Schnipsel und Pixel

In diesem Buch geht es um die Zusammenführung von sowohl analogen als auch digitalen Techniken im Bereich künstlerischer Gestaltung. «Schnipsel und Pixel» ist jedem und jeder Kunstlehrer:in zu empfehlen. Und auch für alle anderen, die beruflich oder privat kreativ sind, ist es ein absolutes Highlight.

Schnipsel und Pixel

Individuelles Gestalten mit Skizzenbuch und Tablet, Pinsel und Plotter, Schere und Scan

Michaela Müller

Haupt Verlag

ISBN 978-3-2586-0253-0

Preis 29,90 Euro (D)

176 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Die Vorderseite des Buches «Schnipsel und Pixel» sowie iPad mit Collage aus Blätterstempeln.
Cover des Buches «Schnipsel und Pixel»

Das Buch Schnipsel und Pixel

Mit diesem Werk haltet ihr ein absolut liebevoll gestaltetes Buch mit kleinen witzigen Details und Wortspielen in der Hand. Es ist zudem wirklich kreativ, abwechslungsreich und spannend. Umschlag, Layout und natürlich die vorgestellten Projekte sind ein wahres Rundum-Paket, umgesetzt von Michaela Müller, die ihr auch auf Instagram unter @muellerin_art findet.

Nach einer Einführung zu den digitalen und analogen Utensilien, teilen sich anschließend die Kapitel in die Bereiche Foto, Collage, Zeichnung, Stempel, Schablone, Sonne, Animation und Kommunikation auf.

Ihr bekommt App- und Software-Tipps und es warten zusätzlich Vorlagen, die heruntergeladen werden können auf euch, genauso Videos für manche Anleitungen. Aber auch ganz ohne – also rein analog – ist dieses Buch benutzbar und ein wahres Kleinod.

Das Buch und ich

Mein erstes Schnipsel und Pixel Projekt

Ich habe dieses Buch mit Spannung durchgeblättert, durchgelesen und regelrecht in mich aufgesaugt und werde es mir noch oft zur Hand nehmen. Der Text ist wunderbar geschrieben und die Fotos zu den Projekten einfach schön. All das hat mich sofort animiert, die vorgestellten Methoden selbst nachzumachen und weiterzuentwickeln.

Daraus entstand ein Bild, in welchem ich verschiedenste Tipps aus dem Buch kombiniert habe: Analoges ist mit digitalem gemischt und es ragen sogar einzelne Elemente aus dem Bild heraus. Ich liebe es zudem Flächen mit analog gemalten und eingescannten Bildern zu füllen, wie bei einem der Schmetterlinge passiert.

digitale Collage aus skizziertem Vogel und Schmetterlingen, gedruckten Ginko- und Monsterablättern, Punkten und Strichen.
Meine erste Collage nach Müllerin-Art.

Die benutzten Stempelmotive in Blätterform habe ich schon etwas länger. Wer sich auf dieser Seite auskennt, hat sie vielleicht bereits entdeckt. So ein Stempel ist aus Moosgummi und Pappkarton wirklich schnell gemacht (der bedruckte Stickrahmen ist übrigens eine Idee aus meinem Buch Glitzer, Girls und Glamour).

Mein Wunsch für dieses Buch

Ich wünsche mir wirklich, dass sich Kunstlehrer:innen dieses Buch besorgen und es in ihrem Unterricht nutzen. Hier können auf der einen Seite Techniken wie Drucken, Sonnendruck, Collagieren und Schablonieren vermittelt werden, aber eben auch ganz moderne digitale Ansätze. Diese Kombination muss die Schüler:innen einfach vom Hocker hauen.

Und nun bräuchte ich eigentlich doch endlich mal einen Schneidplotter. Noch sträube ich mich, wegen dem ganzen Folienkram und Zubehör, was es dazu braucht. In Michaelas Buch habe ich endlich mal eine nachhaltige Lösung gefunden, wie dieser benutzt werden kann. Aber lasst euch überraschen, ich kann hier ja nicht alles verraten 😉. Auch die Kleisterpapiertechnik finde ich absolut genial. Ich hatte davon vorher noch nie etwas gehört.

Ihr merkt schon ich bin begeistert. Das liegt auch daran, dass ich immer dachte, dass man entweder digital ODER analog kreativ ist. Nie wäre ich auf die Kombination von beidem gekommen. Aber genau darum geht es doch in der Kunst: Bei Techniken um die Ecke denken und kombinieren und sich eben nicht an Grenzen halten.

Fazit zu Schnipsel und Pixel

Kaufen, ausleihen oder sonstwie besorgen, wenn ihr gerne malt, stempelt, druckt und Spaß am Materialmix habt!

Die Rückseite des Buches «Schnipsel und Pixel» sowie iPad mit Collage aus Blätterstempeln.
Die Rückseite des Buches «Schnipsel und Pixel».

Weitere Tipps für euch

Simpler Upcycling-Stempel mit großer Wirkung:

Weitere Buchtipps zu den Themen Gestalten, Druck und mehr


aquarell Aquarellmalerei aus alt mach neu Backen basteln Blumenliebe buchempfehlung Buchtipp DIY Garten Gartenliebe Geschenkidee Geschenkideen Häkeln Ideen für Kinder kinder Kindergeburtstag kreativ kreativbuch kreativität kreativmitkindern makramee malen miniatur nachhaltig Nachhaltigkeit Nähen nähenistwiezaubernkönnen Nähen lernen Origami Papierfalten Puppenhaus Puppenhausideen selbermachen Selbermachen statt kaufen Selbernähen Spiel & Spaß Spielen Spielen mit Kindern Spielideen sticken Upcycling Weihnachten wirspielenzuhause zeichnen

Painted Edges – Buchvorstellung

Eine spannende Idee: Buchschnitte gestalten! Mit Aquarellfarben und ganz nach eurem eigenen Geschmack, das ist mit dem Buch Painted Edges möglich. Ob romanische Blumen-Ornamente oder verzauberter Traumwald, vom Anfang bis zum Ende ausführlich in Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt.

Painted Edges

Buchschnitt gestalten mit Watercolor

Hanna Kiel

frechverlag

ISBN 978-3-7358-8064-2

Preis 19,99 Euro (D)

128 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite*.

Buch auf einem Tischen, daneben Aquarell-Utensilien.
Cover von Painted Edges.

Das Buch Painted Edges

Bevor es mit den acht verschiedenen Projekten losgeht, bekommt ihr hier einen ordentlichen Einführungskurs zu Materialien, Ideenfindung, Vorbehandlung des Buches bis hin zu kleinen Tipps und Tricks.

Die einzelnen Projekte sind sehr abwechslungsreich gestaltet, von romantisch verspielt bis hin zu Fantasy-Motiven. Euch erwarten Projekte für einen leichten Einstieg und welche für Fortgeschrittene. Die Projekte sind im Folgenden wirklich detailreich Schritt für Schritt erklärt, so dass sie 1:1 nachgemacht werden können. Variieren ist natürlich immer erlaubt!

Auf der Instagram-Seite der Autorin Hanna Kiel bekommt ihr zudem noch viele weitere Ideen!

Das Buch und ich

Nach dem Studium des Theorie-Teils habe ich natürlich – wie so oft – eben nicht mit dem einfachsten Motiv begonnen. Ich fand die »Wandelnden Wälder« so wunderschön, dass ich sie unbedingt ausprobieren musste. Hannas Motiv lädt einfach nur zum Träumen ein!

Mit zwei Küchenbrettchen und zwei großen Klammern gab es die Impro-Version von Hannas Buchpresse. Mit Aquarellfarben aller Art bin ich nach meinen letzten Buch-Rezensionen mittlerweile sehr gut ausgestattet und so konnte ich wirklich sofort loslegen.

Die Umsetzung des ausgesuchten Projektes dauert etwas, da die einzelnen Schichten jeweils trocknen müssen. Wenn ihr aber ein kleines Plätzchen habt, wo ihr Buch und Malsachen einfach liegen lassen könnt, ist es problemlos möglich immer mal wieder in kleinen Zeit-Einheiten etwas weiter am Motiv zu arbeiten. Mir hat diese Art der Projekt-Umsetzung sogar sehr gut gefallen.

Und was soll ich sagen? Ich zeichne zwar nicht so genial wie Hanna Kiel, dennoch bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden und finde die Idee, Buchschnitte statt Leinwände zu bemalen einfach genial.

Fazit zu Painted Edges

Bringt Abwechslung in euer Bücherregal sowie eine weitere spannende Anwendungsidee für den Einsatz von Aquarell-Malerei.

Die Rückseite des Buches Painted Edges
Die Rückseite des Buches.

Weitere Tipps für Euch

Upcycling-Projekte zum Nachmachen

Da sich bei mir vieles ums Upcycling dreht, habe ich natürlich auch eine Idee, wie ihr euch Aquarellfarbe selber herstellen könnt. Im Beitrag »Sprühfarbe selbst gemacht« erfahrt ihr alles Weitere dazu. Und wie ihr mit dieser DIY-Farbe wunderschöne Lesezeichen aus Getränkekarton kreiert erfahrt ihr hier:

Weitere Buchtipps zum Thema Aquarell-Malerei

*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

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Die Pappmaché-Werkstatt

Modellieren mit Pappmaché ist eine absolut abwechslungsreiche Gestaltungsmethode, die in dem Buch »Die Pappmaché-Werkstatt« auf eine moderne Weise präsentiert wird. Nachhaltige Projekte für Groß und Klein, für jede Jahreszeit sowie für den sparsamen Geldbeutel werden hier vorgestellt.

Die Pappmaché Werkstatt

Modellieren mit Papier, Wasser und Kleister

Dorothea Katharina Schmidt

Christophorus Verlag

ISBN978-3-8388-3811-3

Preis 24,99 Euro

142 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Die Pappmaché-Werkstatt: Buch-Cover. Rosa Teelicht mit ausgespartem Stern.
Cover: Die Pappmaché-Werkstatt.

Das Buch »Die Pappmaché-Werkstatt«

Was euch erwartet

Lange musste ich auf die Pappmaché-Werkstatt warten, nun ist sie endlich da! Und ich freue mich so sehr über dieses kleine Wunderwerk. Manche kennen Dorothea Schmidt vielleicht schon von ihrem vorherigen Werk »Paperbaskets«, welches nicht ohne Grund ein Bestseller im Christophorus-Verlag ist. Lest euch gerne auch die Rezension zu diesem famosen Werk durch.

Der Autorin ist es wichtig, dass ihre Projekte nicht viel kosten, und somit von wirklich jedem ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Auch spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, weshalb fast ausschließlich Materialien zum Einsatz kommen, die eigentlich im Müll landen würden. Alte Zeitungen, Bücher, Eierkartons, Packpapier… Aus diesen allgegenwärtigen Materialien entstehen zusammen mit etwas Wasser und Kleister wahre Kunstwerke.

Ihr findet verschiedene Rezepte für die Papierpulpe, je nachdem wie ihr arbeiten (z.B. mit ganz natürlichen Materialien) und was ihr damit umsetzten wollt.

Im vorliegenden Buch erwarten euch zudem viele Tipps und Tricks für die Verarbeitung dieses vielseitigen Materials. Besonders spannend fand ich die Ideen, wie Farbe ins Spiel kommt. Denn nicht immer muss es Acrylfarbe sein. Nein auch mit Gewürzen, Tinte, Tusche und vielen anderen Materialien bringt ihr hier Farbe mit ins Spiel.

Ein kleiner Einblick in die Pappmaché-Werkstatt

Kleine Figuren, Verspieltes und Frühlingshaftes, Ideen für große Selbermachen, Projekte für kleine DIYler, Modelle zu Weihnachten oder für den Frühling: Das Buch ist eine abwechslungsreiche Wundertüte für jede Gelegenheit.

Das Buch und ich

Mein erstes Projekt aus der Pappmaché-Werkstatt wurde nun gar kein Pappmaché-Modell. Allerdings zählen viele die Kaschiertechnik zur Pappmaché-Verarbeitung dazu, und genau deshalb wird diese Methodik im Buch ebenso vorgestellt. Die Christbaumkugeln aus alten Buchseiten haben mich sofort angelacht und wurden – für meine bald kommende liebste Zeit im Jahr – als erstes umgesetzt. Aus Buchseiten-Schnipseln, die mit Kleister in mehreren Schichten auf einen Mini-Ballon aufgetragen wurden, entstand eine stabile Papierkugel.

Blick ins Buch der Pappmaché-Werkstatt. Christbaumkugeln aus Buchseiten.
Nachgemachte und originale Christbaumkugeln.

Der Trick, wie die Schrift – auch für alle nicht-Handlettering-Begabte – auf die Kugel kommt, hat mich überzeugt (allerdings hatte ich keinen schwarzen Folienstift mehr und musste mich mit wasserfester Tinte begnügen, deshalb ist mein Schriftzug nicht ganz so scharfkantig geworden, wie im Original). In die Aufhängung mit dem Kronenkorken habe ich mich als alter Upcycler sofort verliebt.

Christbaumkugeln aus Buchseiten.
Nachhaltige Weihnachtsbaumkugeln ganz nah.

Fazit zur »Pappmaché-Werkstatt«

Dieses Buch bietet alles, was ihr zum Thema Pappmaché wissen müsst und noch viele tolle Tipps darüber hinaus. Mein nächste Projekt aus Pappmaché steht schon in den Startlöchern!

Die Pappmaché-Werkstatt, die Rückseite des Buches.
Die Pappmaché-Werkstatt von hinten.

Weitere Ideen zur Papierverarbeitung

Buchtipps zum Thema Papierverarbeitung

DIY-Ideen zum Sofort-Loslegen

Sterne – einfach nachhaltig

Weihnachten ohne Sterne? Das geht gar nicht! Wie ihr diese nachhaltig selber herstellen könnt, aus Materialien, die ihr alle Zuhause habt, zeige ich euch in meinem neuesten Buch. Hierin wird Packpapier, alten Zeitungen und Buchseiten, auch Jeans, Altglas und leeren Plastikbehältern ein neues weihnachtliches und sterniges Leben eingehaucht.

Bis in den Mai hinein herrschte hier im Zobelhäuschen – nur für euch – das reinste Weihnachts-Sterne-Chaos. Nun langsam wandert die letzte Weihnachtsdeko in den Keller. Habe ich damit jetzt irgendeinen Rekord gebrochen?? 

Euer Weg zu den Upcycling-Sternen

Ab August könnt ihr mein zweites Kreativ-Buch im Handel erwerben. So habt ihr genügend Zeit, euch bis Weihnachten mit reichlich selbstkreierten Sternen einzudecken! Wer mag, kann das Buch hier vorbestellen.

Oder ihr unterstützt beim Kauf die kleinen Buchläden bei euch um die Ecke und bestellt es euch dort. Für alle Hamburger unter euch habe ich einen kleinen, aber feinen Geheim-Tipp: »Tolle Geschichten« und viel Liebe zum geschriebenen Wort erwarten euch in diesem Buchladen.

Weihnachtssterne – einfach nachhaltig

Cover des Weihnachtsterne-Buches. Ein Origami-Stern aus braunem Packpapier liegt auf Weihnachsbaumkugeln aus Glas. Untertitel: Mehr als 30 Upcycling-Bastelideen. Ein weiterer Stern im Hintergrund.
Weihnachtssterne – Einfach nachhaltig!

Was dich im Sterne-Buch erwartet

In diesem Buch dreht sich alles rund um das Thema Sterne: Um nachhaltige Sterne, um geupcycelte Sterne, um Sterne, die teils aus den verrücktesten Materialien entstanden sind. Ihr findet darin viele – neu interpretierte – Klassiker. Zudem warten spannende – vollkommen neue – Ideen darauf auch euer Zuhause für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit des Jahres vorzubereiten.

Fast 40 verschiedene Stern-Interpretationen sind es letztendlich geworden und ich hätte noch viel viel mehr machen mögen!! Zusätzlich gibt es weiterführende kleine Mini-Ideen und sogar ein paar weihnachtliche Back-Rezepte. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für alle Weihnachtsfans also.

Lege sofort mit dem Sterne-Basteln los!

Mir ist es besonders wichtig, dass du sofort mit den Projekten loslegen kannst, ohne dir erst etwas Spezielles dafür besorgen zu müssen. Denn darum sollte es beim Upcycling gehen: mit dem zu arbeiten, was da ist. Sei erfinderisch und flexibel bei den Materialien, verziere die Projekte weiter oder wandle sie ab! Die Anleitungen dafür dürfen dich inspirieren, sollen dich jedoch nicht einengen. Am Ende des Buches findest du ein paar Vorlagen mit verschieden Sternen. Entscheide selbst, welche Größen und Formen du nimmst. Passe an und kombiniere – ganz nach deinem Geschmack.

Upcycling-Sterne-Bastelspaß.

Ich wünsche dir mit diesem Buch und den Projekten darin viel Spaß und hoffe du findest reichlich Inspiration und Ideen für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit im Jahr.

Ein kleines Extra – mal mit, mal ohne Sterne

Um erst einmal in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen, kannst du es dir mit dem Buch so richtig gemütlich machen und dir eine behagliche Weihnachtsstimmung schaffen. Ich finde, mit selbst gebackenen Kleinigkeiten funktioniert das am allerbesten. Deshalb wirst du zu manchen Projekten kleine Rezeptideen finden, welche dir die Zeit bis Weihnachten – zusätzlich zum kreativen Gestalten – versüßen werden. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachbacken!

Der Klappentext

Was wäre die Adventszeit ohne Stern-Deko! Besonders praktisch und kostengünstig wird die Weihnachtsbastelei, wenn man dabei zu nachhaltigen Materialien greift: Aus alten Zeitungen, herumliegender Pappe, angeschnittenen Papierbögen oder übrig gebliebenem Draht lassen sich zauberhafte Faltsterne, filigraner Baumschmuck, selbstbedrucktes Stern-Geschenkpapier und viele weitere sternförmige Deko-Elemente basteln. Lasst das Sterne-Fieber beginnen!

Alle Buch-Infos auf einem Blick

Weihnachtssterne – einfach nachhaltig

Mehr als 30 Upcycling-Bastelideen

Nicole Hagen

Christophorus Verlag

Erscheinungsdatum 18.08.2022

ISBN 978-3-8388-3849-6

Preis 21,99 Euro

128 Seiten

Ein Blick ins Buch folgt bald! Gerade bekommt das Werk den allerletzten Schliff und wird noch gründlich aufpoliert, damit es ab August pünktlich, sauber und und richtig glänzend in den Buchregalen für euch bereit stehen kann.

Für alle die sich die Zeit bis zum Erscheinungstermin verkürzen wollen

Kreative Bastel-Ideen zum Sofort-Losbasteln
Oder doch lieber erst einmal ein Buch?

Unser Ostern

Wir waren bereits fleißig und machen es uns über die Feiertage richtig schön und gemütlich. Mit leckerem Essen, aber natürlich auch mit viel selbst gemachter Dekoration. Pastelltöne gehören aktuell zu meinen Lieblingsfarben und deshalb habe ich mich diesbezüglich gründlich ausgelebt!

Die Ostereier

Die ausgepusteten Eier bekamen einen Pastell-Anstrich (Acrylfarbe) und wurden mit getrockneten Blüten beklebt. Zum Abschluss kam noch eine Schicht Klarlack drüber. Braucht ihr noch Ideen für Blüten-Pressen? Hier geht es zu einer hochwertigen DIY-Version. Als super schnelles Osternest bietet sich ein Tontopf an, eine weitere Variante sind die Eierkartons selbst. Diese habe ich mit Acrylfarbe bemalt und ebenfalls mit getrockneten Blüten beklebt. Ich benutze die Kartons gerne, um die Eier nach dem Fest bis zum nächsten Jahr zu verräumen.

Die Snacks und ihre Darreichung

Für die kleinen Snacks am Nachmittag gibt es – ähnlich wie im letzten Jahr – «Osterkörbchen» aus Getränkekartons. Dieses Mal mit einem Trick für alle, die Probleme mit dem Knicken des oberen Randes haben. Manches Mal reißt auch bei mir und trotz viel Zartgefühl die Tüte ein. Bei dieser Version darf dies passieren, jedoch kontrolliert! Dafür habe ich die vier Kanten eingeschnitten und die Seiten einzeln umgeknickt. Mit einer Schnur wird alles so zugebunden, dass es hält und sich nicht mehr aufdröselt. Diese Körbchen bieten sich für gekaufte Kleinigkeiten, aber auch für Selbstgemachtes an, z.B. diese kleinen süßen Blätterteig-Hasen:

Blätterteig-Hasen

Was ihr braucht:

  • 2 Packungen Blätterteig
  • Schoko-Aufstrich
  • Keks-Austecher

Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und großzügig mit einem Schoko-Aufstrich (gerne Palmöl-frei) bestreichen. Einen zweiten Blätterteig ausrollen und obenauflegen. Nun mit einem österlichen Ausstecher den Teig wie zu Weihnachten und laut Packungsbeilage bearbeiten. Bleibt in der Nähe des Ofens, die kleinen Teile sind sehr schnell fertig.

Das Ganze geht auch in herzhaft! Verstreicht statt der Schokolade einfach Frischkäse zwischen die Teigschichten. Wer mag kann noch ein paar Gewürze hinzugeben.

Eier-Färben mit einem Trick

Habt ihr auf den Bildern die knallig rosa Eier mit den weißen Punkten entdeckt? Hierfür habe ich auf die hartgekochten, noch heißen, Eier mit einer kleinen Kerze Kreise «gemalt» und sie anschließend in das Färbebad gelegt. So kamen sie zu ihren lustigen weißen Punkten.

Küken im Eier-Nest

Auch für die Kinder gibt es eine Extra-Deko: kleine Küken im Eier-Nest. Zu den kleinen Nestern gesellt sich sogar noch ein größeres aus Hasendraht mit Wachteleiern dazu. Alles Ostergras, welches ihr hier seht, besteht aus gebrauchtem Packpapier, welches ich mit der Schere in ganz schmale Streifen geschnitten habe. (Mit einem Aktenvernichter macht das bestimmt richtig Spaß!!)

Die Osterhasen-Bande

Und natürlich gibt es auch Osterhasen zu bestaunen. Diese Exemplare lagen seit Jahren bei mir herum, es waren eigentlich Tischkarten-Halter mit einer Metallklammer für das Namenskärtchen auf dem Kopf. Als solche wurden sie nie benutzt, also habe ich kurzerhand die Klammer mit einem Seitenschneider abgeknipst. Um den scharfkantigen Rest zu verdecken, bekamen die Hasen einen kleinen weißen Pompon auf den Kopf geklebt. Das sieht nun wie ein kleiner Haarschopf aus. Mit einer Mütze aus alten Buchseiten und einer Brille aus Draht kam der letzte Schliff hinzu.

So werden bei uns also nicht nur neue Dinge geschaffen, sondern auch alte Dinge aufgepimpt, Wegwerf-Produkte weiterverwendet und kleine Naschsachen selbst produziert. Wir freuen uns schon auf die Feiertage!!

Das große Weihnachtssterne Buch

Wer noch auf der Suche nach einer sternigen DIY-Dekoration für Weihnachten ist, findet hier vielleicht die richtige Inspiration. In diesem Buch dreht sich alles um selbstgemachte Weihnachtssterne. Ob aus Papier, mit Perlen oder Stroh, Origamifaltung oder Fröbelstern, Tüten- und Baskettasterne, ob solitär oder als Girlande, geprägt, gefaltet oder auch essbare Sterne aus Schokolade. Für Variationsbreite ist gesorgt.

Das große Weihnachtssterne Buch

Alle Techniken für einen neuen Look

Corinna Teresa Brix

Christophorus Verlag

ISBN 978-3-8388-3796-3

Preis 19,99 Euro

140 Seiten

Hardcover

Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das wunderschöne Cover.

Das Buch

Euch erwarten hier Tütensterne, Perlen- und Strohsterne, ein Plisee- sowie ein Origamistern, Sterne aus Prägefolie, einer aus Pappe mit Wolle umwickelt, eine Idee aus Stoff sowie eine aus Trinkstrohhalmen. Viele Sterne aus Pergamentpapier, eine Anleitung für einen Basketta- sowie für einen Fröbelstern. Alle Techniken – wie es der Titel zunächst vermuten lässt – sind hier sicherlich nicht drin, aber doch so einige. Die Umschlag-Gestaltung finde ich sehr gelungen.

Das Buch und ich

Mir persönlich fehlen ein paar Sterne, z.B. der Papierstern, der aus einem einzigen Streifen geknickt werden kann. Genauso derjenige, der aus zwei gleichen Hälften versetzt zusammengeklebt wird. Oder der, bei dem ganz viele Einschnitte pro Ecke miteinander verdreht werden.

Ein Blick ins Buch.

Für mich als Upcycler kommen die gezeigten Perlen- und Strohsterne nicht so richtig in Betracht, da ich mir dafür extra Stern-Rohlinge bzw. eine Legeform kaufen müsste. Vielleicht stolpere ich ja eines Tages über etwas, was ich genau dafür zweckentfremden kann. Dieser Abschnitt bietet jedoch sicher eine gute Einführung für all diejenigen, die einmal in diese Techniken hinein schnuppern wollen. Auch für die Schokoladensterne bräuchte ich eine extra Gießform. So sind es bei sechs Perlensternen, die alle eine Drahtvorlage brauchen, zwei Strohsternen (die nur mit Legeform funktionieren) und der Schokoidee, ganze neun Sterne, die ich erst einmal nicht umsetzten kann. Bei drei bis vier nicht umsetzbaren Varianten hätte ich hierüber kein Wort verloren. So fällt es doch ins Gewicht.

Im hinteren Teil findet ihr die Vorlagen für die geprägten Foliensterne und für die, bei denen etwas ausgeschnitten werden muss, wie z.B. für die zwei roten Sterne auf dem Cover.

Es sind wirklich schöne Ideen in diesem Buch zu finden. Auf Grund des Covers und des Titels habe ich mir jedoch etwas mehr erwartet.

Fazit

Viele abwechslungsreiche Ideen, da wäre aber auch noch mehr möglich gewesen.

Das Buch von hinten samt Impressionen.

Weitere Tipps zum Thema STERNE vom Zobelhasen

Fröbelsterne für jeden Anlass

Hier geht es zu einer detaillierten Anleitung, um diese allseits beliebten Weihnachtssterne nachzubauen.

Sterne als Anhänger für Geschenke

Im folgenden Artikel dreht sich alles um weihnachtliche Geschenkanhänger in den verschiedensten Variationen. Ganz oft in Form von Sternen, jedoch jedes Mal ganz anders.

Ein Buchtipp zum Thema DIY-Weihnachten

Und in diesem abwechslungsreichen Buch findet ihr viel Inspiration zum Selbermachen rund um das Thema Weihnachten.

Zauberwald im Glas

Weihnachtlicher Geschenk-Tipp für alle DIYler und ebenso für alle Upcycling-Begeisterten. Wie wäre es mit einem winterlichen Zauberwald im Glas? Aber auch für euch selbst sind diese kleinen Rentiere eine tolle Dekoration, mit denen noch viel mehr möglich ist, als diese Miniatur-Landschaft!

Was ihr braucht:

  • Tonpapier (z.B. 270 g/moder mehr) in verschiedenen Grüntönen, braun, grau beige & rot
  • Schere
  • Bleistift
  • Bastelkleber
  • Rentier- und Tannenbaum-Vorlage

Hebt alle Schnipsel die gleich entstehen auf, die könnt ihr später noch gut gebrauchen!

Wie es funktioniert:

Die Vorlagen

Die Vorlagen für das Rentier und die Bäume findet ihr hier. Für das Rentier braucht ihr nur die kleinste Vorlage, ohne Ohren, jedoch mit Geweih. Die von euch benutzten Baumgrößen hängen vom Platz im Glas ab, welches ihr benutzen wollt.

Winterlicher Zauberwald.
Das Rentier

Druckst euch die Vorlagne auf DIN A4 aus. Schneidet die einzelnen Rentier-Teile aus und benutzt sie als Schablone. Übertragt damit die Formen möglichst platzsparend auf dickes Tonpapier und markiert euch zusätzlich am äußeren Rand, wo die Schlitze hinkommen. Sobald die Schablone weg ist, übertragt ihr diese Markierungen in die Formen hinein, denn nun schneidet ihr alles aus. Anschließend fügt ihr die Kerben mit der Schere ein und steckt die einzelnen Teile zusammen. Fertig ist das Rentier! Je dicker das Papier, desto breiter müssen die Schlitze werden, sonst wird es mit dem Zusammenstecken schwierig. Tastet euch vorsichtig heran und beginnt erst einmal mit einem schmalen Schlitz. Wenn die Beine noch nicht ganz perfekt sitzen könnt ihr hier mit der Länge des Einschnittes variieren. Also beim ersten Exemplar erst einmal vorsichtig vorarbeiten. Ist das Geweih zu schwer und das Rentier fällt nach vorne, kürzt die Hinterbeine ein wenig ein.

Der Wald

Für den Mini-Wald werden die Tannenbaum-Formen auf grünes Tonpapier übertragen. Unterschiedlich große Bäume in verschiedenen Grüntönen machen es den Tieren so richtig gemütlich. Pro Baum braucht ihr zwei gleichgroße Teile. In den einen kommt der Schlitz vertikal von oben bis knapp über die Mitte, in den anderen von unten bis knapp über die Mitte. So werden beide Teile zu einem 3D-Weihnachtsbaum zusammengeschoben.

Tierbeobachtung ganz nah!
Das Glas

Die Schnipsel, welche bei all der Schnippelei entstanden sind, schneidet ihr nun noch kleiner und benutzt sie als Laub für das Rentier-Zuhause. Diese könnt ihr auf den Boden des Glases, also auf die Innenseite des Deckels, kleben.

Den Deckel könnt ihr von außen mit Acryfarbe bemalen oder auch mit einem Stück Folie bekleben (z.B. eine Korkfolie). Mit einem weißen Lackstift könnt ihr das Glas zusätzlich verzieren. Habt ihr zufällig kleine weiße Kügelchen (z.B. aus einem kaputten Mikroperlen-Kissen), können diese als Schnee mit hinein.

Fertig ist eine richtig tolle Weihnachts-Überraschung!

Upcycling-Rentiere

Statt Tonpapier könnt ihr die Rentiere auch als ein Upcycling aus Getränkekarton (mit brauner Innenbeschichtung) zaubern. Diese sind sehr elegant und lassen sich auseinandergenommen ganz wunderbar mit der Weihnachtspost und einer kleinen Steck-Anleitung verschicken und verschenken!!

Hierfür klebt ihr zwei Getränkekarton-Seiten zusammen. Sehr gut klappt das, wenn ihr die äußerste Schicht (die bedruckte) abzieht. So entsteht eine raute Oberfläche, die den Kleber gut aufnimmt.

Ist alles getrocknet, ritzt ihr euch – z.B. mit einer Nadel – die Form mit Hilfe der Schablone in den doppelten Karton und schneidet ihn entlang der Ritzung aus. Ab hier geht ihr genauso vor wie bei den Rentieren aus Karton.

Rentiere für die Weihnachtspost.

Weitere Ideen

Zauberwald

Und wenn ihr Lust auf noch mehr Abenteuer im Zauberwald habt, dann schaut doch einmal hier vorbei und besucht die kleinen Elfen in ihrem Wohnbaum:

Oder seht euch an, wie eine ganze Herde Rentiere sich im Wald für Weihnachten vorbereitet (rote Nasen inbegriffen!).

Getränkekarton

Einfach Hochdruck

Auf verständliche Art und Weise erklärt euch dieses Kreativ-Buch, wie ihr die Hochdrucktechnik erlernt. Als Materialien werden Linol- und Gummiplatten, aber auch Moosgummi aus dem Bastelbedarf verwendet. Ihr könnt euch Stempel selber herstellen und grandiose Muster drucken. Euch erwarten abwechslungsreiche Motive und viele Tipps und Tricks zur Umsetzung und Variation eines solchen Drucks.

Einfach Hochdruck

Projekte mit Linolschnitt, Gummiplatten und Stempeln

Andrea Lauren

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60162-5

Preis 24,90 Euro

144 Seiten

Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Theorie

Ihr erfahrt hier alles zu den Themen Materialien und Werkzeuge. Auch geht die Autorin auf die Grundtechniken, was das Schnitzen und Schneiden anbelangt ein und was beim Verteilen der Farbe auf den Druckstock zu beachten ist. Auch erklärt sie den wichtigen Punkt, ob ihr beim Schnitzen einen positiven oder negativen Abdruck produziert. Das hängt davon ab, welche Flächen weggenommen werden und welche nicht. Durch diesen einfachen Trick könnt ihr ganz unterschiedliche Wirkungen mit eurem Druck erzeugen.

Praxis

Der sehr ausführliche praktische Teil des Buches beginnt mit Moosgummi als Druck-Grundstoff. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass dieses Material leicht zu bearbeiten und somit für Anfänger sehr geeignet ist. Zugleich erzielt ihr damit wunderschöne Ergebnisse, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Nach diesem Kapitel geht das Buch zum Schwerpunkt des Linol- und Gummidrucks über.

Über die wirklich sehr abwechslungsreichen Projekte erfahrt ihr, wie ein mehrfarbiger Druck funktioniert oder wie ihr ganz einfach einen wunderschönen Farbverlauf erzeugt. Ihr könnt euer Bild mit Hilfe der Druckerfarbe an sich einfärben oder aber auch später. Spannend in diesem Zusammenhang ist die ‚Färbung‘ des Drucks mit einer Art Collage-Technik. Es gibt auch Hinweise für die Platzierung der Objekte vor dem Druck.

Das Buch von hinten.

Euch erwarten zudem viele verschiedene Möglichkeiten, Tipps und Tricks, die vor allem beim Arbeitsschritt des Druckens angewandt werden, um differenzierte Effekte zu erzielen.

Der Abschied

Erwähnenswert ist der letzte Abschnitt des Buches, in welchem Andrea Lauren Druckerzeugnisse anderer Künstler vorstellt. So wird einem bewusst, wie unterschiedlich mit der gleichen Methode gearbeitet werden kann und noch einmal aufgezeigt, wieviel mit dieser Technik tatsächlich möglich ist.

Das Buch und ich

Warum ausgerechnet Linoldruck?

Lange habe ich mir ein solches Buch gewünscht und nun endlich darf ich es bei mir Willkommen heißen! Dadurch, dass Linoldrucke keine Dreidimensionalität zulassen, haben sie für mich eine wahnsinnig aussagekräftige Wirkung. Schaut dafür auch unbedingt einmal auf der Seite der Autorin vorbei! Dort findet ihr massenhaft Inspiration und werdet verstehen, was ich mit der besonderen Ausstrahlung solcher Kunstwerke meine und warum ich unbedingt in dieses Handwerk hinein schnuppern möchte.

Das Buch hat mich absolut inspiriert und ich wollte sofort mit dem Hochdruck loslegen. Da ich schon lange mit der Idee spiele, Linoldruck einmal auszuprobieren, hatte ich Linolplatte und das passende Schnitzwerkzeug dafür bereits parat. Auch Farbe und Rolle waren vorhanden, diese hatten mir beim Gelliprint schon gute Dienste geleistet.

Erarbeitung eines Motivs

Da es im Buch keine Motiv-Vorlagen zum Abpausen gibt, braucht es ein wenig Vorarbeit. Entweder ihr orientiert euch an den Bildern und Druckstöcken, die im Buch gezeigt werden oder überlegt euch ein ganz eigenes Design. Im Buch gibt es eine Abbildung mit ein paar Druckstöcken aus dem Atelier der Autorin. In einer Ecke dieses Bildes erkennt man noch gerade so eine Matroschka. Genau die hat es mir angetan.

Idee aus dem Buch & meine Umsetzung.

Also setzte ich mich an den Computer und malte mir eine digitale Vorlage. Mittlerweile nutze ich diese Möglichkeit des Zeichnens sehr gerne, da man im Nachhinein schnell und einfach Größen und Muster variieren kann. Bei mir blieb es nämlich nicht bei nur einer Matroschka. Die kleinen Holzpüppchen kommen doch wirklich selten allein daher!? Also habe ich mir sechs verschieden große Mädels, mit jeweils leicht abgewandelten Motiven auf den Körpern, überlegt. Mit diesen ging es schließlich an die Ausarbeitung meiner allerersten Linol-Druckplatten.

Ausarbeitung der Druckplatten

Abwechselnd habe ich die Motive mit der Bleistift-Methode und mit Kohlepapier auf die Linolplatte transferiert. Beides funktionierte sehr gut. Ich habe mit der größten Matroschka begonnen, da hier einfach am meisten Platz war und so mehr Spielraum zum Üben der Handhabung des Werkzeuges. Letztendlich habe ich immer den gleichen Schnitt-Aufsatz benutzt. Es stellte sich heraus, dass ich für mein Muster gerne mit noch filigranerem Schnitzwerkzeugen arbeiten würde, als ich besitze.

Für das große Motiv habe ich wirklich lange gebraucht, je kleiner Die Matroschka wurde desto schneller ging es voran. Zum einen wurde die Technik besser, zum anderen musste weniger Material weggenommen werden. Für die erste Matroschka überlegte ich mir ganz genau, welche Partien weg und welche bleiben müssen. Bei den weiteren und kleineren Ausführungen muss man hierüber nicht mehr so viel nachdenken.

Die Herausarbeitung der Augen war für mich übrigens das Schwierigste. Der Ausdruck in einem Gesicht ist wichtig und die Matroschkas sollten nun wirklich nicht genervt oder schockiert schauen! Und radieren ist hier einfach nicht: einmal weg – immer weg.

Druck

Es brauchte ein paar Anläufe und Versuche, bis die Druck-Ergebnisse für mich okay waren (optimieren kann man immer!). Entweder es war zu viel Farbe oder zu wenig, zudem verhält sich jede Art von Papier anders, nimmt mal mehr, mal weniger Farbe vom Druckstock auf. Auch lernte ich, dass ich mit meinen filigranen Mustern die Platten nach einem Farbdruck säubern sollte, da sich sonst immer mehr Farbe in kleinen Zwischenräumen sammelte, die da gar nicht hingehörte und so zu einem unsauberen Druck führte.

Meine Drucke auf verschiedenen Untergründen.

Die Kombination aus Zeitungspapier oder alten Buchseiten mit den Matroschkas hat mich begeistert. Ich glaube, genau dass ist eine der vielen Facetten, die die Faszination an dieser Technik ausmacht. Mit einem Druckstock kann man sich ausprobieren, experimentieren und durch kleine Abwandlungen immer wieder neue Ideen schaffen.

Gruppenbild – Alle sechs Matroschkas zusammen.

Es ist natürlich auch problemlos möglich große Projekte damit zu verzieren. Da bald Weihnachten vor der Tür steht, stelle ich mir Geschenkverpackungen umhüllt mit bedruckten Packpapier sehr gut vor. Und zu den Themen Mehrfarbendruck, Collagieren, Colorieren…. habe ich mich ja noch gar nicht vorgewagt. Es gibt noch so viel zu entdecken!

Fazit

Bei ‚Einfach Hochdruck‘ handelt es sich um ein Buch für alle, die Spaß am Experimentieren haben und neue Dinge ausprobieren wollen. Ihr erfahrt hier viel über eine Kunst, die viel mehr bietet, als man zu Beginn glaubt.

Weitere Tipps zum Thema Drucken

DIY-Ideen

Auch ich habe bereits herausgefunden, wie praktisch das Material Moosgummi ist, um sich ganz individuelle Stempel herzustellen. Die vielseitig einsetzbaren Blätterstempel gefallen mir bisher am besten von all meinen Experimenten mit Moosgummi.

Und für alle die noch auf der Suche nach den passenden, aber günstigen Stempelkissen sind, geht es hier zu einer kostengünstigen DIY-Version:

Buchtipps

Aber natürlich habe ich auch noch ein paar ganz tolle Buchtipps für euch zu diesem Thema:

Viel Spaß beim Schmökern!

Alexander Heinz: Faltformen

Bauen mit Papier anstatt mit Plastik-Steckbausteinen. So lässt sich das Spiel mit Papier in der vorgestellten Form ganz gut beschreiben. Aus den immer gleichen Einzelteilen (Quadrate, Dreiecke, Fünf- und Sechsecke) entstehen verschiedene symmetrische Figuren über ein ausgefeiltes Stecksystem. In vielen Fällen braucht es nicht einmal Kleber, um die Konstrukte stabil zusammenzuhalten. Es erinnert auch stark an Origami, wobei es dann doch ganz anders funktioniert.

Faltformen

Papierdesign zwischen Symmetrie und freiem Spiel

Alexander Heinz

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60238-7

Preis 48,00 Euro

176 Seiten

Hardcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite. Dort könnt ihr auch noch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Das etwas andere Buch

Das Buch an sich ist – im Vergleich zu anderen Kreativ-Werken, die ich hier bisher vorgestellt habe – sehr trocken gehalten. Die Faltformen und der Aspekt der Symmetrien stehen im Vordergrund. Das hält uns DIY-ler natürlich nicht davon ab, damit kreative und spaßige Dinge umzusetzen. Die Technik ist genial und hat man erst einmal das Prinzip durchblickt ist es wirklich einfach die Formen nachzubauen.

Die Überschriften zu den Modellen sind durchbuchstabiert und die einzelnen Konstrukte nach der Anzahl ihrer Flächen benannt. Da merkt man nochmal die systematische Herangehensweise als die kreative. Das tut den Projekten keinen Abbruch, aber ich möchte es zumindest einmal erwähnen, damit ihr euch beim ersten Durchblättern nicht wundert. Es geht bei diesem Werk um die Wissensvermittlung, und darum, zu verstehen, wie die Formen sich aufbauen und wie sie konstruiert werden können. Alles andere ist nun uns überlassen!

Das Prinzip

Ein Objekt ist jeweils aus einer individuellen Anzahl von Einzelteilen aufgebaut, die ineinander gesteckt werden können. Dabei handelt es sich meist um Quadrate und Dreiecke. Aber auch fünf- und Sechsecke kommen zum Einsatz. Die Einzelteile ergeben sich durch die unterschiedliche Aufteilung von Tal- und Bergfalten, diagonal oder längs verteilt. Tal- und Bergfalten kennen manche vielleicht schon aus dem Bereich des Origami-Faltens.

Mit viel Farbe und Spaß an der Freude ist hier Einiges möglich. Am Ende des Buches gibt es eine kleine Andeutung dazu. Ihr könnt damit z.B. wahre Designer-Lampenschirme aus Papier falten oder auch beeindruckende Lichterketten zaubern.

Die Farbauswahl

Die Farben auf dem Cover finde ich toll. Im Inneren werdet ihr oft auf grün, orange, gelb und Ähnliches stoßen. Das deutet sich bereits auf der Rückseite des Buches an. Bei dieser Farbauswahl des Autors geht es nicht um den ästhetischen Aspekt. Vielmehr handelt es sich um eine Art Zuordnung: die gleiche Farbe zeigt immer die gleiche Grundform (den gleichen Steckbaustein) an.

Das Buch von hinten.

Das Buch und ich

Aus aktuellem Anlass ist meine Idee, die unterschiedlichen Gebilde später an den Weihnachtsbaum zu bringen. Für dieses Projekt können wir als Familie viele Formen aus dem Buch ausprobieren, und das z.B. immer in der gleichen Farbe. Das stelle ich mir ganz wunderbar vor. Hierbei können auch alle Familienmitglieder zusammen arbeiten. Die kniffeligen Schritte übernehmen dann die Großen.

Das Falten ist der einfachste Part. Schwierig wird es vor allem bei der Zusammensetzung der einzelnen Seiten zu einem 3D-Objekt. Genial ist, dass viele Formen sogar ganz ohne Kleben zusammenhalten. Wird es zu fummelig, kann Kleber gute Dinge leisten.

Zum Erstellen der Formen wird im Buch Papier mit einer Grammatur von 120 g/m2 empfohlen. Meine Modelle sind mit Origami-Papier entstanden, welches deutlich dünner ist. Wir haben dieses gesechzehntelt, denn das ergab genau die Quadratgröße, die es für die meisten Modelle braucht. Gerade zum Üben fand ich das vollkommen okay. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Formen mit festerem Papier besser ineinander stecken lassen. Genau dieser Schritt war manches Mal ein wenig schwierig. Aber mit ein paar kleinen Tricks und dem minimalen Einsatz von Kleber ging das auch mit diesem (dünneren) Papier.

Unsere ersten Versuche.

Fazit: Origami 2.0

Sehr technisch beschriebene, jedoch absolut spannende Faltmethode, um symmetrische Formen zu bauen, die aus ein bis zwei immer gleichen Einheiten bestehen.

Noch mehr Tipps

Kreativtipps

Hier findet ihr eine ausführliche Faltanleitung für Fröbelsterne. Diese ist für alle geeignet, die sich langsam an das Thema 3D-Objekte aus Papier heranwagen wollen. Und da ja bald auch Weihnachten vor der Tür steht…

Und wer nun Lust auf Origami bekommen hat, darf sich hier inspirieren lassen: es geht um ein Vogelhäuschen aus einem Drahtbügel inklusive genauer Faltanleitung für den darin wohnenden Vogel aus alten Buchseiten.

Buchtipps

Eine weitere Art Papier zu verarbeiten zeigt euch dieses informative Buch samt vieler wunderschöner Anwendungsbeispiele zum Nachmachen. Aus Zeitungspapier werden Körbe, Utensilios und vieles mehr!

Und wer nun noch mehr Informationen aus dem Bereich Design möchte, darf gerne einmal seine Nase in dieses umfangreiche Grundlagenwerk stecken:

Watercolor und Mixed Media

Hierbei handelt es sich um ein Buch für alle Aquarell-Einsteiger, die mit wenig Aufwand wunderschöne Ergebnisse erzielen wollen. Mit kleinen Tricks bekommt ihr zusätzlich richtig tolle Effekte hin. Wer Aquarellpapier, zumindest ein paar Aquarellfarben, Salz, evtl. Nagellackentferner und ein wenig Glitzer zu Hause hat, kann sofort loslegen.

Watercolor und Mixed Media

Kreative neue Techniken & Effekte

Ana Victoria Calderón

Christophorus Verlag

ISBN 978-3-86230-438-7

Preis 19,99 Euro

144 Seiten

Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Einleitend findet ihr eine kleine Materialkunde. Zunächst geht es um die verschiedenen Arten der Aquarellfarben (Näpfchen, Tube, flüssig und ganz spezielle Sorten). Anschließend gibt es ein paar Worte zu den Bereichen Gouache und Tusche, Pinsel und Papier. Ihr erfahrt wie man Aquarellfarbe benutzt und auf welche zwei Arten diese vermalt werden kann (nass auf nass, nass auf trocken).

Und schon geht es los mit den Experimenten. Ihr dürft dafür Farbverläufe erstellen und anschließend beobachten, was passiert, wenn z.B. Salz oder Bleiche in Kontakt mit der Farbe kommt. Ihr lernt einen ganz simplen Trick um Wolken zu zaubern und entdeckt wie sich Tusche auf der noch nassen Farbe verhält. Und wie wirkt es eigentlich wenn man Aquarellfarben mit weißer Gouache mischt? All dies und noch vieles mehr könnt ihr selbst herausfinden und entdecken.

Anschließend folgen Projekte, die sich vornehmlich mit den Themen Natur und Naturphänomene beschäftigen. Es geht um die Darstellungs-Möglichkeiten von Blitzen, Wolken, Mond und Sternenhimmel. Besonders schön finde ich das Kapitel über Edelsteine und Kristalle. Zum Schluss gibt es ein paar Ideen und Vorschläge für Mandalas, kombiniert mit getrockneten Blüten.

Das Buch und ich

Ich finde die Zeichnungen im Buch wunderschön. Der Übungsteil ist sehr übersichtlich und kurzweilig. Ihr braucht euch nur ein paar Materialien zusammenzusuchen – vieles werdet ihr bereits da haben (Salz, Nagellackentferner, Frischhaltefolie…) – und könnt loslegen. Lasst euch von den Ergebnissen überraschen und lernt, es einfach mal – im wahrsten Sinne des Wortes – laufen zu lassen. Lernt zu akzeptieren, was die Farbe macht und nicht über alles die Kontrolle haben zu wollen. Für mich ist das ein Entwicklungsprozess, durch den ich aktuell noch gehe und weshalb ich mir dieses Jahr schon mehrere Bücher zu genau diesem Thema besorgt habe (schaut dafür gerne einmal weiter unten).

Verschiedene Übungen zum Aufwärmen.

Genau wie im Buch vorgeschlagen, habe ich mir mit Masking Tape mehrere Aquarell-Papiere in verschiedene Bereiche unterteilt. Danach ging es bereits mit dem Experimentieren los. Das ging ratz fatz und hat wirklich Spaß gemacht. Ich hatte nicht alle, aber doch einige der vorgeschlagenen Materialen parat.

Das Geniale an der Experimentier-Übung ist, dass man aus dieser anschließend gleich eine Weltall-Collage umsetzten kann.

Weiterverwendung der Aufwärm-Übung zu einem Projekt.

Die Muster und Farben aus der Experimentier-Reihe eigenen sich hervorragend, um die unterschiedlichen Oberflächen und Beschaffenheiten diverser Planeten darzustellen. Dafür schneidet (oder stanzt) man einfach verschieden große Kreise aus den Versuchsfeldern aus. Für die Weltall-Hintergründe findet ihr dann im Buch drei verschiedene Vorschläge. Mit weißer Aquarellfarbe, goldenen Sprenkeln oder auch aufgeklebten Sternen wird das Bild abgerundet.

Ein Sonnensystem.

Fazit

Dieses Buch ist für alle Aquarell-begeisterten Einsteiger zu empfehlen, die auf der Suche nach anderen Motiven, als den allgegenwärtigen Blumenmustern sind. Ihr findet hierin leicht umzusetzende Übungen und wirklich wunderschöne Projekte.

Das Buch von hinten.

Noch mehr Tipps

Kreativbücher zum Thema Aquarell-Malerei

Wenn ihr noch mehr in die Materie der Aquarell-Malerei einsteigen wollt, habe ich hier zwei weitere sehr unterschiedliche Buch-Tipps für euch:

  • Bei „150 X Watercolor“ geht es um kleine Zeichnungen mit Schritt-für-Schritt Anleitungen, mit denen ihr wirklich schnell ans Ziel kommt.
  • Bei der „Kunst der Aquarell-Malerei“ geht es schon viel tiefer in die Materie, mit wesentlich anspruchsvolleren, jedoch wunderschönen, Motiven.
Aquarell-Kreativität in meinem Alltag

Einen kleinen Trick, wie ihr Aquarell-Effekte ganz ohne teure Farben und spezielles Papier hinbekommt, zeige ich euch hier. Die Lesezeichen sind ein komplettes Upcycling-Projekt und eignen sich hervorragend für den allerersten Einstieg in diese Materie:

2021 habe ich jeden Monat kreativ illustriert. Oft kamen dafür die DIY-Aquarell-Farben zum Einsatz. Hier geht es zu meinem Art-Journal:

Fröbelstern Faltanleitung

Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, ist es gar nicht schwer Fröbelsterne zu falten. Ein paar Mal üben und ihr könnt in die Massenproduktion gehen. Das tolle an diesen Sternen ist, dass ihr sie jedes Jahr aufs Neue aufhängen und damit immer wieder neu dekorieren könnt. Auch an Geschenken machen sie sich gut, in klein oder in ganz groß.

Ihr könnt dafür vorgefertigte Streifen benutzen oder euch selber welche machen.

Ich zeige euch hier eine Anleitung in Skizzen und mit den einzelnen Schritten. Falls ihr noch eine Schritt-für-Schritt-Erklärung mit Fotos braucht, klickt gerne einmal hier. Für die bebilderte Anleitung habe ich extra unterschiedlich gefärbte Streifen genommen, das kann für die ersten Versuche sehr hilfreich sein.

Girlande aus Fröbelsternen.

Faltanleitung

Was du brauchst

  • Papierstreifen; 1,5 x 45 cm
  • Kleine Holz-Wäscheklammern; z.B. in lila
  • Weiße dünne Schnur
  • Stopfnadel
  • Juteschnur oder eine Lichterkette
Der Anfang

Pro Stern benötigst du vier Streifen. Jeden davon knickst du in der Mitte, so dass er nur noch halb so lang ist und schneidest am Ende die Spitzen schräg ab.

Die Streifen verschränkst du jetzt miteinander wie in der Skizze zu sehen (eine Schlaufe liegt um zwei Lagen Papier) und ziehst sie zusammen, jedoch nicht zu eng, sonst kommst du später schlecht durch die entstehenden Schlaufen. (1 & 2) 

die flachen Zacken
Die flachen Zacken entstehen.

Nun beginnst du die oberen Streifen nacheinander gegen den Uhrzeigersinn nach unten zu knicken. Hierbei werden sie übereinandergelegt. Bist du beim letzten angelangt, schiebst du diesen unter die Lasche, die der erste gebildet hat. Begonnen hast du mit einem Quadrat mit vier Flügeln und endest mit acht Flügeln (3 bis 6). 

Den unteren linken Streifen knickst du nach hinten und links im 90°-Winkel. Er liegt danach direkt und parallel neben dem linken Flügel (7). Den gleichen Streifen knickst du nun noch einmal, dieses Mal nach vorne und nach oben im 90°-Winkel (8). Dann klappst du ihn nach rechts auf sich selber. Diesen oben liegenden Streifen schiebst du durch die untere linke Schlaufe (9). Hierbei hilft es die entstandene Zacke nach unten und hinten kurz wegzudrücken.

So verfährst du nun auch mit den anderen Streifen (gegen den Uhrzeigersinn) bis es wieder ein Quadrat mit vier Flügeln ist, dieses Mal mit vier zusätzlichen Zacken (10). 

Nun wendest du das Ganze, so dass hinten vorne und vorne hinten liegt und wiederholst die Schritte 7 bis 9, um von einem Quadrat mit vier Flügeln auf eines mit acht zu kommen (11 bis 12).

Nun geht es an die 3D-Zacken

Als nächstes knickst du alle Streifen so um, dass sie NICHT überlappen, du musst dafür die Streifen, die »im Weg« sind anheben (13).

Ab hier faltest du wieder den unteren, obenauf liegenden Streifen nach links im 90°-Winkel (14). Richte den Streifen auf (15) und schiebe ihn unter der Lasche, die rechts unten liegt, durch (16). Du ziehst hierbei so an ihm, dass sich ein dreidimensionaler Zacken bildet (17 bis 18). Bildet sich kein Zacken, war der Streifen falsch herum in der Lasche. Probiere es noch einmal andersrum. Der Streifen, welchen du hier durch die Lasche ziehst, kommt aus der Dreiecks-Spitze an der Seite heraus. Das wiederholst du anschließend mit den verbliebenen drei obenauf liegenden Streifen (19). 

3D-Zacken auf der anderen Seite

Vertausche nun wieder vorne und hinten (wenden). Bei diesem vierflügeligen Quadrat (spiegelverkehrt zu Schritt 13) knickst du nochmals alle Streifen so um, dass sie sich nicht überlappen (wie in Schritt 13) und erhältst nun ein achtflügeliges Quadrat. Dieses faltest du genauso wie vorher bereits ab Schritt 14, bis du erneut vier 3D-Zacken erhältst (20, 21). 

Der Abschluss

Nun schneidest du nur noch die überstehenden Enden ab und fertig ist der Fröbelstern (22). Der erste Versuch mag ein wenig kompliziert sein, aber schon bald hast du den Dreh raus!

Die fertigen Sterne.

Sternen-Girlande

Die Sterne können einzeln dekorativ verteilt werden. Ich hatte sie auch schon alle zusammen einfach in einer Glasvase. Als Girlande finde ich sie richtig toll und wer mag, kann sich sogar seine Lichterkette damit verzieren.

Für die Aufhängung der Sterne schneidest du dir weiße Schnur in circa zehn Zentimeter lange Stücke zurecht. Fädle diese in die Nadel und steche ein Loch in die Spitze des fertigen Sterns, ziehe den Faden zur Hälfte hindurch und verknote die Enden. Nun kannst du die Sterne aufhängen, indem du sie entweder direkt auf die Juteschnur fädelst oder mit Hilfe von Wäscheklammern in regelmäßigen Abständen daran feststeckst. 

Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz

Gelliplatte und Gelliprint? Was ist das? Einfach eine super geniale Methode um zu Drucken und zu Stempeln und dies auf eine absolut experimentelle Weise. Der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und immer neue Kombinationen denkbar.

In meinem neuesten Beitrag zum Thema Kreativ-Bücher berichte ich euch, was es in diesem Buch alles zu entdecken gibt. Das Rezept für die Gelliplatte findet ihr hier.

Gelliprint

Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz

Sabine Ickler & Katrin Klink

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60242-4

144 Seiten

26,00 Euro

Hardcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite; dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Als allererstes und für mich Wichtigstes: Die Gelliplate kann man sich selber herstellen!! Außer dem Buch braucht ihr also nichts zu kaufen, falls ihr mit dieser Art zu Drucken gleich loslegen wollt. Ihr findet hierin sehr abwechslungsreiche Ideen und Umsetzungen. Es werden verschiedene Methoden der Herangehensweise im Umgang mit der Gelliplatte erklärt und zudem kreativ umgesetzte Projekte gezeigt.

Zum einen ist es möglich zunächst Farbe auf die Platte aufzutragen und sie mit bestimmten Werkzeugen punktuell oder in Linien wegzunehmen. Das entstandene Bild wird dann gedruckt. Genauso ist es möglich Flächen mit Formen aus Papier abzudecken und dann zu drucken. Oft ist ein zweiter oder sogar dritter Druck mit der gleich bearbeiteten Platte möglich, was jedes Mal für andere Effekte sorgt!

Auch kann die Platte zusätzlich bestempelt werden, bevor es an den Druck geht. Es wird zudem erklärt, wie man sich kleine Stempel selber herstellen kann. Das ist auf der einen Seite toll, um Farbe punktuell wegzunehmen, es ist aber auch möglich die Platte als Stempelkissen zu benutzen!

Es wird mit verschiedenen Arten von Farbe experimentiert, genauso mit Prints aus Hochglanz-Zeitschriften! Lasst euch überraschen, was alles möglich ist.

Als Projekte erwarten euch unter anderem: bedruckte Taschen und Beutel, Möbel, Klamotten, Notizbücher und auch eine Wimpelkette. Die gezeigten Projekte sind wirklich sehr sehr abwechslungsreich!

Das Buch und ich

Also ich bin mal wieder total begeistert, was im Kreativbereich alles möglich ist. Im Folgenden seht ihr, was bei meiner allerersten Druck-Session innerhalb weniger Minuten entstanden ist. Mit den bedruckten Papieren, die rein intuitiv und ohne Plan entstanden (danach war im Zimmer allerdings Chaos pur!), werde ich noch kreative Dinge produzieren und darüber berichten. Ich hab da schon so einige Ideen!

Vor allem seht ihr hier aber bereits, wie hoch die Variationsbreite der Anwendungsgebiete ist. Und wie erwähnt, das alles ohne Plan. Mit ein wenig Gedankenschmalz sind hier noch viel viel mehr Dinge möglich! Und das war nur der Test mit Papier.

Ein Rezept für die DIY-Gelliplatte findet ihr hier. Der Beitrag zu dem Rezept ist zudem lesenswert, da ich über ein paar Dinge berichte, die bei mir und der Herstellung dieser Art von Druckplatte schief gelaufen sind.

Was habe ich alles ausprobiert?

Bevor es an den Druck ging habe ich auf die mit Farbe bestrichene Platte ein Obstnetz gelegt. Dazu kamen in machen Fällen noch Kreise aus Getränkekarton. Ihr braucht also auch dafür keine komplizierten oder aufwendigen Utensilien. Die Farbe auf der Platte kann zudem auch mit Stempeln weggenommen werden. In meinem Fall war dies wieder eine DIY-Konstruktion: Eine Blüte aus Papprollen!

Auch könnt ihr mit der Art von Papieren variieren und Upcycling-Materialien wie z.B. alte Buchseiten benutzen. Einen lustigen Effekt gab es beim Abdecken mit Silikon-Gummis in Stern- und Katzenform. An der Übertragung von Hochglanzbildern aus Zeitschriften werde ich noch arbeiten.

Nach dem ersten Druck, kann alles abgezogen werden und ein weiter Druck erfolgen. Die Resultate können ganz unterschiedlich ausfallen.

Das Buch von hinten.

Fazit

Das Buch von Sabine Ickler und Katrin Klink gibt einen wahnsinnig tollen Einstieg in diese für mich absolut neue Methode des kreativen Gestaltens! Ihr bekommt zudem viele spannende Ideen, um mit dieser Technik auch gleich Projekte umzusetzen.

Weitere Tipps

Habt ihr jetzt Lust noch mehr zu drucken und zu stempeln? Dann schaut doch mal, ob das hier ein Buch für euch wäre. Hier geht es um das Färben und Bedrucken von Stoffen mit vielen verschiedenen Techniken und wirklich schönen Resultaten.

Und wer lieber erst einmal in kleinen Schritten an das Thema Stempeln und Drucken heranwagen möchte, kann sich aus Resten – die wirklich jeder zu Hause hat – kleine süße Stempel machen

Gelliprint – Rezept für eine Gelliplatte

Gelliplatte und Gelliprint? Was ist das? Einfach eine super geniale Methode um zu Drucken und zu Stempeln und dies auf eine absolut experimentelle Weise. Der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und immer neue Kombinationen sind denkbar.

Um diese Technik einmal auszuprobieren braucht ihr neben der Gelliplatte am besten zusätzlich Linoldruckfarbe, eine gummierte Farbwalze und eventuell eine kleine Glasplatte, auf die ihr die Gelliplatte legen könnt. Es geht aber auch ohne dieses Extra-Zubehör. Ein alter Teller tut’s auch als Ablage und die Farbe könnt ihr zudem mit einem Pinsel auf der gelartigen Platte verteilen. Die Striche der Pinselborsten werden hier dann mitgedruckt. Auch das kann sehr reizvoll sein.

In meinem neuesten Beitrag zum Thema Kreativbücher in der Rubrik Bücher! Bücher! Bücher! berichte ich euch, was es in dem Buch „Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz“ alles zu entdecken gibt. Viele verschiedene Techniken werden bei den unterschiedlichsten Projekten vorgestellt und angewandt. Mehrfarbendruck und Experimente auf den unterschiedlichsten Materialien sind mit dieser Methode möglich!

Das Rezept für die Gelliplatte gibt es hier:

Rezept

Zutaten
  • 9 Päckchen Gelatinepulver (kein Sofortprodukt)
  • 250 ml kaltes Wasser
  • 125 ml Isopropylalkohol (Isopropanol)
  • 125 ml pflanzliches Glycerin
Zubereitung der Gelliplatte

Das Gelatinepulver in einen Topf geben und zunächst zehn Minuten in dem kalten Wasser quellen lassen. Anschließend erwärmt ihr die Masse langsam bei geringer Hitze, bis alles flüssig geworden ist. Nun gießt ihr – ebenfalls vorsichtig und langsam – das Isopropanol hinzu, falls nötig lasst die Flüssigkeit vorher noch ein wenig abkühlen. Danach kommt das Glycerin dazu.

Diese Masse könnt ihr nun in Formen gießen (eventuell alles durch ein Sieb laufen lassen). Die Platte muss mindestens 1,5 cm hoch sein. Plastikdosen aus der Küche, mit einem glatten Untergrund, bieten sich dafür gut an.

Es kann wohl ein paar Tage dauern, bis die Masse fest ist. Bei mir war das innerhalb von ein paar Minuten der Fall.

Für mögliche Fehler bei der Zubereitung scrollt gerne einmal nach ganz unten!

Gelliplatte (rechts) und mein erster Druck.

Drucken mit der Gelliplatte

Wenn ihr mit der Platte und dem Drucken starten wollt legt euch am besten alles, was ihr dafür braucht zurecht:

  • verschiedene Papiere
  • Linoldruckfarbe
  • gummierte Walze
  • Glasplatte
  • Formen aus Papier zum Abdecken
  • Stempel in diversen Formen
  • flache Gewebe mit spannenden Strukturen

Auf die Glasplatte (z.B. von einem alten Bilderrahmen) legt ihr euch die Gelliplatte. Mit einer Linolwalze könnt ihr die Farbe gleichmäßig darauf verteilen. Der Weitere Verlauf ist euch selbst überlassen!

Meine ersten Versuche

Meine ersten Versuche mit der Gelliplatte waren echt lustig, gingen super schnell und es war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich diese Technik benutzt habe.

Meiner Erfahrung nach funktioniert diese Methode mit Linoldruckfarbe am besten. Acrylfarbe trocknet sehr schnell und wirkt auf dem Druck recht stumpf und als ob sie gleich wieder abblättern würde.

Farbe verdecken

Am meisten Spaß hat mir bisher bereitet, dass man die Farbe auf der Platte mit verschiedenen Dingen abkleben und so bestimmte Bereiche aussparen kann, die dann nicht mehr auf das Papier gedruckt werden. Bei mir kamen dafür z.B. Obstnetze und ausgestanzte Kreise aus Getränkekartons zum Einsatz.

Farbe entfernen

Aber auch die Technik, mit Stempeln Farbe von der Platte zu entfernen, um so spezielle Muster auszusparen finde ich genial. Gleichzeitig kann man die Platte wie ein Stempelkissen benutzen und so auch noch zwei Projekte gleichzeitig vorbereiten. In dem hier gezeigten Beispiel benutzte ich einen DIY-Stempel: eine Blütenform aus Papprolle.

DIY-Stempel aus Papprollen.

Noch eine Idee

Wie wäre es außerdem spannende Formen zum Gießen der Gelli-Druck-Platte zu benutzen? Habt ihr Quadrate, Herzen oder Kreise? Ich denke da gerade an Eisdosen, Silikon-Backformen und Ähnliches… Oder man benutzt gleich zum Gießen bereits unebene Oberflächen… Wie eingangs erwähnt: die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Fehlerquellen bei der Zubereitung der Gelliplatte

Ungeduld ist keine Tugend

Da ich sehr ungeduldig bin, wollte ich bei der Herstellung der Gelliplatte mit dem Abkühlen nicht warten. Gleichzeitig hatte ich aber auch keine Lust, die Alkoholdämpfe einzuatmen, wenn ich das Isopropanol in eine eventuell noch zu warme Lösung kippe. Also dachte ich mir, ich nehme zuerst das Glycerin, damit kühlt die Masse ja auch gleich ab. Das Glycerin hat sich jedoch nicht gut mit der gelösten Gelatine vermischt und als ich dann den Alkohol hinzufügte entstand ein riesengroßer weißer Batzen, der wie zu lang gekautes Kaugummi aussah.

Aus der Anleitung des oben erwähnten Buches weiß ich, dass die fertigen Platten problemlos wieder eingeschmolzen werden können (z.B. wenn sie Risse aufweisen). Also war mein Plan, das Ganze mit Hitze doch noch geschmeidig zu bekommen. Nun musste ich also ewig lange weiter erhitzen und erst recht die alkoholischen Dämpfe ertragen (das ist nicht gesund!) und wirklich lange warten, bis alles aufgelöst war. Danach konnte ich die Masse ganz normal in die Formen gießen.

Auch ist nun die Masse superschnell fest geworden.

an das Rezept halten

Zudem war das bereits mein zweiter Versuch eine Gelliplatte herzustellen. Für meinen ersten dachte ich mir, ich könnte all die Agartine aus unserem Backzutaten-Fach leer bekommen, die wir hier zum Backen und Kochen als vegane Alternative zur Gelatine ausprobiert hatten. So richtig zufrieden waren wir hier mit dieser Alternative nicht und deshalb wäre es eine tolle Sache gewesen, diese noch für etwas Sinnvolles aufbrauchen zu können. Dafür musste ich einige Mengenangaben umrechnen und vor allem auch runterrechnen, da ich so viel Agartine gar nicht mehr hatte. Ich dachte mir jedoch: für eine kleine Platte wird es schon reichen.

Woran mein erster Fehlversuch jetzt genau gescheitert ist kann ich nicht sagen. War das Volumen zu klein? Habe ich bei den Umrechnungen etwas falsch gemacht? Lag es an der Agartine an sich? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist diese Platte einfach nicht fest geworden und nach einer Woche hat sie auch noch das Schimmeln angefangen!

Aus der Form geraten

Die kleinere meiner zwei Gießform-Dosen war sehr starr. Ich wusste noch nicht wie die genaue Konsistenz der Druckplatte war und ich wollte auf ihr auch keine Spuren hinterlassen. Nur: ich bekam sie nicht aus der Dose heraus! Deshalb stellte ich diese in ein Wasserbad. Zunächst in sehr warmes Wasser aus der Leitung. Dies mit dem Ergebnis, dass sich nichts tat. Als nächstes erwärmte ich ein wenig Wasser – und das nur kurz – im Wasserkocher. So bekam ich die Platte aus der Dose, allerdings war das Wasser doch einen Tick zu heiß. Ein wenig der Platte schmolz auseinander… Ich hatte jedoch das Glück, dass die Platte durch das Stürzen auf einen (im Vergleich) kühlen Teller wieder runter kühlte und nicht weiter schmolz. Auch war sie hiernach noch hoch genug. Ich schnitt ihr anschließend einfach einen geraden Rand und konnte sie nach wie vor benutzen.

Fazit

Genau an das Rezept halten, auf die Reihenfolge achten und ein wenig Geduld mitbringen!

Noch mehr Ideen

Und wer nun neugierig auf weitere Ideen ist, die das Thema Stempeldruck und Upcycling kombinieren, schaut sich hier einfach noch ein wenig um:

Papier natürlich färben

Mit alten Buchseiten oder Notenblätter Dinge zu gestalten, ist schon an sich ein Highlight. Ich finde, dieses Material hat, da es eine Geschichte erzählt, viel mehr Tiefgang als gekaufte Papiere.

Stellt euch nun einmal vor, was alles mit bunt gefärbten Notenblättern oder Buchseiten möglich wäre. Eure kreativen DIYs würden eine ganz andere Dimension bekommen!

Und wie wäre es jetzt noch zusätzlich, solch ein nachhaltiges Designpapier nicht einfach nur selbst zu färben, sondern dies auch noch mit natürlichen Ausgangsmaterialien zu tun? Die Kombination aus Upcycling, Nachhaltigkeit und der Liebe zur Natur harmoniert perfekt zusammen und es entsteht daraus ein Gesamt-Konzept.

Nach der Lektüre eines Buches kam ich auf die Idee, den übrig gebliebenen Färber-Sud zum Färben zu nehmen. Was damit alles möglich ist erläutere ich euch in diesem Beitrag.

Was ergibt welche Farbe?

Wie sich zeigt, eignen sich Notenblätter, Briefumschläge, Buchseiten aber auch Papiere aus dem Skizzenblock und Tortenspitzen hervorragend zum Färben mit Naturmaterialien. Ein angesetzter Sud aus Beeren, Avocado-Resten oder Rhabarber-Blättern (!) zaubert schon fast eine kleine Regenbogen-Farb-Palette. Mit den Rhabarber-Blätter bekommt ihr ein strahlendes Gelb, aus dem Avocado-Sud könnt ihr unterschiedlich intensive Rosatöne erzeugen und die Beeren aus dem eigenen Garten überziehen alles mit einem blassen grauen Schleier.

Den Sud ansetzen & Färben der Papiere

Köchelt die Beeren, Blätter oder Avocado-Reste ca. eine Stunde in einem Topf auf dem Herd. Lasst den Sud abkühlen und siebt die groben Teile ab. In einem flachen großen Gefäß (z.B. ein altes Backblech oder eine große eckige Schüssel) könnt ihr euer Färbegut legen. Achtet darauf, dass die einzelnen Blätter von beiden Seiten Färbesud abbekommen. 10 bis 15 Minuten im Färbebad reichen bereits aus, um schöne Resultate zu erzielen. Gießt den Sud ab und füllt einmal zum Durchspülen frisches Wasser ins Gefäß. Holt nun die gefärbten Blätter heraus, lasst sie kurz abtropfen und legt sie einzeln und flach auf eine glatte, nicht saugende Unterlage (die Arbeitsplatte der Küche, das (kalte!) Ceran-Kochfeld…). Mit einem alten Handtuch saugt ihr überschüssige Flüssigkeit ab und lasst die Blätter nun einfach an der Luft trocknen. Anschließend können die gefärbten Papiere zum Glätten zwischen alte Bücher oder in eine große Blumenpresse gelegt werden.

Ihr könnt den Sud auch mehrmals benutzen. Entweder um große Mengen nach und nach zu färben, oder ihr verdünnt die Färbelösung mit jedem Färbegang ein wenig mehr und bekommt so tolle Farb-Abstufungen in euren bunten Papieren.

Wer den Sud für länger lagern möchte, kocht ihn nach Benutzung einfach noch einmal kurz auf und füllt ihn in saubere (sterile) Gläser ab. So habt ihr für spontane Färbeaktionen immer etwas parat.

Mein erstes Kunstwerk mit gefärbtem Papier

Ein weiteres Buch gab mir noch mehr Inspiration. Kennt ihr schon Online-Drawing? Zeichnen mit nur einer Linie klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Schaut euch unbedingt meine zwei Buchtipps dazu weiter unten an.

Gefärbtes Skizzenpapier zusammen mit einer Oneline-Zeichnung.

Auf ein mit Avocado-Sud rosa gefärbtem Blatt kam mithilfe von Kohlepapier ein Blumen-Mädchen von Silberstolz. Ein paar Spritzer meiner DIY-Sprühfarbe aus leeren und eingetrockneten Filzstiften sorgen für noch mehr Farbe.

Mit diesem Bild verabschiede ich mich in meinem Art Journal vom Sommer und genieße die letzen Sonnenstrahlen in vollen Zügen.

Buchtipps zu Oneline-Drawing

Hier geht darum, ein Bild mit nur einer Linie zu kreieren, ohne abzusetzen und ohne zu radieren. Daraus resultieren elegante und zugleich schlichte Bilder, die zu vielen Anlässen passen. In Kombination mit Aquarell sind sie einfach wunderschön:

Mit Oneline-Ideen kann man nicht nur Zeichnen, sondern auch Sticken! Kleidungsstücke wie Kleider, Pullis, T-Shirts und Taschen aber auch eine Holzkiste und eine Vase werden in diesem Buch bestickt:

Buchtipp: Stoffe färben mit Naturmaterialien

Und woher weiß ich wie man so schön mit Naturmaterialen färben kann? Ganz einfach: in diesem Buch gibt es alle Tipps rund ums Färben von Stoffen mit Naturmaterialien. Mit den Sud-Resten meiner Stoff-Färbungen verpasste ich Buchseiten, Notenblättern und Co einen Schwups zarter Farben.

Paper Baskets

Dorothea Katharina Schmidt

Christophorus-Verlag

ISBN: 978-3-8388-3778-9

Preis: 16,99 Euro

95 Seiten

Hardcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite, dort könnt ihr auch ein wenig ins Buch schauen.

Das Cover.

Wahnsinn, was man aus Papier alles machen kann!! Ich bin im Upcycling wahrlich kein Neuling, aber dieses Buch eröffnet mir vollkommen neue Dimensionen. Irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets hatte ich bereits gesehen, dass man Körbe aus Katalog-Seiten und Zeitungspapier herstellen kann. Die Idee fand ich grandios und sie setzte sich in meinem Hinterkopf fest, von der richtigen Umsetzung hatte ich jedoch keine Ahnung. Mit diesem Buch in meinen Händen ändert sich das nun gänzlich.

Ich bin mal wieder begeistert, was mit Liebe zum Detail und ein wenig Zeit für schöne Dinge aus Altpapier entstehen können:

Als Projekte in diesem Buch gibt es unter anderem eine Schale, einen Blumen-Übertopf, zwei Lampenschirme und eine Post-Ablage. Der Schwerpunkt liegt natürlich – wie der Titel schon verrät – auf dem Thema Körbe. Die vorgestellten Modelle sind komplett verschieden, so dass man sie in allen Lebenslagen, vor allem zum Sortieren der diversesten Dinge, immer gut gebrauchen kann. Selbst der Vorschlag für die Aufbewahrung all der Papier-Röllchen ist schön und simpel (Papprollen mit Geschenkpapier umhüllt).

Ihr müsst nicht wirklich etwas dafür kaufen und könnt gleich loslegen, sofern ihr einen langen dünnen Metallstab wie einen Schaschlikspieß oder eine Stricknadel (diese hier* habe ich benutzt) sowie einen Klebestift habt. Leichter geht es wirklich nicht.

Dazu erfahrt ihr, wie die Papier-Röllchen gefärbt werden können, denn so erhält man noch viel mehr gestalterische Möglichkeiten.

Das erste Projekt im Buch ist ein kleines ‚Probe-Übungs-Körbchen‘. Allein dieses bietet viele verschiedene Variationsmöglichkeiten, indem man den Boden etwas größer oder kleiner macht, nach oben höher oder niedriger flechtet, indem man schmaler oder weiter in den Runden wird oder sogar eine kleine Wölbung versucht. Einfach genial.

Meine ersten Körbe!

Das musste ich gleich selbst ausprobieren. Aus zwei Werbe-Wochenzeitungen konnte ich jeweils einen dieser kleinen Probe-Körbe basteln. Der erste war zum reinen Üben. Überrascht hat mich, wie schnell man mit dem Flechten voran kommt. Die eigentliche Arbeit ist das Rollen des Zeitungspapiers. Das dauert für einen kleinen Korb aber auch nicht wirklich lange.

Und hat man sich erstmal die passende Farbe angerührt, die man mehrmals verwenden kann, geht auch das Färben der Papierröllchen super schnell.

Mein erster Färbeversuch.

Nach dem Trocknen ging es bereits an das Flechten des zweiten Korbes. Dieses Mal habe ich darauf geachtet, dass der Pappboden nicht zu sehen ist, das hatte mich beim ersten Versuch etwas gestört. Den Tipp, wie man dies hinbekommt findet ihr ebenfalls im Buch.

Beim nächsten Mal werde ich die Zeitungen so rollen, dass weiße Streifen entstehen, denn das geht ohne großen Aufwand! Ebenfalls ein Tipp aus dem Buch. So kommt man nach dem Färben und Flechten gar nicht mehr auf die Idee, dass es sich bei dem Ausgangsmaterial um Zeitungen handelt. Die entstehenden Körbe sind erstaunlich stabil, auch das hätte ich bei diesem Material nicht erwartet.

Also ich bin begeistert. Vielen lieben Dank liebe Dorothea für dieses inspirierende Buch! Von nun an werde ich noch viele weitere Körbe flechten. Leichter geht es wirklich nicht.

Die Rückseite verrät schon ein paar Ideen aus dem Inneren.

FAZIT: In diesem Buch gibt es viele Tipps und Tricks zum Thema Körbe flechten aus Papier. Diese sind gut leserlich und leicht verständlich aufgearbeitet. So können die vorgestellten Projekte schnell und ohne Frust umgesetzt werden.

*) Seit neuestem arbeite ich mit Affiliate Links. D.h. über verlinkte Produkte könnt ihr euch diese direkt beim jeweiligen Online-Shop für Hobby-Bedarf anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über diese URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

Fröbelsterne – Anleitung in Bildern

Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, ist es gar nicht schwer Fröbelsterne zu falten. Ein paar Mal üben und ihr könnt in die Massenproduktion gehen. Das tolle an diesen Papiersternen ist, dass ihr sie jedes Jahr aufs Neue aufhängen und damit immer wieder neu dekorieren könnt. Auch an Geschenken machen sie sich gut, in klein oder in ganz groß.

Ihr könnt dafür vorgefertigte Streifen benutzen oder euch selbst welche herstellen. Die Streifen im gezeigten Beispiel haben eine Länge von 45 Zentimeter und sind 1,5 Zentimeter breit.

Faltet einfach einmal Bild für Bild nach. Am Anfang am besten auch mit den gleichen (ähnlichen) Farben, damit ihr nicht durcheinander kommt. Nach ein oder zwei gefalteten Sternen habt ihr den Dreh raus!!

Braucht ihr eher eine Anleitung mit Text, dann besucht mich doch einmal hier.

Die Sterne können einzeln dekorativ verteilt werden. Ich hatte sie auch schon alle zusammen einfach in einer Glasvase. Als Girlande finde ich sie richtig toll und wer mag, kann sich sogar seine Lichterkette damit verzieren.

Fröbelsterne – immer eine gute Idee!

Wollt ihr noch mehr Tipps zu Weihnachten?

Bei mir passiert hier die nächsten Wochen bestimmt einiges zu diesem Thema. Bis es soweit ist, dass ich etwas zeigen kann, könnt ihr in dieses zauberhafte Buch hinein schnuppern und euch ein wenig inspirieren lassen:

Planetarium für die Wand

Was für ein tolles Projekt! Wir hatten viel Spaß beim Basteln und nun lernen wir fleißig, auf welcher Umlaufbahn welcher Planet wohnt und wie die Sternbilder heißen. Da es nun spürbar früher dunkel wird, macht es noch mehr Freude die Sonne im Zentrum leuchten zu lassen.

Unendliche Weiten…

Die Satelliten orten fremdes Leben (aus Holzkugeln, Draht und einem Knopf) auf einem neu Entdeckten Himmelskörper…

Aus alten Holzkugeln und Magneten wurden bunte Planeten, welche nun auf ihren Draht-Umlaufbahnen ihre Kreise um die LED-beleuchtete Sonne ziehen. Die Beschilderung (Getränkekarton) der Planeten wird ganz variabel über die Metallklammer an die Magneten unter den Planeten angebracht. Ebenso schnell kann diese wieder verschwinden.

Eine Rettungsdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten bekommt hier ihren großen Auftritt als Oberfläche eines fremden Planeten und auch für die Satelliten war ihr Einsatz sehr hilfreich.

Blumen aus Teebeutel-Papier im Blumentopf aus Zeitungspapier

Des Öfteren habe ich hier schon tolle Blumen aus Papier oder auch Folie gezeigt. Heute gibt es eine neue Version: Blüten aus Teebeutel-Tüten! Die Stengel sind aus dem Draht von Spiral-Notizblöcken, der Blumentopf wurde aus Papierpulpe alter Zeitungen geformt und verziert mit bunten Papierschnipsel-Resten von Basteln… mehr Upcycling geht fast nicht. Links besteht die Blüte aus alten Buchseiten und die Blätter aus Eierkarton.

Eine genaue Anleitung und weitere Ideen dazu findet ihr in meinem Buch: „Glitzer, Girls & Glamour“, Christophorus Verlag, ISBN 978-3-8411-0212-6 

Blumentopf mit Wasserdepot

Als ich das gesehen habe, musste ich es sofort nachbauen. Da ich die Flasche schon richtig zerschnitten parat hatte (sie stand als Vase und Kerzenständer im Wohnzimmer) konnte ich gleich loslegen. Den unteren Teil der Flasche ist mit Papierpulpe aus alten Zeitungen und Schnipseln aus Buchseiten umhüllt.

Was man aus Weinflaschen so alles machen kann.

In den Papierpulpen-Mantel habe ich mit dem Bastelmesser einen Schlitz geschnitten, damit man sehen kann, ob noch Wasser im Gefäß vorhanden ist. Mit der Zeit wird es durch Kalkflecken und aus der Erde Herausgelöstem etwas unschön im unteren Bereich werden, deshalb finde ich die Lösung mit der grünen Flasche und der Ummantelung sehr praktisch. Für die Wasserversorgung aus dem unteren Depot hinauf zur Pflanze sorgt eine Baumwollschnur die über den gesamten Bereich reicht.

Ein kleines Netz, welches man mehrmals falten kann, damit die Poren kleiner werden, um zu verhindern, dass Erde in den unteren Bereich rieselt wird auf die Schnur gezogen. Dafür in die Mitte des gefalteten Netzes ein kleines Loch schneiden. Bei mir habe ich ein Stück eines ausgedienten Wäschesacks genommen. Schön ist es, wenn es sich um ein dunkles Netzt handelt, dieses verschwindet optisch im Zusammenspiel mit der dunklen Erde. Ich habe ein weißes benutzt und auch das fällt, zumindest in der grünen Flasche, kaum auf.

Über und unter dem Netz wird eine Korken-Scheibe aufgefädelt und damit nichts verrutscht an den Außenseiten jeweils festgeknotet. Diese Konstruktion wird in die Flasche gehangen und mit den Korken am Übergang zum Flaschenhals platziert. Die Schnur muss unten soweit herausschauen können, dass sie Kontakt mit dem Wasser im unteren Gefäß haben kann. Nun das obere Gefäß mit Erde füllen. Der Gießdocht reicht bei mir durch den gesamten Erdbereich. Oben muss er natürlich mit Erde verdeckt werden.

Samen, kleine Pflänzchen oder wie bei mir kleine Ableger zum Anwachsen hinein, den unteren Teil mit Wasser befüllen und fertig.

Immer die passende Kreis-Schablone zur Hand

Mit Kreisen malen macht viel Spaß und auch für viele andere Projekte brauche ich immer mal wieder eine kreisrunde Form, wie z.B. bei der Rundung für die Grundform der Papierblumen, für die runden Fenster bei einer Lichterkette aus Milchtüten oder für die Verzierungen einer Schatzkiste und eines Mini-Hauses. Das Ganze kostet nichts und ist doch so praktisch!

Einfacher geht es nicht.

Einfach nur kreativ malen geht natürlich auch!! Aufgeräumt wird das Ganze in einer mit selbst-gemachter Sprühfarbe aufgehübschten und bestempelten Milchtüte.