Schnipsel und Pixel

In diesem Buch geht es um die Zusammenführung von sowohl analogen als auch digitalen Techniken im Bereich künstlerischer Gestaltung. «Schnipsel und Pixel» ist jedem und jeder Kunstlehrer:in zu empfehlen. Und auch für alle anderen, die beruflich oder privat kreativ sind, ist es ein absolutes Highlight.

Schnipsel und Pixel

Individuelles Gestalten mit Skizzenbuch und Tablet, Pinsel und Plotter, Schere und Scan

Michaela Müller

Haupt Verlag

ISBN 978-3-2586-0253-0

Preis 29,90 Euro (D)

176 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Die Vorderseite des Buches «Schnipsel und Pixel» sowie iPad mit Collage aus Blätterstempeln.
Cover des Buches «Schnipsel und Pixel»

Das Buch Schnipsel und Pixel

Mit diesem Werk haltet ihr ein absolut liebevoll gestaltetes Buch mit kleinen witzigen Details und Wortspielen in der Hand. Es ist zudem wirklich kreativ, abwechslungsreich und spannend. Umschlag, Layout und natürlich die vorgestellten Projekte sind ein wahres Rundum-Paket, umgesetzt von Michaela Müller, die ihr auch auf Instagram unter @muellerin_art findet.

Nach einer Einführung zu den digitalen und analogen Utensilien, teilen sich anschließend die Kapitel in die Bereiche Foto, Collage, Zeichnung, Stempel, Schablone, Sonne, Animation und Kommunikation auf.

Ihr bekommt App- und Software-Tipps und es warten zusätzlich Vorlagen, die heruntergeladen werden können auf euch, genauso Videos für manche Anleitungen. Aber auch ganz ohne – also rein analog – ist dieses Buch benutzbar und ein wahres Kleinod.

Das Buch und ich

Mein erstes Schnipsel und Pixel Projekt

Ich habe dieses Buch mit Spannung durchgeblättert, durchgelesen und regelrecht in mich aufgesaugt und werde es mir noch oft zur Hand nehmen. Der Text ist wunderbar geschrieben und die Fotos zu den Projekten einfach schön. All das hat mich sofort animiert, die vorgestellten Methoden selbst nachzumachen und weiterzuentwickeln.

Daraus entstand ein Bild, in welchem ich verschiedenste Tipps aus dem Buch kombiniert habe: Analoges ist mit digitalem gemischt und es ragen sogar einzelne Elemente aus dem Bild heraus. Ich liebe es zudem Flächen mit analog gemalten und eingescannten Bildern zu füllen, wie bei einem der Schmetterlinge passiert.

digitale Collage aus skizziertem Vogel und Schmetterlingen, gedruckten Ginko- und Monsterablättern, Punkten und Strichen.
Meine erste Collage nach Müllerin-Art.

Die benutzten Stempelmotive in Blätterform habe ich schon etwas länger. Wer sich auf dieser Seite auskennt, hat sie vielleicht bereits entdeckt. So ein Stempel ist aus Moosgummi und Pappkarton wirklich schnell gemacht (der bedruckte Stickrahmen ist übrigens eine Idee aus meinem Buch Glitzer, Girls und Glamour).

Mein Wunsch für dieses Buch

Ich wünsche mir wirklich, dass sich Kunstlehrer:innen dieses Buch besorgen und es in ihrem Unterricht nutzen. Hier können auf der einen Seite Techniken wie Drucken, Sonnendruck, Collagieren und Schablonieren vermittelt werden, aber eben auch ganz moderne digitale Ansätze. Diese Kombination muss die Schüler:innen einfach vom Hocker hauen.

Und nun bräuchte ich eigentlich doch endlich mal einen Schneidplotter. Noch sträube ich mich, wegen dem ganzen Folienkram und Zubehör, was es dazu braucht. In Michaelas Buch habe ich endlich mal eine nachhaltige Lösung gefunden, wie dieser benutzt werden kann. Aber lasst euch überraschen, ich kann hier ja nicht alles verraten 😉. Auch die Kleisterpapiertechnik finde ich absolut genial. Ich hatte davon vorher noch nie etwas gehört.

Ihr merkt schon ich bin begeistert. Das liegt auch daran, dass ich immer dachte, dass man entweder digital ODER analog kreativ ist. Nie wäre ich auf die Kombination von beidem gekommen. Aber genau darum geht es doch in der Kunst: Bei Techniken um die Ecke denken und kombinieren und sich eben nicht an Grenzen halten.

Fazit zu Schnipsel und Pixel

Kaufen, ausleihen oder sonstwie besorgen, wenn ihr gerne malt, stempelt, druckt und Spaß am Materialmix habt!

Die Rückseite des Buches «Schnipsel und Pixel» sowie iPad mit Collage aus Blätterstempeln.
Die Rückseite des Buches «Schnipsel und Pixel».

Weitere Tipps für euch

Simpler Upcycling-Stempel mit großer Wirkung:

Weitere Buchtipps zu den Themen Gestalten, Druck und mehr


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Abschminkpads und Aufbewahrung

Mit selbstgemachten Abschminkpads aus Stoffresten seid ihr auch im Badezimmer nachhaltig unterwegs. Ein Badezimmer ohne Plastik und Wegwerfprodukte empfinde ich persönlich als absolut gemütlich und als totale Wohlfühl-Oase. Die Abschmickpads könnt ihr zudem ganz nach eurem eigenen Geschmack oder auch nach dem Einrichtungsstil eures Badezimmers gestalten. Und sie sind zudem ein super Geschenk für andere!

DIY-Abschminkpads halten lange

Meinen ersten Schub an DIY-Wattepas habe ich mir vor fast zehn Jahren, als absoluter Nähanfänger, aus alten Sweatern genäht. Genau dafür sind solche Projekte perfekt! Ihr lernt eure Nähmaschine besser kennen und tastet euch an das Thema Stoff und Garn immer mehr heran. Aber auch um v.a. kleine Stoffreste sinnvoll und einfach zu minimieren, bietet sich dieses Projekt ganz wunderbar an.

Nun also, nach zehn Jahren, beginnen die ersten Abschminkpads unansehnlich zu werden und es wurde Zeit für einen neuen Schwung an Pads im Bad. Aber rechnet das mal hoch: zehn Jahre lang morgens und abends ein Pad! Ich bin mit dieser Bilanz absolut zufrieden.

Abschminkpads und Jeanskörbchen.
DIY-Abschminkpads.

Was ihr für die Abschminkpads braucht und wie es geht

Alles was ihr braucht, sind Stoffreste. Das können wie bei meinem ersten Versuch ausgetragene Pullis sein, die haben zudem oft eine glatte und eine weiche Seite. Wenn ihr das beim Zusammenlegen eurer Stofflagen beachtet, haben eure Pads ebenfalls eine glatte und eine flauschige Seite, so dass ihr euch beim Abschminken immer entscheiden könnt, welche Seite für eure Bedürfnisse gerade besser ist. Aber auch altes Bettzeug oder andere kleinere Stoffreste eignen sich ganz hervorragend dafür. Schaut, welche Farben gut zusammenpassen und euch gefallen.

Abschminkpads und Stoffstücke.
Aus Stoffresten und Schablone werden Abschminkpads.

Mit einer Dose oder einem anderen runden Gegenstand bereitet ihr euch eine kreisrunde Schablone aus Papier vor (der Hardcore-Upcycler nimmt dafür einfach einen gebrauchten Briefumschlag). Den Papierkreis fixiert ihr mit zwei Stecknadeln auf mehrere Stofflagen und schneidet diese dementsprechend aus. Je nachdem welches Ausgangsmaterial ihr nehmt, kann so ein Abschminkpad aus zwei bis drei Stofflagen bestehen (habt ihr drei Lagen, könnt ihr im Inneren unattraktive Stoffprints verstecken!). Testet aus, mit wieviel Lagen euch das Pad von der Haptik her am besten gefällt und bereitet euch einen ganzen Schwung an Stoffkreisen vor. Anschließend braucht ihr diese nur noch zusammenzulegen und mit einem Zickzack-Stich an der Nähmaschine vernähen.

Es ist hierbei möglich mit der Grundeinstellung der Stichart einfach mehrere Runden übereinander zu nähen, oder ihr testet einen kleineren Abstand an einem Probestoff und passt die Naht genau an. Für meine eigenen Pads ist mir das Nahtbild nicht so wichtig, möchte ich welche verschenken, gebe ich mir bei diesem Schritt etwas mehr Mühe.

Aufbewahrung für die Abschminkpads

Für die Pads braucht es natürlich auch noch eine schöne Aufbewahrung. Auch für diese gibt es eine simple und nachhaltige Lösung: eine ausgetragene Jeans! Genauer gesagt: den unteren Abschnitt des Hosenbeins. Der untere Abschluss der Jeans wird für das kleine Körbchen einfach die obere Kante. Die abgeschnittene Seite vernäht ihr mit einem kreisrunden Stoffstück (z.B. aus der gleichen Hose). Passt hier die Größe des runden Stoffstücks an die Öffnung an und vergesst die Nahtzugabe nicht. Wer mag, verziert die Aufbewahrung mit einer Borte, einem Button, einem Anhänger oder Ähnlichem.

Den Button mit dem Segelboot habe ich übrigens mit einer Button-Maschine selbst gemacht. Das Highlight ist jedoch der DIY-Stempel dazu – aus einem alten Holzpuzzle und eingetrocknetem Sanitär-Silikon!!

Kleiner Ausflug: Stempel für den Button

So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.

Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln! So ist eingetrockneter Kartuscheninhalt für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube bekommt ihr mit einem Dremel problemlos auf (mit einer Handsäge sollte es auch gehen). Die eingetrocknete Masse lässt sich anschließend ganz leicht am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel schneidet und ratscht ihr euch die gewünschten Formen zurecht und klebt sie mit (noch flüssigem) Silikon auf die mit alten Buchseiten verzierten Holzwürfel.

Bestempelte Würfel mit Buchseiten beklebt.
Stempel aus altem Würfel-Puzzle.

Noch mehr Nachhaltigkeit für das Badezimmer

Noch eine Miniwinni-Idee, die ihr gut im Badezimmer oder auch in der Küche benutzen könnt: Wasch- und Wischlappen aus einem ausgefransten Handtuch.

Bei dem für das gezeigte Projekt benutzen Handtuch löste sich der äußere Bund mittlerweile stark ab. Reparieren hätte ich sehr aufwändig gefunden. Auch ist der Stoff schon recht hart und nicht mehr so flauschig gewesen, zum Wegwerfen fand ich ihn dennoch zu schade. Da kam mir die Idee einfach ein paar Waschlappen daraus zu machen.

Genau wie bei den Abschminkpads malt ihr euch für die Lappen eine kleine Schablone (hier benutztes Packpapier) in gewünschter Größe zurecht. Orientiert euch an bereits vorhandenen Waschlappen. Schneidet aus dem unansehnlich gewordenen Handtuch mit Hilfe der Schablone doppelt so viele Rechtecke aus, wie ihr euch Lappen vorbereiten wollt. Legt diese doppelt und näht sie wieder mit einem Zickzack-Stich zusammen. Das Ausgangshandtuch hatte eine hell- und eine dunkelgraue Seite. Dementsprechend habe ich auch die zwei Lagen zusammen genäht. Von der einen Seite sind die Lappen nun hellgrau, von der anderen dunkelgrau.

Waschlappen mit Juteband zusammengebunden.
Aus einem Handtuch werden Waschlappen.

Was ihr noch so aus unansehnlich gewordenen Textilien machen könnt

Braucht ihr noch ein paar Buchtipps rund um das Thema nähen?

Wie wäre es denn einmal, Stoffe mit ganz natürlichen Mitteln zu färben und dann zu vernähen? Das ist möglich mit dem Buch ➽ »Wild gefärbt« von Abigail Booth. Braucht ihr noch Tipps, wie ihr perfekt und sauber vernäht, empfehle ich euch ➽ »Nähen perfekt« von Yoshiko Mizuno. Und zu guter Letzt ➽ »Capsule Wardrobe« von Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon.

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Kleidung ohne Schnittmuster nähen und verzieren

Habt ihr in eurem Kleiderschrank Lieblingsstücke und wollt noch mehr davon? Habt ihr Lust auf Experimente beim Nähen und Verzieren von Stoffen? Mögt ihr Kleidung ganz ohne Schnittmuster nähen? Dann zeige ich euch hier eine Möglichkeit, wie ihr schnell schöne Ergebnisse erzielen könnt.

Kleidung ohne Schnittmuster, wie geht das?

Der Standard für alle Projekte

Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff (flexibel/nicht flexibel, dick/dünn). Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung eurer Kleidung ohne Schnittmuster überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr später in eure neu geschneiderten Teile auch hineinkommt!

Die Ruckzuck-Variante

Schwarzes Shirt auf Schneiderpuppe mit Blumen-Ornament.
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.

Aus einem großen T-Shirt könnt ihr euch super fix ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da T-Shirt-Stoff kaum franst, braucht hierbei nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten. Dreht das Shirt wieder auf rechts für weitere Verzierungen.

Verzierung der Kleidung ohne Schnittmuster

Habt ihr die Kleidungsstücke fertig genäht, könnt ihr mit Bleiche Verzierungen auf den Soff bringen (hier eine Oneline-Blume). Auch Soffmalfarbe und DIY-Stempel bieten weitere Möglichkeiten für ein individuelles Design. Natürlich auch für die nach Anleitung genähten Teile!

Kleine Buchtipps zwischendurch

Stoffe bedrucken

Mit je zwei verschieden großen Deckeln, die sich im Durchmesser um ca. einen knappen Zentimeter unterscheiden, zeichnet ihr mit Kugelschreiber kreisrunde Ringe auf Moosgummi und schneidet sie aus. Bereitet euch verschiedene Größen vor. Als Stempelgriffe könnt ihr wieder Deckel oder Ähnliches nehmen, auf die die Moosgummikreise mit flüssigem Bastelkleber fixiert werden. Zwischen die Lagen des Oberteils kommt eine dicke Pappe, die die Rückseite vor durchdrückender Farbe schützt. Die Stempel werden mit einer nicht zu dicken Schicht Stoffmalfarbe bepinselt und anschließend auf den Stoff gedrückt. Wenn ihr zwei Farben übereinander druckt gibt das einen spannenden Effekt.

Stoffe bleichen

Warnhinweis

Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit) können zu Verätzungen führen. Auch solltet ihr damit nur in gut belüfteten Räumen arbeiten. Schützt euch, eure Möbel und Kleidungsstücke vor ungewolltem Kontakt. Tragt beim Umgang mit Bleichmitteln auf Chlorbasis Einmalhandschuhe und eine Schutzbrille! Kinder sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Weitere Sicherheitshinweise gibt es weiter unten.

Vorbereitungen

Überlegt euch ein schönes Motiv und übertragt es mit Hilfe von Transferpapier (Transferpapier hier kaufen) auf das Shirt. Arbeitet zum Bleichen am besten in der Dusche oder Badewanne und legt zwischen die Stoffschichten des zu verzierenden Oberteils eine Plastiktüte, damit die Bleiche nicht das Rückenteil mitbleicht. Mit einer Garnierspritze, gefüllt mit einer dickflüssigen Bleichmischung, fahrt ihr später dieses Motiv nach. Die Garnierspritze könnt ihr nur noch für diesen Zweck und auf keinen Fall mehr für Lebensmittel verwenden!

Das Rezept für die Bleichmischung

2 EL Stärke in 125 ml Wasser einrühren und aufkochen. Die cremige Masse auskühlen lassen, bevor 5 TL flüssige Bleiche (z.B. DanKlorix) hinzukommen. In eine Garnierspritze (/Garnierstift, eigentlich zum Torten verzieren gedacht) gefüllt, könnt ihr nun Muster, Bilder oder Sprinkler auf euren Stoff bringen. Lasst die Bleiche-Creme für ca. 5 bis 15 Minuten einwirken. Spült anschließend alles gründlich ab und lasst den Stoff trocknen.


Sicherheitshinweise zu Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit)

  • Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
  • Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
  • BEI KONTAKT MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle beschmutzten, getränkten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen/duschen.
  • BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
  • Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
  • Behälter völlig entleert der Wertstoffsammlung zuführen.
  • Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden. DanKlorix mit Chlor darf keinesfalls zusammen mit DanKlorix ohne Chlor angewendet werden. Es können gefährliche Dämpfe (Chlorgas) freigesetzt werden.
  • Flasche immer aufrecht halten und kühl lagern.
  • Kleidung vor Spritzern schützen (Bleichwirkung).

Buchtipps rund um die textile Verarbeitung

Upcycling-Ideen aus alten Jeans

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Ran an die Samen!

Organisation ist das halbe Leben. Wer einen Garten, einen gut bepflanzten Balkon oder eine pflanzenvolle Fensterbank besitzt, weiß dass eine gute Planung auch beim Aufziehen von Pflanzen wichtig ist. Viele Blumenfans werden sich im späten Winter – aus voller Vorfreude auf die kommende Gartensaison – mit frischen Samen beim Händler ihres Vertrauens eingedeckt haben (für zwei Empfehlungen, schaut gerne einmal weiter unten). Hinzu kommen Restbestände aus dem Vorjahr, sowie selbstgesammelte Unikate. Doch jede Pflanze hat andere Ansprüche an den Aussähzeitpunkt. Hierfür habe ich mir ein kleines, nachhaltiges Ordnungssystem überlegt.

Samenkiste für mehr Überblick

Manche Samen, wie die von Tomaten und Paprika, wollen schon sehr zeitig im Jahr, also ab Februar/März auf der Fensterbank vorgezogen werden, damit wir sie in unseren gemäßigten Breitengraden bis zum Beginn des Herbstes reichlich beernten können. Andere Samen wiederum benötigen einen Kältereiz und müssen deshalb im Herbst in die Erde. Manche mögen den April, andere wiederum erst den Mai für ihre Aussaat. Wollt ihr viel Neues ausprobieren, oder habt allgemein eine große Auswahl an Samen, wird es schnell unübersichtlich und ihr vergesst den einen oder anderen Kandidaten. Das kann mir nun mit meiner Samenbox nicht mehr passieren.

In diese Kiste sortiere ich alle Samentütchen nach ihrem Aussäh-Monat ein. So habe ich immer den Überblick, was aktuell zu tun ist. Diejenigen die erledigt sind, kommen raus oder werden nach hinten umsortiert.

Für die Kiste musste auch nichts gekauft werden. Alle Bestandteile und Materialien habt ihr dafür zu Hause. Die Box war z.B. eine Großpackung an Corona-Testkits. Damit der Aufdruck verschwindet, habe ich den Karton einfach auf links gedreht. Dafür müsst ihr nur die Verklebung vorsichtig mit einem Messer öffnen, die Außenseiten nach innen knicken und die geöffnete Seite neu verkleben.

Den innen bedruckten Teil kann man im gefüllten Zustand nur noch erahnen. Den bedruckten Bereich im Deckel habe ich mit Pack- und Zeitungspapier überklebt. Die grünen Blätter druckte ich zuvor mit meinen DIY-Stempeln und grüner Tinte auf die Zeitung.

Die einzelnen Reiter, die die Kiste in verschiedene Monate einteilt, bestehen aus Getränkekartons. Die Buchstaben für die Monate habe ich erpresserbriefmäßig aus einer Zeitung ausgeschnitten!

Samen-Abo

Das Samen-Abo.

Falls ihr mit euerer Fülle an Samenvielfalt auch anderen eine Freude bereiten wollt, denkt doch mal über ein Samen-Abo für eure Freunde nach. In den Samentütchen befinden sich meist so viele Körner, dass sie für mehrere Aussaaten reichen. Da Samen jedoch nur eine begrenzte Haltbarkeit aufweisen, ist es schade um jedes einzelne Korn, welches nicht in die Erde kommt. Wie wäre es also, wenn ihr jeden Monat eine kleine Auswahl an potenziellen Keimlingen zu euren Freunden schickt? Mit ein paar Hinweisen zur Aussaat, evtl. mit den passenden Blumensteckern dazu, freut sich jeder Blumenliebhaber darüber.

Letztes Jahr, als wir uns alle wegen Corona nicht sehen konnten, fand ich das eine tolle Idee, um für kleine Überraschungen zu sorgen. Als Samentüten kommen bei mir übrigens immer diese kleinen Salzbeutelchen aus den TK-Laugengebäck-Verpackungen zum Einsatz. (Das Salz kommt auch gar nicht auf unsere Brötchen, sondern in das Nudelwasser 😂.)

Eine weitere Blumenstecker-Idee

Falls ihr im Sommer Eis essen geht und ihr dazu diese kleinen Eislöffelchen bekommt, ärgert euch nicht über den Plastikmüll. Benutzt sie einfach als Pflanzenstecker, so leben sie ein zweites Leben, welches etwas länger anhält, als für eine kurze Zwischenmahlzeit.

Samengut-Händler die ich aus vollem Herzen empfehlen kann

Drachenkopf & Eukalyptus…
… in DIY-Anzuchtschalen

www.saatgut-vielfalt.de

Hier gibt es SÄMEREIEN für winterharte Freilandstauden, Kräutersamen und Einjährige. Ich habe hier schon oft bestellt und bin noch nie enttäuscht worden. Ihr bekommt ein tolles Preis-Lesitungsverhältnis, mit vielen Informationen zu den Pflanzen und Samen auf der Seite. Hier bin ich z.b. letztes Jahr auf die Teepflanze Drachenkopf gestoßen. Die Zobelhäschen und ich hatten uns als Garten-Schwerpunktthema Heilkräuter überlegt. Besser als jeder Sachkunde-Unterricht.

https://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de

Hier hingegen erwarten euch SAMEN & PFLANZEN. Oft auch exotische Vertreter, wie den Eukalyptus. Ich habe diesen Shop erst ganz neu für mich entdeckt und bin von der Auswahl an Samen für Färberpflanzen begeistert. Warum ich mir im aktuellen Jahr einige davon großziehen möchte erklärt diese Buchempfehlung sehr überzeugend:

Noch mehr Tipps rund um die Samenzucht

Braucht ihr noch ein paar nachhaltige DIY-Ideen, um euren Liebsten eine kleine Freude zu machen? Dann gefällt euch vielleicht das:

Noch mehr passende Buchtipps findet ihr hier:

Einfach Hochdruck

Auf verständliche Art und Weise erklärt euch dieses Kreativ-Buch, wie ihr die Hochdrucktechnik erlernt. Als Materialien werden Linol- und Gummiplatten, aber auch Moosgummi aus dem Bastelbedarf verwendet. Ihr könnt euch Stempel selber herstellen und grandiose Muster drucken. Euch erwarten abwechslungsreiche Motive und viele Tipps und Tricks zur Umsetzung und Variation eines solchen Drucks.

Einfach Hochdruck

Projekte mit Linolschnitt, Gummiplatten und Stempeln

Andrea Lauren

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60162-5

Preis 24,90 Euro

144 Seiten

Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Theorie

Ihr erfahrt hier alles zu den Themen Materialien und Werkzeuge. Auch geht die Autorin auf die Grundtechniken, was das Schnitzen und Schneiden anbelangt ein und was beim Verteilen der Farbe auf den Druckstock zu beachten ist. Auch erklärt sie den wichtigen Punkt, ob ihr beim Schnitzen einen positiven oder negativen Abdruck produziert. Das hängt davon ab, welche Flächen weggenommen werden und welche nicht. Durch diesen einfachen Trick könnt ihr ganz unterschiedliche Wirkungen mit eurem Druck erzeugen.

Praxis

Der sehr ausführliche praktische Teil des Buches beginnt mit Moosgummi als Druck-Grundstoff. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass dieses Material leicht zu bearbeiten und somit für Anfänger sehr geeignet ist. Zugleich erzielt ihr damit wunderschöne Ergebnisse, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Nach diesem Kapitel geht das Buch zum Schwerpunkt des Linol- und Gummidrucks über.

Über die wirklich sehr abwechslungsreichen Projekte erfahrt ihr, wie ein mehrfarbiger Druck funktioniert oder wie ihr ganz einfach einen wunderschönen Farbverlauf erzeugt. Ihr könnt euer Bild mit Hilfe der Druckerfarbe an sich einfärben oder aber auch später. Spannend in diesem Zusammenhang ist die ‚Färbung‘ des Drucks mit einer Art Collage-Technik. Es gibt auch Hinweise für die Platzierung der Objekte vor dem Druck.

Das Buch von hinten.

Euch erwarten zudem viele verschiedene Möglichkeiten, Tipps und Tricks, die vor allem beim Arbeitsschritt des Druckens angewandt werden, um differenzierte Effekte zu erzielen.

Der Abschied

Erwähnenswert ist der letzte Abschnitt des Buches, in welchem Andrea Lauren Druckerzeugnisse anderer Künstler vorstellt. So wird einem bewusst, wie unterschiedlich mit der gleichen Methode gearbeitet werden kann und noch einmal aufgezeigt, wieviel mit dieser Technik tatsächlich möglich ist.

Das Buch und ich

Warum ausgerechnet Linoldruck?

Lange habe ich mir ein solches Buch gewünscht und nun endlich darf ich es bei mir Willkommen heißen! Dadurch, dass Linoldrucke keine Dreidimensionalität zulassen, haben sie für mich eine wahnsinnig aussagekräftige Wirkung. Schaut dafür auch unbedingt einmal auf der Seite der Autorin vorbei! Dort findet ihr massenhaft Inspiration und werdet verstehen, was ich mit der besonderen Ausstrahlung solcher Kunstwerke meine und warum ich unbedingt in dieses Handwerk hinein schnuppern möchte.

Das Buch hat mich absolut inspiriert und ich wollte sofort mit dem Hochdruck loslegen. Da ich schon lange mit der Idee spiele, Linoldruck einmal auszuprobieren, hatte ich Linolplatte und das passende Schnitzwerkzeug dafür bereits parat. Auch Farbe und Rolle waren vorhanden, diese hatten mir beim Gelliprint schon gute Dienste geleistet.

Erarbeitung eines Motivs

Da es im Buch keine Motiv-Vorlagen zum Abpausen gibt, braucht es ein wenig Vorarbeit. Entweder ihr orientiert euch an den Bildern und Druckstöcken, die im Buch gezeigt werden oder überlegt euch ein ganz eigenes Design. Im Buch gibt es eine Abbildung mit ein paar Druckstöcken aus dem Atelier der Autorin. In einer Ecke dieses Bildes erkennt man noch gerade so eine Matroschka. Genau die hat es mir angetan.

Idee aus dem Buch & meine Umsetzung.

Also setzte ich mich an den Computer und malte mir eine digitale Vorlage. Mittlerweile nutze ich diese Möglichkeit des Zeichnens sehr gerne, da man im Nachhinein schnell und einfach Größen und Muster variieren kann. Bei mir blieb es nämlich nicht bei nur einer Matroschka. Die kleinen Holzpüppchen kommen doch wirklich selten allein daher!? Also habe ich mir sechs verschieden große Mädels, mit jeweils leicht abgewandelten Motiven auf den Körpern, überlegt. Mit diesen ging es schließlich an die Ausarbeitung meiner allerersten Linol-Druckplatten.

Ausarbeitung der Druckplatten

Abwechselnd habe ich die Motive mit der Bleistift-Methode und mit Kohlepapier auf die Linolplatte transferiert. Beides funktionierte sehr gut. Ich habe mit der größten Matroschka begonnen, da hier einfach am meisten Platz war und so mehr Spielraum zum Üben der Handhabung des Werkzeuges. Letztendlich habe ich immer den gleichen Schnitt-Aufsatz benutzt. Es stellte sich heraus, dass ich für mein Muster gerne mit noch filigranerem Schnitzwerkzeugen arbeiten würde, als ich besitze.

Für das große Motiv habe ich wirklich lange gebraucht, je kleiner Die Matroschka wurde desto schneller ging es voran. Zum einen wurde die Technik besser, zum anderen musste weniger Material weggenommen werden. Für die erste Matroschka überlegte ich mir ganz genau, welche Partien weg und welche bleiben müssen. Bei den weiteren und kleineren Ausführungen muss man hierüber nicht mehr so viel nachdenken.

Die Herausarbeitung der Augen war für mich übrigens das Schwierigste. Der Ausdruck in einem Gesicht ist wichtig und die Matroschkas sollten nun wirklich nicht genervt oder schockiert schauen! Und radieren ist hier einfach nicht: einmal weg – immer weg.

Druck

Es brauchte ein paar Anläufe und Versuche, bis die Druck-Ergebnisse für mich okay waren (optimieren kann man immer!). Entweder es war zu viel Farbe oder zu wenig, zudem verhält sich jede Art von Papier anders, nimmt mal mehr, mal weniger Farbe vom Druckstock auf. Auch lernte ich, dass ich mit meinen filigranen Mustern die Platten nach einem Farbdruck säubern sollte, da sich sonst immer mehr Farbe in kleinen Zwischenräumen sammelte, die da gar nicht hingehörte und so zu einem unsauberen Druck führte.

Meine Drucke auf verschiedenen Untergründen.

Die Kombination aus Zeitungspapier oder alten Buchseiten mit den Matroschkas hat mich begeistert. Ich glaube, genau dass ist eine der vielen Facetten, die die Faszination an dieser Technik ausmacht. Mit einem Druckstock kann man sich ausprobieren, experimentieren und durch kleine Abwandlungen immer wieder neue Ideen schaffen.

Gruppenbild – Alle sechs Matroschkas zusammen.

Es ist natürlich auch problemlos möglich große Projekte damit zu verzieren. Da bald Weihnachten vor der Tür steht, stelle ich mir Geschenkverpackungen umhüllt mit bedruckten Packpapier sehr gut vor. Und zu den Themen Mehrfarbendruck, Collagieren, Colorieren…. habe ich mich ja noch gar nicht vorgewagt. Es gibt noch so viel zu entdecken!

Fazit

Bei ‚Einfach Hochdruck‘ handelt es sich um ein Buch für alle, die Spaß am Experimentieren haben und neue Dinge ausprobieren wollen. Ihr erfahrt hier viel über eine Kunst, die viel mehr bietet, als man zu Beginn glaubt.

Weitere Tipps zum Thema Drucken

DIY-Ideen

Auch ich habe bereits herausgefunden, wie praktisch das Material Moosgummi ist, um sich ganz individuelle Stempel herzustellen. Die vielseitig einsetzbaren Blätterstempel gefallen mir bisher am besten von all meinen Experimenten mit Moosgummi.

Und für alle die noch auf der Suche nach den passenden, aber günstigen Stempelkissen sind, geht es hier zu einer kostengünstigen DIY-Version:

Buchtipps

Aber natürlich habe ich auch noch ein paar ganz tolle Buchtipps für euch zu diesem Thema:

Viel Spaß beim Schmökern!

DIY-Adventskalender – Eine Ideensammlung

Für DIY-Adventskalender gibt es so viele schöne und verschiedene Möglichkeiten: manche sind mit etwas mehr Aufwand zu gestalten, dafür mit viel Glamour; andere wiederum sind schlicht und schnell gemacht. Aber auch 24 individuelle Unikate sind möglich.

Wir stellen uns vor.

Die meisten Bastelmaterialien dafür hat man sogar bereits zu Hause: Kaffeetüten (das sollte kein Problem sein!!), Packpapier aus Versandkartons, alte Zeitungen, Getränkekartons oder auch viele kleine Plastik-Eier (die, in denen sich ursprünglich Mini-Spielzeug befindet). Man muss dass alles nicht immer ganz alleine sammeln. Bekannte und Freunde helfen oft sehr gerne weiter!

Der Elegante

Nicht nur für musikalisch Versierte.

Klein aber fein: die nicht ganz so opulente Variante aus Seifenschachteln verpackt mit Notenpapier. Wenn man diese vorsichtig an nur einer Seite aufmacht, kann man den Kalender auch im nächsten Jahr wieder verwenden. Die Sterne bestehen aus Getränkekarton (mit brauner Innenbeschichtung) und wurden mit einem weißen Acrylstift beschriftet und verziert.

Der Pragmatische

Mit viel Lesestoff durchs neue Jahr.

Bei den gezeigten Beispielen lässt sich meine Sammelleidenschaft erahnen. Z.B. für all die Bücher, die ich auf Flohmärkten, mit Hilfe von Tausch-Schränken und Second-Hand-Buchhandlungen zusammen gesucht habe. Dafür habe ich mich bei diesem Kalender für die einfachste Verpackungsvariante mit Zeitungspapier entschieden.

Die Kreise bestehen aus Packpapier beklebt mit Sternen und Schneeflocken, gestanzt aus einer goldenen Kaffeetüte. Mit weißem Lackstift wurde der Rand verziert und die Zahlen habe ich gestempelt. (Psssssst: die Kreise kann man sich gerne aufheben und im nächsten Jahr wieder verwenden!)

Für Groß & Klein

Individuell bis ins kleinste Detail. Eine Wohngruppe für viel Geselligkeit.

Die Häuser aus Getränkekarton kann man individuell gestalten. Jedes Häuschen wird anders. Und wenn einem zwischendrin die Puste ausgeht, und man keine 24 Wohneinheiten schafft, stellt man sich diese einfach als Deko hin: eine kleine winterliche Häuserlandschaft findet bestimmt in jedem Heim einen schönen Ort.

Diese Häuschen bieten viel Platz zum Befüllen. Wie wäre es mit ein wenig DIY-Kosmetik aus der eigenen Produktion? Schaut gerne einmal hier vorbei für noch mehr Inspiration und viele Kosmetik-Rezepte:

Der Opulente

Die goldenen Kaffeetüten wurden mit silbernen Kreisen beklebt. Auf diesen Kreisen kleben wiederum (auf weißem Papier) ausgedruckte Zahlen, die mit silbernen und weißen Lackstiften weiter verschönert wurden.

Dieses Jahr gab es einen wunderbaren Kellerfund in der Familie: einen sehr alten Koffer in welchem nun die goldenen Tüten, samt Lichterkette und ein paar Weihnachtskugeln richtig gut zur Geltung kommen.

Die Überraschung nach der Überraschung.

Der Verwandlungskünstler

Eine ganz andere Variante für einen Adventskalender ist die BonBon-Girlande aus Plastik-Eiern verpackt in Packpapier. Ganz nach eigenem Geschmack werden diese mit buntem Masking-Tape umklebt. Für die Zahlen und weitere Motive habe ich auch hier wieder Getränkekarton benutzt und mit DIY-Sektkorken-Stempeln bestempelt. Der Clou: Auf den Rückseiten der Kreise befinden sich Buchstaben und weitere weihnachtliche Motive, so dass nach dem Auspacken aller Überraschungen aus diesen eine Girlande gebastelt werden kann. So wird die Zeit bis zur abendlichen Bescherung super kurz!

Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz

Gelliplatte und Gelliprint? Was ist das? Einfach eine super geniale Methode um zu Drucken und zu Stempeln und dies auf eine absolut experimentelle Weise. Der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und immer neue Kombinationen denkbar.

In meinem neuesten Beitrag zum Thema Kreativ-Bücher berichte ich euch, was es in diesem Buch alles zu entdecken gibt. Das Rezept für die Gelliplatte findet ihr hier.

Gelliprint

Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz

Sabine Ickler & Katrin Klink

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60242-4

144 Seiten

26,00 Euro

Hardcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite; dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Als allererstes und für mich Wichtigstes: Die Gelliplate kann man sich selber herstellen!! Außer dem Buch braucht ihr also nichts zu kaufen, falls ihr mit dieser Art zu Drucken gleich loslegen wollt. Ihr findet hierin sehr abwechslungsreiche Ideen und Umsetzungen. Es werden verschiedene Methoden der Herangehensweise im Umgang mit der Gelliplatte erklärt und zudem kreativ umgesetzte Projekte gezeigt.

Zum einen ist es möglich zunächst Farbe auf die Platte aufzutragen und sie mit bestimmten Werkzeugen punktuell oder in Linien wegzunehmen. Das entstandene Bild wird dann gedruckt. Genauso ist es möglich Flächen mit Formen aus Papier abzudecken und dann zu drucken. Oft ist ein zweiter oder sogar dritter Druck mit der gleich bearbeiteten Platte möglich, was jedes Mal für andere Effekte sorgt!

Auch kann die Platte zusätzlich bestempelt werden, bevor es an den Druck geht. Es wird zudem erklärt, wie man sich kleine Stempel selber herstellen kann. Das ist auf der einen Seite toll, um Farbe punktuell wegzunehmen, es ist aber auch möglich die Platte als Stempelkissen zu benutzen!

Es wird mit verschiedenen Arten von Farbe experimentiert, genauso mit Prints aus Hochglanz-Zeitschriften! Lasst euch überraschen, was alles möglich ist.

Als Projekte erwarten euch unter anderem: bedruckte Taschen und Beutel, Möbel, Klamotten, Notizbücher und auch eine Wimpelkette. Die gezeigten Projekte sind wirklich sehr sehr abwechslungsreich!

Das Buch und ich

Also ich bin mal wieder total begeistert, was im Kreativbereich alles möglich ist. Im Folgenden seht ihr, was bei meiner allerersten Druck-Session innerhalb weniger Minuten entstanden ist. Mit den bedruckten Papieren, die rein intuitiv und ohne Plan entstanden (danach war im Zimmer allerdings Chaos pur!), werde ich noch kreative Dinge produzieren und darüber berichten. Ich hab da schon so einige Ideen!

Vor allem seht ihr hier aber bereits, wie hoch die Variationsbreite der Anwendungsgebiete ist. Und wie erwähnt, das alles ohne Plan. Mit ein wenig Gedankenschmalz sind hier noch viel viel mehr Dinge möglich! Und das war nur der Test mit Papier.

Ein Rezept für die DIY-Gelliplatte findet ihr hier. Der Beitrag zu dem Rezept ist zudem lesenswert, da ich über ein paar Dinge berichte, die bei mir und der Herstellung dieser Art von Druckplatte schief gelaufen sind.

Was habe ich alles ausprobiert?

Bevor es an den Druck ging habe ich auf die mit Farbe bestrichene Platte ein Obstnetz gelegt. Dazu kamen in machen Fällen noch Kreise aus Getränkekarton. Ihr braucht also auch dafür keine komplizierten oder aufwendigen Utensilien. Die Farbe auf der Platte kann zudem auch mit Stempeln weggenommen werden. In meinem Fall war dies wieder eine DIY-Konstruktion: Eine Blüte aus Papprollen!

Auch könnt ihr mit der Art von Papieren variieren und Upcycling-Materialien wie z.B. alte Buchseiten benutzen. Einen lustigen Effekt gab es beim Abdecken mit Silikon-Gummis in Stern- und Katzenform. An der Übertragung von Hochglanzbildern aus Zeitschriften werde ich noch arbeiten.

Nach dem ersten Druck, kann alles abgezogen werden und ein weiter Druck erfolgen. Die Resultate können ganz unterschiedlich ausfallen.

Das Buch von hinten.

Fazit

Das Buch von Sabine Ickler und Katrin Klink gibt einen wahnsinnig tollen Einstieg in diese für mich absolut neue Methode des kreativen Gestaltens! Ihr bekommt zudem viele spannende Ideen, um mit dieser Technik auch gleich Projekte umzusetzen.

Weitere Tipps

Habt ihr jetzt Lust noch mehr zu drucken und zu stempeln? Dann schaut doch mal, ob das hier ein Buch für euch wäre. Hier geht es um das Färben und Bedrucken von Stoffen mit vielen verschiedenen Techniken und wirklich schönen Resultaten.

Und wer lieber erst einmal in kleinen Schritten an das Thema Stempeln und Drucken heranwagen möchte, kann sich aus Resten – die wirklich jeder zu Hause hat – kleine süße Stempel machen

Gelliprint – Rezept für eine Gelliplatte

Gelliplatte und Gelliprint? Was ist das? Einfach eine super geniale Methode um zu Drucken und zu Stempeln und dies auf eine absolut experimentelle Weise. Der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und immer neue Kombinationen sind denkbar.

Um diese Technik einmal auszuprobieren braucht ihr neben der Gelliplatte am besten zusätzlich Linoldruckfarbe, eine gummierte Farbwalze und eventuell eine kleine Glasplatte, auf die ihr die Gelliplatte legen könnt. Es geht aber auch ohne dieses Extra-Zubehör. Ein alter Teller tut’s auch als Ablage und die Farbe könnt ihr zudem mit einem Pinsel auf der gelartigen Platte verteilen. Die Striche der Pinselborsten werden hier dann mitgedruckt. Auch das kann sehr reizvoll sein.

In meinem neuesten Beitrag zum Thema Kreativbücher in der Rubrik Bücher! Bücher! Bücher! berichte ich euch, was es in dem Buch „Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz“ alles zu entdecken gibt. Viele verschiedene Techniken werden bei den unterschiedlichsten Projekten vorgestellt und angewandt. Mehrfarbendruck und Experimente auf den unterschiedlichsten Materialien sind mit dieser Methode möglich!

Das Rezept für die Gelliplatte gibt es hier:

Rezept

Zutaten
  • 9 Päckchen Gelatinepulver (kein Sofortprodukt)
  • 250 ml kaltes Wasser
  • 125 ml Isopropylalkohol (Isopropanol)
  • 125 ml pflanzliches Glycerin
Zubereitung der Gelliplatte

Das Gelatinepulver in einen Topf geben und zunächst zehn Minuten in dem kalten Wasser quellen lassen. Anschließend erwärmt ihr die Masse langsam bei geringer Hitze, bis alles flüssig geworden ist. Nun gießt ihr – ebenfalls vorsichtig und langsam – das Isopropanol hinzu, falls nötig lasst die Flüssigkeit vorher noch ein wenig abkühlen. Danach kommt das Glycerin dazu.

Diese Masse könnt ihr nun in Formen gießen (eventuell alles durch ein Sieb laufen lassen). Die Platte muss mindestens 1,5 cm hoch sein. Plastikdosen aus der Küche, mit einem glatten Untergrund, bieten sich dafür gut an.

Es kann wohl ein paar Tage dauern, bis die Masse fest ist. Bei mir war das innerhalb von ein paar Minuten der Fall.

Für mögliche Fehler bei der Zubereitung scrollt gerne einmal nach ganz unten!

Gelliplatte (rechts) und mein erster Druck.

Drucken mit der Gelliplatte

Wenn ihr mit der Platte und dem Drucken starten wollt legt euch am besten alles, was ihr dafür braucht zurecht:

  • verschiedene Papiere
  • Linoldruckfarbe
  • gummierte Walze
  • Glasplatte
  • Formen aus Papier zum Abdecken
  • Stempel in diversen Formen
  • flache Gewebe mit spannenden Strukturen

Auf die Glasplatte (z.B. von einem alten Bilderrahmen) legt ihr euch die Gelliplatte. Mit einer Linolwalze könnt ihr die Farbe gleichmäßig darauf verteilen. Der Weitere Verlauf ist euch selbst überlassen!

Meine ersten Versuche

Meine ersten Versuche mit der Gelliplatte waren echt lustig, gingen super schnell und es war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich diese Technik benutzt habe.

Meiner Erfahrung nach funktioniert diese Methode mit Linoldruckfarbe am besten. Acrylfarbe trocknet sehr schnell und wirkt auf dem Druck recht stumpf und als ob sie gleich wieder abblättern würde.

Farbe verdecken

Am meisten Spaß hat mir bisher bereitet, dass man die Farbe auf der Platte mit verschiedenen Dingen abkleben und so bestimmte Bereiche aussparen kann, die dann nicht mehr auf das Papier gedruckt werden. Bei mir kamen dafür z.B. Obstnetze und ausgestanzte Kreise aus Getränkekartons zum Einsatz.

Farbe entfernen

Aber auch die Technik, mit Stempeln Farbe von der Platte zu entfernen, um so spezielle Muster auszusparen finde ich genial. Gleichzeitig kann man die Platte wie ein Stempelkissen benutzen und so auch noch zwei Projekte gleichzeitig vorbereiten. In dem hier gezeigten Beispiel benutzte ich einen DIY-Stempel: eine Blütenform aus Papprolle.

DIY-Stempel aus Papprollen.

Noch eine Idee

Wie wäre es außerdem spannende Formen zum Gießen der Gelli-Druck-Platte zu benutzen? Habt ihr Quadrate, Herzen oder Kreise? Ich denke da gerade an Eisdosen, Silikon-Backformen und Ähnliches… Oder man benutzt gleich zum Gießen bereits unebene Oberflächen… Wie eingangs erwähnt: die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Fehlerquellen bei der Zubereitung der Gelliplatte

Ungeduld ist keine Tugend

Da ich sehr ungeduldig bin, wollte ich bei der Herstellung der Gelliplatte mit dem Abkühlen nicht warten. Gleichzeitig hatte ich aber auch keine Lust, die Alkoholdämpfe einzuatmen, wenn ich das Isopropanol in eine eventuell noch zu warme Lösung kippe. Also dachte ich mir, ich nehme zuerst das Glycerin, damit kühlt die Masse ja auch gleich ab. Das Glycerin hat sich jedoch nicht gut mit der gelösten Gelatine vermischt und als ich dann den Alkohol hinzufügte entstand ein riesengroßer weißer Batzen, der wie zu lang gekautes Kaugummi aussah.

Aus der Anleitung des oben erwähnten Buches weiß ich, dass die fertigen Platten problemlos wieder eingeschmolzen werden können (z.B. wenn sie Risse aufweisen). Also war mein Plan, das Ganze mit Hitze doch noch geschmeidig zu bekommen. Nun musste ich also ewig lange weiter erhitzen und erst recht die alkoholischen Dämpfe ertragen (das ist nicht gesund!) und wirklich lange warten, bis alles aufgelöst war. Danach konnte ich die Masse ganz normal in die Formen gießen.

Auch ist nun die Masse superschnell fest geworden.

an das Rezept halten

Zudem war das bereits mein zweiter Versuch eine Gelliplatte herzustellen. Für meinen ersten dachte ich mir, ich könnte all die Agartine aus unserem Backzutaten-Fach leer bekommen, die wir hier zum Backen und Kochen als vegane Alternative zur Gelatine ausprobiert hatten. So richtig zufrieden waren wir hier mit dieser Alternative nicht und deshalb wäre es eine tolle Sache gewesen, diese noch für etwas Sinnvolles aufbrauchen zu können. Dafür musste ich einige Mengenangaben umrechnen und vor allem auch runterrechnen, da ich so viel Agartine gar nicht mehr hatte. Ich dachte mir jedoch: für eine kleine Platte wird es schon reichen.

Woran mein erster Fehlversuch jetzt genau gescheitert ist kann ich nicht sagen. War das Volumen zu klein? Habe ich bei den Umrechnungen etwas falsch gemacht? Lag es an der Agartine an sich? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist diese Platte einfach nicht fest geworden und nach einer Woche hat sie auch noch das Schimmeln angefangen!

Aus der Form geraten

Die kleinere meiner zwei Gießform-Dosen war sehr starr. Ich wusste noch nicht wie die genaue Konsistenz der Druckplatte war und ich wollte auf ihr auch keine Spuren hinterlassen. Nur: ich bekam sie nicht aus der Dose heraus! Deshalb stellte ich diese in ein Wasserbad. Zunächst in sehr warmes Wasser aus der Leitung. Dies mit dem Ergebnis, dass sich nichts tat. Als nächstes erwärmte ich ein wenig Wasser – und das nur kurz – im Wasserkocher. So bekam ich die Platte aus der Dose, allerdings war das Wasser doch einen Tick zu heiß. Ein wenig der Platte schmolz auseinander… Ich hatte jedoch das Glück, dass die Platte durch das Stürzen auf einen (im Vergleich) kühlen Teller wieder runter kühlte und nicht weiter schmolz. Auch war sie hiernach noch hoch genug. Ich schnitt ihr anschließend einfach einen geraden Rand und konnte sie nach wie vor benutzen.

Fazit

Genau an das Rezept halten, auf die Reihenfolge achten und ein wenig Geduld mitbringen!

Noch mehr Ideen

Und wer nun neugierig auf weitere Ideen ist, die das Thema Stempeldruck und Upcycling kombinieren, schaut sich hier einfach noch ein wenig um:

Stempel mal ganz klein

Habt ihr kaputte Haushaltsgummis, einzelne Loom-Gummis oder sogar eingetrocknetes Silikon da? Super! Dann können wir uns tolle Stempel bauen! Dieses Mal in einer Mini-Version.

Erstes Kunstwerk mit den Mini-Stempel.

Was ihr braucht:

  • Korken
  • Haushaltsgummis
  • Alleskleber
  • Silikon für den Sanitärbereich
  • wer hat: eingetrocknetes Silikon

Die gerissenen Haushaltsgummis habe ich mir in verschieden große Stücke zurechtgeschnitten und in unterschiedlichen Formen auf die kleingeschnittenen und mit Alleskleber bestrichenen Korken zurechtgelegt, ein wenig festgedrückt, bis es gut von alleine und in der richtigen Position bleibt und hält. Das eingetrocknete Silikon habe ich mit (flüssigem) Silikon geklebt. Wie man die Stempelkissen selbst macht, könnt ihr hier nachlesen.

Nachtrag: Ab besten kleben die Gummireste auf Moosgummi. Wenn ihr also zunächst auf den Korken eine Schicht Moosgummi und dann erst die Haushaltsgummies klebt (hier geht dann auch ganz normaler Alleskleber), habt ihr ganz lange etwas von euren Stempeln.

Ich liebe Stempel und deshalb gibt es hier auf meiner Seite bereits viele Einträge zu diesem Thema, klickt euch gerne einmal durch:

Ideen für die verschiedensten DIY-Stempel

Eine Idee, was ihr mit all den DIY-Stempeln machen könnt

Wochenkalender – Bullet Journal

Organisation ist alles und kann das Leben so leicht machen! Ordnung auf dem Schreibtisch heißt oft auch Ordnung im Kopf. Jedenfalls ist das bei mir ganz eindeutig so.

Darf ich vorstellen – Mein neuer Kalender:

Es war einmal ein ganz normaler DIN-A5-Ring-Ordner, welcher jahrelang unbeachtet, gar ungewollt, in einer Ecke lag. Traurig dämmerte er vor sich hin, eingepfercht zwischen anderen alten Ordner. Aber keiner war wie er. Er war kleiner als die anderen, fühlte sich nicht für voll genommen und somit nicht wie ein vollwertiges Mitglied in der Ordner-Sammel-Kiste. Aber eines Tages wurde es hell. Jemand zog ihn heraus, pustete den Staub weg und dachte: „Damit lässt sich doch etwas anstellen!“ (Dieser Jemand war natürlich der Zobelhase, der für jeden einen Plan parat hat, wenn die Zeit nur endlich gekommen ist.)

Hier ein paar Detail-Aufnahmen der einzelnen Seiten, Bestandteile und Highlights dieses wunderbaren Lebens-Begleiters:

Ein Allround-Talent. Mein neuer Wochenkalender.

Die einzelnen Trenn-Seiten für die Monate bestehen aus Getränkekarton mit silberner Innenbeschichtung. Das man diese Art Karton für viele coole Projekte benutzen kann habt ihr hier ja nun schon öfter entdecken dürfen. Die Trennseiten sind ein wenig größer als DIN A5, das entspricht ziemlich genau drei Seiten eines Kartons. Zunächst habe ich ihn mit DIY-Sprühfarbe (aus eingetrockneten und auch (eigentlich) leeren Filzstift-Kartuschen) in Regenbogenfarben besprüht. Hierbei habe ich darauf geachtet, dass die Farben zu den Jahreszeiten und Monaten passen: die kalt-blauen Töne für die Wintermonate, warm-orange für den Sommer und z.B. viel grün für den Frühling. Die Seiten wurden mit dem Locher gelocht und als Lochverstärker, so dass man sie auch mehrere Jahre lang benutzen kann, habe ich mich für Metallösen entschieden.

Trennblätter für die einzelnen Monate.

Eine Wochen-Übersicht gefällt mir persönlich in einem Kalender oder Planer am besten. Dafür habe ich mir (klar auch aus Milchkarton! mit brauner Innenbeschichtung) eine Schablone gemacht, mit der ich fein säuberlich die einzelnen Tage pro Woche auf ein DIN A5-Papier markieren kann. Die kleinen Löcher in der Schablone können für weitere Verzierungen benutzt werden, oder auch als Aufzählungszeichen für to-do-Listen etc. pp.

Wochen-Blätter, Multifunktions-Schablone aus Getränkekarton, Silikon-Stempel auf Getränkekarton-Deckeln.

Für die weitere Gestaltung der Wochenseiten habe ich mir ein paar Silikon-Stempel gegönnt, die ich tatsächlich und für mich ganz ungewöhnlich, mal nicht selber gemacht, sondern selbst gekauft habe. Das Gefummel mit den Acryl-Platten war mir allerdings zu umständlich, deshalb habe ich mir diese kleinen Stempel einfach – und jetzt endlich kommt wieder der Upcycling-Aspekt – auf die Deckel ehemaliger Getränkekartons geklebt. Da halten sie ganz gut und so bleiben sie auch jetzt. Nun kann ich nach und nach, wenn ich Zeit habe, die Wochen vervollständigen. ‚Donnerstag‘ war zu groß, der klebt nun auf der Kappe eines ehemaligen Filzstiftes.

Viel Platz auch für Notizen, samt Stempel aus Moosgummi-Buchstaben und weißem Karton.

Für Notizen habe ich mir eine kleines Heftchen aus glatt-gebügeltem (bereits gebrauchtem) Packpapier angelegt, welches – wenn voll oder alles erledigt ist – immer wieder ausgetauscht werden kann. Für die Beschriftung dieses kleinen Notizheftchens wurde ein kleiner Stempel aus Moosgummi-Buchstaben und weißem Karton gebaut.

Wie man sich ganz easy peasy Stempelkissen selber machen kann findet ihr übrigens hier:

Den DIN-A5-Ordner habe ich mit den Stoff-Resten ausgetragener Jeanshosen beklebt. Für die Außenseite kamen glatte Streifen, weiter verziert mit einer Spitzenborte, zum Einsatz. Für Innen habe ich mir einfach die Hosentaschen geschnappt, denn diese sind super praktisch um z.B. die Schablone oder auch Notizen, bunte Kleberli und was euch sonst noch so einfällt unter zu bringen.

Alles griffbereit und aufgeräumt!

Für Büroklammern und Ähnliches habe ich mir zusätzlich ein abnehmbares und (über Druckknöpfe) größenverstellbares breites Textilgummi um die Vorderseite gebunden. Dieses kann man, wenn gewünscht, auch ganz variabel nach hinten verlagern. Mit dem Gummi können nun weitere Dinge wie Notizhefte oder flache Federmäppchen fest verzurrt werden, so dass beim Transport nichts verrutscht oder herausfällt.

Wer jetzt noch mag kann einen alten Gürtel drum herum wickeln, denn ich kann mir vorstellen, dass im Laufe des Jahres unheimlich viel Kram zusammenkommt, welcher vielleicht noch etwas mehr Zugspannung verträgt. Wer es nicht ganz so bunt mag, nimmt einfach ein Gummi und Gürtel in gedeckteren Farben, genauso kann man bei den Trennseiten und Wochen-Blättern vorgehen.

Alles gut verstaut und zugezurrt.

Ich allerdings möchte das nächste Jahr mit viel Farbe, viel Freude und viel Fantasie begehen, deshalb durfte es hier und jetzt mal so richtig bunt werden!

Im Folgenden seht ihr ein paar Arbeitsschritte, wie der Ordner nach und nach verschönert wurde. Von der Material-Zusammenstellung über das Anprobieren, wie alles am besten zusammenpasst und ein gleichmäßiges, möglichst symmetrisches Bild ergibt bis hin über das flächige Bekleben mit Bastelkleber…

Stempel aus Papprollen

Dass ich der Stempelliebe verfallen bin ist nun mittlerweile auf diesem Blog auch nichts Neues mehr. Aber immer wieder fallen mir neue Dinge und Möglichkeiten ein, wie man auf verschiedenste Art und Weise, aus den noch so kuriosen Materialen Stempel machen kann. Hier nun ein paar Beispiele für Stempel aus Papprollen.

Viele bunte Möglichkeiten!

Für die Luftballons muss man nicht viel tun, außer die Rolle auf eine handlichere Kürze zuschneiden. Dadurch wird die Form schon von alleine etwas länglicher, was dann wie ein Ballon wirkt. Noch eine Schnur und einen Bogen als Lichtreflex eingemalt, fertig ist der Ballon. Super schön für Glückwunschkarten aller Art. Hier habe ich wie so oft auf Milchkarton gestempelt. So lassen sich ebenfalls schnell und einfach kleine Grußkarten, Geschenkanhänger oder auch Lesezeichen herstellen.

Schnödes Paket schnell verschönert!

Statt für Luftballons lassen sich mit diesem Stempel natürlich auch Gesichter oder Ostereier oder oder oder machen.

Besonders verträumt finde ich das Motiv aus Mond und Sternen. Der Mond ist schnell geformt, der Stern entsteht durch mehrmaliges Einknicken im gleichen Abstand. Mit einem Haushaltsgummi drumherum bleibt diese Form gut erhalten.

Auch Herzen und viele viele andere Formen lassen sich damit zaubern.

Rhabarber-Marmelade

Selbstgemacht ist doch am Besten. Das gilt auch beim Thema Essen. Wenn die Zutaten dann auch noch aus dem eigenen Garten kommen ist alles perfekt. Hier gibt es heute eigens eingemachte Rhabarber-Marmelade als Präsent überreicht in einem Körbchen aus Milchtüte. Auch das Etikett ist selbstgemacht mit einem aus Radiergummi geschnitztem Herz-Stempel. Denn dieses Geschenk kommt von Herzen.

selbstgemachte Rhabarber-Marmelade im Getränkekarton
Einfach lecker.

Rezept für die Rhabarber-Marmelade:

1 kg Rhabarber wird gesäubert und kleingeschnitten. Anschließend mit 0,5 kg 2:1 Gelierzucker mischen und für vier Stunden ziehen lassen. Nach Packungsanleitung des Zuckers aufkochen und in sterilisierte (abgekochte) leere Schraubverschluss-Gläser füllen. Verpacken und fertig.

Die Schraubverschluss-Gläser, könnt ihr euch das ganze Jahr über selbst zusammen sammeln. Wenn es möglich ist, nehmt immer die gleiche Sorte, dann müsst ihr beim heiß Abfüllen, nicht lange herum probieren, welcher Deckel auf welches Glas passt. Auch mach ich Gläser mit Twist-off-Deckeln. Mit diesen habt ihr immer eine Kontrolle, ob das Glas wirklich vakuumwert ist.

Für alle Neulinge in Sachen Einkochen

Die ausgespülten Gläser, samt ihren Deckeln stellt oder legt ihr euch z.B. in einen großen Topf. Gießt heißes Wasser aus dem Wasserkocher hinzu, bis alles Gläser komplett bedeckt sind. Lasst das ganze noch ein ein paar Minuten auf dem Herd köcheln. Holt das jeweilige Glas erst direkt zum Befüllen aus dem heißen Wasser. Das geht mit einer Holzzange und sauberen Tüchern sehr gut.

Die Rhabarber-Marmelade braucht ein Häubchen!

Herzstempel aus einem Radiergummi

Was du brauchst:

  • Radiergummi-Rest
  • Folienstift
  • Bastelskalpell
  • Stempelkissen mit roter Farbe
  • Computer, Drucker & Papier
  • Packpapier
  • Zickzack-Schere 
  • Klebestift
  • Haushaltsgummi
Marmeladenhäubchen nachhaltig selbst gestalten.

Wie es geht:

Mit dem Folienstift malst du dir ein kleines Herz (ca. 1 x 1 cm) auf den Radiergummi-Rest. Mit dem Bastelskalpell kannst du es nun herausarbeiten: Zunächst an den gemalten Linien entlang, nach und nach schneidest du die Fläche weg, so dass das Herz erhaben ist. 

Drucke dir anschließend die (etwas aktualisierte) Kreisvorlage aus.

Stemple nun mit deinem selbst kreierten Stempel die Herzen in rot auf. Beim Ausschneiden kannst du ein wenig neben der Linie schneiden, so dass man den Rand noch sieht. Das Packpapier bringst du dir mit der Zickzackschere auf die Maße 15 x 15 Zentimeter. Teste vorher, ob es gut auf die Marmeladen-Gläser passt. Ansonsten passe die Maße an, in dem du das Packpapier etwas größer oder kleiner zuschneidest. Nun stülpst du die Papiere mittig über die Gläser und fixierst sie mit dem Gummi. Die ausgedruckten, ausgeschnittenen und bestempelten Kreise klebst du mit Klebestift mittig auf. Fertig sind deine Marmeladendeckchen. 

Wer mag noch mehr Tipps für die nachhaltige Küche?

Rezepte

Buchtipps

Zum Entspannen – Badesprudel

Nichts geht über selbstgemachte Kosmetik und selbstgemachte Geschenke. Hier wieder ein schönes Beispiel für Dinge mit denen man anderen eine große Freude machen kann, aber auch sich selbst. Badesprudel aus hauseigener Produktion. Mit Lavendel wirkt es unheimlich beruhigend und gerne dürfen auch ein paar getrocknete Blüten mit hinein.

Kleine Blumen die beim Entspannen helfen.

Zutaten:

  • 100g Zitronensäure
  • 200 g Natron
  • 2 TL Olivenöl
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Duftöl nach Belieben (z.B. Lavendel)
  • 1 Spritzer Wasser

Zitronensäure, Natron und Ölivenöl gut mischen. Anschließend die Lebensmittelfarbe und das Duftöl hinzugeben für die ganz persönliche Mischung. Mit einem Spritzer Wasser eine Konsistenz herstellen, welche sich gut in kleine Silikonförmchen pressen lässt. Hierfür eigenen sich Eiswürfel- und Pralinenformen, Circa zwei Stunden trocknen lassen, fertig!!

Für die Blumen habe ich die Lebensmittelfarben blau und rot gemischt, um lila zu erhalten. Es ist dabei eine interessante gepunktete Mischung herausgekommen!

Verpackt in einem ehemaligen Getränkekarton, bestempelt und beschriftet, macht es eine gute Figur im Badezimmer, aber auch als kleines Mitbringsel für liebe Menschen.

Natürlich gehen auch andere Formen und Farben:

Muscheln für einen mediterranen Flair.

Für Kinder darf es etwas bunter werden:

https://zobelhase.de/badesprudel-1/

Kreide für den Urlaub

Kreide ist schnell selbst gemacht. Vor allem für Draußen eignet sich diese Kreide aus Gips ganz hervorragend. Gestern gab es ganz bunte Regebogenkreide, heute eine andere Version. Mit diesen Farben und vor allem diesen Formen macht sie beim nächsten Urlaub am Meer besonders Spaß. Wem diese Kreide zu schade zum Verbrauchen ist, kann sie auch als Dekoration im Badezimmer benutzen.

Kreide für den Ostsee-Urlaub! Aber auch als Deko ganz toll.

Als Kreide jedoch braucht es auch eine passende Box zum Verstauen und Mitnehmen: eine Getränketüte mit Deckel – meine neueste Erfindung! Tinte verdünnt in viel Wasser (oder auch das Wasser im Glas nach dem Tusche-Malen) zaubert diesen tollen aquarell-mäßigen Hintergrund. Mit dem selbst-gemachten Silikon-Stempel wird noch schnell ein Segelschiff gezaubert und fertig ist die maritime Box.

Mit der passenden Box, lässt sich die Kreide gut verstauen.

Und wie die Kreide selber herstellt, erfahrt ihr hier:

Stempel! Stempel! Stempel!

So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.

Was aus einem alten Würfel-Puzzle noch werden kann.

Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln. So war das in der Kartusche eingetrocknete Silikon für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube habe ich mit einem Dremel problemlos aufbekommen und konnte das Innere am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel habe ich mir Formen zurechtgeschnitten und auf die mit alten Buchseiten beklebten Holzwürfel mit (noch flüssigem) Silikon festgeklebt. Meiner Meinung nach, die bisher coolsten Stempel die ich gemacht habe.

Grußkarten aus Milchkarton

Diese selbstgemachten Blätterstempel habe ich ja bereits vorgestellt. Dass diese bei mir auch noch weiterhin Verwendung finden, zeige ich euch heute und hier mit dieser tollen Idee. Aus Milchtüten wurden kleine Grußkarten. Schaut mal, was sich in der kleinen Karte alles versteckt…. Ein Samentütchen samt Blumenstecker für eine kleine Bienenwiese. Da geht einem als Blumen- und Naturfreund doch das Herz auf!

Die Karten und das bestempelte Bild des Blumensteckers sind aus Milchtüten, der Holzspieß des Steckers war mal ein leckeres Eis am Stiel, und die Samentüte befand sich ursprünglich in einer Packung Aufback-Laugen-Gebäck, und enthielt Salz zum Drüberstreuen.

Blumenstempel selbst gemacht.

Neue Stempelmotive! Mit Überraschungseffekt

Aus einem alten Moosgummi-Hexenhäuschen, welches schon ein paar Jahre auf dem Buckel, Zahnabdrücke und immer weniger Teile hatte, wurde im Handumdrehen eine neue Stempelsammlung.

So kann man Bilder auch malen!

Die großen Teile des Hauses wie Daches, Bodenplatte und Seitenwand habe ich zu großformatigen Blätterstempel verarbeitet. Aber auch die süßen kleinen Verzierungen des Knusperhäuschens kann man so wie sie sind noch weiter benutzen. Die darauf befindlichen Muster sind beim Stempeln sogar noch zu erkennen. Das war eine große Überraschung für mich und ich bin hellauf begeistert. Nun können wir uns ein Traumhaus stempeln und Bonbon-Konfetti regnen sowie Seifenblasen aufsteigen lassen!

Milch- und Kaffeetüten für die Pflanzenzucht

Verschiedenste Milch-, Saft-, aber auch Kaffeetüten eignen sich als schneller Blumentopf-Ersatz. Auch hier sind den Gestaltungs-Variationen kaum Grenzen gesetzt. Gerade in der Frühjahrszeit, wenn viele Ableger und Stecklinge gezogen werden können, bietet sich damit eine tolle Möglichkeit auch kleine Pflanzengeschenke zu kreieren.

Wenn man die Tüten nicht nur bemalen möchte, kann man sich auch viele Stempel-Formen überlegen und diese selbst gestalten. Hier zu sehen sind z.B. selbst gemachte Stempel aus Moosgummi auf Pappe in Fiederblatt-Form oder als Dreieck auf einem Sektkorken. Aus abgebrochenen Teilen ehemaliger Steckperlen-Bilder lassen sich ebenfalls Formen zaubern.

Kerzenständer aus Glasflaschen.

Eine goldige Aufmerksamkeit: selbstgezogene Stecklinge als Mitbringsel für jede Gelegenheit. Noch eine selbstgegossene Kerze im mit Goldstift verzierten Einmachglas und das Geschenk ist perfekt.

Luftballon- Stempel aus Haushaltsgummi

Mit Haushaltsgummis lassen sich individuelle Formen gestalten. Dass Stempel mit Silikon-Gummis sehr schnell und einfach herzustellen sind, habe ich schon gezeigt; aber nicht immer hat man die Motive, die man sich gerade vorstellt und die man – z.B. für eine Einladungs-Karte – möchte. Da muss man sich etwas Neues einfallen lassen.

Nach erfolgreicher Kinder-Party gibt es noch ein kleines Mitgebsel mit selbstgemachter Kreide und Lolli.

Zum Anbringen des Gummis habe ich einen Alleskleber genommen. Normaler Bastelkleber eignet sich nicht, da dieser wasserlöslich ist und sich nach mehrmaligem Gebrauch des Stempels lösen würde. Motiv (seitenverkehrt) auf einen Holzklotz, oder auch auch Pappe zeichnen, Gummi zurechtschneiden und Kleber nach Gebrauchsanleitung auftragen. Ein paar Minuten lang Positionen korrigieren, da das Gummi sich auch gerne noch etwas bewegt. Je trockener der Kleber wird, desto eher bleibt alles an Ort und Stelle.

Viel Spaß damit!

Für den Lolli und die Kreide gibt es eigenen Beiträge.

Buchstaben-Stempel aus Moosgummi

Viele viele Sektkorken und eine Idee: Buchstabenstempel aus Kork und Moosgummi. Nachdem ich mich bereits an geschnitzten Buchstaben in Sektkorken versucht habe, wollte ich noch eine super schnelle Möglichkeit ausprobieren.

Die vollgepackte Stempelkiste Nr. 2

Formen und Buchstaben aus den Platten herausdrücken, eventuell vorhandene Grate mit der Nagelschere entfernen. Formen mit Alleskleber auf die Unterseite der Sektkorken kleben. Fertig ist ein guter Grundstock an Stempeln, die immer und schnell zum Einsatz kommen können.

Msosgummiplatten mit Buchstaben und Formen.

Auch hier kann man sich natürlich noch weitere Motive überlegen. Nach vorheriger Skizze (spiegelverkehrt), die man sich mit Folienstift auf das Moosgummi übertragen kann wohnen in der Box nun auch Kürbis und Apfel.