Lieblingsoberteile nähen

Wer auf der Suche nach einfachen Anleitungen und schnell umzusetzenden Nähprojekten zum Anziehen ist, ist mit »Meine Lieblingsoberteile nähen« gut beraten. Mit zwei Schnittbögen für alle Größen von 32 bis 60 spricht das Buch zudem ein sehr breites Publikum an.

Meine Lieblingsoberteile nähen

Mit Step-Fotos und Video-Anleitungen zu jedem Modell in Größe 32-60

Sabine Schmidt

frechverlag

ISBN 978-3-7358-7037-7

Preis 24,00 Euro (D)

108 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite*

Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen« von vorne.

Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen«

Insgesamt acht Modelle warten in dem Buch auf euch, davon sind viele Basic-Oberteile sowie ein paar extravagante Varianten. Zudem finden sich oft Angebote zu Variationen der einzelnen Modelle. Die letzen Seiten erklären, wie die eigenen Maße bestimmt werden, was es zum Nähen braucht, bieten einen kurzen Vergleich von Haushalts-Nähmaschine, Overlock und Covermaschine, sowie eine kleine Stoffkunde. Die Zuschnittangaben befinden sich auf zwei Schnittmusterbögen und decken die Größen 32 bis 60 ab.

Das Buch und ich

Ich habe vier Favoriten in dem Buch für mich gefunden. Leger und locker stelle ich mir diese Modelle angezogen richtig bequem vor. An dem Modell Ennis habe ich mich nun als erstes gewagt. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit Hilfe eines richtigen Schnittmusters ein Oberteil genäht habe. Bisher kamen meiner Nähmaschine eher Kleinigkeiten wie Abschminkpads, Turnbeutel und Kissenbezüge unter die Nadel. Wie ich vorher ganz ohne Schnittmuster Schlafanzughosen und Oberteile genäht habe, erkläre ich in einem anderen Beitrag.

Das Modell Ennis als Upcycling-Projekt

Das Modell Ennis bekam also den Zuschlag für meinen ersten Versuch mit Schnittmuster. Und was soll ich sagen? So leicht habe ich mir Klamotten nähen wirklich nicht vorgestellt. Das Schwierigste war, dass mein neuer Kurzarm-Pulli unbedingt ein Upcycling werden sollte. Drei ausrangierte Pullis brauchte es, damit ich genug nutzbaren Stoff für den Zuschnitt zusammen bekam.

Saumbündchen und Kapuze lieferte ein viel zu warmer hellgrauer Hoodie mit Flecken auf den Ärmeln. Der bedruckte innere Teil für die Kapuze wurde von einem sehr dünnen grauen Pullover mit Schwalbenprint spendiert, der einfach mittlerweile in die Jahre gekommen war und an sämtlichen Nähten auseinander ging. Der schwarze Stoff für Vorder- und Rückenteil stammt von einem XXL-Hoodie (der reichte mir fast bis zu den Knien), ein Fehlkauf auf einer digitalen Kleinanzeigen-Seite. Außer zum Schlafen, konnte ich diesen nicht tragen. Das untere Bündchen des XXL-Hoodies lebt nun an Ennis als Armlochbündchen weiter. Und auch die Kordel stammt aus meinem Fundus.

Kleine Variationen meinerseits

Nachdem klar war, welche nicht mehr tragbaren Teile verarbeitet werden sollen, ging alles sehr schnell. Mit Hilfe der Schnittmusterbögen und Seidenpapier waren die Zuschnitte schnell übertragen und zurechtgeschnitten. Auch das Zusammennähen klappte sehr gut. Die beiden Kapuzenzuschnitte (für innen und außen) habe ich mir aus je zwei Teilen zusammennähen müssen, dafür brauchte es natürlich an der passenden Stelle eine zusätzliche Nahtzugabe. Und da ich für den Tunnelzug an der Kapuze keine Metallösen hatte und ich die Alternative aus dem Buch nicht verstand (hier gab es leider kein Bild zu) nähte ich mir mit dem passenden Nähmaschinenprogramm zwei Knopflöcher (nach mehreren vergeblichen Versuchen mit einem Kreis-Nähfuß…).

Was ich bei der nächsten Umsetzung anders machen würde

Ennis ist ein richtig cooler Hoodie-Pullunder. In den von mir gewählten Farben sieht er sogar richtig elegant aus. Zum schnell Hineinschlüpfen würde ich mir als Brillenträger die nächste Version mit einem größeren Ausschnitt für den Kopf nähen und da ich zudem recht groß bin, auch die Länge nach unten vergrößern. Wie das funktioniert, werde ich im Buch Capsule Wardrobe nochmal nachlesen. Ennis ist aber auf jeden Fall ein Oberteil, welches ich noch öfter nähen werde, da es einfach genial einfach nachzumachen ist. Ich kann mich nur wiederholen: Nie hätte ich gedacht, dass Klamotten nähen so leicht sein kann.

Fazit zu »Meine Lieblingsoberteile nähen«

Absolute Empfehlung für alle, die in das Oberteile nähen einsteigen wollen und für all diejenigen, die Spaß an den gezeigten Modellen haben und neue Inspiration samt Schnittmuster suchen.

Das Buch von hinten.

Weitere Tipps rund um das Thema Nähen

Capsule Wardorbe zeigt euch wie ihr euch fünf Basis-Kleidungsstücke selbst näht und diese durch kleine Variationen in Länge oder z.B. durch verschiedene Ärmelformen variieren könnt. Nähen perfekt hingegen erläutert alles zum Thema schöne Nähte an Ecken und Rundungen sowie viele weitere wichtige Techniken für ein sauberes Näh-Ergebnis.

Und wenn ihr noch Ideen braucht, wir ihr eure genähte, gestrickte oder auch gehäkelte Kleidung weiter ganz individuell verzieren könnt, schaut doch mal in folgende Stickbücher hinein.


*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.


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Abschminkpads und Aufbewahrung

Mit selbstgemachten Abschminkpads aus Stoffresten seid ihr auch im Badezimmer nachhaltig unterwegs. Ein Badezimmer ohne Plastik und Wegwerfprodukte empfinde ich persönlich als absolut gemütlich und als totale Wohlfühl-Oase. Die Abschmickpads könnt ihr zudem ganz nach eurem eigenen Geschmack oder auch nach dem Einrichtungsstil eures Badezimmers gestalten. Und sie sind zudem ein super Geschenk für andere!

DIY-Abschminkpads halten lange

Meinen ersten Schub an DIY-Wattepas habe ich mir vor fast zehn Jahren, als absoluter Nähanfänger, aus alten Sweatern genäht. Genau dafür sind solche Projekte perfekt! Ihr lernt eure Nähmaschine besser kennen und tastet euch an das Thema Stoff und Garn immer mehr heran. Aber auch um v.a. kleine Stoffreste sinnvoll und einfach zu minimieren, bietet sich dieses Projekt ganz wunderbar an.

Nun also, nach zehn Jahren, beginnen die ersten Abschminkpads unansehnlich zu werden und es wurde Zeit für einen neuen Schwung an Pads im Bad. Aber rechnet das mal hoch: zehn Jahre lang morgens und abends ein Pad! Ich bin mit dieser Bilanz absolut zufrieden.

Abschminkpads und Jeanskörbchen.
DIY-Abschminkpads.

Was ihr für die Abschminkpads braucht und wie es geht

Alles was ihr braucht, sind Stoffreste. Das können wie bei meinem ersten Versuch ausgetragene Pullis sein, die haben zudem oft eine glatte und eine weiche Seite. Wenn ihr das beim Zusammenlegen eurer Stofflagen beachtet, haben eure Pads ebenfalls eine glatte und eine flauschige Seite, so dass ihr euch beim Abschminken immer entscheiden könnt, welche Seite für eure Bedürfnisse gerade besser ist. Aber auch altes Bettzeug oder andere kleinere Stoffreste eignen sich ganz hervorragend dafür. Schaut, welche Farben gut zusammenpassen und euch gefallen.

Abschminkpads und Stoffstücke.
Aus Stoffresten und Schablone werden Abschminkpads.

Mit einer Dose oder einem anderen runden Gegenstand bereitet ihr euch eine kreisrunde Schablone aus Papier vor (der Hardcore-Upcycler nimmt dafür einfach einen gebrauchten Briefumschlag). Den Papierkreis fixiert ihr mit zwei Stecknadeln auf mehrere Stofflagen und schneidet diese dementsprechend aus. Je nachdem welches Ausgangsmaterial ihr nehmt, kann so ein Abschminkpad aus zwei bis drei Stofflagen bestehen (habt ihr drei Lagen, könnt ihr im Inneren unattraktive Stoffprints verstecken!). Testet aus, mit wieviel Lagen euch das Pad von der Haptik her am besten gefällt und bereitet euch einen ganzen Schwung an Stoffkreisen vor. Anschließend braucht ihr diese nur noch zusammenzulegen und mit einem Zickzack-Stich an der Nähmaschine vernähen.

Es ist hierbei möglich mit der Grundeinstellung der Stichart einfach mehrere Runden übereinander zu nähen, oder ihr testet einen kleineren Abstand an einem Probestoff und passt die Naht genau an. Für meine eigenen Pads ist mir das Nahtbild nicht so wichtig, möchte ich welche verschenken, gebe ich mir bei diesem Schritt etwas mehr Mühe.

Aufbewahrung für die Abschminkpads

Für die Pads braucht es natürlich auch noch eine schöne Aufbewahrung. Auch für diese gibt es eine simple und nachhaltige Lösung: eine ausgetragene Jeans! Genauer gesagt: den unteren Abschnitt des Hosenbeins. Der untere Abschluss der Jeans wird für das kleine Körbchen einfach die obere Kante. Die abgeschnittene Seite vernäht ihr mit einem kreisrunden Stoffstück (z.B. aus der gleichen Hose). Passt hier die Größe des runden Stoffstücks an die Öffnung an und vergesst die Nahtzugabe nicht. Wer mag, verziert die Aufbewahrung mit einer Borte, einem Button, einem Anhänger oder Ähnlichem.

Den Button mit dem Segelboot habe ich übrigens mit einer Button-Maschine selbst gemacht. Das Highlight ist jedoch der DIY-Stempel dazu – aus einem alten Holzpuzzle und eingetrocknetem Sanitär-Silikon!!

Kleiner Ausflug: Stempel für den Button

So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.

Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln! So ist eingetrockneter Kartuscheninhalt für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube bekommt ihr mit einem Dremel problemlos auf (mit einer Handsäge sollte es auch gehen). Die eingetrocknete Masse lässt sich anschließend ganz leicht am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel schneidet und ratscht ihr euch die gewünschten Formen zurecht und klebt sie mit (noch flüssigem) Silikon auf die mit alten Buchseiten verzierten Holzwürfel.

Bestempelte Würfel mit Buchseiten beklebt.
Stempel aus altem Würfel-Puzzle.

Noch mehr Nachhaltigkeit für das Badezimmer

Noch eine Miniwinni-Idee, die ihr gut im Badezimmer oder auch in der Küche benutzen könnt: Wasch- und Wischlappen aus einem ausgefransten Handtuch.

Bei dem für das gezeigte Projekt benutzen Handtuch löste sich der äußere Bund mittlerweile stark ab. Reparieren hätte ich sehr aufwändig gefunden. Auch ist der Stoff schon recht hart und nicht mehr so flauschig gewesen, zum Wegwerfen fand ich ihn dennoch zu schade. Da kam mir die Idee einfach ein paar Waschlappen daraus zu machen.

Genau wie bei den Abschminkpads malt ihr euch für die Lappen eine kleine Schablone (hier benutztes Packpapier) in gewünschter Größe zurecht. Orientiert euch an bereits vorhandenen Waschlappen. Schneidet aus dem unansehnlich gewordenen Handtuch mit Hilfe der Schablone doppelt so viele Rechtecke aus, wie ihr euch Lappen vorbereiten wollt. Legt diese doppelt und näht sie wieder mit einem Zickzack-Stich zusammen. Das Ausgangshandtuch hatte eine hell- und eine dunkelgraue Seite. Dementsprechend habe ich auch die zwei Lagen zusammen genäht. Von der einen Seite sind die Lappen nun hellgrau, von der anderen dunkelgrau.

Waschlappen mit Juteband zusammengebunden.
Aus einem Handtuch werden Waschlappen.

Was ihr noch so aus unansehnlich gewordenen Textilien machen könnt

Braucht ihr noch ein paar Buchtipps rund um das Thema nähen?

Wie wäre es denn einmal, Stoffe mit ganz natürlichen Mitteln zu färben und dann zu vernähen? Das ist möglich mit dem Buch ➽ »Wild gefärbt« von Abigail Booth. Braucht ihr noch Tipps, wie ihr perfekt und sauber vernäht, empfehle ich euch ➽ »Nähen perfekt« von Yoshiko Mizuno. Und zu guter Letzt ➽ »Capsule Wardrobe« von Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon.

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Kleidung ohne Schnittmuster nähen und verzieren

Habt ihr in eurem Kleiderschrank Lieblingsstücke und wollt noch mehr davon? Habt ihr Lust auf Experimente beim Nähen und Verzieren von Stoffen? Mögt ihr Kleidung ganz ohne Schnittmuster nähen? Dann zeige ich euch hier eine Möglichkeit, wie ihr schnell schöne Ergebnisse erzielen könnt.

Kleidung ohne Schnittmuster, wie geht das?

Der Standard für alle Projekte

Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff (flexibel/nicht flexibel, dick/dünn). Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung eurer Kleidung ohne Schnittmuster überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr später in eure neu geschneiderten Teile auch hineinkommt!

Die Ruckzuck-Variante

Schwarzes Shirt auf Schneiderpuppe mit Blumen-Ornament.
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.

Aus einem großen T-Shirt könnt ihr euch super fix ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da T-Shirt-Stoff kaum franst, braucht hierbei nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten. Dreht das Shirt wieder auf rechts für weitere Verzierungen.

Verzierung der Kleidung ohne Schnittmuster

Habt ihr die Kleidungsstücke fertig genäht, könnt ihr mit Bleiche Verzierungen auf den Soff bringen (hier eine Oneline-Blume). Auch Soffmalfarbe und DIY-Stempel bieten weitere Möglichkeiten für ein individuelles Design. Natürlich auch für die nach Anleitung genähten Teile!

Kleine Buchtipps zwischendurch

Stoffe bedrucken

Mit je zwei verschieden großen Deckeln, die sich im Durchmesser um ca. einen knappen Zentimeter unterscheiden, zeichnet ihr mit Kugelschreiber kreisrunde Ringe auf Moosgummi und schneidet sie aus. Bereitet euch verschiedene Größen vor. Als Stempelgriffe könnt ihr wieder Deckel oder Ähnliches nehmen, auf die die Moosgummikreise mit flüssigem Bastelkleber fixiert werden. Zwischen die Lagen des Oberteils kommt eine dicke Pappe, die die Rückseite vor durchdrückender Farbe schützt. Die Stempel werden mit einer nicht zu dicken Schicht Stoffmalfarbe bepinselt und anschließend auf den Stoff gedrückt. Wenn ihr zwei Farben übereinander druckt gibt das einen spannenden Effekt.

Stoffe bleichen

Warnhinweis

Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit) können zu Verätzungen führen. Auch solltet ihr damit nur in gut belüfteten Räumen arbeiten. Schützt euch, eure Möbel und Kleidungsstücke vor ungewolltem Kontakt. Tragt beim Umgang mit Bleichmitteln auf Chlorbasis Einmalhandschuhe und eine Schutzbrille! Kinder sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Weitere Sicherheitshinweise gibt es weiter unten.

Vorbereitungen

Überlegt euch ein schönes Motiv und übertragt es mit Hilfe von Transferpapier (Transferpapier hier kaufen) auf das Shirt. Arbeitet zum Bleichen am besten in der Dusche oder Badewanne und legt zwischen die Stoffschichten des zu verzierenden Oberteils eine Plastiktüte, damit die Bleiche nicht das Rückenteil mitbleicht. Mit einer Garnierspritze, gefüllt mit einer dickflüssigen Bleichmischung, fahrt ihr später dieses Motiv nach. Die Garnierspritze könnt ihr nur noch für diesen Zweck und auf keinen Fall mehr für Lebensmittel verwenden!

Das Rezept für die Bleichmischung

2 EL Stärke in 125 ml Wasser einrühren und aufkochen. Die cremige Masse auskühlen lassen, bevor 5 TL flüssige Bleiche (z.B. DanKlorix) hinzukommen. In eine Garnierspritze (/Garnierstift, eigentlich zum Torten verzieren gedacht) gefüllt, könnt ihr nun Muster, Bilder oder Sprinkler auf euren Stoff bringen. Lasst die Bleiche-Creme für ca. 5 bis 15 Minuten einwirken. Spült anschließend alles gründlich ab und lasst den Stoff trocknen.


Sicherheitshinweise zu Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit)

  • Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
  • Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
  • BEI KONTAKT MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle beschmutzten, getränkten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen/duschen.
  • BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
  • Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
  • Behälter völlig entleert der Wertstoffsammlung zuführen.
  • Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden. DanKlorix mit Chlor darf keinesfalls zusammen mit DanKlorix ohne Chlor angewendet werden. Es können gefährliche Dämpfe (Chlorgas) freigesetzt werden.
  • Flasche immer aufrecht halten und kühl lagern.
  • Kleidung vor Spritzern schützen (Bleichwirkung).

Buchtipps rund um die textile Verarbeitung

Upcycling-Ideen aus alten Jeans

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Sauber nähen – Nähen perfekt

Mit sauberen Kanten, ohne Falten und Gnubbel, so sollen selbstgenähte Werke aussehen. Im Buch »Nähen perfekt» dreht sich alles um das Thema »Sauber nähen«. Sehr strukturiert wird ein Bereich nach dem anderen abgearbeitet. Es ist ein Grundlagen-Nachschlagewerk für alle die mit dem Nähen beginnen oder bereits in die Materie eingestiegen sind, und es nun richtig und perfekt machen wollen.

Nähen perfekt

Die Grundlagen sauberen Nähens

Yoshiko Mizuno

stiebner

ISBN 978-3-8307-2129-1

Preis 22,90 Euro

132 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Buch-Cover des Buches Nähen perfekt
Nähen perfekt – das Cover.

Das Buch zum sauber Nähen

Was hinter dem Zauber steckt

Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Japanischen und ich würde es als ein Sachbuch zum Thema »Sauber Nähen« bezeichnen. Euch erwarten hier keine Nähprojekte, sondern alles was euch zu einem wunderschönen und sauber verarbeiteten Ergebnis führt. Ihr findet hier das Wissen und die Techniken, welche hinter der wahnsinnig faszinierenden Zauberei stecken, aus einem Stück Stoff ein wunderschönes Textil herzustellen. Das Buch erklärt euch, wie ihr Ecken oder Runden näht, wie Abstände sauber eingehalten werden, wie Kräuseln funktioniert, wie ihr Abnäher macht, wie ein Rollsaum geht, wie Schrägband hergestellt wird und wirklich noch viel viel mehr.

Gliederung des Buches hilft beim sauber nähen

Die Kapitel sind wie folgt gegliedert: Bügeltechiken, Grundlagen des Zusammennähens, Verstürzen, Versäubern von Naht- und Saumzugaben, Versäubern von Säumen und Abschlussarbeiten.

Das Buch beginnt mit einem bebilderten Inhaltsverzeichnis. Dabei handelt es sich um ganz klare Skizzen, die schnell erklären, was gemeint ist. Z.B. existieren verschiedene Methoden Außen- und Innenecken miteinander zu vernähen. Das mit Wörtern zu beschreiben wäre einerseits für den Autor mühsam, andererseits für den Leser schwer zu interpretieren. Die Skizzen helfen euch, schnell das Gesuchte zu finden. Dadurch startet bereits auf Seite 7 der Workshop rund ums Nähen, ohne langes Vorgeplänkel.

Das Buch und ich

Adventskalender aus Stoffproben

Als kleiner Perfektionist wagte ich mich langsam vor. Ich habe nicht gleich komplizierte Ecken oder voluminöse Nahtzugaben ausprobiert (all das findet ihr jedoch durchaus im Buch). Der erste Tipp, den ich aus dem vorliegenden Nachschlagewerk umgesetzt habe, stammt aus dem zweiten Kapitel Grundlagen des Zusammennähens. Da ich weiß, wie schnell Weihnachten jedes Jahr aufs Neue plötzlich (!) vor der Tür steht, feile ich bereits jetzt an einem Adventskalender. Hierfür wollte ich Stoffproben, die sich aus meiner Arbeit für Spooflower ergeben, verwenden. Die haben alle die gleiche Größe und ich wollte mir ein 24-faches Markieren der Naht ersparen.

Exakt und sauber nähen mit XXL-Abstandshalter

Also baute ich mir einen sehr breiten Abstand, welcher weit über die Stichplatte hinaus lag. Letztendlich handelt es sich um eine Mischung zweier Tipps. Tipp 1 aus dem Buch war, sich den benötigten Abstand mit einem Klebestreifen (eigentlich auf der Stichplatte) zu markieren. In einem anderen Tipp hingegen erfolgte die Markierung mit einem Stück Pappe auf dem Stoff. Bei wir wurde daraus ein dicker, auf die Maschine (außerhalb der Stichplatte) geklebter Pappestreifen. An diesem entlang, vor allem durch die leichte Erhöhung der Pappe, ließ sich der Stoff relativ leicht entlangführen.

Auf dieses Buch werde ich in Zukunft noch oft zurückgreifen. Denn trotz aller Nähtutoriäls, Schnittmuster und frei ausgedachter Projekte ist es gut zu wissen, wie es wirklich geht und wie ich zu einem sauberen Ergebnis komme.

Fazit – jetzt klappt sauber nähen

Klappentext auf dem Buch Nähen perfekt
Nähen perfekt – der Klappentext.

Ein sehr gut strukturiertes Arbeitsbuch, welches viele grundlegende Techniken für ein sauberes Nähen parat hält. Durch das interessante Inhaltsverzeichnis sind die jeweilen Fragestellungen schnell – auch während dem Nähen – zu finden.

Weitere Tipps rund um das Thema Stoff-Verarbeitung

Stoffdesigns @zobelhase

genähte Säckchen für Adventskalender aus Stoffproben mit Blätterdesign - sauber nähen
Adventskalender aus Stoffproben.

Upcycling Nähprojekte

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Buchtipps rund um das Thema Textil

Stoffe färben und bedrucken

Stoffe besticken

Votet für mein Lesezeichen!

Beim Lesen von guten Büchern sinkt man hinab in fremde Welten. Bei sehr guten Geschichten fällt es manches Mal sogar richtig schwer wieder an die Oberfläche der Realität zu kommen. Lesen ist eine Reise in fremde Welten, in exotische Welten, in Welten, die erst beginnen zu existieren, wenn sie erlesen werden… Genau dieses Gefühl des Hinabsinkens in fremde Welten möchte ich mit meinem Lesezeichen vermitteln.

Bei vorablesen.de habe ich letzte Woche meine Lesezeichen-Idee eingereicht, über die diese Woche (vom 16. bis 22.05. 2022), zusammen mit vielen anderen spannenden Beiträgen, abgestimmt wird.

Falls ich gewinnen sollte, verlose ich im Anschluss auf Instagram zehn Exemplare dieses Lesezeichens!

Lesezeichen TRAUMGESCHICHTEN

Mein Entwurf

Auf meinem Lesezeichen sind zauberhafte Wesen zu entdecken. Mischwesen aus Erdbeere und Qualle. Wo gibt es sonst so Etwas, wenn nicht in magischen Erzählungen? Sie schwimmen hier tief unter der Meeresoberfläche, so wie wir beim Lesen tief hinabsinken in eine andere Welt. Auch Lesen fühlt sich wie Tauchen an, der Geist taucht hinab, lässt sich treiben von der Erzählung, treibt weiter abwärts, lässt sich hinab ziehen in die Geschichte, in eine ferne Welt, in ein neues Abenteuer….

Der Autor, der sich eine Geschichte ausdenkt ist ein Künstler. Der Leser aber ebenso. In seinem Kopf entsteht die Geschichte ein zweites Mal, und das auf eine ganz individuelle Art und Weise, so individuell wie jeder einzelne Farbspritzer, der entsteht, wenn Farbe mit einem Pinsel auf eine Leinwand geworfen wird. In unserem Kopf befindet sich ebenfalls eine Leinwand, die mit jedem Wort, mit jeder Zeile, mit jedem Kapitel mehr und mehr bemalt wird. Und in jedem Kopf sieht die Geschichte ein wenig anders aus.

Hier geht es zur Abstimmung

Klickt hier und stimmt gerne für meinem Beitrag.

Kleines Video zur Entstehung des Lesezeichens

Ein Lesezeichen entsteht.

Mögt ihr einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte meines Lesezeichens? Dann schaut euch gerne das Video dazu an! Die Quallen hatte ich bereits digital vorliegen durch das Stoff-Design für spoonflower.de (siehe weiter unten). Ein passender Hintergrund war schnell gezaubert. Und auch die kleine Buch-Vorlage gab es schon, welche nun jedoch ein Wahnsinns-Makeover verpasst bekam. Nach der Zusammenführung der Beiden hält eine Beeren-Qualle ein zauberhaftes Buch in ihren Tentakeln, träumt von fernen Welten und lässt sich einfangen in spannende Abenteuer.

Übrigens: Meine Vektor-Graphiken erarbeite ich mit dem recht kostengünstigen Programm Amadine. Absolut empfehlenswert!

Musik: Joel Cummins: Everything Has a Beginning

Meine Liebe zu Büchern

Ich bin ein absoluter Bücher-Narr und gestehe: selbst Kreativ-Bücher, die ich hier regelmäßig vorstelle, ziehen mich tief hinab in neue Welten. Ich tauche ab in Arbeiten anderer Künstler, ich sauge ihre Ideen auf und fühle mich danach belebt und vor allem bereichert. Danke an alle Kreativ-Buch-Autoren da draußen, die unser Leben bunter, fröhlicher und oftmals auch nachhaltiger machen!!

Noch mehr wilde Beeren

Wollt ihr noch mehr verrückt gewordenen Beeren kennenlernen? Dann stöbert doch gerne in meinem aktuellen Art Journal. Dort gibt es weitere zauberhafte Kreaturen aus der Beerenbande zu entdecken!

Findet ihr die qualligen Erdbeeren auch so cool wie wir?

Auf spoonflower.de gibt es sie als Stoffdesign zu kaufen.

Jellyberries auf Stoff.

DIY-Lesezeichen aus Getränkekartons

Ihr habt keine Lust auf die Verlosung der Jelly-Lesezeichen zu hoffen? Dann bastelt euch doch einfach selber welche! Mit Materialien, die ihr alle zu Hause habt. Hier geht es zu drei total verschiedenen Umsetzungen aus Getränkekarton.

Die Anleitung Schritt für Schritt findet ihr hier:

Tolle Sprüche rund ums Lesen und wie ihr euch Sprühfarbe aus leeren Filzstiften selber herstellt, erfahrt ihr in diesem Beitrag:

Eine fixe Idee aus Getränkekarton und Geschenkpapier-Resten (gerne von bereits gebrauchtem Papier), zeige ich euch kurz und knapp hier:

Rettung eines alten Nähkästchens

Diese Aktion hat sich wirklich gelohnt. Aus einem etwas verwildertem Haus rettete Herr Zobelhase ein kleines Kästchen samt Inhalt für mich. Eine größere Freude kann man mir nicht machen! Natürlich habe ich diesem alten Möbelstück und auch seinem Inhalt eine zweite Chance gegeben und ihm neues Leben eingehaucht. Begleitet in diesem Beitrag meine Reise durch Staub und alte Zeiten bei der Entdeckung eines wahren Schatzes.

Die Aufräumaktion in Bildern

Ein wenig Mut brauchte es schon, die verstaubte Kiste zu öffnen und zu entdecken, was sich darin alles befindet. Eine tote Tierhülle, viel viel Staub und noch mehr Staub, das waren jedoch bereits die schlimmsten Dinge, die mich hier erwarteten. Nach einem Tag Sortierarbeit und mehrmaligem Saugen des Zimmers (der Staub flog und flog und flog), war das Gröbste der Aufräumaktion geschafft. Zugegebener Maßen hatte das anschließende Zusammenrollen und Aufwickeln der Garne und Schnüre etwas sehr Meditatives. Der Kopf hatte nicht viel mehr zu tun, als sich über die vielen kleinen Kostbarkeiten zu freuen, die nach und nach zum Vorschein kamen.

Ich fand viele wunderschöne Garne zum Sticken in wunderbaren Farben und das auch noch aus echter Seide. Mit Nähnadeln bin ich nun für ein Leben lang versorgt und auch über die Reißverschlüsse habe ich mich sehr gefreut. Und wessen DIYler-Herz schlägt beim Anblick einer Kiste voller Knöpfe nicht höher?

Ein Video der Aufräumaktion

Musik: Snowy Peaks pt I von Chris Haugen

Viel Arbeit liegt hinter mir und es hat sich so sehr gelohnt. Nach einer gründlichen Säuberung des Nähkästchens tauchte ich ab in die Tiefen dieser Schatzkiste. Alles wurde herausgeholt und bestaunt. Alles wurde abgeklopft, damit der Staub sich verdrückt. Die leere Kiste verdiente eine gründliche Wellness-Behandlung mit Staubsauger und feuchtem Tuch. Und anschließend durften die kleinen Schätze wieder einziehen und das eigentliche Sortieren begann.

Garn und Faden wurden neu aufgerollt, und neu einsortiert, Nadeln und Knöpfe wurden ausgepackt und neu verpackt.

Kleine Upcyclings bieten ein neues Heim

Das alte Nähzubehör war zwar etwas verwundert über das viele Licht, den neuen Geruch, die neuen Nachbarn und die neuen Farben. Aber jetzt fühlen sich alle Beteiligten pudelwohl in ihrem neuen alten Zuhause.

Denn nach all der Sortiererei packte mich die Ordnungswut so richtig und es entstanden ein paar kleine Upcyclings: Aus Mini-Verpackungen wurde Wohnraum für Knöpfe und Sicherheitsnadeln. Aus Bonbon-Metalldosen Tinyhouses für die Minimalisten, und aus einem Tontopf eine stachelige Zimmerpflanze zum Einzug.

In einem Mäppchen aus kleinen Filzmatten betten sich nun diverse Nähnadeln und ein Schmuck-Kästchen bietet Unterschlupf für kleine Fadenreste. Ehemalige Fischdosen hätten sich solch edle Bewohner wohl niemals träumen lassen und eine ehemalige Handytasche beherbergt nun eine Nadel-Großfamilie bestehend aus mehreren Generationen. Wirklich gesellig geht es hier jetzt zu. Alle Wohneinheiten haben sich herausgeputzt und manche bekamen sogar einen neuen Anstrich. Da bleibt mir nur noch zu wünschen:

Auf eine gute Nachbarschaft!

Weitere Tipps zum Thema: Aus alt mach neu

Wie aus einer alten Jeans und zwei nicht mehr ganz so zeitgemäßen Topflappen zwei neue und wunderschöne werden, erfahrt ihr im folgenden Text:

Kennt ihr diese alten Holzwürfel-Puzzle; die mit den super alten Bildern darauf? Wenn auch bei euch niemand mehr damit spielen mag, vielleicht sind diese Ideen etwas für euch:

Und hier geht es zu weiteren Zweckentfremdungen defekter Klamotten:

DIY Geschenke-Anhänger

Man kann eigentlich nie früh genug damit beginnen, Geschenke für Weihnachten zu besorgen. Genauso steht es mit der Verpackung derselbigen. Ob Getränkekarton, Pappe, Salzteig oder alte Jeans, alles kann für Geschenkanhänger, die ebenso als Baumschmuck oder als Girlande fungieren können, herhalten.

Sterne – immer ein tolles Motiv

Wer kann sich ein Weihnachten ohne Sterne vorstellen? Ich auf jeden Fall nicht! Deshalb zeige ich euch hier einmal drei vollkommen verschiedene Ideen für solch zackige Anhänger.

Sterne aus Salzteig

Bei der ersten Idee handelt es sich um ganz klassische Sternen-Anhänger aus Salzteig. Die Masse wurde vor ihrer Verarbeitung jedoch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Diese Geschenkverschönerer herzustellen macht vor allem mit kleinen Kindern großen Spaß.

Rezept Salzteig

Was ihr braucht

  • 1 Teil Salz
  • 2 Teile helles Weizenmehl
  • 1 TL Pflanzenöl oder auch gerne mehr
  • 1 Teil Wasser
  • Lebensmittelfarbe nach Wahl

Wie es funktioniert

Zum Abmessen könnt ihr beispielsweise eine Tasse oder einen Becher nehmen. Alle genannten Zutaten – außer der Lebensmittelfarbe – knetet ihr zu einem geschmeidigen Teig und teilt ihn in mehrere Portionen auf. Diese können nun nach Belieben mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden.

Und jetzt geht es erst richtig los: mit Keks-Ausstechern aus der Küche oder Förmchen aus der Knetkiste stecht ihr euch die gewünschten Formen einfach aus. Mit den eigenen Fingern oder Modellier-Werkzeug können ganz individuelle Modelle gebildet oder ausgestochene abgewandelt werden.

Für die Anhänger das Loch nicht vergessen. Das dreht ihr z.B. mit der Rückseite eines Holzspießes hinein. Es gibt auch spezielle Keksstempel, mit denen ihr tolle Muster oder auch Namen auf die Formen bringen könnt. Das ist aber auch genauso auch mit diversen Utensilien aus eurer Umgebung möglich. Z.B. eigenen sich gerippte Filzstiftkappen ganz hervorragend dafür!

Sterne aus Jeans

Bei der zweiten Version handelt es sich um Stoff-Sterne, die ratzfatz per Hand aus Resten einer alten Jeans zusammengenäht wurden. Mit einem Sternen-Ausstecher könnt ihr euch die Form mit Kugelschreiber auf dem Stoff vormalen und ausschneiden. Pro Anhänger braucht ihr zwei solcher Sterne und ein wenig Füllmaterial. Oft kommen bei uns hierbei Reste aus anderen Projekte zum Einsatz. Woll- und Fadenreste vom Häkeln und Nähen sind besonders weich. Aber auch alte, unbeliebt gewordene Kuscheltiere tun hier manches Mal ihr Gutes 😬!

Sterne aus Getränkekarton

Und auch bei der dritten Version handelt es sich um ein Upcycling aus Dingen die eigentlich im Müll landen würden. Hier vereinen sich Getränkekarton und alte Buchseiten. Und da diese Variante wirklich schnell umzusetzen ist, kann man mit ihr auch eine super fixe weihnachtliche Girlande bauen. Hierfür wurde ebenfalls der Sternen-Ausstecher aus der Küche als Schablone benutzt. Mit dem Loch hilft euch die Lochzange.

Meine Favoriten

Meine absoluten Favoriten sind jedoch die kleinen und wirklich schnell gemachten Anhänger aus Getränkekarton. Sie sind schlicht und elegant zugleich. Wenn ihr den passenden Stanzer dazu habt, könnt ihr mit diesen in die Massenproduktion gehen.

Jeder Anhänger besteht aus zwei Schichten Getränkekarton. Hierbei sind die abgezogenen Seiten miteinander verklebt und das ehemalige Innere zeigt nun nach Außen. Vor dem Verkleben kann man in die eine Seite noch weihnachtliche Motive stanzen und als Zwischenschicht Designpapier einbringen. Zum Beschreiben eignen sich besonders Acrylstifte.

Getränke- und Versandkarton als Grundlage

Mit Getränkekarton sind jedoch noch viel mehr Varianten möglich. Ihr könnt euch für die zusammengeklebten Seiten ganz individuelle Formen überlegen und diese anschließend mit weihnachtlichem MaskingTape umkleben. Mit diesem Material ist es aber auch möglich, kleine Klappkarten herzustellen. Eine Schneeflocke aus Bügelperlen oder auf Pergamentpapier geklebte Sterne aus den Stanzresten der Lochzange verzieren von Außen. Das nenne ich absolute Wiederverwertung! Die abgezogenen Seite innen können ganz normal mit Kugelschreiber beschrieben werden. Und wer nicht mit Getränkekarton arbeiten möchte probiert sich vielleicht einmal an der Kombination aus Pappe (z.B. aus Versandkartons) und alten Buchseiten. Unsere Version wurde für ein wenig Farbe mit Tusche und einer Zahnbürste bespritzt!

Weitere Ideen rund um das Thema Weihnachtsgeschenke

Wie ihr eure Weihnachtsgeschenke nachhaltig verpacken könnt, zeige ich euch im folgenden Beitrag. Da geht es zum Einen um die Gestaltung von Packpapier und Alternativen zu herkömmlichen Geschenkband. Ihr findet dort aber auch ganz außergewöhnliche Ideen für selbstgemachte weihnachtliche Stempel, die zum Verschönern der Geschenke, aber auch für weitere Dekoration verwendet werden können.

Und hier geht es zu einer weiteren Art von Weihnachtssternen. Auch dieser Vertreter kann als Geschenkanhänger, für Girlanden oder sonstige weihnachtliche Dekoration dienen.

Winter-Upcycling

Single-Handschuhe werden zu coolen Kuscheltieren

Wir sind endlich mitten im Winter angekommen. Es fallen sogar schon ein paar Schneeflocken (dass diese sich mit sehr viel Regen vermischen ignorieren wir einmal gekonnt)! Es passiert nun leider, und dass nicht nur den ganz Kleinen unter uns, dass ab und zu einer unserer Handschuhe verschwindet und einfach nicht mehr auftauchen will. Was macht man dann mit dem verbliebenen, einsamen, alleine gelassenen Handwärmer? Klar: süße kleine Gestalten, die mal frech und lustig, gruselig oder aber auch einfach nur kuschelig daherkommen können!

Tolle Bande, und nun gar nicht mehr allein!

Ich zeige euch ein paar Inspirationen, was aus unserer Sammlung einsamer Singles geworden ist. So individuell wie die Handschuhe, so einzigartig sind auch die kuscheligen Resultate.

Diese hier sind für jeden Spaß zu haben!

Lass Konfetti regnen! Oder auch Holzperlen! Ob Fünffingerhandschuh oder Fäustling: es lässt sich noch so einiges daraus zaubern. Verziert wurde mit Knöpfen, Pailletten, Filz, Bändern und Stickgarn. Wer hat, kann gerne auch Perlen und Wackelaugen applizieren. Nun müssen wir uns noch passende Namen ausdenken.

In diesem Mini-Wohnzimmer findet jeder einen gemütlichen Ort.

Ein Handschuh-Tier – zwei Gesichter: ist es nun eine Krake die lässig abhängt und in der Tiefsee einen Goldschatz gefunden hat oder doch eher ein faulenzender Breitmaulfrosch? Egal, ein toller Begleiter ist er allemal! Und in seinem kunterbunten Unterwasser-Wohnzimmer ist für jeden Platz…

Ihr könnt die Kleinen mit Füllwatte füllen, oder aber auch mit übrig gebliebenen Stoffresten und Schnüren aus anderen Projekten. Bei uns gibt es für solchen ‚Abfall‘ extra einen Sammelbeutel; denn für fleißige Upcycler ist es natürlich kein Müll sondern ein wertvoller Rohstoff für viele viele weitere Projekte.

Einer für das Glück und einer für die Sorgen.

Manche Gesellen sind doch recht lustig anzuschauen! Was sind denn hier nun alles Arme oder Beine? Naja egal, denn er sieht so aus, als ob er viel Glück für jeden mitbringt der mit ihm kuscheln mag.

Und ja tatsächlich, es geht auch ganz ohne Beine, mit verrückten Zähnen und Augen. Hier habe ich den gefütterten Fäustling oben offen lassen, so hat er in seinem Inneren ganz viel Platz, und kann sich – wie ein Sorgenfresserchen – um die Gedanken und Gefühle der kleinen Lieblingsmenschen zu kümmern. Der Fehlkauf der zu kurzen Schnürsenkel macht sich doch ganz gut als Stirnband, oder?

Nun auch mit Geräuschen!!

Statt Gedanken und Sorgen in das Sorgenfresserchen zu tun, haben wir aktuell ein Puppen-Geräusch-Dings (Puppenstimme) hinein getan. Schaut euch vor allem auch das Ende des Videos an, es ist soooo lustig! Auch auf diese Weise kann das Monster nun für ganz viel Gute Laune sorgen!

Zweites Leben für Mützen

Und wenn ihr neben all den Ideen für die Handschuh-Verwertung auch noch einen Tipp für Mützen – die plötzlich viel zu klein geworden sind – braucht, zeige ich hier zwei zusätzliche Projekte für eine sinnvolle Weiter-Verwertung:

Noch ein kuscheliger Begleiter für die Kleinen.

Auch aus Mützen lassen sich super einfach lustige Kuschel-Viecher machen. Die Zwei-Bommel-Kopfbedeckung fand ich dafür besonders gut geeignet. Und wirklich – viel schneller geht es nicht: Knöpfe für Augen und Nase annähen, Füllmaterial rein (z.B. auch zerkleinerte ausgediente und in der Waschmaschine gewaschene Küchenschwämme), zunähen und fertig!

Eine kleine Handtasche.

Man kann aber auch eine super coole Handtasche für das Kind machen, dem die Mütze nicht mehr passt! Hier kann so einiges hinein, welches unterwegs unbedingt mit muss. Wie z.B. diese kleinen süßen Püppies aus ausgedienten Zahnbürsten. Für den Träger flechtet ihr einfach T-Shirt-Garn oder auch eine Baumwollkordel bis ihr die gewünschte Länge erreicht habt und näht sie an den Seiten der Mütze an. Aus diesen kann man auch ein kleines Schleifchen als Applikation zaubern. Wer mag bringt noch einen Druckknopf oder Ähnliches zum Verschließen an. Und so kommt ihr auch hier recht schnell und unkompliziert zu einem tollen Ergebnis.

Einen Beitrag zu den kleinen Puppis aus Zahnbürsten findet ihr übrigens hier:

Sommerkleid für Kinder aus einem Rechteck genäht

Ich bin kein Nähspezialist, aber schon stolz wie Bolle, wenn ich an der Maschine Etwas geschaffen habe. Für aufwendige Schnittmuster bin ich einfach zu ungeduldig. Zumeist muss es möglichst einfach sein und einfacher als dieses Kleid geht es wirklich nicht!

Schnell gemacht, ein Sommerkleid aus Jersey.

Hierfür habe ich zwei Rechtecke übereinander auf links zusammen genäht; oben etwas frei gelassen für die Arme und unten ebenso für Schlitze damit der Beweglichkeit nichts im Wege steht; noch einen Tunnelzug für die Träger aus Kordel. Fertig war das gute Teil!! Zusammen mit dem Stoff aus meinem Reste-Lager einfach perfekt. Für Erwachsene geht dieser Schnitt natürlich auch!!

Kleines Täschchen mit Kellerfalten

Darf ich vorstellen? Dies hier ist die allererste Tasche, die ich jemals genäht habe. Sie ist nun schon ein paar Jahre alt und ich bin immer noch sehr verliebt in sie. Hier bewahre ich alles auf, was ich zum Schmuck-Basteln benötige. Sie kommt also nach wie vor sehr oft zum Einsatz, so dass ich mich immer wieder an ihr erfreuen kann. Das Schnittmuster ist ein Freebie von Pattydoo (Kosmetiktasche ‚Susi‘) und für Nähanfänger geeignet, vor allem da es eine super genaue Videoanleitung dazu auf pattydoo.de gibt.

(M)Ein Kleinod.
https://zobelhase.de/ein-ort-fuer-all-den-schoenen-schmuck/

Eine Leggins wird zu einem Rock

Gestern habe ich hier an dieser Stelle gezeigt, wie aus einer alten Jeans ein süßer Rock werden kann. Das Gleiche kann natürlich auch mit einer Leggins passieren. Gerne nehme ich hierfür diejenigen Hosen, die schon bis zum Schritt hin voller Löcher und wirklich nicht mehr zu reparieren sind. Den Taillenbund kann man sich immer noch zu Nutze machen und die gewünschte Höhe frei aussuchen, wie man es persönlich am schönsten findet. Meine beiden Mädels wollten nach dem kurzen Rock von gestern gerne auch einen langen haben, denn sie sind schließlich richtige Prinzessinnen. Diesen Stoff hatte ich in ausreichender Menge in meinem Fundus um zwei 360° Tellerröcke zu fertigen. Perfekt für ein Zauberinnen-Kostüm, mit Hut und Zauberstab und allem Pipapo. Der untere Abschluss besteht – wie auch schon gestern – aus T-Shirt-Garn, anstelle von Schrägband.

Ups… Kleine Sternenstaub-Explosion!

Dörte Becker

Ich finde sie so cool! Zur Zeit lebt sie in unserem Badezimmer. Ab und zu braucht sie ihre Ruhe, taucht dafür ab und etwas später im Kinderzimmer wieder auf. Besucht hier ihren Freund Holger, der bald auf ferne Reisen zu unserem Cousin2 schwimmen wird, welcher uns ab November auf unseren blauen Planeten mit seiner Anwesenheit verzaubern wird. Wir freuen uns schon sehr!!

Das ist Dörte. Dörte Becker.
Holger und Dörte.

Holger und Dörte wurden aus alten Jeans genäht nach einer Anleitung von huebs.ch.

Hier fühlt man sich wohl.

Ist doch klar dass Holger und Dörte sich in diesem Kinderzimmer-Aquarium wohl fühlen. Mit vielen anderen Fischen schlängeln sie sich durch das Seegras.

Kaputten Kinder-Leggins eine zweite Chance geben

Wer kleine Kinder hat, kennt es zur Genüge: Leggins mit Löchern am Knie, Po oder auch im Schritt. Oft lässt es sich flicken und weiter benutzen, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, da muss etwas Anderes mit diesen Hosen passieren… Ich zeige hier und heute mal ein paar Beispiele, wie ich dieses Problem löse.

Betreffen die Löcher nur die Beine, kann man sie natürlich wie jede andere Hose kürzen und eine Short daraus machen. Für den unteren Abschluss einen elastischen Stoff mit einem elastischen Stich annähen. Hierfür kann man zum Beispiel tatsächlich auch den Abschnitt einer anderen etwas größeren (zerstörten) Leggins verwenden.

Gibt es jedoch auch Löcher im Schritt, funktioniert die Lösung mit den Shorts nicht mehr. Aber den oberen Teil kann man noch gut weiter verwenden. Genau! Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, lässt sich dieser super als Bündchen für einen Rock verwenden. Der Sonne, Mond & Sterne-Stoff lag übrigens seit 25 Jahren rum und wartete auf seine endgültige Bestimmung. Ich fand ihn die letzten Jahre irgendwie nicht so modern und passend, aber für dieses Projekt habe ich mich mit seiner Hilfe an das Röcke nähen gewagt: mein erster Tellerrock!

Aus den abgeschnittenen Beinen kann man tolle kleine Schwämmchen machen. Wie das genau funktioniert erkläre ich hier:

Sitzkissen selbst gemacht

Darf ich vorstellen?: Unser neues Sitzkissen!! Eigentlich versteckt sich darunter ja eine ausklappbare Matratze. Da diese jedoch schon so Einiges hinter sich hat und auch vom Design nicht so gut ins Kinderzimmer passte, wurde kurzerhand ein Überzug genäht, der sich leicht auf- und wieder abstülpen lässt, denn zum Toben und Spielen ist die Matratze noch super zu gebrauchen. Bei uns kommt so schnell nichts weg…

Unser neues Sitzkissen.

Verwendet habe ich blauen Stoff aus Restbeständen sowie das alte Inlay eines Laufstalls (für die Polsterung). Übereinander gelegt wurde das Ganze in Quadraten abgesteppt. Der Blaue Stoff wirkte danach überraschender Weise viel hochwertiger und edler.

Verschiedene Borten und viele bunte Knöpfe, rosa Spitze und Wimpel an manchen Ecken sorgen für gute Laune. Weniger Chaos im Kinderzimmer gibt es deshalb jedoch nicht! 🙂

Auch selbstgemacht: die Bausteine und das Monster-Kissen!

Hier geht es zur Anleitung für die Bausteine:

Kissenbezug mit Hotelverschluss – appliziert mit Jeansresten

Wie man mag, kann man sich die Kissen unterschiedlich zusammen stellen, es wirkt dadurch immer wieder anders und neu.

Zwei neue Kissenhüllen aus einem alten Kissenbezug. Asymmetrisch mit Jeansstreifen und Jeans-Blüten appliziert, die nun nach und nach für einen rustikalen Look ausfransen dürfen. Kleines Detail: die Knöpfe in der Blütenmitte sind gleich, aber mit leicht verschiedenen Farbnuancen. 

Nadelkissen aus Stoffresten in Dose

Mit diesem kleinen Kissen sind beim Nähen alle Nadeln immer griffbereit und können kindersicher verräumt werden.

Was ihr braucht:

  • Stoffreste
  • Nähmaschine / Nadel und Faden
  • Schnur (ca. 3 mm breit)
  • 2 Knöpfe
  • Cremedose

Wie funktioniert’s?

Ihr braucht für oben und unten jeweils sechs Dreiecke mit den Seitenlängen von 6 cm. Die Winkel im Dreieck betragen alle 60°, damit es letztendlich ein Kreis – genau genommen ein Sechseck – wird. Die Nahtzugaben nicht vergessen. Am besten ihr macht euch eine Schablone des Dreiecks und überträgt es dann jeweils auf die Stoffreste. Das geht auch gut mit Kugelschreiber oder Finelinern, aber immer auf die linke Seite anzeichnen und darauf achten, dass es nicht durch den Stoff drückt.

Die Farben können frei gewählt werden, je nach Geschmack und dem, was an Stoffresten vorhanden ist. Einfarbig ist natürlich auch möglich.

Nun werden die Dreiecke auf links an jeweils zwei Seiten aneinander genäht. Sechs Dreiecke für die Oberseite, sechs für die Unterseite.

Nun noch, ebenfalls auf links, die Oberseite mit der Unterseite vernähen. Eine Dreiecksseite offen lassen, damit das Ganze wieder auf rechts gedreht und mit Watte befüllt werden kann. Diese Öffnung dann per Hand vernähen.

Nun seid ihr eigentlich schon fertig. Ihr könnt aber auch noch weiter machen. Ich habe für mein Nadelkissen sechs gleichlange Schnüre mit einer Stopfnadel durch die Mitte gestochen und an den Außenseiten miteinander verknotet.

Man sollte darauf achten, dass jeweils die gleiche Schnur mit sich selbst verknotet wird und nicht etwa wild durcheinander. Und darauf, dass die Dellen welche entstehen überall annähend gleich groß sind (den Knoten also jeweils auf die gleiche Höhe setzen).

Wer möchte kann nun noch auf beiden Seiten einen Knopf in die Mitte setzen (annähen), fertig!!

Wenn ihr für die Rückseite ganz andere Farben gewählt habt, könnt ihr immer – je nach Laune – wechseln.

Das Ganze geht übrigens auch mit Quadraten statt Dreiecken… Da muss ich nur noch die passende Box für finden…

Ein alter Geldbeutel im neuen Gewand

Bei meinem schwarzen Leder-Immitat-Geldbeutel streikte irgendwann der Reißverschluss; er ließ sich nicht mehr schließen. Da ich keinen Schimmer davon habe wie ich da ohne großen Aufwand einen neuen reinbekomme, der Geldbeutel aber noch viel zu neu und auch viel zu praktisch war um ihn nun einfach wegzuwerfen, musste ich mir etwas anders einfallen lassen.

Mit Druckknöpfen UND Gummibändern doppelt sicher zu verschließen.

Den alten Reißverschluss habe ich auf beiden Seiten wie mit einem Schrägband verblendet und gleichzeitig genutzt um einen Umschlag aus Stoff daran zu befestigen, der einmal um den ganzen Geldbeutel herum geht.