Schon lange folge ich @klickerkram auf Instagram und habe mich furchtbar gefreut, als es endlich auch eine Printausgabe ihres Schaffens gab. «Töpfer dich glücklich» wird hoffentlich nicht das letzte Werk von Daniela Schmidt-Kohl gewesen sein. Es geht um das Arbeiten mit lufttrocknendem Ton, denn auch ganz ohne Brennofen ist hier total viel möglich, was zumindest der Optik echter Keramik sehr ähnelt.
Töpfer dich glücklich
Einzigartige Dekoration modellieren – ganz ohne Brennofen
Mein erster Selbstversuch, mich glücklich zu töpfern!
Das Buch «Töpfer dich glücklich»
Die Projekte sind nach Jahreszeiten sortiert und starten mit einer kleinen Materialkunde sowie Tipps und Tricks zu Werkzeugen und Hilfsmittelchen. Es folgen viele Anhängervariationen für Geschenke, Girlanden, als Wanddekoration… Zusätzlich erwarten euch Kräuterstecker, ein Blumentopf und z.B. eine kleine Schale für Schmuck. Ein wunderschönes Tablett in Fliesenoptik, edle Pflanzenstecker, eine Häuser-Hakenleiste, Kerzenhalter und Serviettenringe wollen ebenso von euch nachgemacht werden.
Blick ins Buch.
Das Buch und ich
Lange konnte ich mich nicht entscheiden, mit welchem Projekt aus dem Buch ich nun anfange. Es gab so viele – so schöne Ideen, dass mir einfach die Priorisierung schwer fiel. Ich bin ein großer Fan der Moodbilder, die Daniela mit ihrer Kamera schießt. Man möchte einfach alles auf einmal nachbauen!
Letztendlich ist es die kleine Schmuckschale geworden, für die ich zwar den Weg der vorgegebenen Anleitung verlassen habe, jedoch mit vielen Tipps und Tricks aus Danielas Buch zum gewünschten Ergebnis gelangt bin.
Da ich z.B. kein Nudelholz mit Muster besitze, entschied ich mich für die Methode, mit einer Schablone und einem normalen Nudelholz ein Muster in die Modelliermasse zu drücken. Um die Wölbung der Schale zu formen, habe ich meinen ‚Ton-Keks‘ einfach in eine Schüssel gelegt, anstatt ihn – wie im Buch vorgeschlagen – mit Hilfe von Schaumstoff als Unterlage und einer Schale als ‚Stempel‘ zu arbeiten. Mein Ton war bereits weiß und ich konnte sofort mit dem Betupfen der Acrylfarbe starten. Dieser letzte Schritt war tatsächlich sehr kniffelig, kleine Fehler besserte ich aber super mit weißer Acrylfarbe aus.
Ich bin mit meinem Werk sehr zufrieden, dafür, dass es mein erster Versuch war. Die Anleitung war verständlich und das Buch bietet einfache Alternativen, wenn man nicht alle Utensilien für das gewünschte Projekt zur Hand hat.
Fazit zum Buch «Töpfer dich glücklich»
Super, um einen Einstieg in das Thema Töpfern ohne Ton zu bekommen und sich Projektemäßig inspirieren zu lassen.
Weitere Buchtipps für Euch
Modellieren funktioniert auch für wunderbare Schmuckstücke. Im Buch Fimo® Schmuck verrät euch Tina Kurrle, alias @maxraval_crafts (Instagram), alles rund um die Verarbeitung dieses Materials und bietet viele verschiedene Schmuckdesigns zum Nachmachen.
Auf die Idee Papier zu besticken muss man erst einmal kommen! In dem Buch «Papier trifft Faden» passiert genau das – und zwar mit abwechslungsreichen Ideen für die verschiedensten Zwecke. Eine ganz klassische Technik wird hier ganz neu interpretiert. Geschenktüten oder Geschenkpapier, Dekoratives oder Pragmatisches? Sucht euch was aus! Vieles ist möglich.
Das Buch beginnt mit Tipps und Tricks, z.B. wie ihr Buchseiten altern lassen könnt. Denn nicht immer hat man vergilbtes Papier zur Hand, obwohl dieses gerade für die im Buch vorgestellten DIYs wunderschön aussieht. Auch cool: Wie ihr euch eine Prickelnadel baut, ohne extra eine kaufen zu müssen. Bei mir liegt nämlich ebenfalls ein Modell der Marke ‚Eigenbau‘ herum…
Darauffolgend erklärt euch die Autorin, was ihr für die vorgestellten Ideen braucht sowie viele Sticharten mit detaillierten Einzelschritten in Text und Bild. Und schon starten die 25 abwechslungsreichen Projekte. Meine persönlichen Highlights aus dem Buch zeige ich euch in der folgenden Übersicht:
Blick ins Buch.
Das Buch und ich
Als allererstes und zum Herantasten an das Thema habe ich mich für eine Mini-version der bestickten Papiertüte entschieden. Auf die Schnelle hatte ich jedoch nur ein Buch mit Klebebindung zur Hand. Aus diesem Grund konnte ich nur eine Buchseite für die gesamte Tüte benutzen. Während im gezeigten Beispiel aus dem Buch «Papier trifft Faden» eine Doppelseite aus einem Werk mit genähter Bindung verwendet wird. Dazu noch mit wunderschöner alter Schrift. So ist dann auch der Text ‚richtig herum‘. Nichtsdestotrotz finde ich die Mini-Variante, mit gedrehter Schrift doch auch recht akzeptabel.
Modelle im Vergleich.
Die Anleitung war äußerst leicht verständlich und ließ sich somit einwandfrei nachmachen. Die kleinen Knötchenstiche habe ich zudem einfach nebenbei in einer Kaffeepause fabriziert. Kleine Randbemerkung: Die ersten Knötchen sind -wie immer nach längerer Stick-Pause – im Nirvana verschwunden. Ein, zwei YouTube-Videos später hat es dann wieder ganz einwandfrei geklappt. Also nicht verzweifeln und einfach einmal ausprobieren!
Bestickte Papiertüte und DIY-Ahle.
Ich finde das kleine Papiertütchen ist wirklich ganz zauberhaft geworden. Kaufen musste ich für dieses Mini-DIY übrigens gar nichts. Alte Bücher lagern hier sowieso im Vorrat zum Verbasteln und die Garne stammen aus meinem wunderbaren Nähkästchenfund.
Fazit zu Papier trifft Faden
Spannende und abwechslungsreiche Ideen, um Papier mal auf eine ganz andere Weise zu verarbeiten. Mir persönlich gefallen vor allem die Blumen-Motive am besten.
Das Buch «Papier trifft Faden» von hinten.
Weitere Buchtipps für Euch
Wenn ihr nun ganz neugierig geworden seid, wie sich Papier auf weitere Arten und vor allem ganz ungewöhnlich verarbeiten lässt, habe ich hier noch ein paar zusätzliche Tipps für euch. Papier kann nämlich nicht nur bestickt werden, nein, auch Häkeln mit Papier und Körbe-Flechten sind möglich. Vor allem Zeitungspapier lässt sich hierfür gut – und vor allem äußerst nachhaltig – verarbeiten.
Wer noch mehr Ideen zum Sticken braucht und vor allem auf der Suche nach kleinen Motiven ist, um möglichst schnell zum Ziel zu kommen, stöbert sich gerne einmal durch folgende Buchtipps:
In diesem Buch geht es um die Zusammenführung von sowohl analogen als auch digitalen Techniken im Bereich künstlerischer Gestaltung. «Schnipsel und Pixel» ist jedem und jeder Kunstlehrer:in zu empfehlen. Und auch für alle anderen, die beruflich oder privat kreativ sind, ist es ein absolutes Highlight.
Schnipsel und Pixel
Individuelles Gestalten mit Skizzenbuch und Tablet, Pinsel und Plotter, Schere und Scan
Mit diesem Werk haltet ihr ein absolut liebevoll gestaltetes Buch mit kleinen witzigen Details und Wortspielen in der Hand. Es ist zudem wirklich kreativ, abwechslungsreich und spannend. Umschlag, Layout und natürlich die vorgestellten Projekte sind ein wahres Rundum-Paket, umgesetzt von Michaela Müller, die ihr auch auf Instagram unter @muellerin_art findet.
Nach einer Einführung zu den digitalen und analogen Utensilien, teilen sich anschließend die Kapitel in die Bereiche Foto, Collage, Zeichnung, Stempel, Schablone, Sonne, Animation und Kommunikation auf.
Ihr bekommt App- und Software-Tipps und es warten zusätzlich Vorlagen, die heruntergeladen werden können auf euch, genauso Videos für manche Anleitungen. Aber auch ganz ohne – also rein analog – ist dieses Buch benutzbar und ein wahres Kleinod.
Das Buch und ich
Mein erstes Schnipsel und Pixel Projekt
Ich habe dieses Buch mit Spannung durchgeblättert, durchgelesen und regelrecht in mich aufgesaugt und werde es mir noch oft zur Hand nehmen. Der Text ist wunderbar geschrieben und die Fotos zu den Projekten einfach schön. All das hat mich sofort animiert, die vorgestellten Methoden selbst nachzumachen und weiterzuentwickeln.
Daraus entstand ein Bild, in welchem ich verschiedenste Tipps aus dem Buch kombiniert habe: Analoges ist mit digitalem gemischt und es ragen sogar einzelne Elemente aus dem Bild heraus. Ich liebe es zudem Flächen mit analog gemalten und eingescannten Bildern zu füllen, wie bei einem der Schmetterlinge passiert.
Meine erste Collage nach Müllerin-Art.
Die benutzten Stempelmotive in Blätterform habe ich schon etwas länger. Wer sich auf dieser Seite auskennt, hat sie vielleicht bereits entdeckt. So ein Stempel ist aus Moosgummi und Pappkarton wirklich schnell gemacht (der bedruckte Stickrahmen ist übrigens eine Idee aus meinem Buch Glitzer, Girls und Glamour).
Meine Blätterstempel: Monstera- und Ginko-Blatt.
Mein Wunsch für dieses Buch
Ich wünsche mir wirklich, dass sich Kunstlehrer:innen dieses Buch besorgen und es in ihrem Unterricht nutzen. Hier können auf der einen Seite Techniken wie Drucken, Sonnendruck, Collagieren und Schablonieren vermittelt werden, aber eben auch ganz moderne digitale Ansätze. Diese Kombination muss die Schüler:innen einfach vom Hocker hauen.
Und nun bräuchte ich eigentlich doch endlich mal einen Schneidplotter. Noch sträube ich mich, wegen dem ganzen Folienkram und Zubehör, was es dazu braucht. In Michaelas Buch habe ich endlich mal eine nachhaltige Lösung gefunden, wie dieser benutzt werden kann. Aber lasst euch überraschen, ich kann hier ja nicht alles verraten 😉. Auch die Kleisterpapiertechnik finde ich absolut genial. Ich hatte davon vorher noch nie etwas gehört.
Ihr merkt schon ich bin begeistert. Das liegt auch daran, dass ich immer dachte, dass man entweder digital ODER analog kreativ ist. Nie wäre ich auf die Kombination von beidem gekommen. Aber genau darum geht es doch in der Kunst: Bei Techniken um die Ecke denken und kombinieren und sich eben nicht an Grenzen halten.
Fazit zu Schnipsel und Pixel
Kaufen, ausleihen oder sonstwie besorgen, wenn ihr gerne malt, stempelt, druckt und Spaß am Materialmix habt!
Tadaaaaa!! Darf ich vorstellen? Mein neuestes Baby ist da! Es heißt »Deko-Ideen aus Strickschlauch« und kann nun beim Christophorus-Verlag, bei Amazon, oder auch bei eurem persönlichen Buchhändler erworben werden.
Obwohl ich die Projekte und Texte durch die lange Ausarbeitung und die vielen Korrekturschleifen in und auswendig kenne, ist es doch jedes Mal eine Wahnsinns-Überraschung, wenn ein fertiges Buch zu mir nach Hause kommt. Im Folgenden bekommt ihr alle Infos zu meinem neuesten Werk und viele Einblicke.
Cover »Deko-Ideen aus Strickschlauch«
Deko-Ideen aus Strickschlauch
Das Buch ist wie seine Vorgänger im Christophorus-Verlag erschienen. Hier sind 96 Seiten wirklich vollgepackt mit Deko- und Geschenkideen, Accessoires und DIY-Schmuck – sowohl aus selbst hergestelltem als auch aus gekauftem Strickschlauch. Ich verrate euch, wie ihr Strickliseln ganz nachhaltig einfach selbst baut, wie es mir mit einer Strickkurbel erging und natürlich gibt es auch super viele Upcycling-Tipps dazu. Alle vier Jahreszeiten werden behandelt, zudem könnt ihr viele tolle One-Line-Motive zu entdecken. Ich flechte sogar einen Korb aus Strickschlauch. (Dank dem Buch von Dorothea Schmidt verflechte ich nun nämlich mittlerweile so ziemlich alles. 😉) All das erwartet euch zusammen mit vielen detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Seid gespannt, wofür Toilettenpapierrollen super nützlich sind – und alle die noch Tipps für Schriftzüge mit Strickschlauch brauchen, kommen ebenso auf ihre Kosten.
Alle Infos zum Strickschlauch-Buch in Kürze
Deko-Ideen aus Strickschlauch Schriftzüge und viele weitere One-Line-Motive ISBN 978-3-8388-3890-8 96 Seiten Format 16,5 x 23,5 cm Broschur 15,99 Euro (D)
Blick ins Buch »Deko-Ideen aus Strickschlauch«
Durchs Buch geblättert.
Mit Pastelltönen macht doch alles noch viel mehr Spaß, oder?
Ich freue mich, wenn euch das Buch und die Ideen darin gefallen und wünsche mir, dass ihr ganz viel Spaß mit der Zusammenstellung der Themen und Objekte habt.
Gebt mir gerne Feedback an upcycling@zobelhase.de! Ich bin sehr gespannt.
Ich hoffe, dieses Büchlein ist für dich der perfekte Anstoß, um wunderschöne Strickschlauch-Projekte für dich und deine Freunde umzusetzen.
Blick ins Buch.
Euch interessieren auch meine anderen Bücher?
»Weihnachtssterne – einfach nachhaltig«
Im Sterne-Bastelbuch zeige ich euch, wie ihr aus Dingen, die ihr alle zu Hause habt, wunderschöne nachhaltige Dekoration zu Weihnachten kreieren könnt.
Das Kreativbuch »Glitzer, Girls und Glamour« richtet sich an die jüngeren DIYler und zeigt abwechslungsreiche Ideen zur Gestaltung des eigenen Zimmers, für Geschenke an die Liebsten, für kreativen Schmuck und vieles vieles mehr.
Hier gibt es heute eine Eis-Einladungskarte für euch. Ideal für Kindergeburtstage im Sommer oder für Sommerpartys im Allgemeinen. Wird diese aufgeklappt kommen immer mehr Eistüten zum Ausmalen zum Vorschein. Die Rückseite der Einladung entpuppt sich nach dem Aufklappen als Wolke mit einem großen Regenbogen. Die eingeladenen Gäste können die Eistüten nach ihren Vorlieben und Wünschen ausmalen. Die Farben für die einzelnen Segmente des Regenbogens sind auf englisch angegeben, so werden auf spielerische Weise noch ein paar Vokabeln gelernt.
Den Sommer festhalten
Zugegebener Maßen sind mir die jetzigen Temperaturen zu krass und ich igele mich in abgedunkelten Innenräumen ein. In ein paar Wochen ist es hoffentlich wieder erträglich und das Ende des Sommers naht. Das sollte unbedingt gefeiert werden. Wer weiß, was uns in den kommenden Herbst- und Wintermonaten alles erwartet.
Wir im Zobelnest nutzen den September, um einen Kindergeburtstag aus dem Winter nachzuholen. Vielleicht wird das ja ein Konzept für die nächsten Jahre?
Auch ohne Party, eine schöne Bastelidee. Druckt euch dafür einfach nur die Eisseite aus.
Aus der Druckvorlage und Packpapier wird eine Einladungskarte.
Anleitung für die Eis-Einladungskarte
Die Eis-Einladung
Weiter unten findet ihr die Vorlage zum Ausdrucken. Sie ist für einen beidseitigen Ausdruck konzipiert. Nehmt dafür etwas dickeres Papier, damit die Einladung eine schöne Stabilität bekommt. Wenn ihr einen Drucker habt, der nicht beidseitig drucken kann, druckt ihr einfach erst die eine Seite sooft ihr sie braucht aus, dreht das Papier um und druckt darauf die zweite Seite. Wie herum das Papier für den zweiten Schritt in den Drucker muss, ist Geräteabhängig. Das müsst ihr vorher in einem Probedruck testen.
Anschließend wird die Wolkenseite an der gestrichelten Linie entlang ausgeschnitten. Nun faltet ihr die Einladung zunächst in der Mitte, die Wolke verschwindet dabei im Inneren, und klappt sie wieder auf. Die zwei außenliegenden Eistüten faltet ihr nun so nach innen, dass ihre vorherige äußerste Kante nicht ganz die Mitte berührt. Lasst gerne einen Spalt von zwei, drei Millimetern, damit sich die Karte gut schließen lässt, indem ihr nun die gerade geknickten Eistüten aufeinander legt.
Faltreihenfolge der Einladungskarte.
Die Eis-Serviette
Die Eistüte ist umhüllt mit einer personalisierten »Serviette« aus Packpapier. Auf dieser klebt ein »Button« auf welche der Namen des einzuladenden Gastes kommt. Der rosa Kreis stammt bei uns aus mit Avocado gefärbtem Papier (mit dem Rest aus dem Rote-Beete-Glas klappt das auch ganz wunderbar). Das helle fluffige Papier des Buttons war diese Füllung, welche sich in neu gekauften Schuhen befindet. Hier versteckt sich also dieses Mal das Upcycling ☺️.
Für die Serviette übertragt ihr die Formatvorlage auf Packpapier, schneidet sie aus und faltet sie an den Ecken wie im Bild gezeigt zusammen. Klebt die Serviette zu einer dreieckigen Tüte zusammen und schiebt sie über die Eiswaffel der Einladung.
Der Eis-Button
Für den Button nehmt ihr entweder die runden Kreisvorlagen oder schnappt euch den Plastikverschluss einer Flasche als Schablone für das rosa Papier. Die ausgeschnittenen Kreise klebt ihr auf Pergamentpapier, oder eben auf das Papier, welches sich in neu gekauften Schuhen befindet. Schneidet das helle Papier im gleichen Abstand zum rosa Kreis rundherum aus und anschließend den entstandenen weißen Rand mit der Schere in regelmäßigen Abständen ein. Im letzten Schritt klebt ihr den Button auf die Serviette.
Braucht ihr noch eine Idee für die kleinen Tüten, die es beim Abschied für alle beteiligten Gäste als Mitgebsel nach Hause gibt? Gerne benutze ich Dinge, die eh schon vorhanden sind, so dass nichts dafür gekauft werden muss. Außerdem dient diese Tüte als kleines Bastel-Set:
Als Spielidee oder zum Aufpimpen der mit Packpapier umhüllten Geschenke lege ich euch diese »Müll-Verwertung« aus eingetrockneten oder leeren Filzstiften ans Herz:
Wer auf der Suche nach einfachen Anleitungen und schnell umzusetzenden Nähprojekten zum Anziehen ist, ist mit »Meine Lieblingsoberteile nähen« gut beraten. Mit zwei Schnittbögen für alle Größen von 32 bis 60 spricht das Buch zudem ein sehr breites Publikum an.
Meine Lieblingsoberteile nähen
Mit Step-Fotos und Video-Anleitungen zu jedem Modell in Größe 32-60
Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen« von vorne.
Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen«
Insgesamt acht Modelle warten in dem Buch auf euch, davon sind viele Basic-Oberteile sowie ein paar extravagante Varianten. Zudem finden sich oft Angebote zu Variationen der einzelnen Modelle. Die letzen Seiten erklären, wie die eigenen Maße bestimmt werden, was es zum Nähen braucht, bieten einen kurzen Vergleich von Haushalts-Nähmaschine, Overlock und Covermaschine, sowie eine kleine Stoffkunde. Die Zuschnittangaben befinden sich auf zwei Schnittmusterbögen und decken die Größen 32 bis 60 ab.
Das Buch und ich
Ich habe vier Favoriten in dem Buch für mich gefunden. Leger und locker stelle ich mir diese Modelle angezogen richtig bequem vor. An dem Modell Ennis habe ich mich nun als erstes gewagt. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit Hilfe eines richtigen Schnittmusters ein Oberteil genäht habe. Bisher kamen meiner Nähmaschine eher Kleinigkeiten wie Abschminkpads, Turnbeutel und Kissenbezüge unter die Nadel. Wie ich vorher ganz ohne Schnittmuster Schlafanzughosen und Oberteile genäht habe, erkläre ich in einem anderen Beitrag.
Das Modell Ennis als Upcycling-Projekt
Das Modell Ennis bekam also den Zuschlag für meinen ersten Versuch mit Schnittmuster. Und was soll ich sagen? So leicht habe ich mir Klamotten nähen wirklich nicht vorgestellt. Das Schwierigste war, dass mein neuer Kurzarm-Pulli unbedingt ein Upcycling werden sollte. Drei ausrangierte Pullis brauchte es, damit ich genug nutzbaren Stoff für den Zuschnitt zusammen bekam.
Saumbündchen und Kapuze lieferte ein viel zu warmer hellgrauer Hoodie mit Flecken auf den Ärmeln. Der bedruckte innere Teil für die Kapuze wurde von einem sehr dünnen grauen Pullover mit Schwalbenprint spendiert, der einfach mittlerweile in die Jahre gekommen war und an sämtlichen Nähten auseinander ging. Der schwarze Stoff für Vorder- und Rückenteil stammt von einem XXL-Hoodie (der reichte mir fast bis zu den Knien), ein Fehlkauf auf einer digitalen Kleinanzeigen-Seite. Außer zum Schlafen, konnte ich diesen nicht tragen. Das untere Bündchen des XXL-Hoodies lebt nun an Ennis als Armlochbündchen weiter. Und auch die Kordel stammt aus meinem Fundus.
Alte Pullis auf dem Weg zu einem neuen Leben.
Kleine Variationen meinerseits
Nachdem klar war, welche nicht mehr tragbaren Teile verarbeitet werden sollen, ging alles sehr schnell. Mit Hilfe der Schnittmusterbögen und Seidenpapier waren die Zuschnitte schnell übertragen und zurechtgeschnitten. Auch das Zusammennähen klappte sehr gut. Die beiden Kapuzenzuschnitte (für innen und außen) habe ich mir aus je zwei Teilen zusammennähen müssen, dafür brauchte es natürlich an der passenden Stelle eine zusätzliche Nahtzugabe. Und da ich für den Tunnelzug an der Kapuze keine Metallösen hatte und ich die Alternative aus dem Buch nicht verstand (hier gab es leider kein Bild zu) nähte ich mir mit dem passenden Nähmaschinenprogramm zwei Knopflöcher (nach mehreren vergeblichen Versuchen mit einem Kreis-Nähfuß…).
Was ich bei der nächsten Umsetzung anders machen würde
Ennis ist ein richtig cooler Hoodie-Pullunder. In den von mir gewählten Farben sieht er sogar richtig elegant aus. Zum schnell Hineinschlüpfen würde ich mir als Brillenträger die nächste Version mit einem größeren Ausschnitt für den Kopf nähen und da ich zudem recht groß bin, auch die Länge nach unten vergrößern. Wie das funktioniert, werde ich im Buch Capsule Wardrobe nochmal nachlesen. Ennis ist aber auf jeden Fall ein Oberteil, welches ich noch öfter nähen werde, da es einfach genial einfach nachzumachen ist. Ich kann mich nur wiederholen: Nie hätte ich gedacht, dass Klamotten nähen so leicht sein kann.
Mein Projekt »Ennis« in schwarz-grau.
Fazit zu »Meine Lieblingsoberteile nähen«
Absolute Empfehlung für alle, die in das Oberteile nähen einsteigen wollen und für all diejenigen, die Spaß an den gezeigten Modellen haben und neue Inspiration samt Schnittmuster suchen.
Das Buch von hinten.
Weitere Tipps rund um das Thema Nähen
Capsule Wardorbe zeigt euch wie ihr euch fünf Basis-Kleidungsstücke selbst näht und diese durch kleine Variationen in Länge oder z.B. durch verschiedene Ärmelformen variieren könnt. Nähen perfekt hingegen erläutert alles zum Thema schöne Nähte an Ecken und Rundungen sowie viele weitere wichtige Techniken für ein sauberes Näh-Ergebnis.
Und wenn ihr noch Ideen braucht, wir ihr eure genähte, gestrickte oder auch gehäkelte Kleidung weiter ganz individuell verzieren könnt, schaut doch mal in folgende Stickbücher hinein.
*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.
Mit alten Buchseiten zu basteln macht mir unheimlich Spaß. Die Ergebnisse wirken meist dezent und unaufdringlich und zugleich filigran. Gerade Origami-Motive kommen damit sehr schön zur Geltung und auch ohne Farbe kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zum Farbrausch verleitet mich jedoch immer wieder meine selbst gemachte Sprühfarbe! In kleinen Zerstäubern (leere Deofläschchen) habe ich Patronen aus eingetrockneten bzw. leeren Filzstiften in Wasser gelöst. Damit wird im Folgenden fleißig gesprüht.
Du findest hier eine detaillierte Anleitung, um den Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen nachzumachen. Zuletzt zeige ich dir noch ein paar weitere Ideen zum Thema Sprühfarbe und Zweckentfremdung eines Drahtbügels.
Mein Frühlingskranz.
Der Drahtbügel
Zuerst biegst du dir aus einem Drahtbügel einen runden Kreis. Das kostet viel Kraft in den Daumen, wenn du dich nach und nach in kleinen Schritten vorarbeitest klappt dies aber ganz gut.
Anschließend faltest du dir größere und kleinere Origami-Schmetterlinge aus alten Buchseiten, z.B. aus 10 x 10 und 7 x 7 Zentimeter großen Papier-Quadraten.
Anleitung Origami-Schmetterling
1. & 2. Zuerst faltest du bei einem Quadrat die Diagonalen und klappst diese wieder auf (Talfalten; die Knickkante zeigt von dir weg, du sieht die Rille).
3. Anschließend faltest du das Blatt über die Mitte nach oben.
4. bis 6. Knicke die Ecken und stülpe sie ein.
7. & 8. Die oberen vorderen Ecken mit Talfalten nach unten knicken, anschließend die Form wenden.
9. & 10. Knicke die untere Ecke nach oben, so dass ein wenig Spitze oben über steht. Aufgestellte Kanten glatt drücken. Die Form wenden.
11. Im Folgenden klappst du die obere Spitze nach.
12. Mit einer Bergfalte (die Kante zeigt zu dir, der Knick nach hinten) den Schmetterling in der Mitte knicken.
13. Die obere Ecke festhalten und zusammendrücken, während du die Flügel nun auseinander faltest.
Fertig ist der Origami-Schmetterling!
14. Wenn du magst, kannst du die Flattermänner nun mit DIY-Sprühfarbe besprühen. Du kannst sie auch erst einmal so lassen und den Bügel mit den Schmetterlingen zu einem späteren Zeitpunkt mit Farbe besprühen.
15. Abschließend klebst du die Schmetterlinge mit Heißkleber auf den Drahtkreis.
Des Weiteren sorgen Verzierungen wie Blumen aus besprühten Taschentüchern, Mini-Pompons etc. für Abwechslung und Variation, ganz nach deinem Geschmack.
Papierblumen für den Origami-Frühlingskranz
Serviettentechnik ist wieder in Mode und es gibt wirklich wunderschöne Verwendungsmöglichkeiten dafür. Bald werde ich euch in diesem Blog auch ein paar Beispiele dafür zeigen können! Hier kommt ersteinmal – wie lange versprochen – die Anleitung für die Papierblumen am Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen.
Für die Serviettentechnik braucht es immer nur die oberste Schicht der bedruckten Serviette. D.h. zwei weiße (bis ganz leicht eingefärbte Reste) bleiben über. Genau diese könnt ihr jedoch ganz wunderbar für folgende Papierblumen für den Frühlingskranz benutzen. Natürlich gehen auch Taschen- oder Kosmetiktücher. Aber diese Art der Resteverwertung kommt mir natürlich sehr entgegen.
Papierblumen aus Serviettenresten.
Und so geht’s
Falls ihr es noch nicht getan habt, pult ihr als erstes die einzelnen Schichten der Serviette auseinander.
Schneidet als nächstes an den Knickkanten die weißen Papierschichten in vier gleiche Teile und legt jeweils drei dieser Papiertücher passend übereinander.
Der Dreier-Stapel wird nun wie eine Ziehharmonika gefaltet.
Die Ziehharmonika teilt ihr anschließend in drei gleich große Teile.
Mit einem dünnen Draht oder auch einem Faden bindet ihr die gedrittelte Ziehharmonika in der Mitte zusammen und faltet sie währenddessen in der Mitte.
Fächert die halbierte Ziehharmonika auf.
Nun kommt der spannendste Schritt: die einzelnen Schichten werden wieder auseinander gepult und fertig ist eure Papierblume aus Taschentuch, Serviettenrest oder Kosmetiktuch.
Wer mag kann dem Ganzen nun noch etwas Farbe verpassen. Natürlich habe ich hierfür wieder die DIY-Sprühfarbe benutzt. Für die bunten Beispiele aus der Anleitung wurden die Blumen kopfüber über die Spüle gehalten und bekamen nur außen ein paar Spritzer der Farbe ab. So bleibt das Innere der Blüte weiß und zeigt einen Farbverlauf nach außen.
Die einzelnen Schritte für die Papierblumen.
Mit Hilfe des Drahtes können sie nun ganz leicht an den Frühlingskranz gebunden werden. Diese Papierblumen sind auch für viele andere Verwendungszwecke geeignet. Besonders als Verzierung für Geschenkverpackungen mag ich sie sehr gerne.
Servietten mit schönen Prints bekommt ihr z.B. bei VBS, Idee-Shop oder auch bei Buttinette.*
Variante für den Sommer
Nicht nur für Frühlingskränze sind diese Drahtbügel aus der Wäscherei geeignet. Für den Sommer z.B. kann du dir daraus ein kleines Vogelhäuschen zaubern. Munter und fröhlich sieht es aus, sowohl mit der weißen Spitzen-Borte, als auch mit dem Zaun aus weiß bepinselten Buntstift-Resten (Geniale Resteverwertung!). Im Haus – auf einem kleinen Ast – sitz ein bunter Origami-Vogel umgeben von wunderschönen Blüten. Blüten und Vogel bestehen aus Buchseiten. Wie du diese faltest, zeige ich dir im Folgenden.
Deko für den Frühling und Sommer.
Den Bügel biegst du dir als Erstes in eine Hausform zurecht. Auch hier braucht es einiges an Geduld und Kraft in den Fingern. Biege nicht zu viel hin und her, denn sonst platz die Lackierung.
Zudem spitzt du dir deine Buntstiftstummel auf zwei verschiedene großen zurecht, die du anschließend mit zwei noch recht langen Blei- oder Buntstiften mit weißer Acrylfarbe bemalst. Klebe den Zaun zusammen. Hierfür eigenes sich Bastelkleber genauso gut wie z.B. Holzleim. In die Falte fixierst du den Zaun mit Heißkleber. Genauso wie die Blumen, die Borte und der Vogel selbst.
Faltanleitung für den Origami-Vogel:
Origamianleitung Vogel.
Nehme dir ein quadratisches Blatt Papier und
falte es einmal diagonal in der Mitte und wieder auf.
Nun legst du das jeweilige obere und untere Viertel zur Mitte hin.
Die Ecke, die auf der rechten Seite über bleibt, wird nach hinten weg geknickt.
An der gestrichenen Linie hin zur Mitte, knickst du die untere Ecke rechts von hinten nach vorne und am besten noch eine weitere Hilfskante, indem du das umgeknickte Dreieck noch einmal an der neu entstandenen Kante knickst. Nun faltest du zwei Mal wieder auf bis zurück zu Schritt 5.
Wiederhole dies auch für die obere Ecke.
Nun gehst du mit dem Finger zwischen die zwei Lagen Papier der unteren Ecke und knickst es so zur Mitte hin ein, dass die zwei Falten, die du gerade gemacht hast aufeinander liegen. Du sieht jetzt dort ein Dreieck und ein schiefes Viereck. Wiederhole das für die obere Ecke.
An die neu entstandenen linken Ecken kommt ein Knick, welcher zu dir zeigt und den zukünftigen Fuß bildet.
Knicke den zweiten Fuß an der oberen Ecke wie zuvor.
Nun wird die linke Spitze nach rechts geknickt wie in der Abbildung zu sehen.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Das entstandene Dreieck knickst du wieder zurück aber leicht versetzt.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Die obere Hälfte mittig auf die untere zusammenfalten.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Nun drückst du die Schnabelform in den Kopf.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
Vogel festhalten und den Schwanz nach oben ziehen.
Zur Kontrolle: so sieht es nun aus. Du bist nun fertig mit dem Origami-Vogel!
Faltanleitung für die Papierblumen
Diese Blumen sind vielseitig einsetzbar. Ob aus Papier, Folie oder sogar Stoff – alles ist möglich. Mein Favorit sind die Blumen aus alten Buchseiten. Und genau diese habe ich für das Vogelhäuschen verwendet.
Die Faltung der Papierblumen – Teil 1
Papierblumen Faltanleitung Teil 1.
Zunächst faltest du das Quadrat diagonal zu einem Dreieck.
Im nächsten Schritt faltest du dieses Dreieck in der Mitte zu einem kleineren Dreieck.
Schneide einen Bogen heraus, wo die offenen Seiten übereinander liegen. Mit einer Münze in entsprechender Größe als Schablone kannst du dir den Bogen ganz einfach einzeichnen.
Die Spitze der geschlossenen Kanten wird abgeschnitten.
Klappe die entstandene Form auf. Du hast nun eine Blüte. Pro Papier-Blüte brauchen wir drei Stück von dieser (Form A, B, C).
Die Faltung der Papierblumen – Teil 1
Papierblumen Faltanleitung Teil 2.
Bei Form A schneidest du ein Blütenblatt heraus, bei Form B zwei nebeneinanderliegende und bei Form C drei nebeneinander liegende.
Nun hast du sechs Teile mit unterschiedlicher Anzahl an Blütenblättern. 1, 2, 3, 5, 6, 7 (a bis f).
Die Blütenblätter an den offenen Enden der jeweiligen Form (schraffiert dargestellt) werden übereinander gelegt und mit dem Klebestift zusammengeklebt. Es entstehen trichterartige Blütenkreise oder auch Kelche. Bei der Form mit nur zwei Blütenblättern (d) faltest du eines der Blütenblätter in der Hälfte und klappst noch einmal um, so dass das gefaltete Blütenblatt die Hälfte des anderen Blattes bedeckt. Nun mit Kleber bestreichen und nochmals umklappen.
Die Form, die aus nur einem Blütenblatt besteht (b) rollst du mit dem Holzspieß längs auf und klebst sie zu.
Mit dem Spieß bringst du anschließend die Blütenblätter in Form. Dafür rollst du die Rundungen der Blütenblätter ein wenig nach außen. Außer bei denen die aus dem ein- und zweiteileigen Blütenblatt (b & d) entstanden sind. Die bleiben wie sie sind.
Wenn das geschafft ist, klebst du die einzelnen Kelche – beginnend mit dem Größten der Reihe nach immer kleiner werdend – mit dem Bastelkleber ineinander (Flüssigkleber in die Kelchspitze). Zum Schluss kommt das Röllchen aus dem einzelnen Blütenblatt in die Mitte. Teste vorher, ob es nicht zu weit heraussteht. Sollte dies der Fall sein, schneide es noch ein Stück kürzer auf eine passende Länge und klebe auch dieses ein. Das ganze nun trocknen lassen, fertig.
Sprühfarbe selbst gemacht
Was für eine tolle Resteverwertung! In den Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättest du das gedacht?
All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!
Viele Farben für abwechslungsreiche Projekte.
Und so geht’s
Aus leeren Filzstiften wird DIY-Sprühfarbe.
Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhälst du einen kräftigen Farbton. Wenn du die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, kannst du sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen.
Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen (Erst einmal ist es mir bisher passiert, dass eine Farbe nach ein paar Monaten wirklich übel gerochen hat. Alle anderen -mittlerweile an die 20 Ansätze – halten sich ohne Probleme).
So entsteht DIY-Sprühfarbe aus leeren und eingetrockneten Filzstift-Kartuschen.
Anwendungs-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:
Kleine Ideen zum Sprühen
Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Nicht nur Origami-Formen lassen sich damit aufpumpen, die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.
So viele Möglichkeiten!
Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Farbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?
Besprühte Getränkekartons.
Mein Favorit
Hier mein absolutes Highlight (aus meinem Weihnachtsbuch zum Thema Upcycling-Sterne): ein besprühter Getränkekarton als Geschenkverpackung. Der Schatteneffekt entsteht dadurch, dass du in zwei Schichten sprühst. Vorher klebst (Klebstift) du einen Bereich mit Stern aus Papier ab, den du nach dem Sprüh-Durchgang (z.B. mit Blau) mit einer Pinzette wieder abziehst. Für die zweite Schicht Farbe (z.B. Schwarz) klebst du nochmals einen Stern auf den Karton, dieses Mal nur ganz leicht versetzt. Wenn du den zweiten Stern nun nach dem Trocknen abziehst, bekommst einen wunderschönen Effekt.
Es lässt sich damit auch malen
Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Wie mit Aquarellfarbe wird diese Farbe auf Getränkekarton oder Aquarellpapier verarbeitet!
Dafür schütte dir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber und vermale sie ganz normal mit einem Pinsel. Bist du fertig mit deinem Bild, schütte die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche.
Die Sterne auf Aquarellpapier sind ebenfalls eine Idee aus meinem Weihnachtsbuch.
Weiterführende Tipps
Falls du neugierig geworden bist, was es mit diesem Weihnachts-Buch auf sich hat, hier geht es zu allen weiteren Infos dazu:
*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.
Mit selbstgemachten Abschminkpads aus Stoffresten seid ihr auch im Badezimmer nachhaltig unterwegs. Ein Badezimmer ohne Plastik und Wegwerfprodukte empfinde ich persönlich als absolut gemütlich und als totale Wohlfühl-Oase. Die Abschmickpads könnt ihr zudem ganz nach eurem eigenen Geschmack oder auch nach dem Einrichtungsstil eures Badezimmers gestalten. Und sie sind zudem ein super Geschenk für andere!
DIY-Abschminkpads halten lange
Meinen ersten Schub an DIY-Wattepas habe ich mir vor fast zehn Jahren, als absoluter Nähanfänger, aus alten Sweatern genäht. Genau dafür sind solche Projekte perfekt! Ihr lernt eure Nähmaschine besser kennen und tastet euch an das Thema Stoff und Garn immer mehr heran. Aber auch um v.a. kleine Stoffreste sinnvoll und einfach zu minimieren, bietet sich dieses Projekt ganz wunderbar an.
Nun also, nach zehn Jahren, beginnen die ersten Abschminkpads unansehnlich zu werden und es wurde Zeit für einen neuen Schwung an Pads im Bad. Aber rechnet das mal hoch: zehn Jahre lang morgens und abends ein Pad! Ich bin mit dieser Bilanz absolut zufrieden.
DIY-Abschminkpads.
Was ihr für die Abschminkpads braucht und wie es geht
Alles was ihr braucht, sind Stoffreste. Das können wie bei meinem ersten Versuch ausgetragene Pullis sein, die haben zudem oft eine glatte und eine weiche Seite. Wenn ihr das beim Zusammenlegen eurer Stofflagen beachtet, haben eure Pads ebenfalls eine glatte und eine flauschige Seite, so dass ihr euch beim Abschminken immer entscheiden könnt, welche Seite für eure Bedürfnisse gerade besser ist. Aber auch altes Bettzeug oder andere kleinere Stoffreste eignen sich ganz hervorragend dafür. Schaut, welche Farben gut zusammenpassen und euch gefallen.
Aus Stoffresten und Schablone werden Abschminkpads.
Mit einer Dose oder einem anderen runden Gegenstand bereitet ihr euch eine kreisrunde Schablone aus Papier vor (der Hardcore-Upcycler nimmt dafür einfach einen gebrauchten Briefumschlag). Den Papierkreis fixiert ihr mit zwei Stecknadeln auf mehrere Stofflagen und schneidet diese dementsprechend aus. Je nachdem welches Ausgangsmaterial ihr nehmt, kann so ein Abschminkpad aus zwei bis drei Stofflagen bestehen (habt ihr drei Lagen, könnt ihr im Inneren unattraktive Stoffprints verstecken!). Testet aus, mit wieviel Lagen euch das Pad von der Haptik her am besten gefällt und bereitet euch einen ganzen Schwung an Stoffkreisen vor. Anschließend braucht ihr diese nur noch zusammenzulegen und mit einem Zickzack-Stich an der Nähmaschine vernähen.
Es ist hierbei möglich mit der Grundeinstellung der Stichart einfach mehrere Runden übereinander zu nähen, oder ihr testet einen kleineren Abstand an einem Probestoff und passt die Naht genau an. Für meine eigenen Pads ist mir das Nahtbild nicht so wichtig, möchte ich welche verschenken, gebe ich mir bei diesem Schritt etwas mehr Mühe.
Aufbewahrung für die Abschminkpads
Für die Pads braucht es natürlich auch noch eine schöne Aufbewahrung. Auch für diese gibt es eine simple und nachhaltige Lösung: eine ausgetragene Jeans! Genauer gesagt: den unteren Abschnitt des Hosenbeins. Der untere Abschluss der Jeans wird für das kleine Körbchen einfach die obere Kante. Die abgeschnittene Seite vernäht ihr mit einem kreisrunden Stoffstück (z.B. aus der gleichen Hose). Passt hier die Größe des runden Stoffstücks an die Öffnung an und vergesst die Nahtzugabe nicht. Wer mag, verziert die Aufbewahrung mit einer Borte, einem Button, einem Anhänger oder Ähnlichem.
Aus einer Hose werden gleich zwei Aufbewahrungen.
Den Button mit dem Segelboot habe ich übrigens mit einer Button-Maschine selbst gemacht. Das Highlight ist jedoch der DIY-Stempel dazu – aus einem alten Holzpuzzle und eingetrocknetem Sanitär-Silikon!!
Kleiner Ausflug: Stempel für den Button
So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.
Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln! So ist eingetrockneter Kartuscheninhalt für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube bekommt ihr mit einem Dremel problemlos auf (mit einer Handsäge sollte es auch gehen). Die eingetrocknete Masse lässt sich anschließend ganz leicht am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel schneidet und ratscht ihr euch die gewünschten Formen zurecht und klebt sie mit (noch flüssigem) Silikon auf die mit alten Buchseiten verzierten Holzwürfel.
Stempel aus altem Würfel-Puzzle.
Noch mehr Nachhaltigkeit für das Badezimmer
Noch eine Miniwinni-Idee, die ihr gut im Badezimmer oder auch in der Küche benutzen könnt: Wasch- und Wischlappen aus einem ausgefransten Handtuch.
Bei dem für das gezeigte Projekt benutzen Handtuch löste sich der äußere Bund mittlerweile stark ab. Reparieren hätte ich sehr aufwändig gefunden. Auch ist der Stoff schon recht hart und nicht mehr so flauschig gewesen, zum Wegwerfen fand ich ihn dennoch zu schade. Da kam mir die Idee einfach ein paar Waschlappen daraus zu machen.
Genau wie bei den Abschminkpads malt ihr euch für die Lappen eine kleine Schablone (hier benutztes Packpapier) in gewünschter Größe zurecht. Orientiert euch an bereits vorhandenen Waschlappen. Schneidet aus dem unansehnlich gewordenen Handtuch mit Hilfe der Schablone doppelt so viele Rechtecke aus, wie ihr euch Lappen vorbereiten wollt. Legt diese doppelt und näht sie wieder mit einem Zickzack-Stich zusammen. Das Ausgangshandtuch hatte eine hell- und eine dunkelgraue Seite. Dementsprechend habe ich auch die zwei Lagen zusammen genäht. Von der einen Seite sind die Lappen nun hellgrau, von der anderen dunkelgrau.
Aus einem Handtuch werden Waschlappen.
Was ihr noch so aus unansehnlich gewordenen Textilien machen könnt
Braucht ihr noch ein paar Buchtipps rund um das Thema nähen?
Wie wäre es denn einmal, Stoffe mit ganz natürlichen Mitteln zu färben und dann zu vernähen? Das ist möglich mit dem Buch ➽ »Wild gefärbt« von Abigail Booth. Braucht ihr noch Tipps, wie ihr perfekt und sauber vernäht, empfehle ich euch ➽ »Nähen perfekt« von Yoshiko Mizuno. Und zu guter Letzt ➽ »Capsule Wardrobe« von Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon.
Eine spannende Idee: Buchschnitte gestalten! Mit Aquarellfarben und ganz nach eurem eigenen Geschmack, das ist mit dem Buch Painted Edges möglich. Ob romanische Blumen-Ornamente oder verzauberter Traumwald, vom Anfang bis zum Ende ausführlich in Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt.
Bevor es mit den acht verschiedenen Projekten losgeht, bekommt ihr hier einen ordentlichen Einführungskurs zu Materialien, Ideenfindung, Vorbehandlung des Buches bis hin zu kleinen Tipps und Tricks.
Die einzelnen Projekte sind sehr abwechslungsreich gestaltet, von romantisch verspielt bis hin zu Fantasy-Motiven. Euch erwarten Projekte für einen leichten Einstieg und welche für Fortgeschrittene. Die Projekte sind im Folgenden wirklich detailreich Schritt für Schritt erklärt, so dass sie 1:1 nachgemacht werden können. Variieren ist natürlich immer erlaubt!
Nach dem Studium des Theorie-Teils habe ich natürlich – wie so oft – eben nicht mit dem einfachsten Motiv begonnen. Ich fand die »Wandelnden Wälder« so wunderschön, dass ich sie unbedingt ausprobieren musste. Hannas Motiv lädt einfach nur zum Träumen ein!
Mit zwei Küchenbrettchen und zwei großen Klammern gab es die Impro-Version von Hannas Buchpresse. Mit Aquarellfarben aller Art bin ich nach meinen letzten Buch-Rezensionen mittlerweile sehr gut ausgestattet und so konnte ich wirklich sofort loslegen.
Die Umsetzung des ausgesuchten Projektes dauert etwas, da die einzelnen Schichten jeweils trocknen müssen. Wenn ihr aber ein kleines Plätzchen habt, wo ihr Buch und Malsachen einfach liegen lassen könnt, ist es problemlos möglich immer mal wieder in kleinen Zeit-Einheiten etwas weiter am Motiv zu arbeiten. Mir hat diese Art der Projekt-Umsetzung sogar sehr gut gefallen.
Und was soll ich sagen? Ich zeichne zwar nicht so genial wie Hanna Kiel, dennoch bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden und finde die Idee, Buchschnitte statt Leinwände zu bemalen einfach genial.
Mein erstes Projekt aus Painted Edges.
Fazit zu Painted Edges
Bringt Abwechslung in euer Bücherregal sowie eine weitere spannende Anwendungsidee für den Einsatz von Aquarell-Malerei.
Die Rückseite des Buches.
Weitere Tipps für Euch
Upcycling-Projekte zum Nachmachen
Da sich bei mir vieles ums Upcycling dreht, habe ich natürlich auch eine Idee, wie ihr euch Aquarellfarbe selber herstellen könnt. Im Beitrag »Sprühfarbe selbst gemacht« erfahrt ihr alles Weitere dazu. Und wie ihr mit dieser DIY-Farbe wunderschöne Lesezeichen aus Getränkekarton kreiert erfahrt ihr hier:
*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.
Getränkekarton ist ein unheimlich vielseitiges Bastelmaterial. Ich selbst bin ein großer Fan davon. Nun gibt es dazu auch noch ein ganz wunderbares Buch, welches euch mannigfaltige und abwechslungsreiche DIY-Projekte rund um das Thema Milchkarton, Tetra Pak® oder ganz allgemein Getränkekarton zeigt.
Das Buch reiht sich in die» Resteliebe«-Serie des Christophorus Verlages ein. Hier wurden bereits viele andere Themen wie Glas, Papier, Dosen, Stoff, Tapeten… vorgestellt. Nun geht es jedoch um mein absolutes Lieblingsmaterial: Getränkekarton! In wirklich abwechslungsreichen Projekten und mit wunderschönen Bildern stellt euch Ina Mielkau Deko-Objekte wie Fische oder Vasen, Gebrauchsgegenstände wie Mini-Geldbörsen und eine Handy-Tasche, Aufbewahrungsmöglichkeiten wie kleine Schalen oder Utensilios und Geschenke wie ein Mini-Fotoalbum und Linoldrucke (!) vor. Und vieles vieles mehr.
Vielleicht kennt ihr ja schon ein paar Ideen von Instagram und Pinterest. Ich mag es, thematisch zusammenhängende Projekte samt Anleitung in einem Buch zu haben, denn Blättern ist für mich immer noch schöner als swipen. Inas Umsetzungen sind zudem wunderschön! Viele weitere Projekte haben mich ebenfalls überrascht – ich sage nur »Linoldruck« – und machen einfach Lust auf Nachmachen und auf das Umgesetzte Weiterdenken.
Blick ins Buch & nachgemachte Projekte.
Das Buch und ich
Schon lange habe ich mich auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht, als ich es endlich in den Händen hielt. Denn Ina Mielkau fotografiert ihre Modelle einfach immer sehr stimmungsvoll und auch die Gesamtgestaltung des Buches ist unheimlich ansprechend. Am liebsten möchte ich hier alles nachbauen (mit einer kleinen Ausnahme, zu der ich noch komme). Getränkekarton ist einfach ein Material, welches so ziemlich jeder Zuhause hat (Und wer nicht, kann es sich ganz leicht von Freunden und Nachbarn besorgen!), zudem ist das Papier durch den geschichteten Aufbau sehr strapazierfähig und hält mehr aus, als so mancher denkt!
Die kleinen Blumenampeln aus dem Buch, die sich auch auf dem Cover tummeln, haben es mir besonders angetan. Folglich wurden diese mein erstes Projekt. Alle dafür benötigten Materialien hatte ich parat: natürlich einen Getränkekarton, etwas Schnur, Bastelkleber und ein paar Ösen. Mehr braucht es nicht. Die Blumen-Hängerchen chillen nun an einer Deko-Leiter in der Küche, bestückt mit künstlichen Pflanzen, neben ein paar Trockenblumen aus dem Garten. (Der Lichteinfall ist an diesem Ort für lebende botanische Wesen leider einfach suboptimal)
Meine Mini-Blumenampeln.
Kurzum: einmal losgelegt, konnte ich mich kaum noch halten. Aus diesem Grund folgten weitere Projekte wie kleine Körbchen, Mini-Geldbeutel und Briefumschlag. Und ich bin noch lange nicht fertig damit, mich durch dieses Buch inspirieren zu lassen!
Eine Auswahl meiner nachgebauten Projekte.
Fazit zum Buch
Dieses abwechslungsreiche Buch kann sich von allen Seiten sehen lassen, macht Spaß auf Ausprobieren und Nachmachen.
Die Rückseite des Buches.
Miniwinni-Manko…
Hier nun das kleine Manko, welches ich weiter oben kurz erwähnte. Ein Projekt im Buch ist ein Vogelhäuschen aus Getränkekarton für den Garten. Dieses wird mit Kleber und Acrylfarbe bearbeitet. Meiner Meinung nach sind dies jedoch Komponenten, mit denen Tiere nicht in direkten Kontakt kommen sollten, sie knabbern daran und verzerren sie. Zudem besitzt das Häuschen keine Lüftungsschlitze im Bereich der Vogelfutter-Aufbewahung, was sehr schnell zu Schimmelbildung führen kann. Deshalb zeige ich euch eine Alternative, die zwar auf Grund fehlender Farbe nicht so bunt ist wie Inas Modell, welche jedoch zusätzlich ohne Kleber auskommt.
Vogelhäuschen aus Getränkekarton.
…und mein Lösungsansatz dazu
Dafür habe ich zwei (!) von innen braune Getränkekartons benutzt. Einer bleibt erst einmal ganz, beim anderen hingegen entfernt ihr den oberen und unteren Teil und schneidet ihn an einer Seite auf. Markiert euch auf dem flachen Karton Eingang, Fenster und Co. und schneidet diese, z.B. mit einem Cuttermesser, aus. Wickelt ihn anschließend um den ganz gebliebenen Karton. Schneidet im Folgenden auch die Koturen in den zweiten Karton. Statt Kleber hält hier alles durch mehrere Schnüre aus Jutegarn zusammen. Den Boden durchlöchert ihr zunächst mit einer Nadel und vergrößert anschießend die Löcher mit einem Holzspieß oder einer Stricknadel. Verziert nach Herzenslust mit Naturmaterialien wie kleinen Stöcken, Zweigen, Astscheiben, getrockneten Blüten oder Früchten, Tannenzweigen etc.
Im Folgenden darf das Häuschen mit Futter befüllt werden. Wechselt dieses regelmäßig durch und fegt den Boden aus. So können sich hier keine Krankheitserreger breit machen. Letzteres funktioniert mit einer ausrangierten Zahnbürste ganz gut.
Der horizontale Zweig geht durch das gesamte Häuschen hindurch. So habt ihr die Möglichkeit innen z.B. auch Meisenknödel aufzuhängen, anstatt nur Trockenfutter auszulegen. Bei uns führte das dazu, dass ein Piepmatz sogar hierauf im Häuschen auf der Stange übernachtet hat…
Zusätzlich überdacht aufgegangen hält das Häuschen auch widrigem Wind und Wetter stand. Aus hygienischen Gründen empfehle ich jedoch, das Häuschen nur eine Saison lang zu benutzen. Im nächsten Jahr baut ihr euch einfach eine neue Version.
Weitere Empfehlungen rund um das Thema Getränkekarton
Hier erwarten euch 27 verschiedene Ideen rund um das Thema Deko-Reifen zu den vier Jahreszeiten, abwechslungsreich, modern und gute Laune verströmend. Die reinste Inspirationsquelle.
Mit Deko-Reifen durchs Jahr
Lieblingsringe gestalten für jede Jahreszeit und besondere Feste
Dort könnt ihr zusätzlich in das Buch hineinschnuppern.
Das Cover von „Mit Deko-Reifen durch das Jahr“.
Das Buch
Die 27 wunderschönen Ideen rund um das Thema Deko-Reifen sind abwechslungsreich und auf die einzelnen Jahreszeiten abgestimmt gestaltet. Am Ende punktet zusätzlich ein weiteres Kapitel namens ‚Trendy, praktisch und schön‘. Für manche Modelle braucht es zusätzlich Vorlagen (z.B. für Schriftzüge), diese stehen online – nach Eingabe eines Codes aus dem Buch – zum Download bereit.
Blick ins Buch.
Die Projekte sind mal verspielt, mal romantisch, teils auch etwas rustikaler im Landhausstil gestaltet. Oft werden die Ringe mit Trockenblumen, Blumen aus Plastik oder auch Blumen aus Papier verziert. Andere Ringe warten mit vielen weiteren überraschenden Komponenten auf. Manches Mal bedarf es Materialien, die speziell erworben werden müssen, bei anderen könnt ihr sofort loslegen.
Die Projekte eignen sich für eure eigenen vier Wände. Ich finde, dass sie sich zudem wunderbar zum Verschenken anbieten. Gerade weil sie ganz individuell angefertigt werden können.
Das Buch und ich
Ich blättere dieses Buch wirklich gerne durch und lasse mich inspirieren. Es ist Wahnsinn, wie mit oft wenig Aufwand wirklich schöne Deko-Teile entstehen. Das Cover-Bild ist zudem mein persönliches Highlight aus allen vorgestellten Projekten. Zum Thema Frühling findet ihr eine wahnsinnig schöne Origami-Schmetterlings-Version, diese ist für mich das zweite Highlight.
Das Buch ist die reinste Inspirationsquelle und da bald Ostern vor der Tür steht, habe ich mich zuerst an einen Osterkranz gewagt. Die Kreuz- und Querschnüre aus dem Cover-Modell wurden hierfür von mir nicht nur aus Schnur, sondern zusätzlich mit einer Häkelbordüre umgesetzt und dazu minikleine ‚Blümchen‘ aus Schnur-Resten genäht. Noch ein Hase mit Pompon und Krawatte davor, fertig.
Fazit
Für alle, die Inspiration für Deko-Reifen brauchen und sich selbst davon überzeugen wollen, dass diese Projekte recht schnell und einfach umzusetzen sind.
Die Rückseite.
Weitere Ideen zu Deko-Reifen
Hier zeige ich euch zusätzlich ein paar nachhaltige Ideen, wie ihr euch Kränze bauen könnt:
Anleitungen zum Nachmachen der Kränze aus Drahtbügel gibt es hier:
*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über diese URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.
Sich eigenes Textilgarn aus T-Shirts herzustellen ist relativ simpel. Es geht schnell und ist eine nachhaltige Weiterverwendung untragbar gewordener Kleidung. Hier erfahrt ihr einmal, wie es geht und ich zeige euch zudem ein paar Beispiele, was ihr daraus zaubern könnt.
T-Shirts werden oft an den Achseln als erstes unansehnlich. Manche leiern auch gerne am Kragen aus und bringen in solch einem Fall keinen Spaß mehr beim Tragen. Deshalb ist es eine großartige Lösung, sich aus dem eigentlich noch guten Mittelteil eines solchen Kleidungsstückes Textilgarn herzustellen. Wer es super nachhaltig mag, zerschnippelt sich zusätzlich die Reste aus dem oberen Teil des Shirts zu kleinen Stofflappen, welche super zum Putzen geeignet sind.
So macht ihr euch aus alten T-Shirts Textilgarn selbst
Für eine lange Schnur Textilgarn am Stück legt ihr das T-Shirt glatt auf euren Arbeitsbereich und schneidet mit einer Schere knapp unter den Ärmeln den oberen Teil sowie den unteren Bund ab. Für die Schnur braucht ihr nur den mittleren quadratischen Teil.
Mit Kreide zeichnet ihr alle 3 cm eine Markierung am Rand ein und schneidet das T-Shirt-Quadrat, (der Stoff liegt immer noch doppelt) entsprechend den Markierungen, in Streifen. Schneidet aber nicht ganz bis zum Ende (!), sondern stoppt 2 cm vorher.
Anschließend hängt ihr euch die geschlossene Seite des Stoffes über einen Arm. Die Streifen hängen vorn und hinten herunter. Schneidet zunächst an der oben liegenden Kante diagonal von Streifen eins zu Streifen zwei und so immer weiter. So entsteht ein langes Textilgarn. Zieht ein wenig an dem entstandenen Stoffstreifen, während ihr ihn aufwickelt, dann verdrillt er sich, wird länger und rundlicher.
Beispiele für die abwechslungsreiche Verwendung von Textilgarn
Mit Textilgarn könnt ihr stricken, häkeln, weben, knoten und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig. In den folgenden Bildern zeige ich einige Beispiele dafür, die hier innerhalb der letzten Jahren aus Textilgarn entstanden sind.
Die gestrickte Statementkette mit XXL-‚Perle‘ aus einem Kupferrohr-Rest (das Statement heißt hier ganz klar und deutlich Upcycling) ist mein aktueller Liebling. Auch praktische Helfer wie ein großer gehäkelter Aufbewahrungskorb sind mit Textilgarn möglich (ja, hier im Zobelnest trägt jemand fast ausschließlich schwarze Shirts, derer ich mich immer wieder gerne annehme, um ihnen ein zweites Leben einzuhauchen).
Makramee und Weben mit Textilgarn aus ehemaligen T-Shirts.
Hättet ihr gedacht, dass Textilgarn und XXL-Strickmühle super Freunde sind? Mit ihnen lassen sich fatzfatz überdimensionierte Schläuche stricken, die ihr über Flaschen, Papprollen und Co. zieht und diesen somit ein neues Outfit verpasst.
Blumenvasen aus Papprollen & Textilgarn.
Wer von euch zweifelt jetzt noch an den schier unendlichen Möglichkeiten dieses Materials?
Mit »Mein erstes Häkelbuch« lernen Kinder auf spielerische Weise das Häkeln. Große Schrift und große bunte Bilder erklären die ersten und wichtigsten Maschen. Schnelle und frustfreie Projekte machen überdies Lust auf mehr. Zudem begleitet ein kleines Wolliges Schaf die Kinder auf vielen Seiten hin zum Häkelprofi.
Mein erstes Häkelbuch
Häkelschule mit originellen Anleitungen für Kinder
Das Buch und seine Texte sind sehr kindgerecht gestaltet. Leicht zu verstehende Erläuterungen erklären die Technik, das Material sowie die einzelnen Maschen. Es wird überdies darauf hingewiesen, dass ein wenig Übung dazu gehört, möchte man das Häkeln erlernen. Ein wichtiger Hinweis, wie ich finde! Nach den einzelnen Abschnitten zu den verschiedenen Grundmaschen gibt es »Medaillen«, in die das Kind seinen Namen eintragen kann.
Das erste Projekt, besteht ausschließlich aus Luftmaschen. Darauf folgt eines aus fast ausschließlich festen Maschen. So kann das Kind mit sehr einfachen Projekten starten, die gleich Freude machen und ein Erfolgserlebnis versprechen. Darauf folgen 14 Projekte, die mit den unterschiedlichen erlernten Maschen funktionieren. Kleine Täschchen, kleine Püppchen, kleine Accessoires für das Zimmer oder als Taschenanhänger.
Blick ins Buch.
»Mein erstes Häkelbuch« und ich
Eigentlich muss es heißen: »Mein erstes Häkelbuch und das Zobelhäschen«! Denn dieses ist gerade neun Jahre alt geworden und liebt es, Dinge selbst zu machen und zu gestalten. Über das Buch hat es sich sehr gefreut und wollte auch sofort damit loslegen. Wolle war da, eine Häkelnadel war da, nichtsdestotrotz fehlte es anfangs ein wenig an Durchhaltevermögen.
Nach einem langen Gespräch mit „Man kann nicht alles sofort perfekt.“, „Auch ich lerne jeden Tag noch etwas Neues dazu.“ sowie „Manches Mal muss man sich eben ein wenig reinfuchsen.“ versuchten wir zwei Tage später noch einmal unser Glück. Und siehe da: Die Luftmaschen funktionieren! Das Zobelhäschen hatte richtig Spaß und Ausdauer eine Kette aus Luftmaschen zu fabrizieren.
Der Ungeduld des Zobelhäschens wegen habe ich dann fix eine gaaaanz lange Luftmaschenkette fabriziert, damit sie ihr neues Armband schnell genießen konnte. Ich denke aber, mit diesem Buch ist ein Anfang gemacht. Mit viel Zeit und Geduld wird sich das kleine Häschen bald auch an weitere Projekte wagen!
Unser Projekt.
Fazit zu »Mein erstes Häkelbuch«
Für Kinder die das Häkeln lernen wollen ist dieses Buch absolut zu empfehlen. Ein wenig Hilfe der Eltern ist ab und zu nötig und durchaus gewollt.
Watercolor Greenery ist ein Buch für alle die nicht nur ein grün bepflanztes Zuhause lieben sondern gleichzeitig lernen wollen, wie man Aquarelle gestalten kann. Mit den Vorlagen gelingt euch die Umsetzung im Nu!
Euch erwarten ein paar kurze Worte zum Einstieg über das Material sowie die Technik des Aquarellmalens. Darauf folgt ein Mini-Workshop zum Thema Brushlettering.
Der Übungsteil enthält zehn Zimmerpflanzen plus die Vorlagen dazu. Die einzelnen Übungen werden schrittweise erklärt, begonnen bei der Farbauswahl bis hin zum Verwässern und Übereinanderschichten der einzelnen Farben. Den Abschluss bilden fünf Projekte, wie z.B. Lesezeichen, Pflanzenstecker und Postkarten, und dies natürlich mit pflanzlichen Motiven, hier nun kombiniert mit Brushlettering.
Blick ins Buch.
Das Buch und ich
Ich bin immer noch in der Phase, in der ich behaupte, ich kann kein Aquarell zeichnen (also zumindest nicht frei aus der Hüfte heraus). Aus diesem Grund hole ich mir zur Zeit sehr viel Inspiration aus den unterschiedlichsten Perspektiven rund um dieses Thema, um immer tiefer in die Materie einzusteigen.
Meine ersten Übungen.
Aus diesem Grund landete Watercolor Greenery in meiner Tasche für den Herbsturlaub in einem Ferienhäuschen an der Ostsee. Ein wunderbarer Zeitvertreib, wenn ihr nichts machen wollt, außer eure Seele baumeln zu lassen.
Dank der Vorlagen werden die eigenen Resultate denen aus dem Buch sehr ähnlich. Den genauen Farbton zu treffen fiel mir manches Mal aber etwas schwer. Ich fand im Buch jedoch tolle Tipps, um z.B. ein besonders natürliches Grün anzumischen.
Fazit zu Watercolor Greenery
Klein aber fein. Euch erwarten wunderschöne Motive für alle Pflanzenliebhaber sowie wirklich sinnvolle Projekte.
Die Rückseite des Buches.
Weitere Tipps
Auch mit Upcycling-Materialien lässt es sich ganz wunderbar malen. Getränkekarton, von welchem ihr die äußerste Papierschicht abgezogen habt, eignet sich als ganz wunderbare Leinwand für die verschiedensten Projekte (z.B. Lesezeichen, Geschenkanhänger, Etiketten…). Farbe könnt ihr euch recht einfach aus leeren oder eingetrockneten Filzstiften selbst herstellen. Wie das geht, verrät euch der folgende Artikel:
Hier erwarten euch spannende Abenteuer mit unserem kleinen Wichtel. Nach und nach werden wir das Wichteltagebuch weiter füllen und euch berichten, wie es uns mit ihm erging, bis sich der kleine Mann irgendwann wieder auf die Heimreise machen wird.
Wer ganz neugierig ist und jetzt schon einen kleinen Blick in die Zukunft wagen mag, schaut einmal hier bei meinem Wichtel-Video oder bei dem dazugehörigen Wichtel-Beitrag vorbei.
Tag 1 – Bruchlandung eines Wichtels
Ach herrje, was hat uns denn da überrascht? In unserem Kinderzimmer lebt jetzt ein Wichtel! Wir hoffen, er hat sich bei seiner Ankunft in unserem Zobelnest nicht verletzt. Die Landung mit seinem Heißluftballon (!) sah doch irgendwie recht spektakulär aus.
Ich möchte zu gerne einmal wissen, wo er das sperrige Verkehrsmittel verstaut haben mag. Na, vielleicht finden wir das noch im Laufe der Zeit heraus. Wir alle hoffen, dass uns noch viele weitere Überraschungen erwarten, über die wir in unserem Wichteltagebuch berichten können.
Eine spektakuläre Ankunft.
Die Wichteltür samt der Kulisse passt sich gut in das Kinderzimmer ein. Mit den Bewohnern des Rapunzelturm als Nachbarn kann eigentlich nichts schief gehen. (Naja, der Tisch im dritten Stock steht schon schief…) Vor die Tür unseres neuen Besuchers legten die Kinder kleine Kostbarkeiten als Willkommensgeschenk.
Herzlich Willkommen & auf eine gute Nachbarschaft.
Tag 4 – Es tut sich was
Nach der überraschenden Bruchlandung wurde es etwas still um unseren Wichtel und wir fingen schon an, uns Sorgen zu machen. Nicht, dass er mit gebrochenen Knochen in seinem Bettchen liegt und niemand kommt, um ihm zu helfen. Aber nun gibt es – Gott sei dank – endlich wieder ein Lebenszeichen. Ich glaube der Wichtel brauchte einfach ein paar Tage, um sich von seiner dramatischen Ankunft zu erholen. Nun scheint er sich langsam einzuleben, denn er war fleißig und hat gehandwerkelt: Ein Regal aus einem alten Zollstock! Ich hatte doch auch mal so einen… Na, das kann ja noch lustig werden.
Tag 5 – Putztag bei Toke
Was ist denn hier los? Unser Wichtel war wohl fleißig und hat alle Herbstblätter weggefegt und seine Vorräte an Eicheln aufgestockt. Und es gab einen Brief für uns! Aus diesem konnten wir schon so Einiges über unseren Besuch erfahren: Unser Wichtel heißt z.B. Toke, hat brauen Augen und liebt heiße Schokolade. Aber lest doch selbst, was er uns schon alles über sich und sein heimeliges Leben hier verraten hat.
Tag 6 – Wir haben eine Überraschung für den Wichtel
An den Adventssonntagen wird im Zobelnest fleißig gebacken. Daran wollten wir Toke teilhaben lassen. Aus diesem Grund hab es für ihn Mini-Kekse und einen kleinen Antwortbrief der Kinder. Obwohl uns die Portion für so einen kleinen Mann doch recht groß vorkam, war am nächsten Tag alles leergeputzt und außer ein paar Krümeln nichts mehr zu sehen. Dafür gab es für uns eine süße kleine Dankes-Botschaft mit viel Herz von unserem wichteligen Besuch.
Tag 7 – Der Nikolaus kommt bald
Habt ihr es bemerkt? Unser Wichtel Toke hat anscheinend – ganz ähnlich wie es bei uns manchmal läuft – am Abend vor Nikolaus seine größten Stiefel vor die Tür gestellt. Als wenn der Nikolaus mehr hineintun würde, nur weil die Latschen größer sind. So ein Unfug. Aber – großartig wie der Nikolaus nun einmal ist – hat er tatsächlich auch dem kleinen Wichtel etwas vorbeigebracht. Wobei die Naschereien, trotz der riesengroßen Treter kaum hineingepasst haben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich bei Toke um eine wahnsinnige Naschkatze handelt. Auch hier war am nächsten Tag – den Verpackungsresten nach zu urteilen – alles weggefuttert…
Tag 9 – Der große Waschtag
Nanu? Was ist denn hier los? Großer Waschtag bei Toke. Ach herrje wie süß sind denn diese Klamotten?! Hosen, Hemden, Shirts, Schal und Mütze, alles im Mini-Format! Die Wäscheklammern aus Getränkekarton sind ja auch herzallerliebst. Nun bekommen wir langsam einen genaueren Eindruck über die Größe unseres zauberhaften Besuches.
Und es wird irgendwie immer gemütlicher bei unserem Wichtel Toke. Gerne würden wir uns ganz klein zaubern und es uns zumindest auf dieser herrlichen Terrasse einmal ausruhen wollen, sitzend auf dieser witzigen Bank aus Buntstift-Resten. Wir wollen die Laternen im Dunkeln leuchten sehen und wie die Post in den Briefkasten kommt.
Tag 11 – Schon wieder alles anders
Wie bei uns im Zobelnest wird auch bei Toke alles etwas weihnachtlicher. Der Adventskranz steht nun plötzlich auf dem süßen Nierentisch, daneben noch ein nicht fertig getrunkenes Getränk auf einem Mini-Holzbrettchen. Und einen kleinen Adventskalender gibt es auch. Wow, statt Strickleiter wird hier heute eine Mini-Schaukel bestaunt deren Sitzfläche aus Buntstiftresten besteht. Ein dekorativer Weihnachtsbaum (aus Papprolle) mit vielen goldenen Sternen steht auch schon da. Ich glaube, Toke ist ein wahrer Weihnachtsfan. Genau wie wir!
(Stellt euch einmal einen Weihnachts-grummeligen Wichtel vor. Bestimmt keine schöne Angelegenheit…)
Tag 13 – Es wird weihnachtlich
Nicht nur die Deko wird immer mehr. Nein, nun hat unser kleiner Gast auch schon fleißig gebacken. Zimtsterne, herzige Lebkuchen und auch die ganz klassischen runden Kekse verziert mit Schokolade. Und wie goldig doch diese kleine Keksdose aus dem Rest einer Klebestreifenrolle und Pappe ist. Habt ihr die selbstgeschnitzten Holzlöffel (aus Einweg-Holzlöffeln) entdeckt? Tablett und Holzbrettchen sehen ebenso selbstgemacht aus: ein wahrer DIY-Wichtel!
Tag 15 – Uns fehlt etwas
Hey, wo sind denn all unsere Hausschuhe hin? Wie durch Zauberhand waren heute früh alle Fußumschmeichler des Hauses verschwunden und nicht mehr auffindbar. Kurioser Weise tauchten sie am späten Abend alle wieder auf. Wir haben da jemanden in Verdacht. Ich werde hier an dieser Stelle jedoch keine Namen nennen…
Tag 17 – Es wurde fleißig genäht
Nach einem Tag Ruhe, gab es wieder eine kleine Überraschung bei Toke. Unser kleiner Gast ist wohl mitten in den letzten und wichtigsten Weihnachtsvorbereitungen: das Herstellen handgefertigter Geschenke! Große Berge Stoffe, Garn und Wolle stapelten sich vor seiner Tür. Ich hoffe er hat in dieser Nacht ordentlich was geschafft und kann mit seinen DIY-Ideen vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Vielleicht ja auch unseren kleinen Zobelhäschen?
Wahrscheinlich war er nach all der vielen Arbeit völlig kaputt, um noch irgendetwas davon aufzuräumen.
Tag 19 – Eine Überraschung am Weihnachtsbaum
Nanu, was haben wir denn an unserem Weihnachtsbaum Leckeres entdeckt? Viele tolle Zuckerstangen hingen plötzlich dort. Bis Weihnachten werden wir sie uns aufheben um sie dann genüsslich zu verspeisen während wir glücklich an unseren Wichtel denken.
Tag 21 – Kreatives Chaos
Bei Toke ist das kreative Chaos ausgebrochen. Mitten in den weihnachtlichen Vorbereitungen steckt er nun und malte seine Weihnachtspost. Mit Farbe aus kleinen Farbtöpfen, Mini-Gel- und -Buntstiften wurden ganz wunderbare Winterbilder.
Tag 23 – Jetzt wird es ernst
Oh wie schön ist das denn? Viele tolle Weihnachtsvorbereitungen! Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Anscheinend sind Tokes Geschenke fertig und konnten heute Nacht von ihm verpackt werden. Und ganz wie bei uns auch, ist Packpapier die Grundlage für seine Verpackungen. Weiter verziert oder auch blank, wir lieben alle Varianten! Sind diese kleinen Geschenkanhänger aus Getränkekarton nicht ganz zauberhaft? Und was macht denn die Pudelmütze eigentlich da?
Tag 24 – So viel Aufregung
Über den Tag verteilt verschwanden die kleinen Pakete jeweils einzeln aus Tokes Vorplatz und tauchten – wie durch Zauberei – in groß unter unserem Weihnachtsbaum auf! Was war das aufregend für uns alle. Die kleinen Zöbelhäschen waren komplett aus dem Häuschen, dass das Auftauchen der Gaben dieses Jahr irgendwie noch viel magischer ablief als sonst. Die Bescherung am Abend war ein schöner Abschluss nach diesem aufregenden Tag und wir alle fielen später, kaputter – jedoch auch glücklicher – als sonst in unsere Bettchen.
Tag 25 – Zauberwald
Dieses Mal schlichen wir ganz leise zu Toke. Denn über Nacht tauchte vor der Wichteltür ein kleines Rudel Rentiere auf. Zudem war am Häuschen alles ganz stimmungsvoll beleuchtet. Ein wunderbarer Anblick für uns alle.
Tag 26 – Kleiner Weihnachtsmarkt
Nun, wo der meiste Weihnachtsstress für unseren kleinen Wichtelgast erledigt war, gönnte sich Toke wohl noch einen Mini-Weihnachtsmarkt ganz für sich allein. Es gab Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Zimtsterne, Kekse sowie ein Lebkuchenherz. Mal wieder wären wir gerne ganz ganz klein und hätten hier mitgefuttert.
Tag 27 – Gemütlicher Abend
Am Morgen des 27. Tages brannte noch ein kleines Lagerfeuer nach. Nach all den Vorbereitungen, dem bestimmt super anstrengenden Weihnachtsabend für Toke, der Völlerei in der vorangegangenen Nacht hat er sich wohl eine kleine ruhige Pause bei gemütlichem Feuerschein gegönnt.
Modellieren mit Pappmaché ist eine absolut abwechslungsreiche Gestaltungsmethode, die in dem Buch »Die Pappmaché-Werkstatt« auf eine moderne Weise präsentiert wird. Nachhaltige Projekte für Groß und Klein, für jede Jahreszeit sowie für den sparsamen Geldbeutel werden hier vorgestellt.
Lange musste ich auf die Pappmaché-Werkstatt warten, nun ist sie endlich da! Und ich freue mich so sehr über dieses kleine Wunderwerk. Manche kennen Dorothea Schmidt vielleicht schon von ihrem vorherigen Werk »Paperbaskets«, welches nicht ohne Grund ein Bestseller im Christophorus-Verlag ist. Lest euch gerne auch die Rezension zu diesem famosen Werk durch.
Der Autorin ist es wichtig, dass ihre Projekte nicht viel kosten, und somit von wirklich jedem ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Auch spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, weshalb fast ausschließlich Materialien zum Einsatz kommen, die eigentlich im Müll landen würden. Alte Zeitungen, Bücher, Eierkartons, Packpapier… Aus diesen allgegenwärtigen Materialien entstehen zusammen mit etwas Wasser und Kleister wahre Kunstwerke.
Ihr findet verschiedene Rezepte für die Papierpulpe, je nachdem wie ihr arbeiten (z.B. mit ganz natürlichen Materialien) und was ihr damit umsetzten wollt.
Im vorliegenden Buch erwarten euch zudem viele Tipps und Tricks für die Verarbeitung dieses vielseitigen Materials. Besonders spannend fand ich die Ideen, wie Farbe ins Spiel kommt. Denn nicht immer muss es Acrylfarbe sein. Nein auch mit Gewürzen, Tinte, Tusche und vielen anderen Materialien bringt ihr hier Farbe mit ins Spiel.
Ein kleiner Einblick in die Pappmaché-Werkstatt
Kleine Figuren, Verspieltes und Frühlingshaftes, Ideen für große Selbermachen, Projekte für kleine DIYler, Modelle zu Weihnachten oder für den Frühling: Das Buch ist eine abwechslungsreiche Wundertüte für jede Gelegenheit.
Das Buch und ich
Mein erstes Projekt aus der Pappmaché-Werkstatt wurde nun gar kein Pappmaché-Modell. Allerdings zählen viele die Kaschiertechnik zur Pappmaché-Verarbeitung dazu, und genau deshalb wird diese Methodik im Buch ebenso vorgestellt. Die Christbaumkugeln aus alten Buchseiten haben mich sofort angelacht und wurden – für meine bald kommende liebste Zeit im Jahr – als erstes umgesetzt. Aus Buchseiten-Schnipseln, die mit Kleister in mehreren Schichten auf einen Mini-Ballon aufgetragen wurden, entstand eine stabile Papierkugel.
Nachgemachte und originale Christbaumkugeln.
Der Trick, wie die Schrift – auch für alle nicht-Handlettering-Begabte – auf die Kugel kommt, hat mich überzeugt (allerdings hatte ich keinen schwarzen Folienstift mehr und musste mich mit wasserfester Tinte begnügen, deshalb ist mein Schriftzug nicht ganz so scharfkantig geworden, wie im Original). In die Aufhängung mit dem Kronenkorken habe ich mich als alter Upcycler sofort verliebt.
Nachhaltige Weihnachtsbaumkugeln ganz nah.
Fazit zur »Pappmaché-Werkstatt«
Dieses Buch bietet alles, was ihr zum Thema Pappmaché wissen müsst und noch viele tolle Tipps darüber hinaus. Mein nächste Projekt aus Pappmaché steht schon in den Startlöchern!
Wusstet ihr schon, dass sich der Zobelhase nun auch bei Spoonflower herumtreibt? Nach und nach werde ich dort immer mehr Stoffdesigns hochladen und hoffe euch damit eine kleine Freude machen zu können. Mein erstes Projekt aus den selbst-designten Stoffen seht ihr hier: genähte Stoffsäckchen werden zu einem wiederverwendbaren Adventskalender.
Vielseitiger Adventskalender
Jedes Jahr aufs neue kann dieser mit den genähten Stoffsäckchen nach Lust und Laune neu arrangiert werden. In einer schönen rustikalen Holzschüssel oder in einem vintage-Korb fühlen sich die kleinen Überraschungen sehr wohl. Es ist auch möglich, den einzelnen Säckchen weitere Bestimmungen zukommen zu lassen. Sie eignen sich nach ihrem Leben als Adventskalender hervorragend als nachhaltige Verpackung für kleine Mitbringsel oder als Duft- und Kräutersäckchen… So Vieles ist denkbar.
Adventskalender in der hängenden Variante.
Die hängende Variante beinhaltet kleine – jedoch absolut feine – Upcyclings! Die Zahlenkreise bestehen aus Pappe, die vorher als Verpackungsmaterial diente und die Haken gehörten vor langer langer Zeit zu einer Gardinen-Aufhängung. Der mit Garn umwickelte Ring, an dem alles hängt, war in seinem vorherigen Leben ein Topfdeckel! Dieser ist uns im Zobelnest zersprungen (warum auch immer) und ich wusste sofort, der silberne Rahmen bleibt hier!!
Nach der Umwicklung mit weißem Garn sieht der ehemalige Topfdeckel-Rahmen jetzt richtig gemütlich aus und eignet sich auch nach Weihnachten noch für viele Projekte!
Ein Säckchen – viele Möglichkeiten.
Vielseitige Stoffsäckchen
Ich mag die verschiedenen Farbkombinationen der Stoffdesigns total. Sie harmonieren ganz wunderbar mit ruhigen Tönen, wie z.B. dem des Packpapiers. Die aus kleinen Quadraten ganz einfach genähten Säckchen können zudem auf unterschiedlichste Weise ihren Inhalt präsentieren. Sei es mit einem zusammengerollten Verschluss, oben zusammengebunden oder nach innen gekrempelt, damit auch etwas größere Präsente Platz haben. Diese genähten Stoffsäckchen sind kleine Allrounder.
Aus Stoff wird eine nachhaltige Geschenkverpackung.
Anleitung – genähte Stoffsäckchen
Eine gepunktete Linie meint, der Stoff soll hier gefaltet werden bzw. wurde hier gefaltet. Die gestrichelte Linie meint, dass hier genäht werden soll bzw. genäht wurde.
1 & 2. Ihr beginnt mit einem Stoffquadrat, z.B. 20 x 20 cm groß, und faltet dieses zunächst drei Zentimeter an der oberen Kannte nach innen. Das wird die Öffnung nach oben.
3. Den entstanden Bund könnt ihr nun mit einer Naht 1 cm vom oberen Knick entfernt absteppen. Wer mag kann weiter unten noch eine zweite Naht einfügen.
4 bis 7.Knickt den Stoff nun in der Mitte rechts auf rechts und vernäht die Kante an der Seite (1 cm Nahtzugabe).
8 bis 10. Faltet den (fast) Beutel nun so, dass die Seitennaht auf einer Seite in der Mitte liegt und vernäht den Boden (1 cm Nahtzugabe).
11. Für eine gewisse Tiefe des Beutels könnt ihr euch die Kanten absteppen. Dafür muss der Beutel nochmals so gedreht werden, dass die Naht (rechts oder links) auf einer Seite liegt. Im rechten Winkel wird nun die Ecke abgesteppt. Bei mir hat die Naht eine Länge von jeweils 2 cm. Wollt ihr einen ‚dickeren‘ Beutel müsst ihr die Ecke größer gestalten, so dass die Naht länger wird, z.B. 3 cm.
Wer braucht noch ein paar Weihnachtskarten? Als Promotion-Artikel für mein neuestes Upcycling-Buch sind diese schönen Exemplare entstanden, die nun im wunderbaren Hamburger Buchladen ‚Tolle Geschichten‘ und sogar in Steinheim in der Buchhandlung Wedegärtner an die Kunden verteilt werden. Ein paar Karten habe ich mir zurückbehalten, um auch euch die Chance zu geben, diese zu erwerben. Lediglich die Portokosten im Wert von 1 Euro kommen auf euch zu. Also: Wer mag, wer hat noch nicht? Diese Aktion gilt natürlich nur, solange der Vorrat reicht. Maximale Abgabe-Menge sind 5 Stück pro Person.
Meldet euch dafür gerne bei mir per Mail (upcycling@zobelhase.de).
Das Motiv für diese wunderschöne Karte stammt von einem der Projekte aus meinem neuesten Kreativbuch, in welchem sich alles um weihnachtliche Sterne dreht.
Weihnachtskarten auch im nächsten Jahr?
Habt ihr für das Weihnachtsfest 2023 ebenfalls Interesse an solchen Karten? Schreibt es mir gerne, vielleicht erhöhe ich dann das Kontingent und ihr könnt sogar mehr auf einmal bestellen!
Weihnachtspost für Euch!
Was dich im Buch rund ums Sterne basteln erwartet
In dem Buch dreht sich alles rund um das Thema Sterne: Um nachhaltige Sterne, um geupcycelte Sterne, um Sterne, die teils aus den verrücktesten Materialien entstanden sind. Ihr findet darin viele – neu interpretierte – Klassiker. Zudem warten spannende – vollkommen neue – Ideen darauf auch euer Zuhause für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit des Jahres vorzubereiten.
Fast 40 verschiedene Stern-Interpretationen sind es letztendlich geworden und ich hätte noch viel viel mehr machen mögen!! Zusätzlich gibt es weiterführende kleine Mini-Ideen und sogar ein paar weihnachtliche Back-Rezepte. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für alle Weihnachtsfans also.
Mir ist es besonders wichtig, dass du sofort mit den Projekten loslegen kannst, ohne dir erst etwas Spezielles dafür besorgen zu müssen. Denn darum sollte es beim Upcycling gehen: mit dem zu arbeiten, was da ist. Sei erfinderisch und flexibel bei den Materialien, verziere die Projekte weiter oder wandle sie ab! Die Anleitungen dafür dürfen dich inspirieren, sollen dich jedoch nicht einengen. Am Ende des Buches findest du ein paar Vorlagen mit verschieden Sternen. Entscheide selbst, welche Größen und Formen du nimmst. Passe an und kombiniere – ganz nach deinem Geschmack.
Ich wünsche dir mit diesem Buch und den Projekten darin viel Spaß und hoffe du findest reichlich Inspiration und Ideen für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit im Jahr.
Hier gibt es heute viele DIY-Ideen rund um die Wichteltür. Das Besondere an unserem Projekt: alles ist reinstes Upcycling. Papp- und Getränkekarton bilden die Haupt-Baumaterialien. Und auch sonst wurde sich im Zobelnest umgeschaut, was alles verbaut und umfunktioniert werden kann. Die ganze Geschichte rund um unseren Wichtel, seine Abenteuer und Streiche wird es hier bald in einem eigenen Beitrag geben. Aber auch jetzt schon bekommt ihr einen kleinen Eindruck davon.
Beginnen wir mit dem Herzstück: Die Wichteltür. Unsere besteht aus Papp- und Getränkekarton. Die Scharniere stammen von Ohrstäbchen. Vielleicht malen ja einige von euch manches Mal damit mit ihren Kindern. Dann hebt diese einfach auf! Denn sie geben ein hervorragendes Baumaterial ab. Der Türklopfer besteht aus einem kleinen Schlüsselring mit Holzperle. Auch der Türgriff ist eine (flache) Holzperle. Der runde Fensterrahmen der Tür war einmal ein Ring in einem Plastik-Schneidebrett. Da dieser immer herausfiel, wurde er mit Acrylfarbe bepinselt und ohne groß nachzudenken zweckentfremdet.
Lichterketten und beleuchtete Fenster zaubern um die Wichteltür herum eine wahnsinnig heimelige Atmosphäre. Unser kleines Wesen hatte sogar die Rollos ein wenig hoch gezogen. Hätten wir hier vielleicht einen Blick ins Haus riskieren sollen? Oder war es doch ganz gut, dass wir es nicht getan haben? Falls wir beim Luschern tatsächlich den Wicht entdeckt hätten, hätte er all seine Zauberkraft verloren!
Es weihnachtete so sehr
Wow, was für eine weihnachtliche Stimmung hier herrschte. Abends kamen sogar die Rentiere vorbei und naschten etwas von den Blumen. Aber keine Sorge, die eindrucksvollen Tiere fraßen niemals alles auf. Die Blumengestecke in den Blumentöpfen sind selbstgesammeltes und getrocknetes Naturmaterial. Wo die kleinen Glöckchen herkommen erratet ihr bestimmt. Die Faltanleitung für den kleinen Papierstern findet ihr – zusammen mit vielen anderen nachhaltigen Ideen – in meinem Weihnachtssterne-Buch.
Kennt ihr diese Plastikschnüre, die um die Versandkartons gespannt sind, wenn Bestellungen zu euch nach Hause kommen? Sie heißen »Umreifungsband«. Man lernt doch jeden Tag etwas Neues dazu. Ihr werft diese hoffentlich nicht weg!? Dann wärt ihr ja wahnsinnig, so ein witziges Baumaterial (welches bis dahin nur ein einziges – ziemlich langweiliges – Leben fristen durfte) zu entsorgen. Schneidet es in Zukunft immer knapp neben der Verklebung auseinander und lagert es in eurem Bastelvorrat! Wichteltüren und Zaunelemente bekommen damit einen extra Pfiff.
Unser Wichtel schien eine kleine Naschkatze zu sein. Oder waren dies Überreste eines Mini-Weihnachtsmarktes? Die Tüten voller gebrannter Mandeln und die Zuckerwatte auf dem kleinen Nierentisch riechen auf jeden Fall ganz wunderbar!
Einblick in die winterliche Wichtelzeit.
Auch Post kam regelmäßig in den kleinen Wichtel-Briefkasten. Der Nachsendeauftrag funktionierte offenbar reibungslos. Herrlich. Was da wohl alles drin stand? Und auch bei Wichteln scheint es Brauch zu sein, sich Adventskerzen anzuzünden, um bis zum großen Ereignis am 24.12. immer mehr Licht ins Haus zu bringen. Aus einem Korken und Holzdübeln wurde ein kleiner Hocker.
Im oberen Stock war noch mehr Platz. Befand sich hier eine kleine Werkstatt? Wir konnten uns vor Neugierde kaum beherrschen und bewunderten voller Andacht die originelle Brüstung aus (Werbegeschenk-)Buntstiftresten.
Unser Wichtel startete im Herbst
War das aufregend! Plötzlich war er da! Mit Reisekiste und Rucksack ging alles los. Je mehr das Laub herabfiel, umso wuseliger wurde es rund um die Wichteltür. Vor allem das feine Händchen des Wichtels für Blumen und Pflanzen hat uns sehr beeindruckt. Richtig gemütlich fanden wir das.
Unser Wichtel startete im Herbst.
Manches Mal hat unser Wichtel vergessen seine Strickleiter (aus Werbegeschenk-Buntstiften) einzuziehen. Wie gerne wären wir da einmal hinauf geklettert und hätten die obere Tür geöffnet. An richtig goldenen Oktober-Tagen stand sogar eine kleine Bank (auch aus Werbegeschenk-Buntstiften) vor der Tür!
Oh wie wunderbar! Auch der Wichtel hatte ein Faible für DIY! Die Kürbisse im Vorgarten mussten wir sofort nachmachen. Hier geht es zu einem Bild unserer Beton-Kürbisse.
Ein gut bestücktes Regal aus einem alten Zollstock war der endgültige Beweis, dass bei uns ein DIY-begnadeter Wichtel eingezogen ist. Farben, Wolle, Garn, Glitzer und ein paar geheime Tinkturen, ordentlich sortiert und aufgereiht, machten uns ganz neidisch. Die Mini-Garn-Spulen gibt es hier zu kaufen.(Affiliate Link) Ihr könnt auch ähnlich geformte Perlen dafür nehmen. Runde sorgen bestimmt ebenfalls für einen schönen Effekt.
Video zu unserer Wichteltür
So sah es aus, als der kleine Mann einzog. 🎶 Christmas Village – Aaron Kenny 🎶
Weitere Ideen rund um den Wichtel
Wollt ihr dieses Jahr auch einen Wichtel bei euch einziehen lassen? Mögt ihr eure Ideen hier für alle teilen? Ich würde sie gerne sammeln und in einem eigenen Beitrag dazu zeigen. Schaut doch einmal hier vorbei, zu gewinnen gibt es auch noch was:
Dieses Buch zeigt allen Nähbegeisterten fünf Basic-Kleidungsstücke inklusive den dazugehörigen Schnittmustern. Es bietet sich für alle an, die Kleidungsstücke selber nähen wollen, aber noch nicht genau wissen, wie. Durch variationsreiche Änderungen bezüglich Länge, Weite, Kragen- öder Ärmelform entstehen aus Hose, Rock, Top, Kleid und Bluse ganz individuelle Klamotten in unterschiedlichen Stilen und für die verschiedensten Anlässe.
Eigentlich handelt es sich beim vorliegenden Buch um ein Grundlagen-Werk für alle, die sich perfekt sitzende Kleidungsstücke nähen wollen. Das Buch erklärt euch zunächst, wie ihr Maß nehmt, wie ihr eine Schnittvorlage lest, wie ihr die Schnittvorlagen abpaust und auch wie Stoffteile ausgeschnitten werden. Spannend für das Konzept des Buches ist die Erklärung, wie Schnittvorlagen verlängert oder verkürzt werden können und wie Abnäher funktionieren. Auch wird auf Anpassungen an die jeweilige Körbchengröße eingegangen. Es handelt sich also um einen regelrechten Rundum-Workshop in Sachen Klamotten-Nähen.
Ihr erfahrt hier zusätzlich alles über die Grundausstattung zum Nähen und die verschiedenen Stoffarten samt ihre Eigenschaften. Handstiche und Maschinenstiche werden genauer erläutert, wie versäubert wird und wie ein Saum entsteht. Die ausführliche Anleitung wie Reißverschlüsse sichtbar und unsichtbar eingesetzt werden, fand ich besonders wichtig. Der theoretische Exkurs endet mit dem Thema Taschen: hierbei dreht sich alles um aufgesetzte Taschen, Nahttaschen, Schräg- und Paspeltaschen.
Praxis-Teil – jetzt geht es ans Nähen der Kleidungsstücke
Blick ins Buch.
Allgemeiner Aufbau
Die einzelnen Kapitel sind am Rand farblich kodiert, so findet ihr schnell, was ihr sucht. Passform und Nähtechniken sind die zwei großen vorgeschalteten Themengebiete. Hierauf folgen die fünf Basic-Teile mit jeweils einer eigenen Kapitelfarbe. Jedes Teile-Kapitel wiederum beginnt zunächst mit einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Nähanleitung zu dem jeweiligen Basic-Piece. Auch die zweite Variante ist jeweils ausführlich beschrieben. Die sogenannten »Schnittabwandlungen« werden kürzer erklärt.
Die Basic-Teile
So wird das ärmellose Oberteil in der Variation zu einem Trägershirt, in der Schnittabwandlung zu einem Jerseykleid. Der (Midi-)Rock variiert zum ausgestellten Mini-Rock, in der Schnittabwandlung zu einem Maxi-Rock, einem Rock mit abfallendem Saum sowie zu einem Bleistift-Rock. Das Schiftkleid wird zum Zeltkleid, die Schnittabwandlung beschäftigt sich hier mit verschiedenen Ausschnitten, Kragen- und diversen Ärmelformen, mit denen das Kleid ganz individuell gestaltet werden kann. Die gerade geschnittene Hose gibt es zudem in der Variation mit hohem Bund und weitem Saum, die Schnittabwandlungen dazu beschäftigen sich mit mit Hosen-Aufschlag, mit einem schmal geschnittenen Bein sowie der Coulotte. Die Bluse wird in der Variante zur Freizeitbluse, in der Schnittabwandlung geht es um die Variationen der Ärmelform und des Kragens.
Fazit
Ein Rundum-Workshop in Sachen Klamotten-Nähen und ein absolutes Grundlagen-Werk für alle, die sich perfekt sitzende Kleidungsstücke nähen wollen.
Das Buch von hinten.
Weitere DIY-Ideen
Kleidungsstücke nähen ganz ohne Schnittmuster
Wer ganz schnell zum Ziel kommen, und sich die Schnittmuster für die langen dunklen Tage im Winter aufheben mag, für den habe ich einen zusätzlichen Tipp:
Lieblingsklamotten dienten als Pausvorlage für diese individuellen Kleidungsstücke.
Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff. Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr in eure neu geschneiderten Teile noch hineinkommt!
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.
Die Ruckzuck-Variante ist es, sich aus einem großen T-Shirt ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da dieser Stoff kaum franst, braucht hier nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten.
Verzierungen der Teile
Wie ihr die Stoffe bedruckt und weiter verzieren könnt erfahrt ihr hier: