jetzt!

Zutaten für das Duftwachs:

  • Wachs oder Wachsreste
  • Ätherisches Öl, nach Wahl
  • Silikon-Form

Schmelzt die Reste bei niedriger Temperatur ein und nehmt die Hitze weg. Nun noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls eurer Wahl (hier wieder aufpassen!) und ab damit in kleine Silikonförmchen. Nach dem Aushärten sind ist das Duftwachs bereits fertig für die Verwendung in einem Duftlicht. Schnappt euch ein paar für Stücke für euch selbst, der Rest kommt in den Adventskalender!

Duftvorschläge: Der Geruch von Orange passt einfach herrlich Weihnachten, Lavendel wirkt beruhigend und von Rosenduft kann ich einfach nicht genug bekommen.

Duftwachs zum Verwöhnen der Seele.

Kerzen mit Holzdocht gießen

Und da es gerade so schön mit dem Duftwachs war, gibt es hier noch eine kleine Idee für die gemütlichen Stunden in der heißen Wanne oder eingemummelt in einer Decke auf der Couch nach einem langen kalten Tag: eine selbstgegossene Kerze mit einem DIY-Holzdocht! Jup, ihr habt richtig gelesen, denn auch die Holzdochte muss man sich nicht kaufen. Vorausgesetzt ihr benutzt wie wir manches Mal XXL-Streichhölzer. Oft brennen diese nur kurz und es bleibt viel Holz übrig. Genau diese Reste nehme ich für die selbstgegossenen Kerzen als Docht.

Was für ein tolles Licht!

Ich könnte mir vorstellen, dass es mit Bambusspießen genauso funktioniert.

Was ihr für die Kerze braucht:

  • Wachsreste
  • XXL-Streichhölzer, z.B. bereits gebrauchte
  • Glas
  • Pappe

Für die Kerze schmelzt ihr Wachsreste ein, wie ihr es schon für das Duftwachs getan habt. Noch flüssig, füllt ihr es in ein schönes Glas. Damit die Dochte – ihr braucht übrigens dafür zwei bis drei Stück der alten Streichhölzer – im flüssigen Wachs nicht umkippen, schnappt ihr euch einen Pappkarton, der etwas größer als der Glasumfang ist. In den Karton stecht ihr mittig zwei bis drei Löcher nebeneinander, je nachdem, wie viele Dochte ihr verwenden wollt. Die Löcher müssen von der Größe so gewählt werden, dass sie die Streichhölzer halten können. Diesen Karton legt ihr so auf das Glas, dass die Dochte damit mittig im Wachs fixiert werden.

Kleine Schwämmchen aus alten Leggins

Die kleinen Schwämmchen in kunterbunt oder dezent gehalten aus kaputten Socken oder Leggins werden von manchen auch Tawashis genannt. Man kann diese ebenso aus T-Shirt-Ärmeln herstellen, diese bleiben ja eh übrig, wenn man sich T-Shirt-Garn selbst produziert. Bei uns fallen vor allem Socken der Erwachsenen und Leggins der Kinder an, die irgendwann so viele Löcher haben, dass sich stopfen und flicken wirklich nicht mehr lohnt. Dann ist hier mit der Verwertung aber noch lange nicht Schluss. Diese kleinen Schwämme kann man anstelle von Wattepads benutzen. Sie funktionieren auch als Putzlappen, oder zum Trockenwischen des Waschbeckens, damit keine Kalkflecken entstehen. Man kann sie farblich dezent gestalten oder auch kunterbunt für super gute Laune.

Der Web-Ramen aus einer alten Küchenschrank-Tür für die verschiedenen Größen.

Wie das mit den Schwämmchen genau funktioniert, erfahrt ihr hier in diesem extra Beitrag:

Für alle, die jetzt immer noch nicht genug haben…

Wer noch auf der Suche nach diversen Ideen für einen DIY-Kalender in den unterschiedlichen Ausführungen ist, dem empfehle ich, hier einmal vorbei zuschauen:

Dort entdeckt ihr z.B. Kalender aus kleinen Seifenkartons oder auch aus wunderbar goldenen Kaffeetüten! Ich wünsche euch ganz viel vorweihnachtlichen Spaß beim Stöbern!

Zu guter Letzt gibt es hier noch eine kleine vorweihnachtliche Idee, was ihr noch für süße Häuser aus Getränkekartons basteln könnt. Die kleinen Feen haben es hier wirklich gemütlich und schaut mal, wie heimelig es am Abend bei ihnen leuchtet!

Entspannung im Badezimmer

Bei uns sieht es im Badezimmer gerade ein wenig aus wie bei Anna & Elsa. So stelle ich mir das zumindest vor. Alles ist blau-weis. So passt es aber auch zur aktuellen kalten, und teils doch auch verschneiten, Jahreszeit. Wenn wir nach einem langen Tag draußen im Schnee nach Hause kommen, können wir es uns im Badezimmer nun richtig gut gehen lassen, uns entspannen, sauber werden und mit ganz viel Schaum spielen. In diesem Artikel findet ihr viele Ideen um euch Kosmetik und Spaß für die Badewanne selber zu machen. Das spart nicht nur Müll, sondern auch Kosten, macht unheimlich Spaß und ihr wisst was wirklich drin ist.

Buntes duftendes Badesalz

Die Herstellung des Badesalzes geht super einfach.

Was ihr braucht:

  • 2 Tassen Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • wenn gewünscht: ätherisches Öl
  • Lebensmittelfarbe

Salz und die Öle mit einander vermengen. Einzelne Portionen abnehmen, separat mit Lebensmittelfarbe einfärben und vorsichtig in einem Glas übereinander schichten.

Badesprudel-Pralinen

Diese kleinen Badesprudel-Bömbchen habe ich mit mit Hilfe einer leeren Pralinen-Verpackung in Form gebracht und die entstandenen Grate nach dem Trocknen einfach mit einem Messer auf einem Brettchen entfernt. Die so entstandenen Krümelreste kamen dekorativ in ein ehemaliges Ahorn-Sirup-Fläschchen. Mit maritimen Anhängern* wird ein toller Hingucker für das Badezimmer daraus.

Zutaten:

  • 100g Zitronensäure
  • 200 g Natron
  • 2 TL Olivenöl
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • optional: Duftöl nach Belieben (z.B. Lavendel)
  • optional: Weizenkleie
  • optional: getrocknete Blüten
  • optional: kleingehäckselte Seifensücke
  • 1 Spritzer Wasser

Zitronensäure, Natron und Ölivenöl gut mischen. Anschließend für die ganz persönliche Mischung die optionalen Zutaten beimengen. Mit einem Spritzer Wasser eine Konsistenz herstellen, welche sich gut in die kleinen Förmchen pressen lässt. Circa zwei Stunden trocknen lassen, Grate entfernen, in ein schönes Glas drapieren, fertig!!

Feste Handcreme aus Bienenwachs und Kakaobutter

Gerade im Winter werden die Hände oft rau und rissig. Hier kann die feste Handcreme aus Bienenwachs und Kokosfett mit einem Hauch Orangenduft Abhilfe schaffen.

Zutaten für die feste Handcreme:

  • 7 g Bienenwachs
  • 30 g Kakaobutter
  • 3 TL Olivenöl
  • 3 Tropfen Orangenöl

Die festen Bestandteile in einem Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen. Alles vom Herd nehmen, mit Olivenöl verrühren und das ätherische Öl hinzufügen. Für die bessere Haltbarkeit in einzelne kleine Förmchen gießen und aushärten lassen.

Seife aus Rohseife selber gießen

Was ihr braucht:

  • Rohseife z.B. diese hier* (ohne Palmfett!)
  • Lebensmittelfarbe
  • leere Schokoladenverpackung

Eine schnelle und wirklich einfache Methode kleine Seifen für Geschenke oder für Gäste (wenn wir denn wieder welche empfangen dürfen) vorzubereiten ist es diese aus einem Stück Rohseife in einem warmen Wasserbad zu schmelzen und in z.B. leere Pralinen-Packungen zu gießen. Mit einer zweiten Farbe könnt ihr Highlights setzen. Die Wassertropfen-Form der ehemaligen Schokoladen-Verpackung fand ich einfach total stimmig für dieses Projekt.

Übrigens sind auch die Wattepads selbst gemacht:

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Knetseife schnell selbst gemacht

Zutaten für die Knetseife:

  • 20 ml Öl (z.B. Babyöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl)
  • 20 ml Duschgel (Sorte egal)
  • 10 ml Bodylotion oder auch Handcreme (Sorte egal)
  • eine Prise Salz
  • 60 g Speisestärke
  • Lebensmittelfarbe

Alle Zutaten gut miteinander mischen bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Sollte es noch ein wenig zu klebrig sein, einfach nochmal etwas Stärke hinzugeben. Die Zucker-Deko sollte möglichst schnell mit in die Wanne, sonnst saugt sich diese mit Feuchtigkeit voll und wird unansehnlich.

Kleine Seifen für das Seifen-Säckchen

Was ihr braucht:

  • Rohseife z.B. diese hier* (ohne Palmfett!)
  • Zuckerperlen
  • Silikon-Gießform oder Ähnliches

Diese kleinen wunderschönen Seifen bieten sich optimal an, um ein DIY-Seifensäckchen zu bestücken. Entweder um dieses zu verschenken oder für euch ganz persönlich. Wie zuvor bei der Gäste-Seife schmelzt ihr die Rohseife in einem warmen Wasserbad und gießt diese in kleine Förmchen. Wenn die Seife anfängt wieder auszuhärten legt ihr die Kügelchen obenauf (ansonsten fallen sie gleich auf den Boden). Nun die Seife bis zu dem Herausholen komplett durchhärten lassen.

Viel Spaß beim Entspannen!

*) Seit neuestem arbeite ich mit Affiliate Links. D.h. über verlinkte Produkte könnt ihr euch diese direkt beim jeweiligen Online-Shop für Hobby-Bedarf anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über diese URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

Kaputten Kinder-Leggins eine zweite Chance geben

Wer kleine Kinder hat, kennt es zur Genüge: Leggins mit Löchern am Knie, Po oder auch im Schritt. Oft lässt es sich flicken und weiter benutzen, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, da muss etwas Anderes mit diesen Hosen passieren… Ich zeige hier und heute mal ein paar Beispiele, wie ich dieses Problem löse.

Betreffen die Löcher nur die Beine, kann man sie natürlich wie jede andere Hose kürzen und eine Short daraus machen. Für den unteren Abschluss einen elastischen Stoff mit einem elastischen Stich annähen. Hierfür kann man zum Beispiel tatsächlich auch den Abschnitt einer anderen etwas größeren (zerstörten) Leggins verwenden.

Gibt es jedoch auch Löcher im Schritt, funktioniert die Lösung mit den Shorts nicht mehr. Aber den oberen Teil kann man noch gut weiter verwenden. Genau! Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, lässt sich dieser super als Bündchen für einen Rock verwenden. Der Sonne, Mond & Sterne-Stoff lag übrigens seit 25 Jahren rum und wartete auf seine endgültige Bestimmung. Ich fand ihn die letzten Jahre irgendwie nicht so modern und passend, aber für dieses Projekt habe ich mich mit seiner Hilfe an das Röcke nähen gewagt: mein erster Tellerrock!

Aus den abgeschnittenen Beinen kann man tolle kleine Schwämmchen machen. Wie das genau funktioniert erkläre ich hier:

Zum Entspannen – Badesprudel

Nichts geht über selbstgemachte Kosmetik und selbstgemachte Geschenke. Hier wieder ein schönes Beispiel für Dinge mit denen man anderen eine große Freude machen kann, aber auch sich selbst. Badesprudel aus hauseigener Produktion. Mit Lavendel wirkt es unheimlich beruhigend und gerne dürfen auch ein paar getrocknete Blüten mit hinein.

Kleine Blumen die beim Entspannen helfen.

Zutaten:

  • 100g Zitronensäure
  • 200 g Natron
  • 2 TL Olivenöl
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Duftöl nach Belieben (z.B. Lavendel)
  • 1 Spritzer Wasser

Zitronensäure, Natron und Ölivenöl gut mischen. Anschließend die Lebensmittelfarbe und das Duftöl hinzugeben für die ganz persönliche Mischung. Mit einem Spritzer Wasser eine Konsistenz herstellen, welche sich gut in kleine Silikonförmchen pressen lässt. Hierfür eigenen sich Eiswürfel- und Pralinenformen, Circa zwei Stunden trocknen lassen, fertig!!

Für die Blumen habe ich die Lebensmittelfarben blau und rot gemischt, um lila zu erhalten. Es ist dabei eine interessante gepunktete Mischung herausgekommen!

Verpackt in einem ehemaligen Getränkekarton, bestempelt und beschriftet, macht es eine gute Figur im Badezimmer, aber auch als kleines Mitbringsel für liebe Menschen.

Natürlich gehen auch andere Formen und Farben:

Muscheln für einen mediterranen Flair.

Für Kinder darf es etwas bunter werden:

https://zobelhase.de/badesprudel-1/

Seifenschale aus Beton

Im Badezimmer bin ich auf einem guten Weg hin zu einem plastikfreien Leben. So weit es geht mache ich meine Kosmetik selber. Zusätzlich wird ein Bad mit Materialien aus Holz, Glas und Stein wohnlich und beruhigend. Dies verschafft eine erdende Atmosphäre.

Da ich im Zuge des Verzichts auf Plastik auf unverpackte feste Seife umgestiegen bin, brauchte es dafür einen schönen, aber auch sinnvollen Ablageort.

Was man mit einer Käse-Verpackung so alles anstellen kann.

Kurzerhand habe ich in eine leere Feta-Käse-Dose Beton gegossenen und für die Löcher (synthetische) Korken als Platzhalter eingesetzt. Nach einem Tag Trocknung wurde das Ganze aus vorsichtig aus der Form geholt und noch ein paar Tage liegen gelassen, damit es richtig durchtrocknen konnte.

Wenn die Seifenstückchen sehr klein und unhandlich werden, wandern sie einfach weiter in ein kleines Säckchen, welches ich als Ersatz für Duschgel benutze. Wie zu Omas Zeiten. Total simpel und zugleich genial!

Beruhigende Atmosphäre.

Schwämmchen aus Socken und Leggins

Super praktische Schwämmchen aus kaputten Socken oder Leggins kann man sich schnell selber machen. T-Shirt-Ärmel gehen auch, die bleiben ja eh übrig, wenn man sich T-Shirt-Garn herstellt. Bei uns fallen vor allem Socken der Erwachsenen und Leggins der Kinder an, die irgendwann so viele Löcher haben, dass sich Stopfen und Flicken wirklich nicht mehr lohnt. Dann ist mit der Verwertung aber noch lange nicht Schluss. Statt Wattepads kann man diese kleinen Schwämme benutzen. Sie funktionieren auch als Putzlappen, oder zum Trockenwischen des Waschbeckens, damit keine Kalkflecken entstehen. Man kann sie farblich dezent gestalten oder auch kunterbunt für super gute Laune.

Viele kleine Schwämmchen in kunterbunt oder auch dezent gehalten.

Wenn man es nicht schon in irgendeiner anderen Form da hat macht man sich zunächst einen Webrahmen aus einem Stück Holz und mit sehr vielen Nägeln. Entweder für den Anfang zum Ausprobieren in nur einer Größe, oder wie ich gleich in drei verschiedenen.

Die Quadrate auf meinem Brett (alte Schranktür) haben die Größen 12×12, 14×14 und 16×16 cm. Die Nägel habe ich (mittig der jeweiligen Seite beginnend) jeweils in einem Abstand von zwei Zentimeter eingeschlagen.

Der Web-Ramen aus einer alten Küchenschrank-Tür für die verschiedenen Größen.

Nun geht es an das Zerstören der Kleidungsstücke. Ausgediente Leggins, Ärmel oder auch Socken schneidet man sich in ca. zwei bis drei Zentimeter breite Streifen. Bei dünnerem Stoff habe ich sie eher drei Zentimeter breit geschnitten, bei dickerem zwei Zentimeter. Super genau muss das alles jedoch nicht sein.

Wenn man öfter dünne Streifen hat kann es auch sinnvoll sein, die Abstände der Nägel zu reduzieren, also alle 1,5cm oder sogar jeden Zentimeter einen Nagel einschlagen.

Skizze des fertig gewebten Stücks.

Nun nutzt man die klassische Webtechnik. Die Schlaufen werden zunächst alle in die gleiche Richtung über die Nägel gelegt. Im nächsten Schritt webt man weitere Schlaufen 90° versetzt zu den bisher liegenden ein. Drunter drüber drunter drüber… Dafür kann man die bereits liegenden jeweils etwas anheben und vom Nagel nehmen.

Wenn man sein Stück nun fertig hat nimmt man sich die erste (Ecke) und zweite Schlaufe (rechts von der ersten) vom Nagel, und zieht in einem weiteren Schritt die zweite Schlaufe durch die erste. So verfährt man nun rundherum um das Ganze abzuketten. Die letze Schlaufe wird verknotet und dient so gleichzeitig als Aufhänger des Schwämmchens.

Kosmetik selber machen

Am Wochenende habe ich mir wieder meine eigene Kosmetik gemacht. Da ich immer mehr hin zu einem plastikfreien Leben möchte, ist das für mich eine gute und auch kostengünstige Alternative.

Nach mehrmaligen Versuchen habe ich nun Rezepturen mit deren Resultaten ich bei Körpercreme und Deo sehr zufrieden bin. Beides reicht für mehrere Wochen und kann bei Bedarf schnell nachproduziert werden. Den ganzen Winter über hatte ich überhaupt keine Probleme mit juckenden Beinen, was bevor ich umgestiegen bin, immer der Fall war.

Körpercreme und Deo sind schnell zubereitet.

Hier die Rezepte

Körpercreme:

  • 80 g Shea-Butter
  • 20 g Kokos-Öl
  • ein Spritzer Sesamöl
  • 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl

Shea-Butter und Kokos-Öl in einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein sein, aber warm genug, dass die Komponenten sich verflüssigen. Ist alles geschmolzen, das Ganze aus dem Wasserbad herausnehmen und Sesamöl unterrühren. Zum Schluss das ätherische Öl hinzufügen. Hier gut aufpassen, da es pur hautreizend ist. So lange es noch flüssig ist, in einen passenden Behälter umfüllen und fest werden lassen. Das kann mehrere Stunden dauern.

Das Sesamöl macht die Creme geschmeidiger, so dass es sich sehr gut auf der Haut verteilen lässt. Man sollte die Creme nach dem Duschen oder Baden unbedingt auf der noch nassen Haut auftragen, so wird die Feuchtigkeit in der Haut gespeichert. Als Duftnote habe ich mich dieses Mal für Zitronengras entschieden und das riecht so toll!! Kokos-Geruch mag ich eigentlich gar nicht, aber im End-Gemisch riecht es überhaupt nicht danach; das ist für mich sehr angenehm.

Deo-Creme:

  • 2 TL Kakao-Butter (Shea geht auch, dann wird es noch etwas cremiger)
  • 4 TL Kokos-Öl
  • 6 TL Natron
  • 6 TL Stärke
  • einen Spritzer Glycerin
  • 4 Tropfen ätherisches Öl

Achtet beim Glycerin darauf, dass es pflanzlich ist, jedoch nicht aus Palmöl hergestellt wurde. Es wirkt hier rückfettend, so dass die Achseln nicht austrocknen.

Zunächst schmelzt ihr in einem Wasserbad die Kakao-Butter, und achtet immer drauf, dass es nicht zu heiß wird. Anschließend das Kokos-Öl hinzufügen und schmelzen lassen. Jetzt braucht ihr das Wasserbad nicht mehr. Nach und nach gebt ihr nun die festen Bestandteile dazu. Erst Natron, dann die Stärke und immer kräftig mit einem kleinen Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Sind die Klümpchen erst einmal da, gestaltet es sich als recht nervig diese wieder zu entfernen. Glycerin hinzu und ganz zum Schluss das ätherische Öl; hier wieder gut aufpassen, da es pur hautreizend ist. Im noch flüssigen Zustand in ein passendes Gefäß gießen und abkühlen lassen. Das kann mehrere Stunden dauern.

Ich persönlich komme mit dem Deo sehr gut klar. Für Menschen die stark schwitzen ist es vielleicht weniger geeignet. Das muss jeder für sich ausprobieren.

Deo und Creme werden bei mir in kleinen Weck-Gläsern aufbewahrt, so bleibt alles plastikfrei und sieht toll aus. Da macht die Körperpflege gleich noch mehr Spaß.