Stoffe färben & bedrucken

Techniken, Projekte, Tipps & Tricks für den schnellen Erfolg

DAS BUCH

Was für ein schönes Buch! Wenn man hier durchblättert fühlt man sich gleich wohl. Alle Bilder strahlen eine absolute Gemütlichkeit aus und machen Lust aufs Selbermachen. Mich hat es sofort animiert, die Dinge nachzuahmen und selber zu experimentieren.

Sieben abwechslungsreiche Techniken werden auf drei bis fünf Doppelseiten mit Text und Bild erklärt. Dazu gibt es jeweils zwei Design-Beispiele, welche im Detail zum Nachfärben vorgestellt werden. Ihr erfahrt etwas über Sunprint, Veggi-Druck (Stempeln mit Gemüse), Shibori (welches ich euch weiter unten gleich einmal zeige), Drucken mit Holzmodeln (Holzstempel), Cyanotypie, Schnurbatik und Flower Pounding (mit einem Hammer die Farbe aus den Blüten auf Stoff schlagen).

Stoffe färben & bedrucken

Techniken, Projekte, Tipps & Tricks für den schnellen Erfolg

Elisabeth Berkau

Christophorus Verlag

ISBN 978-3-8388-3782-6

Preis 19,99 Euro

126 Seiten

Hardcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite, da könnt ihr auch ein wenig hineinstöbern.

WIE ES MIR MIT DEM BUCH ERGING

Shibori

Am spannendsten und zugleich am schnellsten umzusetzen fand ich die Abbindetechnik Shibori. Es funktioniert ähnlich wie Schnurbatik, aber die Muster, die entstehen sind wesentlich symmetrischer und aufgeräumter. Zum Abbinden benutzt man unterschiedliche Holzformen wie Wäscheklammern, Holzquadrate oder -quader welche fest mit Schnur (oder für die Färbung in der Waschmaschine auch gerne mit Kabelbinder) mit dem auf bestimmte Weise zusammengelegten Stoff verschnürt werden. Durch das Abbinden kommt die Farbe an manche Stelle nicht ran.

Da der Stoff sehr regelmäßig zusammengefaltet ist, entsteht so auch ein sehr regelmäßiges Muster und was nach der Färbung genau herauskommt, ist immer eine kleine Überraschung und gerade für mich als Anfänger schwer vorherzusagen. Von meinem Ergebnis bin ich jedoch absolut und völlig begeistert:

Mein Färbe-Ergebnis und ein kleiner Blick ins Buch.

Die Durchführung

Ich habe mich für eine Färbung in der Waschmaschine mit ganz normalem Farbpulver zum Nachfärben ausgeblichener Wäschestücke entschieden. Ein weißer Kissenbezug wurde hierfür zu einem quadratischen Paket zusammengefaltet und jeweils mittig oben und unten mit einem länglichen Holz-Rest-Stück und zwei Kabelbindern super fest verschnürt.

Ob das wirklich klappen würde? Ich war skeptisch, denn das Stoffpäckchen war nun wirklich schon ganz schön kompakt und dieses harte Paket sollte nun in die Waschmaschine? Deshalb kam mein Färbe-Päckchen in einen zweiten weißen Kissenbezug, wie in einen Wäschesack, der so ebenfalls blau gefärbt wurde, aber gleichzeitig das Ganze etwas polstern sollte. So konnte ich aber nun – nach der Färbung – sehr gut vergleichen, wie die Farbe ohne und mit Abbinden gefärbt hat.

Das Ergebnis

Das Gefühl beim Auspacken des Färbepakets ist schon mit demjenigen an Weihnachten zu vergleichen. Hat es geklappt? Gibt es ein Muster?

Oh jaaa, und was es für ein Muster gab! Ein Wunderschönes! Ich war richtig glücklich und zugleich total begeistert davon, wie mit wenig Aufwand etwas wirklich Grandioses erzeugt werden kann.

FAZIT

Ein tolles Buch für den Einstieg in verschiedene Stoff-Färbetechniken. Mit kleinen und hilfreichen Tipps und Tricks, die einem helfen das gewünschte Projekt zielsicher umzusetzen.

Das Buch von hinten.

Weiterer Tipp zum Färben von Stoffen bzw. Schnüren

Wie ihr Stoffe mit natürlichen Materialien färben könnt, erfahrt ihr unter anderem in diesem tollen Kreativ-Buch. Auch zeige ich hier meine Erfahrung mit dem sogenannten Avocado-Dip-Dyeing: