Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen

Mit alten Buchseiten zu basteln macht mir unheimlich Spaß. Die Ergebnisse wirken meist dezent und unaufdringlich und zugleich filigran. Gerade Origami-Motive kommen damit sehr schön zur Geltung und auch ohne Farbe kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zum Farbrausch verleitet mich jedoch immer wieder meine selbst gemachte Sprühfarbe! In kleinen Zerstäubern (leere Deofläschchen) habe ich Patronen aus eingetrockneten bzw. leeren Filzstiften in Wasser gelöst. Damit wird im Folgenden fleißig gesprüht.

Du findest hier eine detaillierte Anleitung, um den Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen nachzumachen. Zuletzt zeige ich dir noch ein paar weitere Ideen zum Thema Sprühfarbe und Zweckentfremdung eines Drahtbügels.

Drahtbügel aus der Wäscherei zu einem Kreis gebogen. Rundherum sind Origami-Schmetterlinge aus alten Buchseiten geklebt. Die Schmetterlinge sind mit verschiedenen Blautönen besprüht. Für Auflockerung sorgen kleine rosa besprühte Blumen aus Kosmetiktüchern.
Mein Frühlingskranz.

Der Drahtbügel

Zuerst biegst du dir aus einem Drahtbügel einen runden Kreis. Das kostet viel Kraft in den Daumen, wenn du dich nach und nach in kleinen Schritten vorarbeitest klappt dies aber ganz gut.

Anschließend faltest du dir größere und kleinere Origami-Schmetterlinge aus alten Buchseiten, z.B. aus 10 x 10 und 7 x 7 Zentimeter großen Papier-Quadraten.

Anleitung Origami-Schmetterling

Skizze der einzelnen Schritte, wie aus einem Papier-Quadrat ein Origami-Schmetterling wird.

1. & 2. Zuerst faltest du bei einem Quadrat die Diagonalen und klappst diese wieder auf (Talfalten; die Knickkante zeigt von dir weg, du sieht die Rille).

3. Anschließend faltest du das Blatt über die Mitte nach oben.

4. bis 6. Knicke die Ecken und stülpe sie ein.

7. & 8. Die oberen vorderen Ecken mit Talfalten nach unten knicken, anschließend die Form wenden.

9. & 10. Knicke die untere Ecke nach oben, so dass ein wenig Spitze oben über steht. Aufgestellte Kanten glatt drücken. Die Form wenden.

11. Im Folgenden klappst du die obere Spitze nach.

12. Mit einer Bergfalte (die Kante zeigt zu dir, der Knick nach hinten) den Schmetterling in der Mitte knicken.

13. Die obere Ecke festhalten und zusammendrücken, während du die Flügel nun auseinander faltest.

Fertig ist der Origami-Schmetterling!

14. Wenn du magst, kannst du die Flattermänner nun mit DIY-Sprühfarbe besprühen. Du kannst sie auch erst einmal so lassen und den Bügel mit den Schmetterlingen zu einem späteren Zeitpunkt mit Farbe besprühen.

15. Abschließend klebst du die Schmetterlinge mit Heißkleber auf den Drahtkreis.

Des Weiteren sorgen Verzierungen wie Blumen aus besprühten Taschentüchern, Mini-Pompons etc. für Abwechslung und Variation, ganz nach deinem Geschmack.

Papierblumen für den Origami-Frühlingskranz

Serviettentechnik ist wieder in Mode und es gibt wirklich wunderschöne Verwendungsmöglichkeiten dafür. Bald werde ich euch in diesem Blog auch ein paar Beispiele dafür zeigen können! Hier kommt ersteinmal – wie lange versprochen – die Anleitung für die Papierblumen am Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen.

Für die Serviettentechnik braucht es immer nur die oberste Schicht der bedruckten Serviette. D.h. zwei weiße (bis ganz leicht eingefärbte Reste) bleiben über. Genau diese könnt ihr jedoch ganz wunderbar für folgende Papierblumen für den Frühlingskranz benutzen. Natürlich gehen auch Taschen- oder Kosmetiktücher. Aber diese Art der Resteverwertung kommt mir natürlich sehr entgegen. 

Flatlay mit Servietten und gefalteten Papiertüchern, die schrittweise zu einer Papierblume werden.
Papierblumen aus Serviettenresten.

Und so geht’s

  1. Falls ihr es noch nicht getan habt, pult ihr als erstes die einzelnen Schichten der Serviette auseinander. 
  2. Schneidet als nächstes an den Knickkanten die weißen Papierschichten in vier gleiche Teile und legt jeweils drei dieser Papiertücher passend übereinander. 
  3. Der Dreier-Stapel wird nun wie eine Ziehharmonika gefaltet.
  4. Die Ziehharmonika teilt ihr anschließend in drei gleich große Teile.
  5. Mit einem dünnen Draht oder auch einem Faden bindet ihr die gedrittelte Ziehharmonika in der Mitte zusammen und faltet sie währenddessen in der Mitte. 
  6. Fächert die halbierte Ziehharmonika auf.
  7. Nun kommt der spannendste Schritt: die einzelnen Schichten werden wieder auseinander gepult und fertig ist eure Papierblume aus Taschentuch, Serviettenrest oder Kosmetiktuch. 
  8. Wer mag kann dem Ganzen nun noch etwas Farbe verpassen. Natürlich habe ich hierfür wieder die DIY-Sprühfarbe benutzt. Für die bunten Beispiele aus der Anleitung wurden die Blumen kopfüber über die Spüle gehalten und bekamen nur außen ein paar Spritzer der Farbe ab. So bleibt das Innere der Blüte weiß und zeigt einen Farbverlauf nach außen. 

Mit Hilfe des Drahtes können sie nun ganz leicht an den Frühlingskranz gebunden werden. Diese Papierblumen sind auch für viele andere Verwendungszwecke geeignet. Besonders als Verzierung für Geschenkverpackungen mag ich sie sehr gerne.

Servietten mit schönen Prints bekommt ihr z.B. bei VBS, Idee-Shop oder auch bei Buttinette.*

Variante für den Sommer

Nicht nur für Frühlingskränze sind diese Drahtbügel aus der Wäscherei geeignet. Für den Sommer z.B. kann du dir daraus ein kleines Vogelhäuschen zaubern. Munter und fröhlich sieht es aus, sowohl mit der weißen Spitzen-Borte, als auch mit dem Zaun aus weiß bepinselten Buntstift-Resten (Geniale Resteverwertung!). Im Haus – auf einem kleinen Ast – sitz ein bunter Origami-Vogel umgeben von wunderschönen Blüten. Blüten und Vogel bestehen aus Buchseiten. Wie du diese faltest, zeige ich dir im Folgenden.

Ein Haus gebogen aus einem Drahtbügel. Darin sitze ein Origami-Vogel auf einem kleinen Ast. Der untere Rand ist mit einem Zaun aus weiß bemalten Buntstift-Resten verziert.
Deko für den Frühling und Sommer.

Den Bügel biegst du dir als Erstes in eine Hausform zurecht. Auch hier braucht es einiges an Geduld und Kraft in den Fingern. Biege nicht zu viel hin und her, denn sonst platz die Lackierung.

Zudem spitzt du dir deine Buntstiftstummel auf zwei verschiedene großen zurecht, die du anschließend mit zwei noch recht langen Blei- oder Buntstiften mit weißer Acrylfarbe bemalst. Klebe den Zaun zusammen. Hierfür eigenes sich Bastelkleber genauso gut wie z.B. Holzleim. In die Falte fixierst du den Zaun mit Heißkleber. Genauso wie die Blumen, die Borte und der Vogel selbst.

Faltanleitung für den Origami-Vogel:

Faltanleitung Origami-Vogel.
Origamianleitung Vogel.
  1. Nehme dir ein quadratisches Blatt Papier und
  2. falte es einmal diagonal in der Mitte und wieder auf.
  3. Nun legst du das jeweilige obere und untere Viertel zur Mitte hin.
  4. Die Ecke, die auf der rechten Seite über bleibt, wird nach hinten weg geknickt.
  5. An der gestrichenen Linie hin zur Mitte, knickst du die untere Ecke rechts von hinten nach vorne und am besten noch eine weitere Hilfskante, indem du das umgeknickte Dreieck noch einmal an der neu entstandenen Kante knickst. Nun faltest du zwei Mal wieder auf bis zurück zu Schritt 5.
  6. Wiederhole dies auch für die obere Ecke.
  7. Nun gehst du mit dem Finger zwischen die zwei Lagen Papier der unteren Ecke und knickst es so zur Mitte hin ein, dass die zwei Falten, die du gerade gemacht hast aufeinander liegen. Du sieht jetzt dort ein Dreieck und ein schiefes Viereck. Wiederhole das für die obere Ecke.
  8. An die neu entstandenen linken Ecken kommt ein Knick, welcher zu dir zeigt und den zukünftigen Fuß bildet.
  9. Knicke den zweiten Fuß an der oberen Ecke wie zuvor.
  10. Nun wird die linke Spitze nach rechts geknickt wie in der Abbildung zu sehen.
  11. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  12. Das entstandene Dreieck knickst du wieder zurück aber leicht versetzt.
  13. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  14. Die obere Hälfte mittig auf die untere zusammenfalten.
  15. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  16. Nun drückst du die Schnabelform in den Kopf.
  17. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  18. Vogel festhalten und den Schwanz nach oben ziehen.
  19. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus. Du bist nun fertig mit dem Origami-Vogel!

Faltanleitung für die Papierblumen

Diese Blumen sind vielseitig einsetzbar. Ob aus Papier, Folie oder sogar Stoff – alles ist möglich. Mein Favorit sind die Blumen aus alten Buchseiten. Und genau diese habe ich für das Vogelhäuschen verwendet.

Mehrere Papierblüten sowie zwei Beispiele aus Jeans und Kaffeetüten. Im Hintergrund zwei Bücherstapel.

Die Faltung der Papierblumen – Teil 1

Skizze 1 zur Anleitung Papierblüten Falten.
Papierblumen Faltanleitung Teil 1.
  1. Zunächst faltest du das Quadrat diagonal zu einem Dreieck. 
  2. Im nächsten Schritt faltest du dieses Dreieck in der Mitte zu einem kleineren Dreieck.
  3. Schneide einen Bogen heraus, wo die offenen Seiten übereinander liegen. Mit einer Münze in entsprechender Größe als Schablone kannst du dir den Bogen ganz einfach einzeichnen.
  4. Die Spitze der geschlossenen Kanten wird abgeschnitten.
  5. Klappe die entstandene Form auf. Du hast nun eine Blüte. Pro Papier-Blüte brauchen wir drei Stück von dieser (Form A, B, C).

Die Faltung der Papierblumen – Teil 1

Skizze 2 zur Anleitung Papierblüten Falten.
Papierblumen Faltanleitung Teil 2.
  1. Bei Form A schneidest du ein Blütenblatt heraus, bei Form B zwei nebeneinanderliegende und bei Form C drei nebeneinander liegende. 
  2. Nun hast du sechs Teile mit unterschiedlicher Anzahl an Blütenblättern. 1, 2, 3, 5, 6, 7 (a bis f).
  3. Die Blütenblätter an den offenen Enden der jeweiligen Form (schraffiert dargestellt) werden übereinander gelegt und mit dem Klebestift zusammengeklebt. Es entstehen trichterartige Blütenkreise oder auch Kelche. Bei der Form mit nur zwei Blütenblättern (d) faltest du eines der Blütenblätter in der Hälfte und klappst noch einmal um, so dass das gefaltete Blütenblatt die Hälfte des anderen Blattes bedeckt. Nun mit Kleber bestreichen und nochmals umklappen.
  4. Die Form, die aus nur einem Blütenblatt besteht (b) rollst du mit dem Holzspieß längs auf und klebst sie zu.
  5. Mit dem Spieß bringst du anschließend die Blütenblätter in Form. Dafür rollst du die Rundungen der Blütenblätter ein wenig nach außen. Außer bei denen die aus dem ein- und zweiteileigen Blütenblatt (b & d) entstanden sind. Die bleiben wie sie sind.
  6. Wenn das geschafft ist, klebst du die einzelnen Kelche – beginnend mit dem Größten der Reihe nach immer kleiner werdend – mit dem Bastelkleber ineinander (Flüssigkleber in die Kelchspitze). Zum Schluss kommt das Röllchen aus dem einzelnen Blütenblatt in die Mitte. Teste vorher, ob es nicht zu weit heraussteht. Sollte dies der Fall sein, schneide es noch ein Stück kürzer auf eine passende Länge und klebe auch dieses ein. Das ganze nun trocknen lassen, fertig.  

Sprühfarbe selbst gemacht

Was für eine tolle Resteverwertung! In den Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättest du das gedacht?

All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!

Glas-Sprühflaschen in einer Reihe stehend, mit flüssiger Farbe darin. Diese Farbe stammt aus leeren oder eingetrockneten Filzstiften.
Viele Farben für abwechslungsreiche Projekte.

Und so geht’s

Skizze, wie die Patronen aus den Filzstiften zur Sprühfarbe werden.
Aus leeren Filzstiften wird DIY-Sprühfarbe.

Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhälst du einen kräftigen Farbton. Wenn du die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, kannst du sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen.

Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen (Erst einmal ist es mir bisher passiert, dass eine Farbe nach ein paar Monaten wirklich übel gerochen hat. Alle anderen -mittlerweile an die 20 Ansätze – halten sich ohne Probleme).

Anwendungs-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:

Kleine Ideen zum Sprühen

Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Nicht nur Origami-Formen lassen sich damit aufpumpen, die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.

Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Farbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?

Mein Favorit

Hier mein absolutes Highlight (aus meinem Weihnachtsbuch zum Thema Upcycling-Sterne): ein besprühter Getränkekarton als Geschenkverpackung. Der Schatteneffekt entsteht dadurch, dass du in zwei Schichten sprühst. Vorher klebst (Klebstift) du einen Bereich mit Stern aus Papier ab, den du nach dem Sprüh-Durchgang (z.B. mit Blau) mit einer Pinzette wieder abziehst. Für die zweite Schicht Farbe (z.B. Schwarz) klebst du nochmals einen Stern auf den Karton, dieses Mal nur ganz leicht versetzt. Wenn du den zweiten Stern nun nach dem Trocknen abziehst, bekommst einen wunderschönen Effekt.

Es lässt sich damit auch malen

Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Wie mit Aquarellfarbe wird diese Farbe auf Getränkekarton oder Aquarellpapier verarbeitet!

Dafür schütte dir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber und vermale sie ganz normal mit einem Pinsel. Bist du fertig mit deinem Bild, schütte die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche.

Die Sterne auf Aquarellpapier sind ebenfalls eine Idee aus meinem Weihnachtsbuch.

Weiterführende Tipps

Falls du neugierig geworden bist, was es mit diesem Weihnachts-Buch auf sich hat, hier geht es zu allen weiteren Infos dazu:

Eine genauere Anleitung für Lesezeichen aus Getränkekarton und Sprühfarbe findest du hier:

*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

aquarell Aquarellmalerei aus alt mach neu Backen basteln Blumenliebe buchempfehlung Buchtipp DIY Garten Gartenliebe Geschenkidee Geschenkideen Häkeln Ideen für Kinder kinder Kindergeburtstag kreativ kreativbuch kreativität kreativmitkindern makramee malen miniatur nachhaltig Nachhaltigkeit Nähen nähenistwiezaubernkönnen Nähen lernen Origami Papierfalten Puppenhaus Puppenhausideen selbermachen Selbermachen statt kaufen Selbernähen Spiel & Spaß Spielen Spielen mit Kindern Spielideen sticken Upcycling Weihnachten wirspielenzuhause zeichnen

Painted Edges – Buchvorstellung

Eine spannende Idee: Buchschnitte gestalten! Mit Aquarellfarben und ganz nach eurem eigenen Geschmack, das ist mit dem Buch Painted Edges möglich. Ob romanische Blumen-Ornamente oder verzauberter Traumwald, vom Anfang bis zum Ende ausführlich in Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt.

Painted Edges

Buchschnitt gestalten mit Watercolor

Hanna Kiel

frechverlag

ISBN 978-3-7358-8064-2

Preis 19,99 Euro (D)

128 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite*.

Buch auf einem Tischen, daneben Aquarell-Utensilien.
Cover von Painted Edges.

Das Buch Painted Edges

Bevor es mit den acht verschiedenen Projekten losgeht, bekommt ihr hier einen ordentlichen Einführungskurs zu Materialien, Ideenfindung, Vorbehandlung des Buches bis hin zu kleinen Tipps und Tricks.

Die einzelnen Projekte sind sehr abwechslungsreich gestaltet, von romantisch verspielt bis hin zu Fantasy-Motiven. Euch erwarten Projekte für einen leichten Einstieg und welche für Fortgeschrittene. Die Projekte sind im Folgenden wirklich detailreich Schritt für Schritt erklärt, so dass sie 1:1 nachgemacht werden können. Variieren ist natürlich immer erlaubt!

Auf der Instagram-Seite der Autorin Hanna Kiel bekommt ihr zudem noch viele weitere Ideen!

Das Buch und ich

Nach dem Studium des Theorie-Teils habe ich natürlich – wie so oft – eben nicht mit dem einfachsten Motiv begonnen. Ich fand die »Wandelnden Wälder« so wunderschön, dass ich sie unbedingt ausprobieren musste. Hannas Motiv lädt einfach nur zum Träumen ein!

Mit zwei Küchenbrettchen und zwei großen Klammern gab es die Impro-Version von Hannas Buchpresse. Mit Aquarellfarben aller Art bin ich nach meinen letzten Buch-Rezensionen mittlerweile sehr gut ausgestattet und so konnte ich wirklich sofort loslegen.

Die Umsetzung des ausgesuchten Projektes dauert etwas, da die einzelnen Schichten jeweils trocknen müssen. Wenn ihr aber ein kleines Plätzchen habt, wo ihr Buch und Malsachen einfach liegen lassen könnt, ist es problemlos möglich immer mal wieder in kleinen Zeit-Einheiten etwas weiter am Motiv zu arbeiten. Mir hat diese Art der Projekt-Umsetzung sogar sehr gut gefallen.

Und was soll ich sagen? Ich zeichne zwar nicht so genial wie Hanna Kiel, dennoch bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden und finde die Idee, Buchschnitte statt Leinwände zu bemalen einfach genial.

Fazit zu Painted Edges

Bringt Abwechslung in euer Bücherregal sowie eine weitere spannende Anwendungsidee für den Einsatz von Aquarell-Malerei.

Die Rückseite des Buches Painted Edges
Die Rückseite des Buches.

Weitere Tipps für Euch

Upcycling-Projekte zum Nachmachen

Da sich bei mir vieles ums Upcycling dreht, habe ich natürlich auch eine Idee, wie ihr euch Aquarellfarbe selber herstellen könnt. Im Beitrag »Sprühfarbe selbst gemacht« erfahrt ihr alles Weitere dazu. Und wie ihr mit dieser DIY-Farbe wunderschöne Lesezeichen aus Getränkekarton kreiert erfahrt ihr hier:

Weitere Buchtipps zum Thema Aquarell-Malerei

*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

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Die Pappmaché-Werkstatt

Modellieren mit Pappmaché ist eine absolut abwechslungsreiche Gestaltungsmethode, die in dem Buch »Die Pappmaché-Werkstatt« auf eine moderne Weise präsentiert wird. Nachhaltige Projekte für Groß und Klein, für jede Jahreszeit sowie für den sparsamen Geldbeutel werden hier vorgestellt.

Die Pappmaché Werkstatt

Modellieren mit Papier, Wasser und Kleister

Dorothea Katharina Schmidt

Christophorus Verlag

ISBN978-3-8388-3811-3

Preis 24,99 Euro

142 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Die Pappmaché-Werkstatt: Buch-Cover. Rosa Teelicht mit ausgespartem Stern.
Cover: Die Pappmaché-Werkstatt.

Das Buch »Die Pappmaché-Werkstatt«

Was euch erwartet

Lange musste ich auf die Pappmaché-Werkstatt warten, nun ist sie endlich da! Und ich freue mich so sehr über dieses kleine Wunderwerk. Manche kennen Dorothea Schmidt vielleicht schon von ihrem vorherigen Werk »Paperbaskets«, welches nicht ohne Grund ein Bestseller im Christophorus-Verlag ist. Lest euch gerne auch die Rezension zu diesem famosen Werk durch.

Der Autorin ist es wichtig, dass ihre Projekte nicht viel kosten, und somit von wirklich jedem ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Auch spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, weshalb fast ausschließlich Materialien zum Einsatz kommen, die eigentlich im Müll landen würden. Alte Zeitungen, Bücher, Eierkartons, Packpapier… Aus diesen allgegenwärtigen Materialien entstehen zusammen mit etwas Wasser und Kleister wahre Kunstwerke.

Ihr findet verschiedene Rezepte für die Papierpulpe, je nachdem wie ihr arbeiten (z.B. mit ganz natürlichen Materialien) und was ihr damit umsetzten wollt.

Im vorliegenden Buch erwarten euch zudem viele Tipps und Tricks für die Verarbeitung dieses vielseitigen Materials. Besonders spannend fand ich die Ideen, wie Farbe ins Spiel kommt. Denn nicht immer muss es Acrylfarbe sein. Nein auch mit Gewürzen, Tinte, Tusche und vielen anderen Materialien bringt ihr hier Farbe mit ins Spiel.

Ein kleiner Einblick in die Pappmaché-Werkstatt

Kleine Figuren, Verspieltes und Frühlingshaftes, Ideen für große Selbermachen, Projekte für kleine DIYler, Modelle zu Weihnachten oder für den Frühling: Das Buch ist eine abwechslungsreiche Wundertüte für jede Gelegenheit.

Das Buch und ich

Mein erstes Projekt aus der Pappmaché-Werkstatt wurde nun gar kein Pappmaché-Modell. Allerdings zählen viele die Kaschiertechnik zur Pappmaché-Verarbeitung dazu, und genau deshalb wird diese Methodik im Buch ebenso vorgestellt. Die Christbaumkugeln aus alten Buchseiten haben mich sofort angelacht und wurden – für meine bald kommende liebste Zeit im Jahr – als erstes umgesetzt. Aus Buchseiten-Schnipseln, die mit Kleister in mehreren Schichten auf einen Mini-Ballon aufgetragen wurden, entstand eine stabile Papierkugel.

Blick ins Buch der Pappmaché-Werkstatt. Christbaumkugeln aus Buchseiten.
Nachgemachte und originale Christbaumkugeln.

Der Trick, wie die Schrift – auch für alle nicht-Handlettering-Begabte – auf die Kugel kommt, hat mich überzeugt (allerdings hatte ich keinen schwarzen Folienstift mehr und musste mich mit wasserfester Tinte begnügen, deshalb ist mein Schriftzug nicht ganz so scharfkantig geworden, wie im Original). In die Aufhängung mit dem Kronenkorken habe ich mich als alter Upcycler sofort verliebt.

Christbaumkugeln aus Buchseiten.
Nachhaltige Weihnachtsbaumkugeln ganz nah.

Fazit zur »Pappmaché-Werkstatt«

Dieses Buch bietet alles, was ihr zum Thema Pappmaché wissen müsst und noch viele tolle Tipps darüber hinaus. Mein nächste Projekt aus Pappmaché steht schon in den Startlöchern!

Die Pappmaché-Werkstatt, die Rückseite des Buches.
Die Pappmaché-Werkstatt von hinten.

Weitere Ideen zur Papierverarbeitung

Buchtipps zum Thema Papierverarbeitung

DIY-Ideen zum Sofort-Loslegen

Sterne – einfach nachhaltig

Weihnachten ohne Sterne? Das geht gar nicht! Wie ihr diese nachhaltig selber herstellen könnt, aus Materialien, die ihr alle Zuhause habt, zeige ich euch in meinem neuesten Buch. Hierin wird Packpapier, alten Zeitungen und Buchseiten, auch Jeans, Altglas und leeren Plastikbehältern ein neues weihnachtliches und sterniges Leben eingehaucht.

Bis in den Mai hinein herrschte hier im Zobelhäuschen – nur für euch – das reinste Weihnachts-Sterne-Chaos. Nun langsam wandert die letzte Weihnachtsdeko in den Keller. Habe ich damit jetzt irgendeinen Rekord gebrochen?? 

Euer Weg zu den Upcycling-Sternen

Ab August könnt ihr mein zweites Kreativ-Buch im Handel erwerben. So habt ihr genügend Zeit, euch bis Weihnachten mit reichlich selbstkreierten Sternen einzudecken! Wer mag, kann das Buch hier vorbestellen.

Oder ihr unterstützt beim Kauf die kleinen Buchläden bei euch um die Ecke und bestellt es euch dort. Für alle Hamburger unter euch habe ich einen kleinen, aber feinen Geheim-Tipp: »Tolle Geschichten« und viel Liebe zum geschriebenen Wort erwarten euch in diesem Buchladen.

Weihnachtssterne – einfach nachhaltig

Cover des Weihnachtsterne-Buches. Ein Origami-Stern aus braunem Packpapier liegt auf Weihnachsbaumkugeln aus Glas. Untertitel: Mehr als 30 Upcycling-Bastelideen. Ein weiterer Stern im Hintergrund.
Weihnachtssterne – Einfach nachhaltig!

Was dich im Sterne-Buch erwartet

In diesem Buch dreht sich alles rund um das Thema Sterne: Um nachhaltige Sterne, um geupcycelte Sterne, um Sterne, die teils aus den verrücktesten Materialien entstanden sind. Ihr findet darin viele – neu interpretierte – Klassiker. Zudem warten spannende – vollkommen neue – Ideen darauf auch euer Zuhause für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit des Jahres vorzubereiten.

Fast 40 verschiedene Stern-Interpretationen sind es letztendlich geworden und ich hätte noch viel viel mehr machen mögen!! Zusätzlich gibt es weiterführende kleine Mini-Ideen und sogar ein paar weihnachtliche Back-Rezepte. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für alle Weihnachtsfans also.

Lege sofort mit dem Sterne-Basteln los!

Mir ist es besonders wichtig, dass du sofort mit den Projekten loslegen kannst, ohne dir erst etwas Spezielles dafür besorgen zu müssen. Denn darum sollte es beim Upcycling gehen: mit dem zu arbeiten, was da ist. Sei erfinderisch und flexibel bei den Materialien, verziere die Projekte weiter oder wandle sie ab! Die Anleitungen dafür dürfen dich inspirieren, sollen dich jedoch nicht einengen. Am Ende des Buches findest du ein paar Vorlagen mit verschieden Sternen. Entscheide selbst, welche Größen und Formen du nimmst. Passe an und kombiniere – ganz nach deinem Geschmack.

Upcycling-Sterne-Bastelspaß.

Ich wünsche dir mit diesem Buch und den Projekten darin viel Spaß und hoffe du findest reichlich Inspiration und Ideen für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit im Jahr.

Ein kleines Extra – mal mit, mal ohne Sterne

Um erst einmal in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen, kannst du es dir mit dem Buch so richtig gemütlich machen und dir eine behagliche Weihnachtsstimmung schaffen. Ich finde, mit selbst gebackenen Kleinigkeiten funktioniert das am allerbesten. Deshalb wirst du zu manchen Projekten kleine Rezeptideen finden, welche dir die Zeit bis Weihnachten – zusätzlich zum kreativen Gestalten – versüßen werden. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachbacken!

Der Klappentext

Was wäre die Adventszeit ohne Stern-Deko! Besonders praktisch und kostengünstig wird die Weihnachtsbastelei, wenn man dabei zu nachhaltigen Materialien greift: Aus alten Zeitungen, herumliegender Pappe, angeschnittenen Papierbögen oder übrig gebliebenem Draht lassen sich zauberhafte Faltsterne, filigraner Baumschmuck, selbstbedrucktes Stern-Geschenkpapier und viele weitere sternförmige Deko-Elemente basteln. Lasst das Sterne-Fieber beginnen!

Alle Buch-Infos auf einem Blick

Weihnachtssterne – einfach nachhaltig

Mehr als 30 Upcycling-Bastelideen

Nicole Hagen

Christophorus Verlag

Erscheinungsdatum 18.08.2022

ISBN 978-3-8388-3849-6

Preis 21,99 Euro

128 Seiten

Ein Blick ins Buch folgt bald! Gerade bekommt das Werk den allerletzten Schliff und wird noch gründlich aufpoliert, damit es ab August pünktlich, sauber und und richtig glänzend in den Buchregalen für euch bereit stehen kann.

Für alle die sich die Zeit bis zum Erscheinungstermin verkürzen wollen

Kreative Bastel-Ideen zum Sofort-Losbasteln
Oder doch lieber erst einmal ein Buch?

Unser Ostern

Wir waren bereits fleißig und machen es uns über die Feiertage richtig schön und gemütlich. Mit leckerem Essen, aber natürlich auch mit viel selbst gemachter Dekoration. Pastelltöne gehören aktuell zu meinen Lieblingsfarben und deshalb habe ich mich diesbezüglich gründlich ausgelebt!

Die Ostereier

Die ausgepusteten Eier bekamen einen Pastell-Anstrich (Acrylfarbe) und wurden mit getrockneten Blüten beklebt. Zum Abschluss kam noch eine Schicht Klarlack drüber. Braucht ihr noch Ideen für Blüten-Pressen? Hier geht es zu einer hochwertigen DIY-Version. Als super schnelles Osternest bietet sich ein Tontopf an, eine weitere Variante sind die Eierkartons selbst. Diese habe ich mit Acrylfarbe bemalt und ebenfalls mit getrockneten Blüten beklebt. Ich benutze die Kartons gerne, um die Eier nach dem Fest bis zum nächsten Jahr zu verräumen.

Die Snacks und ihre Darreichung

Für die kleinen Snacks am Nachmittag gibt es – ähnlich wie im letzten Jahr – «Osterkörbchen» aus Getränkekartons. Dieses Mal mit einem Trick für alle, die Probleme mit dem Knicken des oberen Randes haben. Manches Mal reißt auch bei mir und trotz viel Zartgefühl die Tüte ein. Bei dieser Version darf dies passieren, jedoch kontrolliert! Dafür habe ich die vier Kanten eingeschnitten und die Seiten einzeln umgeknickt. Mit einer Schnur wird alles so zugebunden, dass es hält und sich nicht mehr aufdröselt. Diese Körbchen bieten sich für gekaufte Kleinigkeiten, aber auch für Selbstgemachtes an, z.B. diese kleinen süßen Blätterteig-Hasen:

Blätterteig-Hasen

Was ihr braucht:

  • 2 Packungen Blätterteig
  • Schoko-Aufstrich
  • Keks-Austecher

Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und großzügig mit einem Schoko-Aufstrich (gerne Palmöl-frei) bestreichen. Einen zweiten Blätterteig ausrollen und obenauflegen. Nun mit einem österlichen Ausstecher den Teig wie zu Weihnachten und laut Packungsbeilage bearbeiten. Bleibt in der Nähe des Ofens, die kleinen Teile sind sehr schnell fertig.

Das Ganze geht auch in herzhaft! Verstreicht statt der Schokolade einfach Frischkäse zwischen die Teigschichten. Wer mag kann noch ein paar Gewürze hinzugeben.

Eier-Färben mit einem Trick

Habt ihr auf den Bildern die knallig rosa Eier mit den weißen Punkten entdeckt? Hierfür habe ich auf die hartgekochten, noch heißen, Eier mit einer kleinen Kerze Kreise «gemalt» und sie anschließend in das Färbebad gelegt. So kamen sie zu ihren lustigen weißen Punkten.

Küken im Eier-Nest

Auch für die Kinder gibt es eine Extra-Deko: kleine Küken im Eier-Nest. Zu den kleinen Nestern gesellt sich sogar noch ein größeres aus Hasendraht mit Wachteleiern dazu. Alles Ostergras, welches ihr hier seht, besteht aus gebrauchtem Packpapier, welches ich mit der Schere in ganz schmale Streifen geschnitten habe. (Mit einem Aktenvernichter macht das bestimmt richtig Spaß!!)

Die Osterhasen-Bande

Und natürlich gibt es auch Osterhasen zu bestaunen. Diese Exemplare lagen seit Jahren bei mir herum, es waren eigentlich Tischkarten-Halter mit einer Metallklammer für das Namenskärtchen auf dem Kopf. Als solche wurden sie nie benutzt, also habe ich kurzerhand die Klammer mit einem Seitenschneider abgeknipst. Um den scharfkantigen Rest zu verdecken, bekamen die Hasen einen kleinen weißen Pompon auf den Kopf geklebt. Das sieht nun wie ein kleiner Haarschopf aus. Mit einer Mütze aus alten Buchseiten und einer Brille aus Draht kam der letzte Schliff hinzu.

So werden bei uns also nicht nur neue Dinge geschaffen, sondern auch alte Dinge aufgepimpt, Wegwerf-Produkte weiterverwendet und kleine Naschsachen selbst produziert. Wir freuen uns schon auf die Feiertage!!

Einfach Hochdruck

Auf verständliche Art und Weise erklärt euch dieses Kreativ-Buch, wie ihr die Hochdrucktechnik erlernt. Als Materialien werden Linol- und Gummiplatten, aber auch Moosgummi aus dem Bastelbedarf verwendet. Ihr könnt euch Stempel selber herstellen und grandiose Muster drucken. Euch erwarten abwechslungsreiche Motive und viele Tipps und Tricks zur Umsetzung und Variation eines solchen Drucks.

Einfach Hochdruck

Projekte mit Linolschnitt, Gummiplatten und Stempeln

Andrea Lauren

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60162-5

Preis 24,90 Euro

144 Seiten

Blick ins Buch, dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Theorie

Ihr erfahrt hier alles zu den Themen Materialien und Werkzeuge. Auch geht die Autorin auf die Grundtechniken, was das Schnitzen und Schneiden anbelangt ein und was beim Verteilen der Farbe auf den Druckstock zu beachten ist. Auch erklärt sie den wichtigen Punkt, ob ihr beim Schnitzen einen positiven oder negativen Abdruck produziert. Das hängt davon ab, welche Flächen weggenommen werden und welche nicht. Durch diesen einfachen Trick könnt ihr ganz unterschiedliche Wirkungen mit eurem Druck erzeugen.

Praxis

Der sehr ausführliche praktische Teil des Buches beginnt mit Moosgummi als Druck-Grundstoff. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass dieses Material leicht zu bearbeiten und somit für Anfänger sehr geeignet ist. Zugleich erzielt ihr damit wunderschöne Ergebnisse, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Nach diesem Kapitel geht das Buch zum Schwerpunkt des Linol- und Gummidrucks über.

Über die wirklich sehr abwechslungsreichen Projekte erfahrt ihr, wie ein mehrfarbiger Druck funktioniert oder wie ihr ganz einfach einen wunderschönen Farbverlauf erzeugt. Ihr könnt euer Bild mit Hilfe der Druckerfarbe an sich einfärben oder aber auch später. Spannend in diesem Zusammenhang ist die ‚Färbung‘ des Drucks mit einer Art Collage-Technik. Es gibt auch Hinweise für die Platzierung der Objekte vor dem Druck.

Das Buch von hinten.

Euch erwarten zudem viele verschiedene Möglichkeiten, Tipps und Tricks, die vor allem beim Arbeitsschritt des Druckens angewandt werden, um differenzierte Effekte zu erzielen.

Der Abschied

Erwähnenswert ist der letzte Abschnitt des Buches, in welchem Andrea Lauren Druckerzeugnisse anderer Künstler vorstellt. So wird einem bewusst, wie unterschiedlich mit der gleichen Methode gearbeitet werden kann und noch einmal aufgezeigt, wieviel mit dieser Technik tatsächlich möglich ist.

Das Buch und ich

Warum ausgerechnet Linoldruck?

Lange habe ich mir ein solches Buch gewünscht und nun endlich darf ich es bei mir Willkommen heißen! Dadurch, dass Linoldrucke keine Dreidimensionalität zulassen, haben sie für mich eine wahnsinnig aussagekräftige Wirkung. Schaut dafür auch unbedingt einmal auf der Seite der Autorin vorbei! Dort findet ihr massenhaft Inspiration und werdet verstehen, was ich mit der besonderen Ausstrahlung solcher Kunstwerke meine und warum ich unbedingt in dieses Handwerk hinein schnuppern möchte.

Das Buch hat mich absolut inspiriert und ich wollte sofort mit dem Hochdruck loslegen. Da ich schon lange mit der Idee spiele, Linoldruck einmal auszuprobieren, hatte ich Linolplatte und das passende Schnitzwerkzeug dafür bereits parat. Auch Farbe und Rolle waren vorhanden, diese hatten mir beim Gelliprint schon gute Dienste geleistet.

Erarbeitung eines Motivs

Da es im Buch keine Motiv-Vorlagen zum Abpausen gibt, braucht es ein wenig Vorarbeit. Entweder ihr orientiert euch an den Bildern und Druckstöcken, die im Buch gezeigt werden oder überlegt euch ein ganz eigenes Design. Im Buch gibt es eine Abbildung mit ein paar Druckstöcken aus dem Atelier der Autorin. In einer Ecke dieses Bildes erkennt man noch gerade so eine Matroschka. Genau die hat es mir angetan.

Idee aus dem Buch & meine Umsetzung.

Also setzte ich mich an den Computer und malte mir eine digitale Vorlage. Mittlerweile nutze ich diese Möglichkeit des Zeichnens sehr gerne, da man im Nachhinein schnell und einfach Größen und Muster variieren kann. Bei mir blieb es nämlich nicht bei nur einer Matroschka. Die kleinen Holzpüppchen kommen doch wirklich selten allein daher!? Also habe ich mir sechs verschieden große Mädels, mit jeweils leicht abgewandelten Motiven auf den Körpern, überlegt. Mit diesen ging es schließlich an die Ausarbeitung meiner allerersten Linol-Druckplatten.

Ausarbeitung der Druckplatten

Abwechselnd habe ich die Motive mit der Bleistift-Methode und mit Kohlepapier auf die Linolplatte transferiert. Beides funktionierte sehr gut. Ich habe mit der größten Matroschka begonnen, da hier einfach am meisten Platz war und so mehr Spielraum zum Üben der Handhabung des Werkzeuges. Letztendlich habe ich immer den gleichen Schnitt-Aufsatz benutzt. Es stellte sich heraus, dass ich für mein Muster gerne mit noch filigranerem Schnitzwerkzeugen arbeiten würde, als ich besitze.

Für das große Motiv habe ich wirklich lange gebraucht, je kleiner Die Matroschka wurde desto schneller ging es voran. Zum einen wurde die Technik besser, zum anderen musste weniger Material weggenommen werden. Für die erste Matroschka überlegte ich mir ganz genau, welche Partien weg und welche bleiben müssen. Bei den weiteren und kleineren Ausführungen muss man hierüber nicht mehr so viel nachdenken.

Die Herausarbeitung der Augen war für mich übrigens das Schwierigste. Der Ausdruck in einem Gesicht ist wichtig und die Matroschkas sollten nun wirklich nicht genervt oder schockiert schauen! Und radieren ist hier einfach nicht: einmal weg – immer weg.

Druck

Es brauchte ein paar Anläufe und Versuche, bis die Druck-Ergebnisse für mich okay waren (optimieren kann man immer!). Entweder es war zu viel Farbe oder zu wenig, zudem verhält sich jede Art von Papier anders, nimmt mal mehr, mal weniger Farbe vom Druckstock auf. Auch lernte ich, dass ich mit meinen filigranen Mustern die Platten nach einem Farbdruck säubern sollte, da sich sonst immer mehr Farbe in kleinen Zwischenräumen sammelte, die da gar nicht hingehörte und so zu einem unsauberen Druck führte.

Meine Drucke auf verschiedenen Untergründen.

Die Kombination aus Zeitungspapier oder alten Buchseiten mit den Matroschkas hat mich begeistert. Ich glaube, genau dass ist eine der vielen Facetten, die die Faszination an dieser Technik ausmacht. Mit einem Druckstock kann man sich ausprobieren, experimentieren und durch kleine Abwandlungen immer wieder neue Ideen schaffen.

Gruppenbild – Alle sechs Matroschkas zusammen.

Es ist natürlich auch problemlos möglich große Projekte damit zu verzieren. Da bald Weihnachten vor der Tür steht, stelle ich mir Geschenkverpackungen umhüllt mit bedruckten Packpapier sehr gut vor. Und zu den Themen Mehrfarbendruck, Collagieren, Colorieren…. habe ich mich ja noch gar nicht vorgewagt. Es gibt noch so viel zu entdecken!

Fazit

Bei ‚Einfach Hochdruck‘ handelt es sich um ein Buch für alle, die Spaß am Experimentieren haben und neue Dinge ausprobieren wollen. Ihr erfahrt hier viel über eine Kunst, die viel mehr bietet, als man zu Beginn glaubt.

Weitere Tipps zum Thema Drucken

DIY-Ideen

Auch ich habe bereits herausgefunden, wie praktisch das Material Moosgummi ist, um sich ganz individuelle Stempel herzustellen. Die vielseitig einsetzbaren Blätterstempel gefallen mir bisher am besten von all meinen Experimenten mit Moosgummi.

Und für alle die noch auf der Suche nach den passenden, aber günstigen Stempelkissen sind, geht es hier zu einer kostengünstigen DIY-Version:

Buchtipps

Aber natürlich habe ich auch noch ein paar ganz tolle Buchtipps für euch zu diesem Thema:

Viel Spaß beim Schmökern!

DIY Geschenke-Anhänger

Man kann eigentlich nie früh genug damit beginnen, Geschenke für Weihnachten zu besorgen. Genauso steht es mit der Verpackung derselbigen. Ob Getränkekarton, Pappe, Salzteig oder alte Jeans, alles kann für Geschenkanhänger, die ebenso als Baumschmuck oder als Girlande fungieren können, herhalten.

Sterne – immer ein tolles Motiv

Wer kann sich ein Weihnachten ohne Sterne vorstellen? Ich auf jeden Fall nicht! Deshalb zeige ich euch hier einmal drei vollkommen verschiedene Ideen für solch zackige Anhänger.

Sterne aus Salzteig

Bei der ersten Idee handelt es sich um ganz klassische Sternen-Anhänger aus Salzteig. Die Masse wurde vor ihrer Verarbeitung jedoch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Diese Geschenkverschönerer herzustellen macht vor allem mit kleinen Kindern großen Spaß.

Rezept Salzteig

Was ihr braucht

  • 1 Teil Salz
  • 2 Teile helles Weizenmehl
  • 1 TL Pflanzenöl oder auch gerne mehr
  • 1 Teil Wasser
  • Lebensmittelfarbe nach Wahl

Wie es funktioniert

Zum Abmessen könnt ihr beispielsweise eine Tasse oder einen Becher nehmen. Alle genannten Zutaten – außer der Lebensmittelfarbe – knetet ihr zu einem geschmeidigen Teig und teilt ihn in mehrere Portionen auf. Diese können nun nach Belieben mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden.

Und jetzt geht es erst richtig los: mit Keks-Ausstechern aus der Küche oder Förmchen aus der Knetkiste stecht ihr euch die gewünschten Formen einfach aus. Mit den eigenen Fingern oder Modellier-Werkzeug können ganz individuelle Modelle gebildet oder ausgestochene abgewandelt werden.

Für die Anhänger das Loch nicht vergessen. Das dreht ihr z.B. mit der Rückseite eines Holzspießes hinein. Es gibt auch spezielle Keksstempel, mit denen ihr tolle Muster oder auch Namen auf die Formen bringen könnt. Das ist aber auch genauso auch mit diversen Utensilien aus eurer Umgebung möglich. Z.B. eigenen sich gerippte Filzstiftkappen ganz hervorragend dafür!

Sterne aus Jeans

Bei der zweiten Version handelt es sich um Stoff-Sterne, die ratzfatz per Hand aus Resten einer alten Jeans zusammengenäht wurden. Mit einem Sternen-Ausstecher könnt ihr euch die Form mit Kugelschreiber auf dem Stoff vormalen und ausschneiden. Pro Anhänger braucht ihr zwei solcher Sterne und ein wenig Füllmaterial. Oft kommen bei uns hierbei Reste aus anderen Projekte zum Einsatz. Woll- und Fadenreste vom Häkeln und Nähen sind besonders weich. Aber auch alte, unbeliebt gewordene Kuscheltiere tun hier manches Mal ihr Gutes 😬!

Sterne aus Getränkekarton

Und auch bei der dritten Version handelt es sich um ein Upcycling aus Dingen die eigentlich im Müll landen würden. Hier vereinen sich Getränkekarton und alte Buchseiten. Und da diese Variante wirklich schnell umzusetzen ist, kann man mit ihr auch eine super fixe weihnachtliche Girlande bauen. Hierfür wurde ebenfalls der Sternen-Ausstecher aus der Küche als Schablone benutzt. Mit dem Loch hilft euch die Lochzange.

Meine Favoriten

Meine absoluten Favoriten sind jedoch die kleinen und wirklich schnell gemachten Anhänger aus Getränkekarton. Sie sind schlicht und elegant zugleich. Wenn ihr den passenden Stanzer dazu habt, könnt ihr mit diesen in die Massenproduktion gehen.

Jeder Anhänger besteht aus zwei Schichten Getränkekarton. Hierbei sind die abgezogenen Seiten miteinander verklebt und das ehemalige Innere zeigt nun nach Außen. Vor dem Verkleben kann man in die eine Seite noch weihnachtliche Motive stanzen und als Zwischenschicht Designpapier einbringen. Zum Beschreiben eignen sich besonders Acrylstifte.

Getränke- und Versandkarton als Grundlage

Mit Getränkekarton sind jedoch noch viel mehr Varianten möglich. Ihr könnt euch für die zusammengeklebten Seiten ganz individuelle Formen überlegen und diese anschließend mit weihnachtlichem MaskingTape umkleben. Mit diesem Material ist es aber auch möglich, kleine Klappkarten herzustellen. Eine Schneeflocke aus Bügelperlen oder auf Pergamentpapier geklebte Sterne aus den Stanzresten der Lochzange verzieren von Außen. Das nenne ich absolute Wiederverwertung! Die abgezogenen Seite innen können ganz normal mit Kugelschreiber beschrieben werden. Und wer nicht mit Getränkekarton arbeiten möchte probiert sich vielleicht einmal an der Kombination aus Pappe (z.B. aus Versandkartons) und alten Buchseiten. Unsere Version wurde für ein wenig Farbe mit Tusche und einer Zahnbürste bespritzt!

Weitere Ideen rund um das Thema Weihnachtsgeschenke

Wie ihr eure Weihnachtsgeschenke nachhaltig verpacken könnt, zeige ich euch im folgenden Beitrag. Da geht es zum Einen um die Gestaltung von Packpapier und Alternativen zu herkömmlichen Geschenkband. Ihr findet dort aber auch ganz außergewöhnliche Ideen für selbstgemachte weihnachtliche Stempel, die zum Verschönern der Geschenke, aber auch für weitere Dekoration verwendet werden können.

Und hier geht es zu einer weiteren Art von Weihnachtssternen. Auch dieser Vertreter kann als Geschenkanhänger, für Girlanden oder sonstige weihnachtliche Dekoration dienen.

Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz

Gelliplatte und Gelliprint? Was ist das? Einfach eine super geniale Methode um zu Drucken und zu Stempeln und dies auf eine absolut experimentelle Weise. Der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und immer neue Kombinationen denkbar.

In meinem neuesten Beitrag zum Thema Kreativ-Bücher berichte ich euch, was es in diesem Buch alles zu entdecken gibt. Das Rezept für die Gelliplatte findet ihr hier.

Gelliprint

Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz

Sabine Ickler & Katrin Klink

Haupt Verlag

ISBN 978-3-258-60242-4

144 Seiten

26,00 Euro

Hardcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite; dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Als allererstes und für mich Wichtigstes: Die Gelliplate kann man sich selber herstellen!! Außer dem Buch braucht ihr also nichts zu kaufen, falls ihr mit dieser Art zu Drucken gleich loslegen wollt. Ihr findet hierin sehr abwechslungsreiche Ideen und Umsetzungen. Es werden verschiedene Methoden der Herangehensweise im Umgang mit der Gelliplatte erklärt und zudem kreativ umgesetzte Projekte gezeigt.

Zum einen ist es möglich zunächst Farbe auf die Platte aufzutragen und sie mit bestimmten Werkzeugen punktuell oder in Linien wegzunehmen. Das entstandene Bild wird dann gedruckt. Genauso ist es möglich Flächen mit Formen aus Papier abzudecken und dann zu drucken. Oft ist ein zweiter oder sogar dritter Druck mit der gleich bearbeiteten Platte möglich, was jedes Mal für andere Effekte sorgt!

Auch kann die Platte zusätzlich bestempelt werden, bevor es an den Druck geht. Es wird zudem erklärt, wie man sich kleine Stempel selber herstellen kann. Das ist auf der einen Seite toll, um Farbe punktuell wegzunehmen, es ist aber auch möglich die Platte als Stempelkissen zu benutzen!

Es wird mit verschiedenen Arten von Farbe experimentiert, genauso mit Prints aus Hochglanz-Zeitschriften! Lasst euch überraschen, was alles möglich ist.

Als Projekte erwarten euch unter anderem: bedruckte Taschen und Beutel, Möbel, Klamotten, Notizbücher und auch eine Wimpelkette. Die gezeigten Projekte sind wirklich sehr sehr abwechslungsreich!

Das Buch und ich

Also ich bin mal wieder total begeistert, was im Kreativbereich alles möglich ist. Im Folgenden seht ihr, was bei meiner allerersten Druck-Session innerhalb weniger Minuten entstanden ist. Mit den bedruckten Papieren, die rein intuitiv und ohne Plan entstanden (danach war im Zimmer allerdings Chaos pur!), werde ich noch kreative Dinge produzieren und darüber berichten. Ich hab da schon so einige Ideen!

Vor allem seht ihr hier aber bereits, wie hoch die Variationsbreite der Anwendungsgebiete ist. Und wie erwähnt, das alles ohne Plan. Mit ein wenig Gedankenschmalz sind hier noch viel viel mehr Dinge möglich! Und das war nur der Test mit Papier.

Ein Rezept für die DIY-Gelliplatte findet ihr hier. Der Beitrag zu dem Rezept ist zudem lesenswert, da ich über ein paar Dinge berichte, die bei mir und der Herstellung dieser Art von Druckplatte schief gelaufen sind.

Was habe ich alles ausprobiert?

Bevor es an den Druck ging habe ich auf die mit Farbe bestrichene Platte ein Obstnetz gelegt. Dazu kamen in machen Fällen noch Kreise aus Getränkekarton. Ihr braucht also auch dafür keine komplizierten oder aufwendigen Utensilien. Die Farbe auf der Platte kann zudem auch mit Stempeln weggenommen werden. In meinem Fall war dies wieder eine DIY-Konstruktion: Eine Blüte aus Papprollen!

Auch könnt ihr mit der Art von Papieren variieren und Upcycling-Materialien wie z.B. alte Buchseiten benutzen. Einen lustigen Effekt gab es beim Abdecken mit Silikon-Gummis in Stern- und Katzenform. An der Übertragung von Hochglanzbildern aus Zeitschriften werde ich noch arbeiten.

Nach dem ersten Druck, kann alles abgezogen werden und ein weiter Druck erfolgen. Die Resultate können ganz unterschiedlich ausfallen.

Das Buch von hinten.

Fazit

Das Buch von Sabine Ickler und Katrin Klink gibt einen wahnsinnig tollen Einstieg in diese für mich absolut neue Methode des kreativen Gestaltens! Ihr bekommt zudem viele spannende Ideen, um mit dieser Technik auch gleich Projekte umzusetzen.

Weitere Tipps

Habt ihr jetzt Lust noch mehr zu drucken und zu stempeln? Dann schaut doch mal, ob das hier ein Buch für euch wäre. Hier geht es um das Färben und Bedrucken von Stoffen mit vielen verschiedenen Techniken und wirklich schönen Resultaten.

Und wer lieber erst einmal in kleinen Schritten an das Thema Stempeln und Drucken heranwagen möchte, kann sich aus Resten – die wirklich jeder zu Hause hat – kleine süße Stempel machen

Gelliprint – Rezept für eine Gelliplatte

Gelliplatte und Gelliprint? Was ist das? Einfach eine super geniale Methode um zu Drucken und zu Stempeln und dies auf eine absolut experimentelle Weise. Der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und immer neue Kombinationen sind denkbar.

Um diese Technik einmal auszuprobieren braucht ihr neben der Gelliplatte am besten zusätzlich Linoldruckfarbe, eine gummierte Farbwalze und eventuell eine kleine Glasplatte, auf die ihr die Gelliplatte legen könnt. Es geht aber auch ohne dieses Extra-Zubehör. Ein alter Teller tut’s auch als Ablage und die Farbe könnt ihr zudem mit einem Pinsel auf der gelartigen Platte verteilen. Die Striche der Pinselborsten werden hier dann mitgedruckt. Auch das kann sehr reizvoll sein.

In meinem neuesten Beitrag zum Thema Kreativbücher in der Rubrik Bücher! Bücher! Bücher! berichte ich euch, was es in dem Buch „Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz“ alles zu entdecken gibt. Viele verschiedene Techniken werden bei den unterschiedlichsten Projekten vorgestellt und angewandt. Mehrfarbendruck und Experimente auf den unterschiedlichsten Materialien sind mit dieser Methode möglich!

Das Rezept für die Gelliplatte gibt es hier:

Rezept

Zutaten
  • 9 Päckchen Gelatinepulver (kein Sofortprodukt)
  • 250 ml kaltes Wasser
  • 125 ml Isopropylalkohol (Isopropanol)
  • 125 ml pflanzliches Glycerin
Zubereitung der Gelliplatte

Das Gelatinepulver in einen Topf geben und zunächst zehn Minuten in dem kalten Wasser quellen lassen. Anschließend erwärmt ihr die Masse langsam bei geringer Hitze, bis alles flüssig geworden ist. Nun gießt ihr – ebenfalls vorsichtig und langsam – das Isopropanol hinzu, falls nötig lasst die Flüssigkeit vorher noch ein wenig abkühlen. Danach kommt das Glycerin dazu.

Diese Masse könnt ihr nun in Formen gießen (eventuell alles durch ein Sieb laufen lassen). Die Platte muss mindestens 1,5 cm hoch sein. Plastikdosen aus der Küche, mit einem glatten Untergrund, bieten sich dafür gut an.

Es kann wohl ein paar Tage dauern, bis die Masse fest ist. Bei mir war das innerhalb von ein paar Minuten der Fall.

Für mögliche Fehler bei der Zubereitung scrollt gerne einmal nach ganz unten!

Gelliplatte (rechts) und mein erster Druck.

Drucken mit der Gelliplatte

Wenn ihr mit der Platte und dem Drucken starten wollt legt euch am besten alles, was ihr dafür braucht zurecht:

  • verschiedene Papiere
  • Linoldruckfarbe
  • gummierte Walze
  • Glasplatte
  • Formen aus Papier zum Abdecken
  • Stempel in diversen Formen
  • flache Gewebe mit spannenden Strukturen

Auf die Glasplatte (z.B. von einem alten Bilderrahmen) legt ihr euch die Gelliplatte. Mit einer Linolwalze könnt ihr die Farbe gleichmäßig darauf verteilen. Der Weitere Verlauf ist euch selbst überlassen!

Meine ersten Versuche

Meine ersten Versuche mit der Gelliplatte waren echt lustig, gingen super schnell und es war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich diese Technik benutzt habe.

Meiner Erfahrung nach funktioniert diese Methode mit Linoldruckfarbe am besten. Acrylfarbe trocknet sehr schnell und wirkt auf dem Druck recht stumpf und als ob sie gleich wieder abblättern würde.

Farbe verdecken

Am meisten Spaß hat mir bisher bereitet, dass man die Farbe auf der Platte mit verschiedenen Dingen abkleben und so bestimmte Bereiche aussparen kann, die dann nicht mehr auf das Papier gedruckt werden. Bei mir kamen dafür z.B. Obstnetze und ausgestanzte Kreise aus Getränkekartons zum Einsatz.

Farbe entfernen

Aber auch die Technik, mit Stempeln Farbe von der Platte zu entfernen, um so spezielle Muster auszusparen finde ich genial. Gleichzeitig kann man die Platte wie ein Stempelkissen benutzen und so auch noch zwei Projekte gleichzeitig vorbereiten. In dem hier gezeigten Beispiel benutzte ich einen DIY-Stempel: eine Blütenform aus Papprolle.

DIY-Stempel aus Papprollen.

Noch eine Idee

Wie wäre es außerdem spannende Formen zum Gießen der Gelli-Druck-Platte zu benutzen? Habt ihr Quadrate, Herzen oder Kreise? Ich denke da gerade an Eisdosen, Silikon-Backformen und Ähnliches… Oder man benutzt gleich zum Gießen bereits unebene Oberflächen… Wie eingangs erwähnt: die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Fehlerquellen bei der Zubereitung der Gelliplatte

Ungeduld ist keine Tugend

Da ich sehr ungeduldig bin, wollte ich bei der Herstellung der Gelliplatte mit dem Abkühlen nicht warten. Gleichzeitig hatte ich aber auch keine Lust, die Alkoholdämpfe einzuatmen, wenn ich das Isopropanol in eine eventuell noch zu warme Lösung kippe. Also dachte ich mir, ich nehme zuerst das Glycerin, damit kühlt die Masse ja auch gleich ab. Das Glycerin hat sich jedoch nicht gut mit der gelösten Gelatine vermischt und als ich dann den Alkohol hinzufügte entstand ein riesengroßer weißer Batzen, der wie zu lang gekautes Kaugummi aussah.

Aus der Anleitung des oben erwähnten Buches weiß ich, dass die fertigen Platten problemlos wieder eingeschmolzen werden können (z.B. wenn sie Risse aufweisen). Also war mein Plan, das Ganze mit Hitze doch noch geschmeidig zu bekommen. Nun musste ich also ewig lange weiter erhitzen und erst recht die alkoholischen Dämpfe ertragen (das ist nicht gesund!) und wirklich lange warten, bis alles aufgelöst war. Danach konnte ich die Masse ganz normal in die Formen gießen.

Auch ist nun die Masse superschnell fest geworden.

an das Rezept halten

Zudem war das bereits mein zweiter Versuch eine Gelliplatte herzustellen. Für meinen ersten dachte ich mir, ich könnte all die Agartine aus unserem Backzutaten-Fach leer bekommen, die wir hier zum Backen und Kochen als vegane Alternative zur Gelatine ausprobiert hatten. So richtig zufrieden waren wir hier mit dieser Alternative nicht und deshalb wäre es eine tolle Sache gewesen, diese noch für etwas Sinnvolles aufbrauchen zu können. Dafür musste ich einige Mengenangaben umrechnen und vor allem auch runterrechnen, da ich so viel Agartine gar nicht mehr hatte. Ich dachte mir jedoch: für eine kleine Platte wird es schon reichen.

Woran mein erster Fehlversuch jetzt genau gescheitert ist kann ich nicht sagen. War das Volumen zu klein? Habe ich bei den Umrechnungen etwas falsch gemacht? Lag es an der Agartine an sich? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist diese Platte einfach nicht fest geworden und nach einer Woche hat sie auch noch das Schimmeln angefangen!

Aus der Form geraten

Die kleinere meiner zwei Gießform-Dosen war sehr starr. Ich wusste noch nicht wie die genaue Konsistenz der Druckplatte war und ich wollte auf ihr auch keine Spuren hinterlassen. Nur: ich bekam sie nicht aus der Dose heraus! Deshalb stellte ich diese in ein Wasserbad. Zunächst in sehr warmes Wasser aus der Leitung. Dies mit dem Ergebnis, dass sich nichts tat. Als nächstes erwärmte ich ein wenig Wasser – und das nur kurz – im Wasserkocher. So bekam ich die Platte aus der Dose, allerdings war das Wasser doch einen Tick zu heiß. Ein wenig der Platte schmolz auseinander… Ich hatte jedoch das Glück, dass die Platte durch das Stürzen auf einen (im Vergleich) kühlen Teller wieder runter kühlte und nicht weiter schmolz. Auch war sie hiernach noch hoch genug. Ich schnitt ihr anschließend einfach einen geraden Rand und konnte sie nach wie vor benutzen.

Fazit

Genau an das Rezept halten, auf die Reihenfolge achten und ein wenig Geduld mitbringen!

Noch mehr Ideen

Und wer nun neugierig auf weitere Ideen ist, die das Thema Stempeldruck und Upcycling kombinieren, schaut sich hier einfach noch ein wenig um:

Papier natürlich färben

Mit alten Buchseiten oder Notenblätter Dinge zu gestalten, ist schon an sich ein Highlight. Ich finde, dieses Material hat, da es eine Geschichte erzählt, viel mehr Tiefgang als gekaufte Papiere.

Stellt euch nun einmal vor, was alles mit bunt gefärbten Notenblättern oder Buchseiten möglich wäre. Eure kreativen DIYs würden eine ganz andere Dimension bekommen!

Und wie wäre es jetzt noch zusätzlich, solch ein nachhaltiges Designpapier nicht einfach nur selbst zu färben, sondern dies auch noch mit natürlichen Ausgangsmaterialien zu tun? Die Kombination aus Upcycling, Nachhaltigkeit und der Liebe zur Natur harmoniert perfekt zusammen und es entsteht daraus ein Gesamt-Konzept.

Nach der Lektüre eines Buches kam ich auf die Idee, den übrig gebliebenen Färber-Sud zum Färben zu nehmen. Was damit alles möglich ist erläutere ich euch in diesem Beitrag.

Was ergibt welche Farbe?

Wie sich zeigt, eignen sich Notenblätter, Briefumschläge, Buchseiten aber auch Papiere aus dem Skizzenblock und Tortenspitzen hervorragend zum Färben mit Naturmaterialien. Ein angesetzter Sud aus Beeren, Avocado-Resten oder Rhabarber-Blättern (!) zaubert schon fast eine kleine Regenbogen-Farb-Palette. Mit den Rhabarber-Blätter bekommt ihr ein strahlendes Gelb, aus dem Avocado-Sud könnt ihr unterschiedlich intensive Rosatöne erzeugen und die Beeren aus dem eigenen Garten überziehen alles mit einem blassen grauen Schleier.

Den Sud ansetzen & Färben der Papiere

Köchelt die Beeren, Blätter oder Avocado-Reste ca. eine Stunde in einem Topf auf dem Herd. Lasst den Sud abkühlen und siebt die groben Teile ab. In einem flachen großen Gefäß (z.B. ein altes Backblech oder eine große eckige Schüssel) könnt ihr euer Färbegut legen. Achtet darauf, dass die einzelnen Blätter von beiden Seiten Färbesud abbekommen. 10 bis 15 Minuten im Färbebad reichen bereits aus, um schöne Resultate zu erzielen. Gießt den Sud ab und füllt einmal zum Durchspülen frisches Wasser ins Gefäß. Holt nun die gefärbten Blätter heraus, lasst sie kurz abtropfen und legt sie einzeln und flach auf eine glatte, nicht saugende Unterlage (die Arbeitsplatte der Küche, das (kalte!) Ceran-Kochfeld…). Mit einem alten Handtuch saugt ihr überschüssige Flüssigkeit ab und lasst die Blätter nun einfach an der Luft trocknen. Anschließend können die gefärbten Papiere zum Glätten zwischen alte Bücher oder in eine große Blumenpresse gelegt werden.

Ihr könnt den Sud auch mehrmals benutzen. Entweder um große Mengen nach und nach zu färben, oder ihr verdünnt die Färbelösung mit jedem Färbegang ein wenig mehr und bekommt so tolle Farb-Abstufungen in euren bunten Papieren.

Wer den Sud für länger lagern möchte, kocht ihn nach Benutzung einfach noch einmal kurz auf und füllt ihn in saubere (sterile) Gläser ab. So habt ihr für spontane Färbeaktionen immer etwas parat.

Mein erstes Kunstwerk mit gefärbtem Papier

Ein weiteres Buch gab mir noch mehr Inspiration. Kennt ihr schon Online-Drawing? Zeichnen mit nur einer Linie klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Schaut euch unbedingt meine zwei Buchtipps dazu weiter unten an.

Gefärbtes Skizzenpapier zusammen mit einer Oneline-Zeichnung.

Auf ein mit Avocado-Sud rosa gefärbtem Blatt kam mithilfe von Kohlepapier ein Blumen-Mädchen von Silberstolz. Ein paar Spritzer meiner DIY-Sprühfarbe aus leeren und eingetrockneten Filzstiften sorgen für noch mehr Farbe.

Mit diesem Bild verabschiede ich mich in meinem Art Journal vom Sommer und genieße die letzen Sonnenstrahlen in vollen Zügen.

Buchtipps zu Oneline-Drawing

Hier geht darum, ein Bild mit nur einer Linie zu kreieren, ohne abzusetzen und ohne zu radieren. Daraus resultieren elegante und zugleich schlichte Bilder, die zu vielen Anlässen passen. In Kombination mit Aquarell sind sie einfach wunderschön:

Mit Oneline-Ideen kann man nicht nur Zeichnen, sondern auch Sticken! Kleidungsstücke wie Kleider, Pullis, T-Shirts und Taschen aber auch eine Holzkiste und eine Vase werden in diesem Buch bestickt:

Buchtipp: Stoffe färben mit Naturmaterialien

Und woher weiß ich wie man so schön mit Naturmaterialen färben kann? Ganz einfach: in diesem Buch gibt es alle Tipps rund ums Färben von Stoffen mit Naturmaterialien. Mit den Sud-Resten meiner Stoff-Färbungen verpasste ich Buchseiten, Notenblättern und Co einen Schwups zarter Farben.

Vogelhäuschen aus einem Drahtbügel

Was man aus einem alten Drahtbügel alles zaubern kann! Dies ist mein Beitrag zum Sommer: ein kleines Vogelhäuschen: munter und fröhlich mit einem Zaun aus weiß bepinselten Buntstift-Resten. Im Haus – auf einem kleinen Ast – sitz ein bunter Origami-Vogel umgeben von wunderschönen Blüten, alles aus alten Buchseiten gefaltet. Wie ihr Vogel und Blüte faltet, zeige ich euch in diesem Beitrag!

Deko für den Frühling und Sommer.

Den Bügel habe ich mir einfach in die Hausform zurechtgebogen. In die untere Falte kam der Zaun aus bepinselten Buntstiften (so bekommt man vor allem seine Stummel verarbeitet) und hält nun mit Hilfe von Heißkleber. Genauso wie die Blumen, die Borte und der Vogel selbst.

Faltanleitung für den Origami-Vogel:

Faltanleitung Vogel.
  1. Nehmt euch ein quadratisches Blatt Papier und
  2. faltet es einmal diagonal in der Mitte und wieder auf.
  3. Nun legt ihr das jeweilige obere und untere Viertel zur Mitte hin.
  4. Die Ecke, die auf der rechten Seite über bleibt, wird nach hinten weg geknickt.
  5. An der gestrichenen Linie hin zur Mitte, knickst du die untere Ecke rechts von hinten nach vorne und am besten noch eine weitere Hilfskante indem du das umgeknickte Dreieck noch einmal an der neu entstandenen Kante knickst. Nun faltest du zwei Mal wieder auf bis zurück zu Schritt 5.
  6. Wiederhole dies auch für die obere Ecke.
  7. Nun gehst du mit dem Finger zwischen die zwei Lagen Papier der unteren Ecke und knickst es so zur Mitte hin ein, dass die zwei Falten, die du gerade gemacht hast aufeinander liegen. Du sieht jetzt dort ein Dreieck und ein schiefes Viereck. Wiederhole das für die obere Ecke.
  8. An die neu entstandenen linken Ecken kommt ein Knick, welcher zu dir zeigt und den zukünftigen Fuß bildet.
  9. Knicke den zweiten Fuß an der oberen Ecke wie zuvor.
  10. Nun wird die linke Spitze nach rechts geknickt wie in der Abbildung zu sehen.
  11. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  12. Das entstandene Dreieck knickst du wieder zurück aber leicht versetzt.
  13. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  14. Die obere Hälfte mittig auf die untere zusammenfalten.
  15. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  16. Nun drückst du die Schnabelform in den Kopf.
  17. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  18. Vogel festhalten und den Schwanz nach oben ziehen.
  19. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus. Du bist fertig!

Hier geht es zur Bastelanleitung für die Papier-Blumen:

Der Vogel wurde ganz zum Schluss mit meiner DIY Sprühfarbe so richtig schön bunt:

Sprühfarbe selbst gemacht

Was für eine tolle Resteverwertung! In den letzten Krümeln des Tusche-Kastens oder auch in Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättet ihr das gedacht?

Alle Farben des Regenbogens!

All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!

Und so geht’s:

Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhaltet ihr einen kräftigen Farbton. Wenn ihr die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, könnt ihr sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen. Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen.

Anwendung-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:

Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.

Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Filzstift-Sprühfarbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?

Und es lässt sich damit auch malen:

Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Dafür schütte ich mir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber, vermale sie mit einem Pinsel und wenn ich fertig bin, schütte ich die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche. So wird nichts verschwendet und die Farben sind bereit für ihren nächsten Einsatz!

Noch mehr Tipps

Noch mehr Frühlingsdeko

Drahtbügel, Origami und Sprühfarbe? Hier geht es zu einem weiteren goldigen Projekt für den Frühling:

Mit Sprühfarbe kreativ werden

Für die Kleinen:
Und die Großen:

Lesezeichen aus Getränkekartons

Adventskalender-Freebie zum #adventjuhubel bei www.juhubelbox.de

Bastelanleitung

Toll zum Verschenken, aber auch für dich selbst: Lesezeichen aus leeren Getränkekartons und buntem Papier.

Kann man eigentlich immer gebrauchen!

Was du brauchst:

  • leere und saubere Getränkekartons mit brauner Innenbeschichtung
  • buntes Papier nach deinem Geschmack, auch gebrauchtes Geschenkpapier oder Seiten aus einem Katalog dürfen benutzt werden
  • Motiv-Stanzer
  • Lochzange
  • Stickgarn oder Wolle
  • Klebestift
  • Teppichmesser oder Bastelskalpell
  • Schere

Und nun geht es los:

Nehme einen Getränkekarton komplett auseinander. Schneide dafür den Deckel und den Boden mit Hilfe des Teppichmessers ab. In dem Karton gibt es eine Kante, an der die vier Seiten zusammengeklebt sind (Klebefalz). Entlang dieser schneidest du den Korpus mit einer großen Schere auf, so dass ein flacher Karton entsteht. 

Ein solcher Getränkekarton ist aus mehreren Schichten Papier und Folie aufgebaut. Damit der Karton gut bearbeitet werden kann, knibbelst du mit dem Teppichmesser oder dem Fingernagel vorsichtig an einer Ecke und ziehst die oberste (bedruckte) Papierschicht ab. Probiere dies am besten vorher an verschiedenen Kartons aus. Bei manchen geht es leicht, bei anderen gestaltet sich dieser Prozess als etwas fummelig. Schneide anschließend alle Seiten entlang der Kanten auseinander. 

Der Aufbau des Lesezeichens.

Für ein Lesezeichen brauchst du zwei Seiten des Kartons in gleicher Breite. Auf die vordere Seite stanzt du Motive nach deiner Wahl. Dessen Rückseite bestreichst du nun ganzflächig mit Klebestift und klebst hier das bunte Papier so auf, dass die schöne Seite von vorne aus den gestanzten Löchern heraus zu sehen ist.

Anschließend klebst du den zweiten Karton mit Klebestift auf; die braune Seite zeigt nach außen und die raue, abgezogene verschwindet nach innen. So erhält das Lesezeichen eine gute Stabilität. Sind die Kanten noch nicht ganz passend schneide sie gerade. Mit der Lochzange kannst du oben ein oder zwei Löcher stanzen, um eine Schnur hindurch zu ziehen, an dessen Enden Papierperlen geknotet werden können. Wie du dir diese schnell selber machst, erfährst du weiter unten.

Lesezeichen mit und ohne Perlen-Schnur.

Aufbewahrung für Lesezeichen

Die passende Aufbewahrung besteht natürlich auch aus einem Getränkekarton!

Ruckzuck machst du dir aus einem Getränkekarton einen super praktischen Aufbewahrungsort für deine DIY-Lesezeichen: Deckel ab, bedruckte Schicht ab, Kragen krempeln und wenn du magst alles noch bestempeln und bekleben.

Papierperlen selber machen

Am besten gleich ein paar auf Vorrat machen!

Papierperlen zauberst du dir ganz schnell und selber aus schmalen Papier-Streifen. Rolle diese mit Hilfe eines Holzspießes auf, träufle ein wenig Bastelkleber auf das Ende und verschließe die Rolle. Den Holzspieß ziehst du nun heraus und erhältst so auch gleich ein Loch zum Auffädeln. Die Breite und Dicke der Perle kannst du frei variieren. 

Papierperlen-Produktion.

Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß mit all diesen Ideen und eine tolle Weihnachtszeit!!

Milchtüten und Saftkartons im Einsatz für mehr Ordnung

Ordnungshelfer in jeder Lage: Saft- und Milchkartons in verschiedenen Größen und Formen bieten vielfältigste Gestaltungs-Möglichkeiten: Stempeln, Besprühen, Bemalen, aber auch Umhüllen mit Papierpulpe , alles ist Möglich.

Einen Beitrag zur selbst-gemachten Sprühfarbe gibt es hier.

Alles gut sortiert.

Auch die Lichterkette aus bemalten Plastik-Eiern ist übrigens selbstgestaltet.

Papierpulpe kann man aus den verschiedensten Ausgangsmaterialien machen. Z.B. Zeitungspapier, Eierkarton, Buchseiten und auch aus Versandkartons. Damit lässt sich Papier schöpfen, aber eben auch Dinge umhüllen wie bei diesen Milchtüten. In Form pressen geht auch! Blume, Schmetterling und Marienkäfer sind aus Papier!

Papier schöpfen

Aus den unterschiedlichsten Materialien kann man Papier schöpfen. Zeitungspapier ergibt ein hellgraues und sehr dünn pressbares Papier, welches mit Pastelltönen einen tollen Kontrast bildet. Aus Eierkartons lassen sich dicke, weichere Pappen schöpfen, die sich z.B. sehr gut für Samenscheiben eignen. Toll aber auch die Ergebnisse aus Verpackungskartons, die einen natürlichen Braunton erzeugen und somit sehr gut zu floralen Applikationen wie getrockneten Blüten passen. Auch Buchseiten lassen sich zu neuen Papieren schöpfen auf denen man unter anderem sehr gut Aquarellieren kann.

Eine genaue Anleitung und weitere Ideen dazu findet ihr in meinem Buch: „Glitzer, Girls & Glamour“, Christophorus Verlag, ISBN 978-3-8411-0212-6 

Eine neu entdeckte Liebe!

Zum Schöpfen habe ich Siebe aus Kresse-Anzuchtschalen genommen. Auch Siebe aus dem Sandkasten eigenen sich hervorragend. Für diese Technik musste ich nichts kaufen und die Ausgangsmaterialien hab ich eh zu Hause. So bastel ich am liebsten!

Mit Aquarellfarben oder auch mit Tusche malt es sich auf diesem geschöpften Papier besonders gut.

Die bunten Schnipsel sind Reste vom Basteln, das was eigentlich im Papiermüll landet. Mir waren sie viel zu schade zum Wegwerfen – und in Kombination mit dem geschöpften Papier werden sie nun zu einem Blickfang.

Viel Material für kommende Projekte!

Mit Hilfe von z.B. Silikonförmchen kann man die Papierpulpe auch sehr gut in Form bringen und nachdem sie gut durchgetrocknet ist nach Herzenslust bemalen.

Die Papierpulpe kann man nicht nur pressen, man kann sie auch formen!
Kleines Blumenkonfekt für unser Tee-Service.

Blumenvasen für den Frühling

Diese Vasen versprühen eine filigrane Beton-Optik, und sind doch so viel schneller (aus Zeitungspapier) herzustellen. Diese Methode funktioniert für Gläser aller Art, aber auch für viele andere denkbare Materialien wie Karton, Metall…

Man kann sie anschließend bekleben, bemalen, bestempeln, besprühen… Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und wenn es einem nicht mehr gefällt, lässt sich alles ganz leicht wieder rückgängig machen.

Geköpfte Glasflaschen mit Papierpulpe.

Man sieht hier mit dem Glasschneider bearbeitete Glasflaschen umfunktioniert zu Blumenvasen. Diese hier wurden mit einer Zeitungspulpe ummantelt und teilweise mit Schnipseln aus alten Buchseiten verziert.

Die Blumen in den Vasen bestehen aus Eierkartons bzw. Buchseiten, Bambusspießen und Holzkugeln.

Zu sehen sind außerdem selbstgegossene Beton-Kerzenständer.

Die Lichterkette im Hintergrund besteht aus bemalten Plastikeiern.

Oster-Arrangement.

Der Beton-Kerzenständer im Vordergrund ist selbst gegossen und mit Kreisen in Weiß und gold bemalt.

Die Ostereier-Anhänger wurden ebenfalls aus Papierpulpe gefertigt. Hierfür kamen alte Verpackungskartons zum Einsatz, welche zu Papier geschöpft wurden. Getrocknete Blüten verleihen dem Ganzen einen natürlichen und unaufdringlichen Charme.