In diesem Buch geht es um die Zusammenführung von sowohl analogen als auch digitalen Techniken im Bereich künstlerischer Gestaltung. «Schnipsel und Pixel» ist jedem und jeder Kunstlehrer:in zu empfehlen. Und auch für alle anderen, die beruflich oder privat kreativ sind, ist es ein absolutes Highlight.
Schnipsel und Pixel
Individuelles Gestalten mit Skizzenbuch und Tablet, Pinsel und Plotter, Schere und Scan
Mit diesem Werk haltet ihr ein absolut liebevoll gestaltetes Buch mit kleinen witzigen Details und Wortspielen in der Hand. Es ist zudem wirklich kreativ, abwechslungsreich und spannend. Umschlag, Layout und natürlich die vorgestellten Projekte sind ein wahres Rundum-Paket, umgesetzt von Michaela Müller, die ihr auch auf Instagram unter @muellerin_art findet.
Nach einer Einführung zu den digitalen und analogen Utensilien, teilen sich anschließend die Kapitel in die Bereiche Foto, Collage, Zeichnung, Stempel, Schablone, Sonne, Animation und Kommunikation auf.
Ihr bekommt App- und Software-Tipps und es warten zusätzlich Vorlagen, die heruntergeladen werden können auf euch, genauso Videos für manche Anleitungen. Aber auch ganz ohne – also rein analog – ist dieses Buch benutzbar und ein wahres Kleinod.
Das Buch und ich
Mein erstes Schnipsel und Pixel Projekt
Ich habe dieses Buch mit Spannung durchgeblättert, durchgelesen und regelrecht in mich aufgesaugt und werde es mir noch oft zur Hand nehmen. Der Text ist wunderbar geschrieben und die Fotos zu den Projekten einfach schön. All das hat mich sofort animiert, die vorgestellten Methoden selbst nachzumachen und weiterzuentwickeln.
Daraus entstand ein Bild, in welchem ich verschiedenste Tipps aus dem Buch kombiniert habe: Analoges ist mit digitalem gemischt und es ragen sogar einzelne Elemente aus dem Bild heraus. Ich liebe es zudem Flächen mit analog gemalten und eingescannten Bildern zu füllen, wie bei einem der Schmetterlinge passiert.
Meine erste Collage nach Müllerin-Art.
Die benutzten Stempelmotive in Blätterform habe ich schon etwas länger. Wer sich auf dieser Seite auskennt, hat sie vielleicht bereits entdeckt. So ein Stempel ist aus Moosgummi und Pappkarton wirklich schnell gemacht (der bedruckte Stickrahmen ist übrigens eine Idee aus meinem Buch Glitzer, Girls und Glamour).
Meine Blätterstempel: Monstera- und Ginko-Blatt.
Mein Wunsch für dieses Buch
Ich wünsche mir wirklich, dass sich Kunstlehrer:innen dieses Buch besorgen und es in ihrem Unterricht nutzen. Hier können auf der einen Seite Techniken wie Drucken, Sonnendruck, Collagieren und Schablonieren vermittelt werden, aber eben auch ganz moderne digitale Ansätze. Diese Kombination muss die Schüler:innen einfach vom Hocker hauen.
Und nun bräuchte ich eigentlich doch endlich mal einen Schneidplotter. Noch sträube ich mich, wegen dem ganzen Folienkram und Zubehör, was es dazu braucht. In Michaelas Buch habe ich endlich mal eine nachhaltige Lösung gefunden, wie dieser benutzt werden kann. Aber lasst euch überraschen, ich kann hier ja nicht alles verraten 😉. Auch die Kleisterpapiertechnik finde ich absolut genial. Ich hatte davon vorher noch nie etwas gehört.
Ihr merkt schon ich bin begeistert. Das liegt auch daran, dass ich immer dachte, dass man entweder digital ODER analog kreativ ist. Nie wäre ich auf die Kombination von beidem gekommen. Aber genau darum geht es doch in der Kunst: Bei Techniken um die Ecke denken und kombinieren und sich eben nicht an Grenzen halten.
Fazit zu Schnipsel und Pixel
Kaufen, ausleihen oder sonstwie besorgen, wenn ihr gerne malt, stempelt, druckt und Spaß am Materialmix habt!
Wer auf der Suche nach einfachen Anleitungen und schnell umzusetzenden Nähprojekten zum Anziehen ist, ist mit »Meine Lieblingsoberteile nähen« gut beraten. Mit zwei Schnittbögen für alle Größen von 32 bis 60 spricht das Buch zudem ein sehr breites Publikum an.
Meine Lieblingsoberteile nähen
Mit Step-Fotos und Video-Anleitungen zu jedem Modell in Größe 32-60
Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen« von vorne.
Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen«
Insgesamt acht Modelle warten in dem Buch auf euch, davon sind viele Basic-Oberteile sowie ein paar extravagante Varianten. Zudem finden sich oft Angebote zu Variationen der einzelnen Modelle. Die letzen Seiten erklären, wie die eigenen Maße bestimmt werden, was es zum Nähen braucht, bieten einen kurzen Vergleich von Haushalts-Nähmaschine, Overlock und Covermaschine, sowie eine kleine Stoffkunde. Die Zuschnittangaben befinden sich auf zwei Schnittmusterbögen und decken die Größen 32 bis 60 ab.
Das Buch und ich
Ich habe vier Favoriten in dem Buch für mich gefunden. Leger und locker stelle ich mir diese Modelle angezogen richtig bequem vor. An dem Modell Ennis habe ich mich nun als erstes gewagt. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit Hilfe eines richtigen Schnittmusters ein Oberteil genäht habe. Bisher kamen meiner Nähmaschine eher Kleinigkeiten wie Abschminkpads, Turnbeutel und Kissenbezüge unter die Nadel. Wie ich vorher ganz ohne Schnittmuster Schlafanzughosen und Oberteile genäht habe, erkläre ich in einem anderen Beitrag.
Das Modell Ennis als Upcycling-Projekt
Das Modell Ennis bekam also den Zuschlag für meinen ersten Versuch mit Schnittmuster. Und was soll ich sagen? So leicht habe ich mir Klamotten nähen wirklich nicht vorgestellt. Das Schwierigste war, dass mein neuer Kurzarm-Pulli unbedingt ein Upcycling werden sollte. Drei ausrangierte Pullis brauchte es, damit ich genug nutzbaren Stoff für den Zuschnitt zusammen bekam.
Saumbündchen und Kapuze lieferte ein viel zu warmer hellgrauer Hoodie mit Flecken auf den Ärmeln. Der bedruckte innere Teil für die Kapuze wurde von einem sehr dünnen grauen Pullover mit Schwalbenprint spendiert, der einfach mittlerweile in die Jahre gekommen war und an sämtlichen Nähten auseinander ging. Der schwarze Stoff für Vorder- und Rückenteil stammt von einem XXL-Hoodie (der reichte mir fast bis zu den Knien), ein Fehlkauf auf einer digitalen Kleinanzeigen-Seite. Außer zum Schlafen, konnte ich diesen nicht tragen. Das untere Bündchen des XXL-Hoodies lebt nun an Ennis als Armlochbündchen weiter. Und auch die Kordel stammt aus meinem Fundus.
Alte Pullis auf dem Weg zu einem neuen Leben.
Kleine Variationen meinerseits
Nachdem klar war, welche nicht mehr tragbaren Teile verarbeitet werden sollen, ging alles sehr schnell. Mit Hilfe der Schnittmusterbögen und Seidenpapier waren die Zuschnitte schnell übertragen und zurechtgeschnitten. Auch das Zusammennähen klappte sehr gut. Die beiden Kapuzenzuschnitte (für innen und außen) habe ich mir aus je zwei Teilen zusammennähen müssen, dafür brauchte es natürlich an der passenden Stelle eine zusätzliche Nahtzugabe. Und da ich für den Tunnelzug an der Kapuze keine Metallösen hatte und ich die Alternative aus dem Buch nicht verstand (hier gab es leider kein Bild zu) nähte ich mir mit dem passenden Nähmaschinenprogramm zwei Knopflöcher (nach mehreren vergeblichen Versuchen mit einem Kreis-Nähfuß…).
Was ich bei der nächsten Umsetzung anders machen würde
Ennis ist ein richtig cooler Hoodie-Pullunder. In den von mir gewählten Farben sieht er sogar richtig elegant aus. Zum schnell Hineinschlüpfen würde ich mir als Brillenträger die nächste Version mit einem größeren Ausschnitt für den Kopf nähen und da ich zudem recht groß bin, auch die Länge nach unten vergrößern. Wie das funktioniert, werde ich im Buch Capsule Wardrobe nochmal nachlesen. Ennis ist aber auf jeden Fall ein Oberteil, welches ich noch öfter nähen werde, da es einfach genial einfach nachzumachen ist. Ich kann mich nur wiederholen: Nie hätte ich gedacht, dass Klamotten nähen so leicht sein kann.
Mein Projekt »Ennis« in schwarz-grau.
Fazit zu »Meine Lieblingsoberteile nähen«
Absolute Empfehlung für alle, die in das Oberteile nähen einsteigen wollen und für all diejenigen, die Spaß an den gezeigten Modellen haben und neue Inspiration samt Schnittmuster suchen.
Das Buch von hinten.
Weitere Tipps rund um das Thema Nähen
Capsule Wardorbe zeigt euch wie ihr euch fünf Basis-Kleidungsstücke selbst näht und diese durch kleine Variationen in Länge oder z.B. durch verschiedene Ärmelformen variieren könnt. Nähen perfekt hingegen erläutert alles zum Thema schöne Nähte an Ecken und Rundungen sowie viele weitere wichtige Techniken für ein sauberes Näh-Ergebnis.
Und wenn ihr noch Ideen braucht, wir ihr eure genähte, gestrickte oder auch gehäkelte Kleidung weiter ganz individuell verzieren könnt, schaut doch mal in folgende Stickbücher hinein.
*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.
Mit alten Buchseiten zu basteln macht mir unheimlich Spaß. Die Ergebnisse wirken meist dezent und unaufdringlich und zugleich filigran. Gerade Origami-Motive kommen damit sehr schön zur Geltung und auch ohne Farbe kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zum Farbrausch verleitet mich jedoch immer wieder meine selbst gemachte Sprühfarbe! In kleinen Zerstäubern (leere Deofläschchen) habe ich Patronen aus eingetrockneten bzw. leeren Filzstiften in Wasser gelöst. Damit wird im Folgenden fleißig gesprüht.
Du findest hier eine detaillierte Anleitung, um den Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen nachzumachen. Zuletzt zeige ich dir noch ein paar weitere Ideen zum Thema Sprühfarbe und Zweckentfremdung eines Drahtbügels.
Mein Frühlingskranz.
Der Drahtbügel
Zuerst biegst du dir aus einem Drahtbügel einen runden Kreis. Das kostet viel Kraft in den Daumen, wenn du dich nach und nach in kleinen Schritten vorarbeitest klappt dies aber ganz gut.
Anschließend faltest du dir größere und kleinere Origami-Schmetterlinge aus alten Buchseiten, z.B. aus 10 x 10 und 7 x 7 Zentimeter großen Papier-Quadraten.
Anleitung Origami-Schmetterling
1. & 2. Zuerst faltest du bei einem Quadrat die Diagonalen und klappst diese wieder auf (Talfalten; die Knickkante zeigt von dir weg, du sieht die Rille).
3. Anschließend faltest du das Blatt über die Mitte nach oben.
4. bis 6. Knicke die Ecken und stülpe sie ein.
7. & 8. Die oberen vorderen Ecken mit Talfalten nach unten knicken, anschließend die Form wenden.
9. & 10. Knicke die untere Ecke nach oben, so dass ein wenig Spitze oben über steht. Aufgestellte Kanten glatt drücken. Die Form wenden.
11. Im Folgenden klappst du die obere Spitze nach.
12. Mit einer Bergfalte (die Kante zeigt zu dir, der Knick nach hinten) den Schmetterling in der Mitte knicken.
13. Die obere Ecke festhalten und zusammendrücken, während du die Flügel nun auseinander faltest.
Fertig ist der Origami-Schmetterling!
14. Wenn du magst, kannst du die Flattermänner nun mit DIY-Sprühfarbe besprühen. Du kannst sie auch erst einmal so lassen und den Bügel mit den Schmetterlingen zu einem späteren Zeitpunkt mit Farbe besprühen.
15. Abschließend klebst du die Schmetterlinge mit Heißkleber auf den Drahtkreis.
Des Weiteren sorgen Verzierungen wie Blumen aus besprühten Taschentüchern, Mini-Pompons etc. für Abwechslung und Variation, ganz nach deinem Geschmack.
Papierblumen für den Origami-Frühlingskranz
Serviettentechnik ist wieder in Mode und es gibt wirklich wunderschöne Verwendungsmöglichkeiten dafür. Bald werde ich euch in diesem Blog auch ein paar Beispiele dafür zeigen können! Hier kommt ersteinmal – wie lange versprochen – die Anleitung für die Papierblumen am Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen.
Für die Serviettentechnik braucht es immer nur die oberste Schicht der bedruckten Serviette. D.h. zwei weiße (bis ganz leicht eingefärbte Reste) bleiben über. Genau diese könnt ihr jedoch ganz wunderbar für folgende Papierblumen für den Frühlingskranz benutzen. Natürlich gehen auch Taschen- oder Kosmetiktücher. Aber diese Art der Resteverwertung kommt mir natürlich sehr entgegen.
Papierblumen aus Serviettenresten.
Und so geht’s
Falls ihr es noch nicht getan habt, pult ihr als erstes die einzelnen Schichten der Serviette auseinander.
Schneidet als nächstes an den Knickkanten die weißen Papierschichten in vier gleiche Teile und legt jeweils drei dieser Papiertücher passend übereinander.
Der Dreier-Stapel wird nun wie eine Ziehharmonika gefaltet.
Die Ziehharmonika teilt ihr anschließend in drei gleich große Teile.
Mit einem dünnen Draht oder auch einem Faden bindet ihr die gedrittelte Ziehharmonika in der Mitte zusammen und faltet sie währenddessen in der Mitte.
Fächert die halbierte Ziehharmonika auf.
Nun kommt der spannendste Schritt: die einzelnen Schichten werden wieder auseinander gepult und fertig ist eure Papierblume aus Taschentuch, Serviettenrest oder Kosmetiktuch.
Wer mag kann dem Ganzen nun noch etwas Farbe verpassen. Natürlich habe ich hierfür wieder die DIY-Sprühfarbe benutzt. Für die bunten Beispiele aus der Anleitung wurden die Blumen kopfüber über die Spüle gehalten und bekamen nur außen ein paar Spritzer der Farbe ab. So bleibt das Innere der Blüte weiß und zeigt einen Farbverlauf nach außen.
Die einzelnen Schritte für die Papierblumen.
Mit Hilfe des Drahtes können sie nun ganz leicht an den Frühlingskranz gebunden werden. Diese Papierblumen sind auch für viele andere Verwendungszwecke geeignet. Besonders als Verzierung für Geschenkverpackungen mag ich sie sehr gerne.
Servietten mit schönen Prints bekommt ihr z.B. bei VBS, Idee-Shop oder auch bei Buttinette.*
Variante für den Sommer
Nicht nur für Frühlingskränze sind diese Drahtbügel aus der Wäscherei geeignet. Für den Sommer z.B. kann du dir daraus ein kleines Vogelhäuschen zaubern. Munter und fröhlich sieht es aus, sowohl mit der weißen Spitzen-Borte, als auch mit dem Zaun aus weiß bepinselten Buntstift-Resten (Geniale Resteverwertung!). Im Haus – auf einem kleinen Ast – sitz ein bunter Origami-Vogel umgeben von wunderschönen Blüten. Blüten und Vogel bestehen aus Buchseiten. Wie du diese faltest, zeige ich dir im Folgenden.
Deko für den Frühling und Sommer.
Den Bügel biegst du dir als Erstes in eine Hausform zurecht. Auch hier braucht es einiges an Geduld und Kraft in den Fingern. Biege nicht zu viel hin und her, denn sonst platz die Lackierung.
Zudem spitzt du dir deine Buntstiftstummel auf zwei verschiedene großen zurecht, die du anschließend mit zwei noch recht langen Blei- oder Buntstiften mit weißer Acrylfarbe bemalst. Klebe den Zaun zusammen. Hierfür eigenes sich Bastelkleber genauso gut wie z.B. Holzleim. In die Falte fixierst du den Zaun mit Heißkleber. Genauso wie die Blumen, die Borte und der Vogel selbst.
Faltanleitung für den Origami-Vogel:
Origamianleitung Vogel.
Nehme dir ein quadratisches Blatt Papier und
falte es einmal diagonal in der Mitte und wieder auf.
Nun legst du das jeweilige obere und untere Viertel zur Mitte hin.
Die Ecke, die auf der rechten Seite über bleibt, wird nach hinten weg geknickt.
An der gestrichenen Linie hin zur Mitte, knickst du die untere Ecke rechts von hinten nach vorne und am besten noch eine weitere Hilfskante, indem du das umgeknickte Dreieck noch einmal an der neu entstandenen Kante knickst. Nun faltest du zwei Mal wieder auf bis zurück zu Schritt 5.
Wiederhole dies auch für die obere Ecke.
Nun gehst du mit dem Finger zwischen die zwei Lagen Papier der unteren Ecke und knickst es so zur Mitte hin ein, dass die zwei Falten, die du gerade gemacht hast aufeinander liegen. Du sieht jetzt dort ein Dreieck und ein schiefes Viereck. Wiederhole das für die obere Ecke.
An die neu entstandenen linken Ecken kommt ein Knick, welcher zu dir zeigt und den zukünftigen Fuß bildet.
Knicke den zweiten Fuß an der oberen Ecke wie zuvor.
Nun wird die linke Spitze nach rechts geknickt wie in der Abbildung zu sehen.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Das entstandene Dreieck knickst du wieder zurück aber leicht versetzt.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Die obere Hälfte mittig auf die untere zusammenfalten.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Nun drückst du die Schnabelform in den Kopf.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Vogel festhalten und den Schwanz nach oben ziehen.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus. Du bist nun fertig mit dem Origami-Vogel!
Faltanleitung für die Papierblumen
Diese Blumen sind vielseitig einsetzbar. Ob aus Papier, Folie oder sogar Stoff – alles ist möglich. Mein Favorit sind die Blumen aus alten Buchseiten. Und genau diese habe ich für das Vogelhäuschen verwendet.
Die Faltung der Papierblumen – Teil 1
Papierblumen Faltanleitung Teil 1.
Zunächst faltest du das Quadrat diagonal zu einem Dreieck.
Im nächsten Schritt faltest du dieses Dreieck in der Mitte zu einem kleineren Dreieck.
Schneide einen Bogen heraus, wo die offenen Seiten übereinander liegen. Mit einer Münze in entsprechender Größe als Schablone kannst du dir den Bogen ganz einfach einzeichnen.
Die Spitze der geschlossenen Kanten wird abgeschnitten.
Klappe die entstandene Form auf. Du hast nun eine Blüte. Pro Papier-Blüte brauchen wir drei Stück von dieser (Form A, B, C).
Die Faltung der Papierblumen – Teil 1
Papierblumen Faltanleitung Teil 2.
Bei Form A schneidest du ein Blütenblatt heraus, bei Form B zwei nebeneinanderliegende und bei Form C drei nebeneinander liegende.
Nun hast du sechs Teile mit unterschiedlicher Anzahl an Blütenblättern. 1, 2, 3, 5, 6, 7 (a bis f).
Die Blütenblätter an den offenen Enden der jeweiligen Form (schraffiert dargestellt) werden übereinander gelegt und mit dem Klebestift zusammengeklebt. Es entstehen trichterartige Blütenkreise oder auch Kelche. Bei der Form mit nur zwei Blütenblättern (d) faltest du eines der Blütenblätter in der Hälfte und klappst noch einmal um, so dass das gefaltete Blütenblatt die Hälfte des anderen Blattes bedeckt. Nun mit Kleber bestreichen und nochmals umklappen.
Die Form, die aus nur einem Blütenblatt besteht (b) rollst du mit dem Holzspieß längs auf und klebst sie zu.
Mit dem Spieß bringst du anschließend die Blütenblätter in Form. Dafür rollst du die Rundungen der Blütenblätter ein wenig nach außen. Außer bei denen die aus dem ein- und zweiteileigen Blütenblatt (b & d) entstanden sind. Die bleiben wie sie sind.
Wenn das geschafft ist, klebst du die einzelnen Kelche – beginnend mit dem Größten der Reihe nach immer kleiner werdend – mit dem Bastelkleber ineinander (Flüssigkleber in die Kelchspitze). Zum Schluss kommt das Röllchen aus dem einzelnen Blütenblatt in die Mitte. Teste vorher, ob es nicht zu weit heraussteht. Sollte dies der Fall sein, schneide es noch ein Stück kürzer auf eine passende Länge und klebe auch dieses ein. Das ganze nun trocknen lassen, fertig.
Sprühfarbe selbst gemacht
Was für eine tolle Resteverwertung! In den Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättest du das gedacht?
All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!
Viele Farben für abwechslungsreiche Projekte.
Und so geht’s
Aus leeren Filzstiften wird DIY-Sprühfarbe.
Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhälst du einen kräftigen Farbton. Wenn du die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, kannst du sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen.
Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen (Erst einmal ist es mir bisher passiert, dass eine Farbe nach ein paar Monaten wirklich übel gerochen hat. Alle anderen -mittlerweile an die 20 Ansätze – halten sich ohne Probleme).
So entsteht DIY-Sprühfarbe aus leeren und eingetrockneten Filzstift-Kartuschen.
Anwendungs-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:
Kleine Ideen zum Sprühen
Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Nicht nur Origami-Formen lassen sich damit aufpumpen, die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.
So viele Möglichkeiten!
Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Farbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?
Besprühte Getränkekartons.
Mein Favorit
Hier mein absolutes Highlight (aus meinem Weihnachtsbuch zum Thema Upcycling-Sterne): ein besprühter Getränkekarton als Geschenkverpackung. Der Schatteneffekt entsteht dadurch, dass du in zwei Schichten sprühst. Vorher klebst (Klebstift) du einen Bereich mit Stern aus Papier ab, den du nach dem Sprüh-Durchgang (z.B. mit Blau) mit einer Pinzette wieder abziehst. Für die zweite Schicht Farbe (z.B. Schwarz) klebst du nochmals einen Stern auf den Karton, dieses Mal nur ganz leicht versetzt. Wenn du den zweiten Stern nun nach dem Trocknen abziehst, bekommst einen wunderschönen Effekt.
Es lässt sich damit auch malen
Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Wie mit Aquarellfarbe wird diese Farbe auf Getränkekarton oder Aquarellpapier verarbeitet!
Dafür schütte dir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber und vermale sie ganz normal mit einem Pinsel. Bist du fertig mit deinem Bild, schütte die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche.
Die Sterne auf Aquarellpapier sind ebenfalls eine Idee aus meinem Weihnachtsbuch.
Weiterführende Tipps
Falls du neugierig geworden bist, was es mit diesem Weihnachts-Buch auf sich hat, hier geht es zu allen weiteren Infos dazu:
*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.
Mit selbstgemachten Abschminkpads aus Stoffresten seid ihr auch im Badezimmer nachhaltig unterwegs. Ein Badezimmer ohne Plastik und Wegwerfprodukte empfinde ich persönlich als absolut gemütlich und als totale Wohlfühl-Oase. Die Abschmickpads könnt ihr zudem ganz nach eurem eigenen Geschmack oder auch nach dem Einrichtungsstil eures Badezimmers gestalten. Und sie sind zudem ein super Geschenk für andere!
DIY-Abschminkpads halten lange
Meinen ersten Schub an DIY-Wattepas habe ich mir vor fast zehn Jahren, als absoluter Nähanfänger, aus alten Sweatern genäht. Genau dafür sind solche Projekte perfekt! Ihr lernt eure Nähmaschine besser kennen und tastet euch an das Thema Stoff und Garn immer mehr heran. Aber auch um v.a. kleine Stoffreste sinnvoll und einfach zu minimieren, bietet sich dieses Projekt ganz wunderbar an.
Nun also, nach zehn Jahren, beginnen die ersten Abschminkpads unansehnlich zu werden und es wurde Zeit für einen neuen Schwung an Pads im Bad. Aber rechnet das mal hoch: zehn Jahre lang morgens und abends ein Pad! Ich bin mit dieser Bilanz absolut zufrieden.
DIY-Abschminkpads.
Was ihr für die Abschminkpads braucht und wie es geht
Alles was ihr braucht, sind Stoffreste. Das können wie bei meinem ersten Versuch ausgetragene Pullis sein, die haben zudem oft eine glatte und eine weiche Seite. Wenn ihr das beim Zusammenlegen eurer Stofflagen beachtet, haben eure Pads ebenfalls eine glatte und eine flauschige Seite, so dass ihr euch beim Abschminken immer entscheiden könnt, welche Seite für eure Bedürfnisse gerade besser ist. Aber auch altes Bettzeug oder andere kleinere Stoffreste eignen sich ganz hervorragend dafür. Schaut, welche Farben gut zusammenpassen und euch gefallen.
Aus Stoffresten und Schablone werden Abschminkpads.
Mit einer Dose oder einem anderen runden Gegenstand bereitet ihr euch eine kreisrunde Schablone aus Papier vor (der Hardcore-Upcycler nimmt dafür einfach einen gebrauchten Briefumschlag). Den Papierkreis fixiert ihr mit zwei Stecknadeln auf mehrere Stofflagen und schneidet diese dementsprechend aus. Je nachdem welches Ausgangsmaterial ihr nehmt, kann so ein Abschminkpad aus zwei bis drei Stofflagen bestehen (habt ihr drei Lagen, könnt ihr im Inneren unattraktive Stoffprints verstecken!). Testet aus, mit wieviel Lagen euch das Pad von der Haptik her am besten gefällt und bereitet euch einen ganzen Schwung an Stoffkreisen vor. Anschließend braucht ihr diese nur noch zusammenzulegen und mit einem Zickzack-Stich an der Nähmaschine vernähen.
Es ist hierbei möglich mit der Grundeinstellung der Stichart einfach mehrere Runden übereinander zu nähen, oder ihr testet einen kleineren Abstand an einem Probestoff und passt die Naht genau an. Für meine eigenen Pads ist mir das Nahtbild nicht so wichtig, möchte ich welche verschenken, gebe ich mir bei diesem Schritt etwas mehr Mühe.
Aufbewahrung für die Abschminkpads
Für die Pads braucht es natürlich auch noch eine schöne Aufbewahrung. Auch für diese gibt es eine simple und nachhaltige Lösung: eine ausgetragene Jeans! Genauer gesagt: den unteren Abschnitt des Hosenbeins. Der untere Abschluss der Jeans wird für das kleine Körbchen einfach die obere Kante. Die abgeschnittene Seite vernäht ihr mit einem kreisrunden Stoffstück (z.B. aus der gleichen Hose). Passt hier die Größe des runden Stoffstücks an die Öffnung an und vergesst die Nahtzugabe nicht. Wer mag, verziert die Aufbewahrung mit einer Borte, einem Button, einem Anhänger oder Ähnlichem.
Aus einer Hose werden gleich zwei Aufbewahrungen.
Den Button mit dem Segelboot habe ich übrigens mit einer Button-Maschine selbst gemacht. Das Highlight ist jedoch der DIY-Stempel dazu – aus einem alten Holzpuzzle und eingetrocknetem Sanitär-Silikon!!
Kleiner Ausflug: Stempel für den Button
So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.
Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln! So ist eingetrockneter Kartuscheninhalt für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube bekommt ihr mit einem Dremel problemlos auf (mit einer Handsäge sollte es auch gehen). Die eingetrocknete Masse lässt sich anschließend ganz leicht am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel schneidet und ratscht ihr euch die gewünschten Formen zurecht und klebt sie mit (noch flüssigem) Silikon auf die mit alten Buchseiten verzierten Holzwürfel.
Stempel aus altem Würfel-Puzzle.
Noch mehr Nachhaltigkeit für das Badezimmer
Noch eine Miniwinni-Idee, die ihr gut im Badezimmer oder auch in der Küche benutzen könnt: Wasch- und Wischlappen aus einem ausgefransten Handtuch.
Bei dem für das gezeigte Projekt benutzen Handtuch löste sich der äußere Bund mittlerweile stark ab. Reparieren hätte ich sehr aufwändig gefunden. Auch ist der Stoff schon recht hart und nicht mehr so flauschig gewesen, zum Wegwerfen fand ich ihn dennoch zu schade. Da kam mir die Idee einfach ein paar Waschlappen daraus zu machen.
Genau wie bei den Abschminkpads malt ihr euch für die Lappen eine kleine Schablone (hier benutztes Packpapier) in gewünschter Größe zurecht. Orientiert euch an bereits vorhandenen Waschlappen. Schneidet aus dem unansehnlich gewordenen Handtuch mit Hilfe der Schablone doppelt so viele Rechtecke aus, wie ihr euch Lappen vorbereiten wollt. Legt diese doppelt und näht sie wieder mit einem Zickzack-Stich zusammen. Das Ausgangshandtuch hatte eine hell- und eine dunkelgraue Seite. Dementsprechend habe ich auch die zwei Lagen zusammen genäht. Von der einen Seite sind die Lappen nun hellgrau, von der anderen dunkelgrau.
Aus einem Handtuch werden Waschlappen.
Was ihr noch so aus unansehnlich gewordenen Textilien machen könnt
Braucht ihr noch ein paar Buchtipps rund um das Thema nähen?
Wie wäre es denn einmal, Stoffe mit ganz natürlichen Mitteln zu färben und dann zu vernähen? Das ist möglich mit dem Buch ➽ »Wild gefärbt« von Abigail Booth. Braucht ihr noch Tipps, wie ihr perfekt und sauber vernäht, empfehle ich euch ➽ »Nähen perfekt« von Yoshiko Mizuno. Und zu guter Letzt ➽ »Capsule Wardrobe« von Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon.
Eine spannende Idee: Buchschnitte gestalten! Mit Aquarellfarben und ganz nach eurem eigenen Geschmack, das ist mit dem Buch Painted Edges möglich. Ob romanische Blumen-Ornamente oder verzauberter Traumwald, vom Anfang bis zum Ende ausführlich in Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt.
Bevor es mit den acht verschiedenen Projekten losgeht, bekommt ihr hier einen ordentlichen Einführungskurs zu Materialien, Ideenfindung, Vorbehandlung des Buches bis hin zu kleinen Tipps und Tricks.
Die einzelnen Projekte sind sehr abwechslungsreich gestaltet, von romantisch verspielt bis hin zu Fantasy-Motiven. Euch erwarten Projekte für einen leichten Einstieg und welche für Fortgeschrittene. Die Projekte sind im Folgenden wirklich detailreich Schritt für Schritt erklärt, so dass sie 1:1 nachgemacht werden können. Variieren ist natürlich immer erlaubt!
Nach dem Studium des Theorie-Teils habe ich natürlich – wie so oft – eben nicht mit dem einfachsten Motiv begonnen. Ich fand die »Wandelnden Wälder« so wunderschön, dass ich sie unbedingt ausprobieren musste. Hannas Motiv lädt einfach nur zum Träumen ein!
Mit zwei Küchenbrettchen und zwei großen Klammern gab es die Impro-Version von Hannas Buchpresse. Mit Aquarellfarben aller Art bin ich nach meinen letzten Buch-Rezensionen mittlerweile sehr gut ausgestattet und so konnte ich wirklich sofort loslegen.
Die Umsetzung des ausgesuchten Projektes dauert etwas, da die einzelnen Schichten jeweils trocknen müssen. Wenn ihr aber ein kleines Plätzchen habt, wo ihr Buch und Malsachen einfach liegen lassen könnt, ist es problemlos möglich immer mal wieder in kleinen Zeit-Einheiten etwas weiter am Motiv zu arbeiten. Mir hat diese Art der Projekt-Umsetzung sogar sehr gut gefallen.
Und was soll ich sagen? Ich zeichne zwar nicht so genial wie Hanna Kiel, dennoch bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden und finde die Idee, Buchschnitte statt Leinwände zu bemalen einfach genial.
Mein erstes Projekt aus Painted Edges.
Fazit zu Painted Edges
Bringt Abwechslung in euer Bücherregal sowie eine weitere spannende Anwendungsidee für den Einsatz von Aquarell-Malerei.
Die Rückseite des Buches.
Weitere Tipps für Euch
Upcycling-Projekte zum Nachmachen
Da sich bei mir vieles ums Upcycling dreht, habe ich natürlich auch eine Idee, wie ihr euch Aquarellfarbe selber herstellen könnt. Im Beitrag »Sprühfarbe selbst gemacht« erfahrt ihr alles Weitere dazu. Und wie ihr mit dieser DIY-Farbe wunderschöne Lesezeichen aus Getränkekarton kreiert erfahrt ihr hier:
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Modellieren mit Pappmaché ist eine absolut abwechslungsreiche Gestaltungsmethode, die in dem Buch »Die Pappmaché-Werkstatt« auf eine moderne Weise präsentiert wird. Nachhaltige Projekte für Groß und Klein, für jede Jahreszeit sowie für den sparsamen Geldbeutel werden hier vorgestellt.
Lange musste ich auf die Pappmaché-Werkstatt warten, nun ist sie endlich da! Und ich freue mich so sehr über dieses kleine Wunderwerk. Manche kennen Dorothea Schmidt vielleicht schon von ihrem vorherigen Werk »Paperbaskets«, welches nicht ohne Grund ein Bestseller im Christophorus-Verlag ist. Lest euch gerne auch die Rezension zu diesem famosen Werk durch.
Der Autorin ist es wichtig, dass ihre Projekte nicht viel kosten, und somit von wirklich jedem ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Auch spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, weshalb fast ausschließlich Materialien zum Einsatz kommen, die eigentlich im Müll landen würden. Alte Zeitungen, Bücher, Eierkartons, Packpapier… Aus diesen allgegenwärtigen Materialien entstehen zusammen mit etwas Wasser und Kleister wahre Kunstwerke.
Ihr findet verschiedene Rezepte für die Papierpulpe, je nachdem wie ihr arbeiten (z.B. mit ganz natürlichen Materialien) und was ihr damit umsetzten wollt.
Im vorliegenden Buch erwarten euch zudem viele Tipps und Tricks für die Verarbeitung dieses vielseitigen Materials. Besonders spannend fand ich die Ideen, wie Farbe ins Spiel kommt. Denn nicht immer muss es Acrylfarbe sein. Nein auch mit Gewürzen, Tinte, Tusche und vielen anderen Materialien bringt ihr hier Farbe mit ins Spiel.
Ein kleiner Einblick in die Pappmaché-Werkstatt
Kleine Figuren, Verspieltes und Frühlingshaftes, Ideen für große Selbermachen, Projekte für kleine DIYler, Modelle zu Weihnachten oder für den Frühling: Das Buch ist eine abwechslungsreiche Wundertüte für jede Gelegenheit.
Das Buch und ich
Mein erstes Projekt aus der Pappmaché-Werkstatt wurde nun gar kein Pappmaché-Modell. Allerdings zählen viele die Kaschiertechnik zur Pappmaché-Verarbeitung dazu, und genau deshalb wird diese Methodik im Buch ebenso vorgestellt. Die Christbaumkugeln aus alten Buchseiten haben mich sofort angelacht und wurden – für meine bald kommende liebste Zeit im Jahr – als erstes umgesetzt. Aus Buchseiten-Schnipseln, die mit Kleister in mehreren Schichten auf einen Mini-Ballon aufgetragen wurden, entstand eine stabile Papierkugel.
Nachgemachte und originale Christbaumkugeln.
Der Trick, wie die Schrift – auch für alle nicht-Handlettering-Begabte – auf die Kugel kommt, hat mich überzeugt (allerdings hatte ich keinen schwarzen Folienstift mehr und musste mich mit wasserfester Tinte begnügen, deshalb ist mein Schriftzug nicht ganz so scharfkantig geworden, wie im Original). In die Aufhängung mit dem Kronenkorken habe ich mich als alter Upcycler sofort verliebt.
Nachhaltige Weihnachtsbaumkugeln ganz nah.
Fazit zur »Pappmaché-Werkstatt«
Dieses Buch bietet alles, was ihr zum Thema Pappmaché wissen müsst und noch viele tolle Tipps darüber hinaus. Mein nächste Projekt aus Pappmaché steht schon in den Startlöchern!
Habt ihr in eurem Kleiderschrank Lieblingsstücke und wollt noch mehr davon? Habt ihr Lust auf Experimente beim Nähen und Verzieren von Stoffen? Mögt ihr Kleidung ganz ohne Schnittmuster nähen? Dann zeige ich euch hier eine Möglichkeit, wie ihr schnell schöne Ergebnisse erzielen könnt.
Lieblingsklamotten dienten als Pausvorlage für diese individuellen Kleidungsstücke.
Kleidung ohne Schnittmuster, wie geht das?
Der Standard für alle Projekte
Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff (flexibel/nicht flexibel, dick/dünn). Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung eurer Kleidung ohne Schnittmuster überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr später in eure neu geschneiderten Teile auch hineinkommt!
Die Ruckzuck-Variante
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.
Aus einem großen T-Shirt könnt ihr euch super fix ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da T-Shirt-Stoff kaum franst, braucht hierbei nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten. Dreht das Shirt wieder auf rechts für weitere Verzierungen.
Verzierung der Kleidung ohne Schnittmuster
Habt ihr die Kleidungsstücke fertig genäht, könnt ihr mit Bleiche Verzierungen auf den Soff bringen (hier eine Oneline-Blume). Auch Soffmalfarbe und DIY-Stempel bieten weitere Möglichkeiten für ein individuelles Design. Natürlich auch für die nach Anleitung genähten Teile!
Mit je zwei verschieden großen Deckeln, die sich im Durchmesser um ca. einen knappen Zentimeter unterscheiden, zeichnet ihr mit Kugelschreiber kreisrunde Ringe auf Moosgummi und schneidet sie aus. Bereitet euch verschiedene Größen vor. Als Stempelgriffe könnt ihr wieder Deckel oder Ähnliches nehmen, auf die die Moosgummikreise mit flüssigem Bastelkleber fixiert werden. Zwischen die Lagen des Oberteils kommt eine dicke Pappe, die die Rückseite vor durchdrückender Farbe schützt. Die Stempel werden mit einer nicht zu dicken Schicht Stoffmalfarbe bepinselt und anschließend auf den Stoff gedrückt. Wenn ihr zwei Farben übereinander druckt gibt das einen spannenden Effekt.
Stoffe bleichen
Warnhinweis
Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit) können zu Verätzungen führen. Auch solltet ihr damit nur in gut belüfteten Räumen arbeiten. Schützt euch, eure Möbel und Kleidungsstücke vor ungewolltem Kontakt. Tragt beim Umgang mit Bleichmitteln auf Chlorbasis Einmalhandschuhe und eine Schutzbrille! Kinder sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Weitere Sicherheitshinweise gibt es weiter unten.
Vorbereitungen
Überlegt euch ein schönes Motiv und übertragt es mit Hilfe von Transferpapier (Transferpapier hier kaufen) auf das Shirt. Arbeitet zum Bleichen am besten in der Dusche oder Badewanne und legt zwischen die Stoffschichten des zu verzierenden Oberteils eine Plastiktüte, damit die Bleiche nicht das Rückenteil mitbleicht. Mit einer Garnierspritze, gefüllt mit einer dickflüssigen Bleichmischung, fahrt ihr später dieses Motiv nach. Die Garnierspritze könnt ihr nur noch für diesen Zweck und auf keinen Fall mehr für Lebensmittel verwenden!
Das Rezept für die Bleichmischung
2 EL Stärke in 125 ml Wasser einrühren und aufkochen. Die cremige Masse auskühlen lassen, bevor 5 TL flüssige Bleiche (z.B. DanKlorix) hinzukommen. In eine Garnierspritze (/Garnierstift, eigentlich zum Torten verzieren gedacht) gefüllt, könnt ihr nun Muster, Bilder oder Sprinkler auf euren Stoff bringen. Lasst die Bleiche-Creme für ca. 5 bis 15 Minuten einwirken. Spült anschließend alles gründlich ab und lasst den Stoff trocknen.
Sicherheitshinweise zu Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit)
Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
BEI KONTAKT MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle beschmutzten, getränkten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen/duschen.
BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
Behälter völlig entleert der Wertstoffsammlung zuführen.
Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden. DanKlorix mit Chlor darf keinesfalls zusammen mit DanKlorix ohne Chlor angewendet werden. Es können gefährliche Dämpfe (Chlorgas) freigesetzt werden.
Mit sauberen Kanten, ohne Falten und Gnubbel, so sollen selbstgenähte Werke aussehen. Im Buch »Nähen perfekt» dreht sich alles um das Thema »Sauber nähen«. Sehr strukturiert wird ein Bereich nach dem anderen abgearbeitet. Es ist ein Grundlagen-Nachschlagewerk für alle die mit dem Nähen beginnen oder bereits in die Materie eingestiegen sind, und es nun richtig und perfekt machen wollen.
Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Japanischen und ich würde es als ein Sachbuch zum Thema »Sauber Nähen« bezeichnen. Euch erwarten hier keine Nähprojekte, sondern alles was euch zu einem wunderschönen und sauber verarbeiteten Ergebnis führt. Ihr findet hier das Wissen und die Techniken, welche hinter der wahnsinnig faszinierenden Zauberei stecken, aus einem Stück Stoff ein wunderschönes Textil herzustellen. Das Buch erklärt euch, wie ihr Ecken oder Runden näht, wie Abstände sauber eingehalten werden, wie Kräuseln funktioniert, wie ihr Abnäher macht, wie ein Rollsaum geht, wie Schrägband hergestellt wird und wirklich noch viel viel mehr.
Gliederung des Buches hilft beim sauber nähen
Die Kapitel sind wie folgt gegliedert: Bügeltechiken, Grundlagen des Zusammennähens, Verstürzen, Versäubern von Naht- und Saumzugaben, Versäubern von Säumen und Abschlussarbeiten.
Das Buch beginnt mit einem bebilderten Inhaltsverzeichnis. Dabei handelt es sich um ganz klare Skizzen, die schnell erklären, was gemeint ist. Z.B. existieren verschiedene Methoden Außen- und Innenecken miteinander zu vernähen. Das mit Wörtern zu beschreiben wäre einerseits für den Autor mühsam, andererseits für den Leser schwer zu interpretieren. Die Skizzen helfen euch, schnell das Gesuchte zu finden. Dadurch startet bereits auf Seite 7 der Workshop rund ums Nähen, ohne langes Vorgeplänkel.
Nähen perfekt – Blick ins Buch.
Das Buch und ich
Adventskalender aus Stoffproben
Als kleiner Perfektionist wagte ich mich langsam vor. Ich habe nicht gleich komplizierte Ecken oder voluminöse Nahtzugaben ausprobiert (all das findet ihr jedoch durchaus im Buch). Der erste Tipp, den ich aus dem vorliegenden Nachschlagewerk umgesetzt habe, stammt aus dem zweiten Kapitel Grundlagen des Zusammennähens. Da ich weiß, wie schnell Weihnachten jedes Jahr aufs Neue plötzlich (!) vor der Tür steht, feile ich bereits jetzt an einem Adventskalender. Hierfür wollte ich Stoffproben, die sich aus meiner Arbeit für Spooflower ergeben, verwenden. Die haben alle die gleiche Größe und ich wollte mir ein 24-faches Markieren der Naht ersparen.
Exakt und sauber nähen mit XXL-Abstandshalter
Gewusst wie: kleine Tipps erleichtern das Nähen.
Also baute ich mir einen sehr breiten Abstand, welcher weit über die Stichplatte hinaus lag. Letztendlich handelt es sich um eine Mischung zweier Tipps. Tipp 1 aus dem Buch war, sich den benötigten Abstand mit einem Klebestreifen (eigentlich auf der Stichplatte) zu markieren. In einem anderen Tipp hingegen erfolgte die Markierung mit einem Stück Pappe auf dem Stoff. Bei wir wurde daraus ein dicker, auf die Maschine (außerhalb der Stichplatte) geklebter Pappestreifen. An diesem entlang, vor allem durch die leichte Erhöhung der Pappe, ließ sich der Stoff relativ leicht entlangführen.
Auf dieses Buch werde ich in Zukunft noch oft zurückgreifen. Denn trotz aller Nähtutoriäls, Schnittmuster und frei ausgedachter Projekte ist es gut zu wissen, wie es wirklich geht und wie ich zu einem sauberen Ergebnis komme.
Fazit – jetzt klappt sauber nähen
Nähen perfekt – der Klappentext.
Ein sehr gut strukturiertes Arbeitsbuch, welches viele grundlegende Techniken für ein sauberes Nähen parat hält. Durch das interessante Inhaltsverzeichnis sind die jeweilen Fragestellungen schnell – auch während dem Nähen – zu finden.
Weitere Tipps rund um das Thema Stoff-Verarbeitung
Weihnachten ohne Sterne? Das geht gar nicht! Wie ihr diese nachhaltig selber herstellen könnt, aus Materialien, die ihr alle Zuhause habt, zeige ich euch in meinem neuesten Buch. Hierin wird Packpapier, alten Zeitungen und Buchseiten, auch Jeans, Altglas und leeren Plastikbehältern ein neues weihnachtliches und sterniges Leben eingehaucht.
Bis in den Mai hinein herrschte hier im Zobelhäuschen – nur für euch – das reinste Weihnachts-Sterne-Chaos. Nun langsam wandert die letzte Weihnachtsdeko in den Keller. Habe ich damit jetzt irgendeinen Rekord gebrochen??
Euer Weg zu den Upcycling-Sternen
Ab August könnt ihr mein zweites Kreativ-Buch im Handel erwerben. So habt ihr genügend Zeit, euch bis Weihnachten mit reichlich selbstkreierten Sternen einzudecken! Wer mag, kann das Buch hier vorbestellen.
Oder ihr unterstützt beim Kauf die kleinen Buchläden bei euch um die Ecke und bestellt es euch dort. Für alle Hamburger unter euch habe ich einen kleinen, aber feinen Geheim-Tipp: »Tolle Geschichten« und viel Liebe zum geschriebenen Wort erwarten euch in diesem Buchladen.
Weihnachtssterne – einfach nachhaltig
Weihnachtssterne – Einfach nachhaltig!
Was dich im Sterne-Buch erwartet
In diesem Buch dreht sich alles rund um das Thema Sterne: Um nachhaltige Sterne, um geupcycelte Sterne, um Sterne, die teils aus den verrücktesten Materialien entstanden sind. Ihr findet darin viele – neu interpretierte – Klassiker. Zudem warten spannende – vollkommen neue – Ideen darauf auch euer Zuhause für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit des Jahres vorzubereiten.
Fast 40 verschiedene Stern-Interpretationen sind es letztendlich geworden und ich hätte noch viel viel mehr machen mögen!! Zusätzlich gibt es weiterführende kleine Mini-Ideen und sogar ein paar weihnachtliche Back-Rezepte. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für alle Weihnachtsfans also.
Lege sofort mit dem Sterne-Basteln los!
Mir ist es besonders wichtig, dass du sofort mit den Projekten loslegen kannst, ohne dir erst etwas Spezielles dafür besorgen zu müssen. Denn darum sollte es beim Upcycling gehen: mit dem zu arbeiten, was da ist. Sei erfinderisch und flexibel bei den Materialien, verziere die Projekte weiter oder wandle sie ab! Die Anleitungen dafür dürfen dich inspirieren, sollen dich jedoch nicht einengen. Am Ende des Buches findest du ein paar Vorlagen mit verschieden Sternen. Entscheide selbst, welche Größen und Formen du nimmst. Passe an und kombiniere – ganz nach deinem Geschmack.
Upcycling-Sterne-Bastelspaß.
Ich wünsche dir mit diesem Buch und den Projekten darin viel Spaß und hoffe du findest reichlich Inspiration und Ideen für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit im Jahr.
Ein kleines Extra – mal mit, mal ohne Sterne
Um erst einmal in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen, kannst du es dir mit dem Buch so richtig gemütlich machen und dir eine behagliche Weihnachtsstimmung schaffen. Ich finde, mit selbst gebackenen Kleinigkeiten funktioniert das am allerbesten. Deshalb wirst du zu manchen Projekten kleine Rezeptideen finden, welche dir die Zeit bis Weihnachten – zusätzlich zum kreativen Gestalten – versüßen werden. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachbacken!
Der Klappentext
Was wäre die Adventszeit ohne Stern-Deko! Besonders praktisch und kostengünstig wird die Weihnachtsbastelei, wenn man dabei zu nachhaltigen Materialien greift: Aus alten Zeitungen, herumliegender Pappe, angeschnittenen Papierbögen oder übrig gebliebenem Draht lassen sich zauberhafte Faltsterne, filigraner Baumschmuck, selbstbedrucktes Stern-Geschenkpapier und viele weitere sternförmige Deko-Elemente basteln. Lasst das Sterne-Fieber beginnen!
Ein Blick ins Buch folgt bald! Gerade bekommt das Werk den allerletzten Schliff und wird noch gründlich aufpoliert, damit es ab August pünktlich, sauber und und richtig glänzend in den Buchregalen für euch bereit stehen kann.
Für alle die sich die Zeit bis zum Erscheinungstermin verkürzen wollen
Kann man Socken eigentlich auch Häkeln? Für alle Strick-Muffel unter uns gibt es hierfür eine sehr elegante Lösung: Das Socken-Häkelbuch aus dem Stiebner-Verlag. Hier werden schöne Modelle leicht erklärt. Für die Häkelanfänger braucht es ein wenig Übung und die Profis legen einfach sofort los. Glücklich werden am Ende alle mit ihrer mollig-warmen Fußbekleidung. Lest weiter und ihr erfahrt, wie es mir mit diesem Buch erging:
Ich mag das Titelbild total. Kurz und knapp seht ihr sofort, worum es geht. Um Socken! Abgebildet ist das Grundmodell, mit dem ihr anfangen solltet, um das Prinzip des Musters einmal zu verstehen. Es wird viel mit Reliefstäbchen gearbeitet und die kann man an diesem Modell ausführlichst üben. Ihr findet im Buch auch zwei YouTube-Links, damit ihr euch die Reliefstäbchen zusätzlich in Bewegtbildern und ganz genau ansehen könnt.
Sehr praktisch: Die für die Modelle verwendeten Maschen findet ihr kurz zu Beginn des Buches als Text und Skizze erklärt. (Beim Fadenring gibt es einen kleinen Druckfehler. Die Skizze ist zweifach übereinander gelegt und somit etwas schwerer zu erkennen.)
Das Buch erklärt euch den Sinn einer Maschenprobe und wie sie funktioniert, damit nachher auch alles passt. Zusätzlich gibt es eine Tabelle, anhand derer ihr euch selbst während des Häkelns nochmals auf die richtige Größe überprüfen könnt.
Abnehmen und Zunehmen der Maschen wird im Buch nicht erklärt. Für die Profis unter euch ist das sicherlich kein Problem. Gerade beim Abnehmen der Stäbchen wäre dies für mich jedoch ganz hilfreich gewesen. Das habe ich noch nie zuvor gemacht und auch in meinem Häkel-Lern-Buch konnte ich nichts dazu finden. Dafür habe ich einfach auf diese Seite zurückgegriffen: Dort gibt es ein passendes Video und – für mich immer besonders hilfreich – auch eine bebilderte und beschriftete Erläuterung. Nach zwei, drei Mal üben habt ihr das aber alle schnell drauf.
Kleiner Blick ins Buch.
Die Modelle
Die Modelle sind hauptsächlich mit Reliefstäbchen gearbeitet. Dennoch sind die Socken-Designs alle sehr unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet.
Für die insgesamt zehn Socken-Paare gibt es je eine Häkelanleitung zu den verschiedenen Fußgrößen. Manche gibt es in Kindergrößen, andere für Erwachsene und große Kinder. Für das Grundmodell des Titels werden euch z.B. diese Größen angeboten: XS (Kinder 6 bis 10), S (35 – 39), M (40 – 43) und L (45 – 49).
Das zweite Modell ist recht ähnlich zum Grundmodell gehäkelt. Hier gibt es dann alle Kindergrößen: 0 bis 6 Monate, 12 bis 24 Monate, 3 bis 5 Jahre, 6 bis 10 Jahre und sogar S und M für die Erwachsenen.
Die Anleitung bekommt ihr als Text, ohne Skizzen. Toll ist, dass ihr für jede einzelne Schuhgröße eine eigene Anleitung habt, auf die ihr euch voll und ganz konzentrieren könnt und nicht umrechnen müsst oder Ähnliches.
Das Buch und ich
Warum eigentlich Socken häkeln?
Sobald ich am Schreibtisch sitze und mich kaum bewege, bekomme ich kalte Füße. Früher hat mir meine Oma regelmäßig Socken gestrickt, um dieses Problem zu beheben. Regelmäßig gab es spätestens zu Weihnachten neuen Nachschub. Das klappt heute leider nicht mehr und nach und nach fallen meine Exemplare auseinander. Ständig Stopfen hilft bald auch nicht mehr. D.h. ich muss nun selber ran. Aber: ich kann immer noch nicht richtig Stricken. Eine gute Alternative muss da her, damit ich bis zum kommenden Winter mit neuen und kuscheligen Wintersocken eingedeckt bin.
Gut, dass ich auf dieses Buch gestoßen bin!
Meine Erfahrungen mit der ersten Socke
Ganz ehrlich: Ich brauchte ein paar Anläufe. Zunächst musste ich mir das Prinzip erarbeiten, da ich erstmal keine bildliche Vorstellung des Ganzen hatte (mit einer bebilderten Häkelsprache würde ich mich übrigens genauso schwer tun). Ich habe einfach drauf losgelegt, um zu sehen, wohin mich das Ganze führt. Das ging wirklich schnell und einfach. Das Prinzip ist wie bei anderen Projekten, die in Runden gehäkelt und durch eine bestimmte Maschenzunahme größer werden.
Woran es bei mir zunächst hakte
Mein Problem war nur, ich endete nach einigen Runden nie bei der im Buch angegebenen Maschenanzahl. Nach mehreren Anläufen hat sich herausgestellt, dass ich in meiner Häkelarbeit die in der Vorrunde zugenommenen Stäbchen nicht immer auseinanderhalten konnte und ich manche davon in der Folgerunde wie ein einzelnes Stäbchen behandelt habe. Das könnte an meinem (noch!) ungeschulten Häkelauge liegen.
Wie ich das Problem löste
Nach mehrmaligem Probieren und immer wieder unterschiedlichen Ergebnissen bei der Maschenanzahl, habe ich mir einfach nach Beenden einer jeden Runde die eben gemachten Stäbchen mit einem grünen Faden markiert. Danach klappte alles super und die Maschenanzahl stimmte! Ab dem Zeitpunkt, wo nicht mehr zugenommen wird, also nach dem Zehenspitzen-Bereich, brauchte ich diese Hilfe nicht mehr.
Markierung der einzelnen Stäbchen pro Runde.
Die fertige Socke fühlt sich durch ein raffiniert ausgetüfteltes Muster super weich und flauschig an.
Wenn man den Dreh erst einmal heraus hat, macht es richtig Spaß, die Socken zu häkeln und mit der Zeit klappt das sogar beim Fernsehen schauen, Radio hören oder mit den Kindern quasseln. Das Buch hat zudem die perfekte Größe, um es in einer Tasche mit seiner Häkelarbeit und Wolle mitzunehmen, um auch unterwegs daran weiter arbeiten zu können.
Fazit
Super und leicht verständliches Buch, für alle die dicke und warme Socken im Winter haben wollen und lieber Häkeln als Stricken.
DIY-Socken gehen auch nachhaltig!
Socken selber machen ist absolut nachhaltig. Ihr spart euch Transportwege und all die Verpackung, die an gekauften Socken hängt. Wenn ihr zusätzlich noch eine so tolle Garn-Quelle habt wie ich, sind selbstgemachte Socken ein absolutes Re-Use:
Heike Hanel aus unserer Nachbarschaft ruft über Kleinanzeigen zu Wollspenden auf, damit sie daraus für die Obdachlosen hier in Hamburg und auch für die Tafeln Mützen und Schals stricken kann. Vieles, was sie dafür nicht verwenden kann (quietsche-pink, viele Fransen, zu kurze Reste…), landet oft bei uns. Alles, was uns wiederum zu viel wird, geben wir weiter an die Kita und die Schule der Kinder. Ich finde das einfach großartig! Habt ihr Lust Wolle zu spenden oder mit Heike für dieses tolle Projekt zu Stricken und zu Häkeln? Dann meldet euch bei ihr:
heike.hanel(at)gmx.de. Über helfende Hände freut sie sich immer.
Zwei kleine Ideen für Maschenstopper und Maschenmarkierer
Diese Maschenstopper und -markierer kosten nichts und sind einfach unverzichtbar, damit ihr die Häkelarbeit ganz ohne Risiko pausieren könnt.
Eine Büroklammer reicht
Eine Büroklammer an sich reicht schon und fertig ist das DIY. Das wäre aber etwas zu einfach, oder? Damit sich der Maschenstopper leichter aus der Masche entfernen lässt, habe ich mir das innere Drahtende spiralig mit einer Zange verdreht. So bleibt der Faden nicht daran hängen und gleitet ganz sanft hinaus. Der kleine Delfin-Anhänger ist zur reinen Deko und macht einfach gute Laune. Hier könnt ihr dranhängen, was ihr wollt oder es auch blanko lassen.
DIY-Maschenmarkierer.
Feder einer Wäscheklammer
Die Metallfedern, die eine Wäscheklammer zusammenhalten, sind ebenfalls super geeignet, um eure Häkelarbeit zu sichern oder auch zu markieren. Vielleicht habt ihr gebrochene Klammern oder verbastelt und verarbeitet gerne die aus Holz. Werft die Federn nicht weg! Gerade für gröbere Arbeiten aus Stoffgarn (ein Beispiel findet ihr hier) sind sie einfach perfekt!
Maschenmarkierer aus Wäscheklammer-Federn.
Weitere Buch-Tipps rund ums Häkeln
Häkeln lernen
Allen, die mit dem Häkeln beginnen wollen und keine bis kaum Vorkenntnisse dazu besitzen, kann ich dieses Buch empfehlen. Mit Bildern werden euch hier viele Grundmaschen erklärt. Ein paar grundlegende Tipps gibt es obendrauf, sowie ein paar Übungsbeispiele für den Start in euer neues Hobby:
Für diejenigen unter euch, die schon etwas Häkeln können und schnell ans Ziel kommen wollen, keine komplizierten Anleitungen brauchen und Spaß an witzigen Kuscheltieren haben, ist dieses Buch einen Blick wert:
Wer dachte Socken häkeln statt stricken wäre außergewöhnlich, der darf hier erfahren, dass Häkeln nicht nur mit Garn geht, sondern sogar mit Papier. Mit Zeitungspapier!! Die absoluten Cracks in Sachen Upcycling und nachhaliges Gestalten unter uns MÜSSEN sich unbedingt dieses Schmuckstück aus dem Haupt Verlag ansehen:
Beim Lesen von guten Büchern sinkt man hinab in fremde Welten. Bei sehr guten Geschichten fällt es manches Mal sogar richtig schwer wieder an die Oberfläche der Realität zu kommen. Lesen ist eine Reise in fremde Welten, in exotische Welten, in Welten, die erst beginnen zu existieren, wenn sie erlesen werden… Genau dieses Gefühl des Hinabsinkens in fremde Welten möchte ich mit meinem Lesezeichen vermitteln.
Bei vorablesen.de habe ich letzte Woche meine Lesezeichen-Idee eingereicht, über die diese Woche (vom 16. bis 22.05. 2022), zusammen mit vielen anderen spannenden Beiträgen, abgestimmt wird.
Falls ich gewinnen sollte, verlose ich im Anschluss auf Instagram zehn Exemplare dieses Lesezeichens!
Lesezeichen TRAUMGESCHICHTEN
Mein Entwurf
Auf meinem Lesezeichen sind zauberhafte Wesen zu entdecken. Mischwesen aus Erdbeere und Qualle. Wo gibt es sonst so Etwas, wenn nicht in magischen Erzählungen? Sie schwimmen hier tief unter der Meeresoberfläche, so wie wir beim Lesen tief hinabsinken in eine andere Welt. Auch Lesen fühlt sich wie Tauchen an, der Geist taucht hinab, lässt sich treiben von der Erzählung, treibt weiter abwärts, lässt sich hinab ziehen in die Geschichte, in eine ferne Welt, in ein neues Abenteuer….
Der Autor, der sich eine Geschichte ausdenkt ist ein Künstler. Der Leser aber ebenso. In seinem Kopf entsteht die Geschichte ein zweites Mal, und das auf eine ganz individuelle Art und Weise, so individuell wie jeder einzelne Farbspritzer, der entsteht, wenn Farbe mit einem Pinsel auf eine Leinwand geworfen wird. In unserem Kopf befindet sich ebenfalls eine Leinwand, die mit jedem Wort, mit jeder Zeile, mit jedem Kapitel mehr und mehr bemalt wird. Und in jedem Kopf sieht die Geschichte ein wenig anders aus.
Mögt ihr einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte meines Lesezeichens? Dann schaut euch gerne das Video dazu an! Die Quallen hatte ich bereits digital vorliegen durch das Stoff-Design für spoonflower.de (siehe weiter unten). Ein passender Hintergrund war schnell gezaubert. Und auch die kleine Buch-Vorlage gab es schon, welche nun jedoch ein Wahnsinns-Makeover verpasst bekam. Nach der Zusammenführung der Beiden hält eine Beeren-Qualle ein zauberhaftes Buch in ihren Tentakeln, träumt von fernen Welten und lässt sich einfangen in spannende Abenteuer.
Übrigens: Meine Vektor-Graphiken erarbeite ich mit dem recht kostengünstigen Programm Amadine. Absolut empfehlenswert!
Musik: Joel Cummins: Everything Has a Beginning
Meine Liebe zu Büchern
Ich bin ein absoluter Bücher-Narr und gestehe: selbst Kreativ-Bücher, die ich hier regelmäßig vorstelle, ziehen mich tief hinab in neue Welten. Ich tauche ab in Arbeiten anderer Künstler, ich sauge ihre Ideen auf und fühle mich danach belebt und vor allem bereichert. Danke an alle Kreativ-Buch-Autoren da draußen, die unser Leben bunter, fröhlicher und oftmals auch nachhaltiger machen!!
Noch mehr wilde Beeren
Wollt ihr noch mehr verrückt gewordenen Beeren kennenlernen? Dann stöbert doch gerne in meinem aktuellen Art Journal. Dort gibt es weitere zauberhafte Kreaturen aus der Beerenbande zu entdecken!
Findet ihr die qualligen Erdbeeren auch so cool wie wir?
Auf spoonflower.de gibt es sie als Stoffdesign zu kaufen.
Jellyberries auf Stoff.
DIY-Lesezeichen aus Getränkekartons
Ihr habt keine Lust auf die Verlosung der Jelly-Lesezeichen zu hoffen? Dann bastelt euch doch einfach selber welche! Mit Materialien, die ihr alle zu Hause habt. Hier geht es zu drei total verschiedenen Umsetzungen aus Getränkekarton.
Die Anleitung Schritt für Schritt findet ihr hier:
Diese Aktion hat sich wirklich gelohnt. Aus einem etwas verwildertem Haus rettete Herr Zobelhase ein kleines Kästchen samt Inhalt für mich. Eine größere Freude kann man mir nicht machen! Natürlich habe ich diesem alten Möbelstück und auch seinem Inhalt eine zweite Chance gegeben und ihm neues Leben eingehaucht. Begleitet in diesem Beitrag meine Reise durch Staub und alte Zeiten bei der Entdeckung eines wahren Schatzes.
Wunderschöne SchatzkisteWas sich darin wohl alles befindet?Der Dornröschenschlaf ist beendet.
Die Aufräumaktion in Bildern
Ein wenig Mut brauchte es schon, die verstaubte Kiste zu öffnen und zu entdecken, was sich darin alles befindet. Eine tote Tierhülle, viel viel Staub und noch mehr Staub, das waren jedoch bereits die schlimmsten Dinge, die mich hier erwarteten. Nach einem Tag Sortierarbeit und mehrmaligem Saugen des Zimmers (der Staub flog und flog und flog), war das Gröbste der Aufräumaktion geschafft. Zugegebener Maßen hatte das anschließende Zusammenrollen und Aufwickeln der Garne und Schnüre etwas sehr Meditatives. Der Kopf hatte nicht viel mehr zu tun, als sich über die vielen kleinen Kostbarkeiten zu freuen, die nach und nach zum Vorschein kamen.
VorherNachherLetzter SchliffIntensiver Blick ins Nähkästchen.
Ich fand viele wunderschöne Garne zum Sticken in wunderbaren Farben und das auch noch aus echter Seide. Mit Nähnadeln bin ich nun für ein Leben lang versorgt und auch über die Reißverschlüsse habe ich mich sehr gefreut. Und wessen DIYler-Herz schlägt beim Anblick einer Kiste voller Knöpfe nicht höher?
Ein Video der Aufräumaktion
Musik: Snowy Peaks pt I von Chris Haugen
Viel Arbeit liegt hinter mir und es hat sich so sehr gelohnt. Nach einer gründlichen Säuberung des Nähkästchens tauchte ich ab in die Tiefen dieser Schatzkiste. Alles wurde herausgeholt und bestaunt. Alles wurde abgeklopft, damit der Staub sich verdrückt. Die leere Kiste verdiente eine gründliche Wellness-Behandlung mit Staubsauger und feuchtem Tuch. Und anschließend durften die kleinen Schätze wieder einziehen und das eigentliche Sortieren begann.
Garn und Faden wurden neu aufgerollt, und neu einsortiert, Nadeln und Knöpfe wurden ausgepackt und neu verpackt.
Kleine Upcyclings bieten ein neues Heim
Das alte Nähzubehör war zwar etwas verwundert über das viele Licht, den neuen Geruch, die neuen Nachbarn und die neuen Farben. Aber jetzt fühlen sich alle Beteiligten pudelwohl in ihrem neuen alten Zuhause.
Denn nach all der Sortiererei packte mich die Ordnungswut so richtig und es entstanden ein paar kleine Upcyclings: Aus Mini-Verpackungen wurde Wohnraum für Knöpfe und Sicherheitsnadeln. Aus Bonbon-Metalldosen Tinyhouses für die Minimalisten, und aus einem Tontopf eine stachelige Zimmerpflanze zum Einzug.
Ist das Müll, oder zum Upcyclen?Mini-DosenNadel-MäppchenNadel-AufbewahrungGarnrollen-BoxenKnopf-AufbewahrungNadel-TäschchenDosen-OrdnungNadelkissenDie Bewohner des Nähkästchens.
In einem Mäppchen aus kleinen Filzmatten betten sich nun diverse Nähnadeln und ein Schmuck-Kästchen bietet Unterschlupf für kleine Fadenreste. Ehemalige Fischdosen hätten sich solch edle Bewohner wohl niemals träumen lassen und eine ehemalige Handytasche beherbergt nun eine Nadel-Großfamilie bestehend aus mehreren Generationen. Wirklich gesellig geht es hier jetzt zu. Alle Wohneinheiten haben sich herausgeputzt und manche bekamen sogar einen neuen Anstrich. Da bleibt mir nur noch zu wünschen:
Auf eine gute Nachbarschaft!
Weitere Tipps zum Thema: Aus alt mach neu
Wie aus einer alten Jeans und zwei nicht mehr ganz so zeitgemäßen Topflappen zwei neue und wunderschöne werden, erfahrt ihr im folgenden Text:
Kennt ihr diese alten Holzwürfel-Puzzle; die mit den super alten Bildern darauf? Wenn auch bei euch niemand mehr damit spielen mag, vielleicht sind diese Ideen etwas für euch:
Wir waren bereits fleißig und machen es uns über die Feiertage richtig schön und gemütlich. Mit leckerem Essen, aber natürlich auch mit viel selbst gemachter Dekoration. Pastelltöne gehören aktuell zu meinen Lieblingsfarben und deshalb habe ich mich diesbezüglich gründlich ausgelebt!
Die Ostereier
Die ausgepusteten Eier bekamen einen Pastell-Anstrich (Acrylfarbe) und wurden mit getrockneten Blüten beklebt. Zum Abschluss kam noch eine Schicht Klarlack drüber. Braucht ihr noch Ideen für Blüten-Pressen? Hier geht es zu einer hochwertigen DIY-Version. Als super schnelles Osternest bietet sich ein Tontopf an, eine weitere Variante sind die Eierkartons selbst. Diese habe ich mit Acrylfarbe bemalt und ebenfalls mit getrockneten Blüten beklebt. Ich benutze die Kartons gerne, um die Eier nach dem Fest bis zum nächsten Jahr zu verräumen.
Die Ostereier und ihre Aufbewahrung.
Die Snacks und ihre Darreichung
Für die kleinen Snacks am Nachmittag gibt es – ähnlich wie im letzten Jahr – «Osterkörbchen» aus Getränkekartons. Dieses Mal mit einem Trick für alle, die Probleme mit dem Knicken des oberen Randes haben. Manches Mal reißt auch bei mir und trotz viel Zartgefühl die Tüte ein. Bei dieser Version darf dies passieren, jedoch kontrolliert! Dafür habe ich die vier Kanten eingeschnitten und die Seiten einzeln umgeknickt. Mit einer Schnur wird alles so zugebunden, dass es hält und sich nicht mehr aufdröselt. Diese Körbchen bieten sich für gekaufte Kleinigkeiten, aber auch für Selbstgemachtes an, z.B. diese kleinen süßen Blätterteig-Hasen:
Süße Naschereien im Körbchen.
Blätterteig-Hasen
Was ihr braucht:
2 Packungen Blätterteig
Schoko-Aufstrich
Keks-Austecher
Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und großzügig mit einem Schoko-Aufstrich (gerne Palmöl-frei) bestreichen. Einen zweiten Blätterteig ausrollen und obenauflegen. Nun mit einem österlichen Ausstecher den Teig wie zu Weihnachten und laut Packungsbeilage bearbeiten. Bleibt in der Nähe des Ofens, die kleinen Teile sind sehr schnell fertig.
Das Ganze geht auch in herzhaft! Verstreicht statt der Schokolade einfach Frischkäse zwischen die Teigschichten. Wer mag kann noch ein paar Gewürze hinzugeben.
Eier-Färben mit einem Trick
Habt ihr auf den Bildern die knallig rosa Eier mit den weißen Punkten entdeckt? Hierfür habe ich auf die hartgekochten, noch heißen, Eier mit einer kleinen Kerze Kreise «gemalt» und sie anschließend in das Färbebad gelegt. So kamen sie zu ihren lustigen weißen Punkten.
Küken im Eier-Nest
Auch für die Kinder gibt es eine Extra-Deko: kleine Küken im Eier-Nest. Zu den kleinen Nestern gesellt sich sogar noch ein größeres aus Hasendraht mit Wachteleiern dazu. Alles Ostergras, welches ihr hier seht, besteht aus gebrauchtem Packpapier, welches ich mit der Schere in ganz schmale Streifen geschnitten habe. (Mit einem Aktenvernichter macht das bestimmt richtig Spaß!!)
Mini-Nester aus Eier-Schale.
Die Osterhasen-Bande
Und natürlich gibt es auch Osterhasen zu bestaunen. Diese Exemplare lagen seit Jahren bei mir herum, es waren eigentlich Tischkarten-Halter mit einer Metallklammer für das Namenskärtchen auf dem Kopf. Als solche wurden sie nie benutzt, also habe ich kurzerhand die Klammer mit einem Seitenschneider abgeknipst. Um den scharfkantigen Rest zu verdecken, bekamen die Hasen einen kleinen weißen Pompon auf den Kopf geklebt. Das sieht nun wie ein kleiner Haarschopf aus. Mit einer Mütze aus alten Buchseiten und einer Brille aus Draht kam der letzte Schliff hinzu.
Unsere Osterhasen-Bande!
So werden bei uns also nicht nur neue Dinge geschaffen, sondern auch alte Dinge aufgepimpt, Wegwerf-Produkte weiterverwendet und kleine Naschsachen selbst produziert. Wir freuen uns schon auf die Feiertage!!
Wer noch auf der Suche nach einer sternigen DIY-Dekoration für Weihnachten ist, findet hier vielleicht die richtige Inspiration. In diesem Buch dreht sich alles um selbstgemachte Weihnachtssterne. Ob aus Papier, mit Perlen oder Stroh, Origamifaltung oder Fröbelstern, Tüten- und Baskettasterne, ob solitär oder als Girlande, geprägt, gefaltet oder auch essbare Sterne aus Schokolade. Für Variationsbreite ist gesorgt.
Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.
Das wunderschöne Cover.
Das Buch
Euch erwarten hier Tütensterne, Perlen- und Strohsterne, ein Plisee- sowie ein Origamistern, Sterne aus Prägefolie, einer aus Pappe mit Wolle umwickelt, eine Idee aus Stoff sowie eine aus Trinkstrohhalmen. Viele Sterne aus Pergamentpapier, eine Anleitung für einen Basketta- sowie für einen Fröbelstern. Alle Techniken – wie es der Titel zunächst vermuten lässt – sind hier sicherlich nicht drin, aber doch so einige. Die Umschlag-Gestaltung finde ich sehr gelungen.
Das Buch und ich
Mir persönlich fehlen ein paar Sterne, z.B. der Papierstern, der aus einem einzigen Streifen geknickt werden kann. Genauso derjenige, der aus zwei gleichen Hälften versetzt zusammengeklebt wird. Oder der, bei dem ganz viele Einschnitte pro Ecke miteinander verdreht werden.
Ein Blick ins Buch.
Für mich als Upcycler kommen die gezeigten Perlen- und Strohsterne nicht so richtig in Betracht, da ich mir dafür extra Stern-Rohlinge bzw. eine Legeform kaufen müsste. Vielleicht stolpere ich ja eines Tages über etwas, was ich genau dafür zweckentfremden kann. Dieser Abschnitt bietet jedoch sicher eine gute Einführung für all diejenigen, die einmal in diese Techniken hinein schnuppern wollen. Auch für die Schokoladensterne bräuchte ich eine extra Gießform. So sind es bei sechs Perlensternen, die alle eine Drahtvorlage brauchen, zwei Strohsternen (die nur mit Legeform funktionieren) und der Schokoidee, ganze neun Sterne, die ich erst einmal nicht umsetzten kann. Bei drei bis vier nicht umsetzbaren Varianten hätte ich hierüber kein Wort verloren. So fällt es doch ins Gewicht.
Im hinteren Teil findet ihr die Vorlagen für die geprägten Foliensterne und für die, bei denen etwas ausgeschnitten werden muss, wie z.B. für die zwei roten Sterne auf dem Cover.
Es sind wirklich schöne Ideen in diesem Buch zu finden. Auf Grund des Covers und des Titels habe ich mir jedoch etwas mehr erwartet.
Fazit
Viele abwechslungsreiche Ideen, da wäre aber auch noch mehr möglich gewesen.
Das Buch von hinten samt Impressionen.
Weitere Tipps zum Thema STERNE vom Zobelhasen
Fröbelsterne für jeden Anlass
Hier geht es zu einer detaillierten Anleitung, um diese allseits beliebten Weihnachtssterne nachzubauen.
Im folgenden Artikel dreht sich alles um weihnachtliche Geschenkanhänger in den verschiedensten Variationen. Ganz oft in Form von Sternen, jedoch jedes Mal ganz anders.
Weihnachtlicher Geschenk-Tipp für alle DIYler und ebenso für alle Upcycling-Begeisterten. Wie wäre es mit einem winterlichen Zauberwald im Glas? Aber auch für euch selbst sind diese kleinen Rentiere eine tolle Dekoration, mit denen noch viel mehr möglich ist, als diese Miniatur-Landschaft!
Was ihr braucht:
Tonpapier (z.B. 270 g/m2 oder mehr) in verschiedenen Grüntönen, braun, grau beige & rot
Schere
Bleistift
Bastelkleber
Rentier- und Tannenbaum-Vorlage
Hebt alle Schnipsel die gleich entstehen auf, die könnt ihr später noch gut gebrauchen!
Wie es funktioniert:
Die Vorlagen
Die Vorlagen für das Rentier und die Bäume findet ihr hier. Für das Rentier braucht ihr nur die kleinste Vorlage, ohne Ohren, jedoch mit Geweih. Die von euch benutzten Baumgrößen hängen vom Platz im Glas ab, welches ihr benutzen wollt.
Winterlicher Zauberwald.
Das Rentier
Druckst euch die Vorlagne auf DIN A4 aus. Schneidet die einzelnen Rentier-Teile aus und benutzt sie als Schablone. Übertragt damit die Formen möglichst platzsparend auf dickes Tonpapier und markiert euch zusätzlich am äußeren Rand, wo die Schlitze hinkommen. Sobald die Schablone weg ist, übertragt ihr diese Markierungen in die Formen hinein, denn nun schneidet ihr alles aus. Anschließend fügt ihr die Kerben mit der Schere ein und steckt die einzelnen Teile zusammen. Fertig ist das Rentier! Je dicker das Papier, desto breiter müssen die Schlitze werden, sonst wird es mit dem Zusammenstecken schwierig. Tastet euch vorsichtig heran und beginnt erst einmal mit einem schmalen Schlitz. Wenn die Beine noch nicht ganz perfekt sitzen könnt ihr hier mit der Länge des Einschnittes variieren. Also beim ersten Exemplar erst einmal vorsichtig vorarbeiten. Ist das Geweih zu schwer und das Rentier fällt nach vorne, kürzt die Hinterbeine ein wenig ein.
Der Wald
Für den Mini-Wald werden die Tannenbaum-Formen auf grünes Tonpapier übertragen. Unterschiedlich große Bäume in verschiedenen Grüntönen machen es den Tieren so richtig gemütlich. Pro Baum braucht ihr zwei gleichgroße Teile. In den einen kommt der Schlitz vertikal von oben bis knapp über die Mitte, in den anderen von unten bis knapp über die Mitte. So werden beide Teile zu einem 3D-Weihnachtsbaum zusammengeschoben.
Tierbeobachtung ganz nah!
Das Glas
Die Schnipsel, welche bei all der Schnippelei entstanden sind, schneidet ihr nun noch kleiner und benutzt sie als Laub für das Rentier-Zuhause. Diese könnt ihr auf den Boden des Glases, also auf die Innenseite des Deckels, kleben.
Den Deckel könnt ihr von außen mit Acryfarbe bemalen oder auch mit einem Stück Folie bekleben (z.B. eine Korkfolie). Mit einem weißen Lackstift könnt ihr das Glas zusätzlich verzieren. Habt ihr zufällig kleine weiße Kügelchen (z.B. aus einem kaputten Mikroperlen-Kissen), können diese als Schnee mit hinein.
Fertig ist eine richtig tolle Weihnachts-Überraschung!
Upcycling-Rentiere
Statt Tonpapier könnt ihr die Rentiere auch als ein Upcycling aus Getränkekarton (mit brauner Innenbeschichtung) zaubern. Diese sind sehr elegant und lassen sich auseinandergenommen ganz wunderbar mit der Weihnachtspost und einer kleinen Steck-Anleitung verschicken und verschenken!!
Hierfür klebt ihr zwei Getränkekarton-Seiten zusammen. Sehr gut klappt das, wenn ihr die äußerste Schicht (die bedruckte) abzieht. So entsteht eine raute Oberfläche, die den Kleber gut aufnimmt.
Ist alles getrocknet, ritzt ihr euch – z.B. mit einer Nadel – die Form mit Hilfe der Schablone in den doppelten Karton und schneidet ihn entlang der Ritzung aus. Ab hier geht ihr genauso vor wie bei den Rentieren aus Karton.
Rentiere für die Weihnachtspost.
Weitere Ideen
Zauberwald
Und wenn ihr Lust auf noch mehr Abenteuer im Zauberwald habt, dann schaut doch einmal hier vorbei und besucht die kleinen Elfen in ihrem Wohnbaum:
Auf verständliche Art und Weise erklärt euch dieses Kreativ-Buch, wie ihr die Hochdrucktechnik erlernt. Als Materialien werden Linol- und Gummiplatten, aber auch Moosgummi aus dem Bastelbedarf verwendet. Ihr könnt euch Stempel selber herstellen und grandiose Muster drucken. Euch erwarten abwechslungsreiche Motive und viele Tipps und Tricks zur Umsetzung und Variation eines solchen Drucks.
Einfach Hochdruck
Projekte mit Linolschnitt, Gummiplatten und Stempeln
Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.
Das Cover.
Das Buch
Theorie
Ihr erfahrt hier alles zu den Themen Materialien und Werkzeuge. Auch geht die Autorin auf die Grundtechniken, was das Schnitzen und Schneiden anbelangt ein und was beim Verteilen der Farbe auf den Druckstock zu beachten ist. Auch erklärt sie den wichtigen Punkt, ob ihr beim Schnitzen einen positiven oder negativen Abdruck produziert. Das hängt davon ab, welche Flächen weggenommen werden und welche nicht. Durch diesen einfachen Trick könnt ihr ganz unterschiedliche Wirkungen mit eurem Druck erzeugen.
Praxis
Der sehr ausführliche praktische Teil des Buches beginnt mit Moosgummi als Druck-Grundstoff. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass dieses Material leicht zu bearbeiten und somit für Anfänger sehr geeignet ist. Zugleich erzielt ihr damit wunderschöne Ergebnisse, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Nach diesem Kapitel geht das Buch zum Schwerpunkt des Linol- und Gummidrucks über.
Über die wirklich sehr abwechslungsreichen Projekte erfahrt ihr, wie ein mehrfarbiger Druck funktioniert oder wie ihr ganz einfach einen wunderschönen Farbverlauf erzeugt. Ihr könnt euer Bild mit Hilfe der Druckerfarbe an sich einfärben oder aber auch später. Spannend in diesem Zusammenhang ist die ‚Färbung‘ des Drucks mit einer Art Collage-Technik. Es gibt auch Hinweise für die Platzierung der Objekte vor dem Druck.
Das Buch von hinten.
Euch erwarten zudem viele verschiedene Möglichkeiten, Tipps und Tricks, die vor allem beim Arbeitsschritt des Druckens angewandt werden, um differenzierte Effekte zu erzielen.
Der Abschied
Erwähnenswert ist der letzte Abschnitt des Buches, in welchem Andrea Lauren Druckerzeugnisse anderer Künstler vorstellt. So wird einem bewusst, wie unterschiedlich mit der gleichen Methode gearbeitet werden kann und noch einmal aufgezeigt, wieviel mit dieser Technik tatsächlich möglich ist.
Das Buch und ich
Warum ausgerechnet Linoldruck?
Lange habe ich mir ein solches Buch gewünscht und nun endlich darf ich es bei mir Willkommen heißen! Dadurch, dass Linoldrucke keine Dreidimensionalität zulassen, haben sie für mich eine wahnsinnig aussagekräftige Wirkung. Schaut dafür auch unbedingt einmal auf der Seite der Autorin vorbei! Dort findet ihr massenhaft Inspiration und werdet verstehen, was ich mit der besonderen Ausstrahlung solcher Kunstwerke meine und warum ich unbedingt in dieses Handwerk hinein schnuppern möchte.
Das Buch hat mich absolut inspiriert und ich wollte sofort mit dem Hochdruck loslegen. Da ich schon lange mit der Idee spiele, Linoldruck einmal auszuprobieren, hatte ich Linolplatte und das passende Schnitzwerkzeug dafür bereits parat. Auch Farbe und Rolle waren vorhanden, diese hatten mir beim Gelliprint schon gute Dienste geleistet.
Erarbeitung eines Motivs
Da es im Buch keine Motiv-Vorlagen zum Abpausen gibt, braucht es ein wenig Vorarbeit. Entweder ihr orientiert euch an den Bildern und Druckstöcken, die im Buch gezeigt werden oder überlegt euch ein ganz eigenes Design. Im Buch gibt es eine Abbildung mit ein paar Druckstöcken aus dem Atelier der Autorin. In einer Ecke dieses Bildes erkennt man noch gerade so eine Matroschka. Genau die hat es mir angetan.
Idee aus dem Buch & meine Umsetzung.
Also setzte ich mich an den Computer und malte mir eine digitale Vorlage. Mittlerweile nutze ich diese Möglichkeit des Zeichnens sehr gerne, da man im Nachhinein schnell und einfach Größen und Muster variieren kann. Bei mir blieb es nämlich nicht bei nur einer Matroschka. Die kleinen Holzpüppchen kommen doch wirklich selten allein daher!? Also habe ich mir sechs verschieden große Mädels, mit jeweils leicht abgewandelten Motiven auf den Körpern, überlegt. Mit diesen ging es schließlich an die Ausarbeitung meiner allerersten Linol-Druckplatten.
Ausarbeitung der Druckplatten
Abwechselnd habe ich die Motive mit der Bleistift-Methode und mit Kohlepapier auf die Linolplatte transferiert. Beides funktionierte sehr gut. Ich habe mit der größten Matroschka begonnen, da hier einfach am meisten Platz war und so mehr Spielraum zum Üben der Handhabung des Werkzeuges. Letztendlich habe ich immer den gleichen Schnitt-Aufsatz benutzt. Es stellte sich heraus, dass ich für mein Muster gerne mit noch filigranerem Schnitzwerkzeugen arbeiten würde, als ich besitze.
Für das große Motiv habe ich wirklich lange gebraucht, je kleiner Die Matroschka wurde desto schneller ging es voran. Zum einen wurde die Technik besser, zum anderen musste weniger Material weggenommen werden. Für die erste Matroschka überlegte ich mir ganz genau, welche Partien weg und welche bleiben müssen. Bei den weiteren und kleineren Ausführungen muss man hierüber nicht mehr so viel nachdenken.
Die Herausarbeitung der Augen war für mich übrigens das Schwierigste. Der Ausdruck in einem Gesicht ist wichtig und die Matroschkas sollten nun wirklich nicht genervt oder schockiert schauen! Und radieren ist hier einfach nicht: einmal weg – immer weg.
Druck
Es brauchte ein paar Anläufe und Versuche, bis die Druck-Ergebnisse für mich okay waren (optimieren kann man immer!). Entweder es war zu viel Farbe oder zu wenig, zudem verhält sich jede Art von Papier anders, nimmt mal mehr, mal weniger Farbe vom Druckstock auf. Auch lernte ich, dass ich mit meinen filigranen Mustern die Platten nach einem Farbdruck säubern sollte, da sich sonst immer mehr Farbe in kleinen Zwischenräumen sammelte, die da gar nicht hingehörte und so zu einem unsauberen Druck führte.
Meine Drucke auf verschiedenen Untergründen.
Die Kombination aus Zeitungspapier oder alten Buchseiten mit den Matroschkas hat mich begeistert. Ich glaube, genau dass ist eine der vielen Facetten, die die Faszination an dieser Technik ausmacht. Mit einem Druckstock kann man sich ausprobieren, experimentieren und durch kleine Abwandlungen immer wieder neue Ideen schaffen.
Gruppenbild – Alle sechs Matroschkas zusammen.
Es ist natürlich auch problemlos möglich große Projekte damit zu verzieren. Da bald Weihnachten vor der Tür steht, stelle ich mir Geschenkverpackungen umhüllt mit bedruckten Packpapier sehr gut vor. Und zu den Themen Mehrfarbendruck, Collagieren, Colorieren…. habe ich mich ja noch gar nicht vorgewagt. Es gibt noch so viel zu entdecken!
Fazit
Bei ‚Einfach Hochdruck‘ handelt es sich um ein Buch für alle, die Spaß am Experimentieren haben und neue Dinge ausprobieren wollen. Ihr erfahrt hier viel über eine Kunst, die viel mehr bietet, als man zu Beginn glaubt.
Weitere Tipps zum Thema Drucken
DIY-Ideen
Auch ich habe bereits herausgefunden, wie praktisch das Material Moosgummi ist, um sich ganz individuelle Stempel herzustellen. Die vielseitig einsetzbaren Blätterstempel gefallen mir bisher am besten von all meinen Experimenten mit Moosgummi.
Man kann eigentlich nie früh genug damit beginnen, Geschenke für Weihnachten zu besorgen. Genauso steht es mit der Verpackung derselbigen. Ob Getränkekarton, Pappe, Salzteig oder alte Jeans, alles kann für Geschenkanhänger, die ebenso als Baumschmuck oder als Girlande fungieren können, herhalten.
Sterne – immer ein tolles Motiv
Wer kann sich ein Weihnachten ohne Sterne vorstellen? Ich auf jeden Fall nicht! Deshalb zeige ich euch hier einmal drei vollkommen verschiedene Ideen für solch zackige Anhänger.
Salzteig
Jeans
Getränkekarton
Sterne aus Salzteig
Bei der ersten Idee handelt es sich um ganz klassische Sternen-Anhänger aus Salzteig. Die Masse wurde vor ihrer Verarbeitung jedoch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Diese Geschenkverschönerer herzustellen macht vor allem mit kleinen Kindern großen Spaß.
Rezept Salzteig
Was ihr braucht
1 Teil Salz
2 Teile helles Weizenmehl
1 TL Pflanzenöl oder auch gerne mehr
1 Teil Wasser
Lebensmittelfarbe nach Wahl
Wie es funktioniert
Zum Abmessen könnt ihr beispielsweise eine Tasse oder einen Becher nehmen. Alle genannten Zutaten – außer der Lebensmittelfarbe – knetet ihr zu einem geschmeidigen Teig und teilt ihn in mehrere Portionen auf. Diese können nun nach Belieben mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden.
Und jetzt geht es erst richtig los: mit Keks-Ausstechern aus der Küche oder Förmchen aus der Knetkiste stecht ihr euch die gewünschten Formen einfach aus. Mit den eigenen Fingern oder Modellier-Werkzeug können ganz individuelle Modelle gebildet oder ausgestochene abgewandelt werden.
Für die Anhänger das Loch nicht vergessen. Das dreht ihr z.B. mit der Rückseite eines Holzspießes hinein. Es gibt auch spezielle Keksstempel, mit denen ihr tolle Muster oder auch Namen auf die Formen bringen könnt. Das ist aber auch genauso auch mit diversen Utensilien aus eurer Umgebung möglich. Z.B. eigenen sich gerippte Filzstiftkappen ganz hervorragend dafür!
Sterne aus Jeans
Bei der zweiten Version handelt es sich um Stoff-Sterne, die ratzfatz per Hand aus Resten einer alten Jeans zusammengenäht wurden. Mit einem Sternen-Ausstecher könnt ihr euch die Form mit Kugelschreiber auf dem Stoff vormalen und ausschneiden. Pro Anhänger braucht ihr zwei solcher Sterne und ein wenig Füllmaterial. Oft kommen bei uns hierbei Reste aus anderen Projekte zum Einsatz. Woll- und Fadenreste vom Häkeln und Nähen sind besonders weich. Aber auch alte, unbeliebt gewordene Kuscheltiere tun hier manches Mal ihr Gutes 😬!
Sterne aus Getränkekarton
Und auch bei der dritten Version handelt es sich um ein Upcycling aus Dingen die eigentlich im Müll landen würden. Hier vereinen sich Getränkekarton und alte Buchseiten. Und da diese Variante wirklich schnell umzusetzen ist, kann man mit ihr auch eine super fixe weihnachtliche Girlande bauen. Hierfür wurde ebenfalls der Sternen-Ausstecher aus der Küche als Schablone benutzt. Mit dem Loch hilft euch die Lochzange.
Meine Favoriten
Meine absoluten Favoriten sind jedoch die kleinen und wirklich schnell gemachten Anhänger aus Getränkekarton. Sie sind schlicht und elegant zugleich. Wenn ihr den passenden Stanzer dazu habt, könnt ihr mit diesen in die Massenproduktion gehen.
Jeder Anhänger besteht aus zwei Schichten Getränkekarton. Hierbei sind die abgezogenen Seiten miteinander verklebt und das ehemalige Innere zeigt nun nach Außen. Vor dem Verkleben kann man in die eine Seite noch weihnachtliche Motive stanzen und als Zwischenschicht Designpapier einbringen. Zum Beschreiben eignen sich besonders Acrylstifte.
Blanko Getränkekarton
Getränkekarton mit gestanztem Motiv
Getränke- und Versandkarton als Grundlage
Mit Getränkekarton sind jedoch noch viel mehr Varianten möglich. Ihr könnt euch für die zusammengeklebten Seiten ganz individuelle Formen überlegen und diese anschließend mit weihnachtlichem MaskingTape umkleben. Mit diesem Material ist es aber auch möglich, kleine Klappkarten herzustellen. Eine Schneeflocke aus Bügelperlen oder auf Pergamentpapier geklebte Sterne aus den Stanzresten der Lochzange verzieren von Außen. Das nenne ich absolute Wiederverwertung! Die abgezogenen Seite innen können ganz normal mit Kugelschreiber beschrieben werden. Und wer nicht mit Getränkekarton arbeiten möchte probiert sich vielleicht einmal an der Kombination aus Pappe (z.B. aus Versandkartons) und alten Buchseiten. Unsere Version wurde für ein wenig Farbe mit Tusche und einer Zahnbürste bespritzt!
Weitere Ideen rund um das Thema Weihnachtsgeschenke
Wie ihr eure Weihnachtsgeschenke nachhaltig verpacken könnt, zeige ich euch im folgenden Beitrag. Da geht es zum Einen um die Gestaltung von Packpapier und Alternativen zu herkömmlichen Geschenkband. Ihr findet dort aber auch ganz außergewöhnliche Ideen für selbstgemachte weihnachtliche Stempel, die zum Verschönern der Geschenke, aber auch für weitere Dekoration verwendet werden können.
Und hier geht es zu einer weiteren Art von Weihnachtssternen. Auch dieser Vertreter kann als Geschenkanhänger, für Girlanden oder sonstige weihnachtliche Dekoration dienen.
Bauen mit Papier anstatt mit Plastik-Steckbausteinen. So lässt sich das Spiel mit Papier in der vorgestellten Form ganz gut beschreiben. Aus den immer gleichen Einzelteilen (Quadrate, Dreiecke, Fünf- und Sechsecke) entstehen verschiedene symmetrische Figuren über ein ausgefeiltes Stecksystem. In vielen Fällen braucht es nicht einmal Kleber, um die Konstrukte stabil zusammenzuhalten. Es erinnert auch stark an Origami, wobei es dann doch ganz anders funktioniert.
Link zum Buch auf der Verlagsseite. Dort könnt ihr auch noch ein wenig hinein stöbern.
Das Cover.
Das Buch
Das etwas andere Buch
Das Buch an sich ist – im Vergleich zu anderen Kreativ-Werken, die ich hier bisher vorgestellt habe – sehr trocken gehalten. Die Faltformen und der Aspekt der Symmetrien stehen im Vordergrund. Das hält uns DIY-ler natürlich nicht davon ab, damit kreative und spaßige Dinge umzusetzen. Die Technik ist genial und hat man erst einmal das Prinzip durchblickt ist es wirklich einfach die Formen nachzubauen.
Die Überschriften zu den Modellen sind durchbuchstabiert und die einzelnen Konstrukte nach der Anzahl ihrer Flächen benannt. Da merkt man nochmal die systematische Herangehensweise als die kreative. Das tut den Projekten keinen Abbruch, aber ich möchte es zumindest einmal erwähnen, damit ihr euch beim ersten Durchblättern nicht wundert. Es geht bei diesem Werk um die Wissensvermittlung, und darum, zu verstehen, wie die Formen sich aufbauen und wie sie konstruiert werden können. Alles andere ist nun uns überlassen!
Blick ins Buch.
Das Prinzip
Ein Objekt ist jeweils aus einer individuellen Anzahl von Einzelteilen aufgebaut, die ineinander gesteckt werden können. Dabei handelt es sich meist um Quadrate und Dreiecke. Aber auch fünf- und Sechsecke kommen zum Einsatz. Die Einzelteile ergeben sich durch die unterschiedliche Aufteilung von Tal- und Bergfalten, diagonal oder längs verteilt. Tal- und Bergfalten kennen manche vielleicht schon aus dem Bereich des Origami-Faltens.
Mit viel Farbe und Spaß an der Freude ist hier Einiges möglich. Am Ende des Buches gibt es eine kleine Andeutung dazu. Ihr könnt damit z.B. wahre Designer-Lampenschirme aus Papier falten oder auch beeindruckende Lichterketten zaubern.
Die Farbauswahl
Die Farben auf dem Cover finde ich toll. Im Inneren werdet ihr oft auf grün, orange, gelb und Ähnliches stoßen. Das deutet sich bereits auf der Rückseite des Buches an. Bei dieser Farbauswahl des Autors geht es nicht um den ästhetischen Aspekt. Vielmehr handelt es sich um eine Art Zuordnung: die gleiche Farbe zeigt immer die gleiche Grundform (den gleichen Steckbaustein) an.
Das Buch von hinten.
Das Buch und ich
Aus aktuellem Anlass ist meine Idee, die unterschiedlichen Gebilde später an den Weihnachtsbaum zu bringen. Für dieses Projekt können wir als Familie viele Formen aus dem Buch ausprobieren, und das z.B. immer in der gleichen Farbe. Das stelle ich mir ganz wunderbar vor. Hierbei können auch alle Familienmitglieder zusammen arbeiten. Die kniffeligen Schritte übernehmen dann die Großen.
Das Falten ist der einfachste Part. Schwierig wird es vor allem bei der Zusammensetzung der einzelnen Seiten zu einem 3D-Objekt. Genial ist, dass viele Formen sogar ganz ohne Kleben zusammenhalten. Wird es zu fummelig, kann Kleber gute Dinge leisten.
Zum Erstellen der Formen wird im Buch Papier mit einer Grammatur von 120 g/m2 empfohlen. Meine Modelle sind mit Origami-Papier entstanden, welches deutlich dünner ist. Wir haben dieses gesechzehntelt, denn das ergab genau die Quadratgröße, die es für die meisten Modelle braucht. Gerade zum Üben fand ich das vollkommen okay. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Formen mit festerem Papier besser ineinander stecken lassen. Genau dieser Schritt war manches Mal ein wenig schwierig. Aber mit ein paar kleinen Tricks und dem minimalen Einsatz von Kleber ging das auch mit diesem (dünneren) Papier.
Unsere ersten Versuche.
Fazit: Origami 2.0
Sehr technisch beschriebene, jedoch absolut spannende Faltmethode, um symmetrische Formen zu bauen, die aus ein bis zwei immer gleichen Einheiten bestehen.
Noch mehr Tipps
Kreativtipps
Hier findet ihr eine ausführliche Faltanleitung für Fröbelsterne. Diese ist für alle geeignet, die sich langsam an das Thema 3D-Objekte aus Papier heranwagen wollen. Und da ja bald auch Weihnachten vor der Tür steht…
Und wer nun Lust auf Origami bekommen hat, darf sich hier inspirieren lassen: es geht um ein Vogelhäuschen aus einem Drahtbügel inklusive genauer Faltanleitung für den darin wohnenden Vogel aus alten Buchseiten.
Eine weitere Art Papier zu verarbeiten zeigt euch dieses informative Buch samt vieler wunderschöner Anwendungsbeispiele zum Nachmachen. Aus Zeitungspapier werden Körbe, Utensilios und vieles mehr!
Hierbei handelt es sich um ein Buch für alle Aquarell-Einsteiger, die mit wenig Aufwand wunderschöne Ergebnisse erzielen wollen. Mit kleinen Tricks bekommt ihr zusätzlich richtig tolle Effekte hin. Wer Aquarellpapier, zumindest ein paar Aquarellfarben, Salz, evtl. Nagellackentferner und ein wenig Glitzer zu Hause hat, kann sofort loslegen.
Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.
Das Cover.
Das Buch
Einleitend findet ihr eine kleine Materialkunde. Zunächst geht es um die verschiedenen Arten der Aquarellfarben (Näpfchen, Tube, flüssig und ganz spezielle Sorten). Anschließend gibt es ein paar Worte zu den Bereichen Gouache und Tusche, Pinsel und Papier. Ihr erfahrt wie man Aquarellfarbe benutzt und auf welche zwei Arten diese vermalt werden kann (nass auf nass, nass auf trocken).
Und schon geht es los mit den Experimenten. Ihr dürft dafür Farbverläufe erstellen und anschließend beobachten, was passiert, wenn z.B. Salz oder Bleiche in Kontakt mit der Farbe kommt. Ihr lernt einen ganz simplen Trick um Wolken zu zaubern und entdeckt wie sich Tusche auf der noch nassen Farbe verhält. Und wie wirkt es eigentlich wenn man Aquarellfarben mit weißer Gouache mischt? All dies und noch vieles mehr könnt ihr selbst herausfinden und entdecken.
Anschließend folgen Projekte, die sich vornehmlich mit den Themen Natur und Naturphänomene beschäftigen. Es geht um die Darstellungs-Möglichkeiten von Blitzen, Wolken, Mond und Sternenhimmel. Besonders schön finde ich das Kapitel über Edelsteine und Kristalle. Zum Schluss gibt es ein paar Ideen und Vorschläge für Mandalas, kombiniert mit getrockneten Blüten.
Das Buch und ich
Ich finde die Zeichnungen im Buch wunderschön. Der Übungsteil ist sehr übersichtlich und kurzweilig. Ihr braucht euch nur ein paar Materialien zusammenzusuchen – vieles werdet ihr bereits da haben (Salz, Nagellackentferner, Frischhaltefolie…) – und könnt loslegen. Lasst euch von den Ergebnissen überraschen und lernt, es einfach mal – im wahrsten Sinne des Wortes – laufen zu lassen. Lernt zu akzeptieren, was die Farbe macht und nicht über alles die Kontrolle haben zu wollen. Für mich ist das ein Entwicklungsprozess, durch den ich aktuell noch gehe und weshalb ich mir dieses Jahr schon mehrere Bücher zu genau diesem Thema besorgt habe (schaut dafür gerne einmal weiter unten).
Verschiedene Übungen zum Aufwärmen.
Genau wie im Buch vorgeschlagen, habe ich mir mit Masking Tape mehrere Aquarell-Papiere in verschiedene Bereiche unterteilt. Danach ging es bereits mit dem Experimentieren los. Das ging ratz fatz und hat wirklich Spaß gemacht. Ich hatte nicht alle, aber doch einige der vorgeschlagenen Materialen parat.
Das Geniale an der Experimentier-Übung ist, dass man aus dieser anschließend gleich eine Weltall-Collage umsetzten kann.
Weiterverwendung der Aufwärm-Übung zu einem Projekt.
Die Muster und Farben aus der Experimentier-Reihe eigenen sich hervorragend, um die unterschiedlichen Oberflächen und Beschaffenheiten diverser Planeten darzustellen. Dafür schneidet (oder stanzt) man einfach verschieden große Kreise aus den Versuchsfeldern aus. Für die Weltall-Hintergründe findet ihr dann im Buch drei verschiedene Vorschläge. Mit weißer Aquarellfarbe, goldenen Sprenkeln oder auch aufgeklebten Sternen wird das Bild abgerundet.
Ein Sonnensystem.
Fazit
Dieses Buch ist für alle Aquarell-begeisterten Einsteiger zu empfehlen, die auf der Suche nach anderen Motiven, als den allgegenwärtigen Blumenmustern sind. Ihr findet hierin leicht umzusetzende Übungen und wirklich wunderschöne Projekte.
Das Buch von hinten.
Noch mehr Tipps
Kreativbücher zum Thema Aquarell-Malerei
Wenn ihr noch mehr in die Materie der Aquarell-Malerei einsteigen wollt, habe ich hier zwei weitere sehr unterschiedliche Buch-Tipps für euch:
Bei „150 X Watercolor“ geht es um kleine Zeichnungen mit Schritt-für-Schritt Anleitungen, mit denen ihr wirklich schnell ans Ziel kommt.
Einen kleinen Trick, wie ihr Aquarell-Effekte ganz ohne teure Farben und spezielles Papier hinbekommt, zeige ich euch hier. Die Lesezeichen sind ein komplettes Upcycling-Projekt und eignen sich hervorragend für den allerersten Einstieg in diese Materie:
Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, ist es gar nicht schwer Fröbelsterne zu falten. Ein paar Mal üben und ihr könnt in die Massenproduktion gehen. Das tolle an diesen Sternen ist, dass ihr sie jedes Jahr aufs Neue aufhängen und damit immer wieder neu dekorieren könnt. Auch an Geschenken machen sie sich gut, in klein oder in ganz groß.
Ihr könnt dafür vorgefertigte Streifen benutzen oder euch selber welche machen.
Ich zeige euch hier eine Anleitung in Skizzen und mit den einzelnen Schritten. Falls ihr noch eine Schritt-für-Schritt-Erklärung mit Fotos braucht, klickt gerne einmal hier. Für die bebilderte Anleitung habe ich extra unterschiedlich gefärbte Streifen genommen, das kann für die ersten Versuche sehr hilfreich sein.
Girlande aus Fröbelsternen.
Faltanleitung
Was du brauchst
Papierstreifen; 1,5 x 45 cm
Kleine Holz-Wäscheklammern; z.B. in lila
Weiße dünne Schnur
Stopfnadel
Juteschnur oder eine Lichterkette
Der Anfang
Pro Stern benötigst du vier Streifen. Jeden davon knickst du in der Mitte, so dass er nur noch halb so lang ist und schneidest am Ende die Spitzen schräg ab.
Die Streifen verschränkst du jetzt miteinander wie in der Skizze zu sehen (eine Schlaufe liegt um zwei Lagen Papier) und ziehst sie zusammen, jedoch nicht zu eng, sonst kommst du später schlecht durch die entstehenden Schlaufen. (1 & 2)
die flachen Zacken
Die flachen Zacken entstehen.
Nun beginnst du die oberen Streifen nacheinander gegen den Uhrzeigersinn nach unten zu knicken. Hierbei werden sie übereinandergelegt. Bist du beim letzten angelangt, schiebst du diesen unter die Lasche, die der erste gebildet hat. Begonnen hast du mit einem Quadrat mit vier Flügeln und endest mit acht Flügeln (3 bis 6).
Den unteren linken Streifen knickst du nach hinten und links im 90°-Winkel. Er liegt danach direkt und parallel neben dem linken Flügel (7). Den gleichen Streifen knickst du nun noch einmal, dieses Mal nach vorne und nach oben im 90°-Winkel (8). Dann klappst du ihn nach rechts auf sich selber. Diesen oben liegenden Streifen schiebst du durch die untere linke Schlaufe (9). Hierbei hilft es die entstandene Zacke nach unten und hinten kurz wegzudrücken.
So verfährst du nun auch mit den anderen Streifen (gegen den Uhrzeigersinn) bis es wieder ein Quadrat mit vier Flügeln ist, dieses Mal mit vier zusätzlichen Zacken (10).
Nun wendest du das Ganze, so dass hinten vorne und vorne hinten liegt und wiederholst die Schritte 7 bis 9, um von einem Quadrat mit vier Flügeln auf eines mit acht zu kommen (11 bis 12).
Nun geht es an die 3D-Zacken
Als nächstes knickst du alle Streifen so um, dass sie NICHT überlappen, du musst dafür die Streifen, die »im Weg« sind anheben (13).
Ab hier faltest du wieder den unteren, obenauf liegenden Streifen nach links im 90°-Winkel (14). Richte den Streifen auf (15) und schiebe ihn unter der Lasche, die rechts unten liegt, durch (16). Du ziehst hierbei so an ihm, dass sich ein dreidimensionaler Zacken bildet (17 bis 18). Bildet sich kein Zacken, war der Streifen falsch herum in der Lasche. Probiere es noch einmal andersrum. Der Streifen, welchen du hier durch die Lasche ziehst, kommt aus der Dreiecks-Spitze an der Seite heraus. Das wiederholst du anschließend mit den verbliebenen drei obenauf liegenden Streifen (19).
3D-Zacken auf der anderen Seite
Vertausche nun wieder vorne und hinten (wenden). Bei diesem vierflügeligen Quadrat (spiegelverkehrt zu Schritt 13) knickst du nochmals alle Streifen so um, dass sie sich nicht überlappen (wie in Schritt 13) und erhältst nun ein achtflügeliges Quadrat. Dieses faltest du genauso wie vorher bereits ab Schritt 14, bis du erneut vier 3D-Zacken erhältst (20, 21).
Der Abschluss
Nun schneidest du nur noch die überstehenden Enden ab und fertig ist der Fröbelstern (22). Der erste Versuch mag ein wenig kompliziert sein, aber schon bald hast du den Dreh raus!
Die fertigen Sterne.
Sternen-Girlande
Die Sterne können einzeln dekorativ verteilt werden. Ich hatte sie auch schon alle zusammen einfach in einer Glasvase. Als Girlande finde ich sie richtig toll und wer mag, kann sich sogar seine Lichterkette damit verzieren.
Für die Aufhängung der Sterne schneidest du dir weiße Schnur in circa zehn Zentimeter lange Stücke zurecht. Fädle diese in die Nadel und steche ein Loch in die Spitze des fertigen Sterns, ziehe den Faden zur Hälfte hindurch und verknote die Enden. Nun kannst du die Sterne aufhängen, indem du sie entweder direkt auf die Juteschnur fädelst oder mit Hilfe von Wäscheklammern in regelmäßigen Abständen daran feststeckst.