Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen

Mit alten Buchseiten zu basteln macht mir unheimlich Spaß. Die Ergebnisse wirken meist dezent und unaufdringlich und zugleich filigran. Gerade Origami-Motive kommen damit sehr schön zur Geltung und auch ohne Farbe kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zum Farbrausch verleitet mich jedoch immer wieder meine selbst gemachte Sprühfarbe! In kleinen Zerstäubern (leere Deofläschchen) habe ich Patronen aus eingetrockneten bzw. leeren Filzstiften in Wasser gelöst. Damit wird im Folgenden fleißig gesprüht.

Du findest hier eine detaillierte Anleitung, um den Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen nachzumachen. Zuletzt zeige ich dir noch ein paar weitere Ideen zum Thema Sprühfarbe und Zweckentfremdung eines Drahtbügels.

Drahtbügel aus der Wäscherei zu einem Kreis gebogen. Rundherum sind Origami-Schmetterlinge aus alten Buchseiten geklebt. Die Schmetterlinge sind mit verschiedenen Blautönen besprüht. Für Auflockerung sorgen kleine rosa besprühte Blumen aus Kosmetiktüchern.
Mein Frühlingskranz.

Der Drahtbügel

Zuerst biegst du dir aus einem Drahtbügel einen runden Kreis. Das kostet viel Kraft in den Daumen, wenn du dich nach und nach in kleinen Schritten vorarbeitest klappt dies aber ganz gut.

Anschließend faltest du dir größere und kleinere Origami-Schmetterlinge aus alten Buchseiten, z.B. aus 10 x 10 und 7 x 7 Zentimeter großen Papier-Quadraten.

Anleitung Origami-Schmetterling

Skizze der einzelnen Schritte, wie aus einem Papier-Quadrat ein Origami-Schmetterling wird.

1. & 2. Zuerst faltest du bei einem Quadrat die Diagonalen und klappst diese wieder auf (Talfalten; die Knickkante zeigt von dir weg, du sieht die Rille).

3. Anschließend faltest du das Blatt über die Mitte nach oben.

4. bis 6. Knicke die Ecken und stülpe sie ein.

7. & 8. Die oberen vorderen Ecken mit Talfalten nach unten knicken, anschließend die Form wenden.

9. & 10. Knicke die untere Ecke nach oben, so dass ein wenig Spitze oben über steht. Aufgestellte Kanten glatt drücken. Die Form wenden.

11. Im Folgenden klappst du die obere Spitze nach.

12. Mit einer Bergfalte (die Kante zeigt zu dir, der Knick nach hinten) den Schmetterling in der Mitte knicken.

13. Die obere Ecke festhalten und zusammendrücken, während du die Flügel nun auseinander faltest.

Fertig ist der Origami-Schmetterling!

14. Wenn du magst, kannst du die Flattermänner nun mit DIY-Sprühfarbe besprühen. Du kannst sie auch erst einmal so lassen und den Bügel mit den Schmetterlingen zu einem späteren Zeitpunkt mit Farbe besprühen.

15. Abschließend klebst du die Schmetterlinge mit Heißkleber auf den Drahtkreis.

Des Weiteren sorgen Verzierungen wie Blumen aus besprühten Taschentüchern, Mini-Pompons etc. für Abwechslung und Variation, ganz nach deinem Geschmack.

Papierblumen für den Origami-Frühlingskranz

Serviettentechnik ist wieder in Mode und es gibt wirklich wunderschöne Verwendungsmöglichkeiten dafür. Bald werde ich euch in diesem Blog auch ein paar Beispiele dafür zeigen können! Hier kommt ersteinmal – wie lange versprochen – die Anleitung für die Papierblumen am Frühlingskranz mit Origami-Schmetterlingen.

Für die Serviettentechnik braucht es immer nur die oberste Schicht der bedruckten Serviette. D.h. zwei weiße (bis ganz leicht eingefärbte Reste) bleiben über. Genau diese könnt ihr jedoch ganz wunderbar für folgende Papierblumen für den Frühlingskranz benutzen. Natürlich gehen auch Taschen- oder Kosmetiktücher. Aber diese Art der Resteverwertung kommt mir natürlich sehr entgegen. 

Flatlay mit Servietten und gefalteten Papiertüchern, die schrittweise zu einer Papierblume werden.
Papierblumen aus Serviettenresten.

Und so geht’s

  1. Falls ihr es noch nicht getan habt, pult ihr als erstes die einzelnen Schichten der Serviette auseinander. 
  2. Schneidet als nächstes an den Knickkanten die weißen Papierschichten in vier gleiche Teile und legt jeweils drei dieser Papiertücher passend übereinander. 
  3. Der Dreier-Stapel wird nun wie eine Ziehharmonika gefaltet.
  4. Die Ziehharmonika teilt ihr anschließend in drei gleich große Teile.
  5. Mit einem dünnen Draht oder auch einem Faden bindet ihr die gedrittelte Ziehharmonika in der Mitte zusammen und faltet sie währenddessen in der Mitte. 
  6. Fächert die halbierte Ziehharmonika auf.
  7. Nun kommt der spannendste Schritt: die einzelnen Schichten werden wieder auseinander gepult und fertig ist eure Papierblume aus Taschentuch, Serviettenrest oder Kosmetiktuch. 
  8. Wer mag kann dem Ganzen nun noch etwas Farbe verpassen. Natürlich habe ich hierfür wieder die DIY-Sprühfarbe benutzt. Für die bunten Beispiele aus der Anleitung wurden die Blumen kopfüber über die Spüle gehalten und bekamen nur außen ein paar Spritzer der Farbe ab. So bleibt das Innere der Blüte weiß und zeigt einen Farbverlauf nach außen. 

Mit Hilfe des Drahtes können sie nun ganz leicht an den Frühlingskranz gebunden werden. Diese Papierblumen sind auch für viele andere Verwendungszwecke geeignet. Besonders als Verzierung für Geschenkverpackungen mag ich sie sehr gerne.

Servietten mit schönen Prints bekommt ihr z.B. bei VBS, Idee-Shop oder auch bei Buttinette.*

Variante für den Sommer

Nicht nur für Frühlingskränze sind diese Drahtbügel aus der Wäscherei geeignet. Für den Sommer z.B. kann du dir daraus ein kleines Vogelhäuschen zaubern. Munter und fröhlich sieht es aus, sowohl mit der weißen Spitzen-Borte, als auch mit dem Zaun aus weiß bepinselten Buntstift-Resten (Geniale Resteverwertung!). Im Haus – auf einem kleinen Ast – sitz ein bunter Origami-Vogel umgeben von wunderschönen Blüten. Blüten und Vogel bestehen aus Buchseiten. Wie du diese faltest, zeige ich dir im Folgenden.

Ein Haus gebogen aus einem Drahtbügel. Darin sitze ein Origami-Vogel auf einem kleinen Ast. Der untere Rand ist mit einem Zaun aus weiß bemalten Buntstift-Resten verziert.
Deko für den Frühling und Sommer.

Den Bügel biegst du dir als Erstes in eine Hausform zurecht. Auch hier braucht es einiges an Geduld und Kraft in den Fingern. Biege nicht zu viel hin und her, denn sonst platz die Lackierung.

Zudem spitzt du dir deine Buntstiftstummel auf zwei verschiedene großen zurecht, die du anschließend mit zwei noch recht langen Blei- oder Buntstiften mit weißer Acrylfarbe bemalst. Klebe den Zaun zusammen. Hierfür eigenes sich Bastelkleber genauso gut wie z.B. Holzleim. In die Falte fixierst du den Zaun mit Heißkleber. Genauso wie die Blumen, die Borte und der Vogel selbst.

Faltanleitung für den Origami-Vogel:

Faltanleitung Origami-Vogel.
Origamianleitung Vogel.
  1. Nehme dir ein quadratisches Blatt Papier und
  2. falte es einmal diagonal in der Mitte und wieder auf.
  3. Nun legst du das jeweilige obere und untere Viertel zur Mitte hin.
  4. Die Ecke, die auf der rechten Seite über bleibt, wird nach hinten weg geknickt.
  5. An der gestrichenen Linie hin zur Mitte, knickst du die untere Ecke rechts von hinten nach vorne und am besten noch eine weitere Hilfskante, indem du das umgeknickte Dreieck noch einmal an der neu entstandenen Kante knickst. Nun faltest du zwei Mal wieder auf bis zurück zu Schritt 5.
  6. Wiederhole dies auch für die obere Ecke.
  7. Nun gehst du mit dem Finger zwischen die zwei Lagen Papier der unteren Ecke und knickst es so zur Mitte hin ein, dass die zwei Falten, die du gerade gemacht hast aufeinander liegen. Du sieht jetzt dort ein Dreieck und ein schiefes Viereck. Wiederhole das für die obere Ecke.
  8. An die neu entstandenen linken Ecken kommt ein Knick, welcher zu dir zeigt und den zukünftigen Fuß bildet.
  9. Knicke den zweiten Fuß an der oberen Ecke wie zuvor.
  10. Nun wird die linke Spitze nach rechts geknickt wie in der Abbildung zu sehen.
  11. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  12. Das entstandene Dreieck knickst du wieder zurück aber leicht versetzt.
  13. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  14. Die obere Hälfte mittig auf die untere zusammenfalten.
  15. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  16. Nun drückst du die Schnabelform in den Kopf.
  17. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  18. Vogel festhalten und den Schwanz nach oben ziehen.
  19. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus. Du bist nun fertig mit dem Origami-Vogel!

Faltanleitung für die Papierblumen

Diese Blumen sind vielseitig einsetzbar. Ob aus Papier, Folie oder sogar Stoff – alles ist möglich. Mein Favorit sind die Blumen aus alten Buchseiten. Und genau diese habe ich für das Vogelhäuschen verwendet.

Mehrere Papierblüten sowie zwei Beispiele aus Jeans und Kaffeetüten. Im Hintergrund zwei Bücherstapel.

Die Faltung der Papierblumen – Teil 1

Skizze 1 zur Anleitung Papierblüten Falten.
Papierblumen Faltanleitung Teil 1.
  1. Zunächst faltest du das Quadrat diagonal zu einem Dreieck. 
  2. Im nächsten Schritt faltest du dieses Dreieck in der Mitte zu einem kleineren Dreieck.
  3. Schneide einen Bogen heraus, wo die offenen Seiten übereinander liegen. Mit einer Münze in entsprechender Größe als Schablone kannst du dir den Bogen ganz einfach einzeichnen.
  4. Die Spitze der geschlossenen Kanten wird abgeschnitten.
  5. Klappe die entstandene Form auf. Du hast nun eine Blüte. Pro Papier-Blüte brauchen wir drei Stück von dieser (Form A, B, C).

Die Faltung der Papierblumen – Teil 1

Skizze 2 zur Anleitung Papierblüten Falten.
Papierblumen Faltanleitung Teil 2.
  1. Bei Form A schneidest du ein Blütenblatt heraus, bei Form B zwei nebeneinanderliegende und bei Form C drei nebeneinander liegende. 
  2. Nun hast du sechs Teile mit unterschiedlicher Anzahl an Blütenblättern. 1, 2, 3, 5, 6, 7 (a bis f).
  3. Die Blütenblätter an den offenen Enden der jeweiligen Form (schraffiert dargestellt) werden übereinander gelegt und mit dem Klebestift zusammengeklebt. Es entstehen trichterartige Blütenkreise oder auch Kelche. Bei der Form mit nur zwei Blütenblättern (d) faltest du eines der Blütenblätter in der Hälfte und klappst noch einmal um, so dass das gefaltete Blütenblatt die Hälfte des anderen Blattes bedeckt. Nun mit Kleber bestreichen und nochmals umklappen.
  4. Die Form, die aus nur einem Blütenblatt besteht (b) rollst du mit dem Holzspieß längs auf und klebst sie zu.
  5. Mit dem Spieß bringst du anschließend die Blütenblätter in Form. Dafür rollst du die Rundungen der Blütenblätter ein wenig nach außen. Außer bei denen die aus dem ein- und zweiteileigen Blütenblatt (b & d) entstanden sind. Die bleiben wie sie sind.
  6. Wenn das geschafft ist, klebst du die einzelnen Kelche – beginnend mit dem Größten der Reihe nach immer kleiner werdend – mit dem Bastelkleber ineinander (Flüssigkleber in die Kelchspitze). Zum Schluss kommt das Röllchen aus dem einzelnen Blütenblatt in die Mitte. Teste vorher, ob es nicht zu weit heraussteht. Sollte dies der Fall sein, schneide es noch ein Stück kürzer auf eine passende Länge und klebe auch dieses ein. Das ganze nun trocknen lassen, fertig.  

Sprühfarbe selbst gemacht

Was für eine tolle Resteverwertung! In den Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättest du das gedacht?

All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!

Glas-Sprühflaschen in einer Reihe stehend, mit flüssiger Farbe darin. Diese Farbe stammt aus leeren oder eingetrockneten Filzstiften.
Viele Farben für abwechslungsreiche Projekte.

Und so geht’s

Skizze, wie die Patronen aus den Filzstiften zur Sprühfarbe werden.
Aus leeren Filzstiften wird DIY-Sprühfarbe.

Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhälst du einen kräftigen Farbton. Wenn du die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, kannst du sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen.

Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen (Erst einmal ist es mir bisher passiert, dass eine Farbe nach ein paar Monaten wirklich übel gerochen hat. Alle anderen -mittlerweile an die 20 Ansätze – halten sich ohne Probleme).

Anwendungs-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:

Kleine Ideen zum Sprühen

Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Nicht nur Origami-Formen lassen sich damit aufpumpen, die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.

Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Farbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?

Mein Favorit

Hier mein absolutes Highlight (aus meinem Weihnachtsbuch zum Thema Upcycling-Sterne): ein besprühter Getränkekarton als Geschenkverpackung. Der Schatteneffekt entsteht dadurch, dass du in zwei Schichten sprühst. Vorher klebst (Klebstift) du einen Bereich mit Stern aus Papier ab, den du nach dem Sprüh-Durchgang (z.B. mit Blau) mit einer Pinzette wieder abziehst. Für die zweite Schicht Farbe (z.B. Schwarz) klebst du nochmals einen Stern auf den Karton, dieses Mal nur ganz leicht versetzt. Wenn du den zweiten Stern nun nach dem Trocknen abziehst, bekommst einen wunderschönen Effekt.

Es lässt sich damit auch malen

Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Wie mit Aquarellfarbe wird diese Farbe auf Getränkekarton oder Aquarellpapier verarbeitet!

Dafür schütte dir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber und vermale sie ganz normal mit einem Pinsel. Bist du fertig mit deinem Bild, schütte die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche.

Die Sterne auf Aquarellpapier sind ebenfalls eine Idee aus meinem Weihnachtsbuch.

Weiterführende Tipps

Falls du neugierig geworden bist, was es mit diesem Weihnachts-Buch auf sich hat, hier geht es zu allen weiteren Infos dazu:

Eine genauere Anleitung für Lesezeichen aus Getränkekarton und Sprühfarbe findest du hier:

*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

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Sterne – einfach nachhaltig

Weihnachten ohne Sterne? Das geht gar nicht! Wie ihr diese nachhaltig selber herstellen könnt, aus Materialien, die ihr alle Zuhause habt, zeige ich euch in meinem neuesten Buch. Hierin wird Packpapier, alten Zeitungen und Buchseiten, auch Jeans, Altglas und leeren Plastikbehältern ein neues weihnachtliches und sterniges Leben eingehaucht.

Bis in den Mai hinein herrschte hier im Zobelhäuschen – nur für euch – das reinste Weihnachts-Sterne-Chaos. Nun langsam wandert die letzte Weihnachtsdeko in den Keller. Habe ich damit jetzt irgendeinen Rekord gebrochen?? 

Euer Weg zu den Upcycling-Sternen

Ab August könnt ihr mein zweites Kreativ-Buch im Handel erwerben. So habt ihr genügend Zeit, euch bis Weihnachten mit reichlich selbstkreierten Sternen einzudecken! Wer mag, kann das Buch hier vorbestellen.

Oder ihr unterstützt beim Kauf die kleinen Buchläden bei euch um die Ecke und bestellt es euch dort. Für alle Hamburger unter euch habe ich einen kleinen, aber feinen Geheim-Tipp: »Tolle Geschichten« und viel Liebe zum geschriebenen Wort erwarten euch in diesem Buchladen.

Weihnachtssterne – einfach nachhaltig

Cover des Weihnachtsterne-Buches. Ein Origami-Stern aus braunem Packpapier liegt auf Weihnachsbaumkugeln aus Glas. Untertitel: Mehr als 30 Upcycling-Bastelideen. Ein weiterer Stern im Hintergrund.
Weihnachtssterne – Einfach nachhaltig!

Was dich im Sterne-Buch erwartet

In diesem Buch dreht sich alles rund um das Thema Sterne: Um nachhaltige Sterne, um geupcycelte Sterne, um Sterne, die teils aus den verrücktesten Materialien entstanden sind. Ihr findet darin viele – neu interpretierte – Klassiker. Zudem warten spannende – vollkommen neue – Ideen darauf auch euer Zuhause für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit des Jahres vorzubereiten.

Fast 40 verschiedene Stern-Interpretationen sind es letztendlich geworden und ich hätte noch viel viel mehr machen mögen!! Zusätzlich gibt es weiterführende kleine Mini-Ideen und sogar ein paar weihnachtliche Back-Rezepte. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für alle Weihnachtsfans also.

Lege sofort mit dem Sterne-Basteln los!

Mir ist es besonders wichtig, dass du sofort mit den Projekten loslegen kannst, ohne dir erst etwas Spezielles dafür besorgen zu müssen. Denn darum sollte es beim Upcycling gehen: mit dem zu arbeiten, was da ist. Sei erfinderisch und flexibel bei den Materialien, verziere die Projekte weiter oder wandle sie ab! Die Anleitungen dafür dürfen dich inspirieren, sollen dich jedoch nicht einengen. Am Ende des Buches findest du ein paar Vorlagen mit verschieden Sternen. Entscheide selbst, welche Größen und Formen du nimmst. Passe an und kombiniere – ganz nach deinem Geschmack.

Upcycling-Sterne-Bastelspaß.

Ich wünsche dir mit diesem Buch und den Projekten darin viel Spaß und hoffe du findest reichlich Inspiration und Ideen für die beste, gemütlichste und kreativste Zeit im Jahr.

Ein kleines Extra – mal mit, mal ohne Sterne

Um erst einmal in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen, kannst du es dir mit dem Buch so richtig gemütlich machen und dir eine behagliche Weihnachtsstimmung schaffen. Ich finde, mit selbst gebackenen Kleinigkeiten funktioniert das am allerbesten. Deshalb wirst du zu manchen Projekten kleine Rezeptideen finden, welche dir die Zeit bis Weihnachten – zusätzlich zum kreativen Gestalten – versüßen werden. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachbacken!

Der Klappentext

Was wäre die Adventszeit ohne Stern-Deko! Besonders praktisch und kostengünstig wird die Weihnachtsbastelei, wenn man dabei zu nachhaltigen Materialien greift: Aus alten Zeitungen, herumliegender Pappe, angeschnittenen Papierbögen oder übrig gebliebenem Draht lassen sich zauberhafte Faltsterne, filigraner Baumschmuck, selbstbedrucktes Stern-Geschenkpapier und viele weitere sternförmige Deko-Elemente basteln. Lasst das Sterne-Fieber beginnen!

Alle Buch-Infos auf einem Blick

Weihnachtssterne – einfach nachhaltig

Mehr als 30 Upcycling-Bastelideen

Nicole Hagen

Christophorus Verlag

Erscheinungsdatum 18.08.2022

ISBN 978-3-8388-3849-6

Preis 21,99 Euro

128 Seiten

Ein Blick ins Buch folgt bald! Gerade bekommt das Werk den allerletzten Schliff und wird noch gründlich aufpoliert, damit es ab August pünktlich, sauber und und richtig glänzend in den Buchregalen für euch bereit stehen kann.

Für alle die sich die Zeit bis zum Erscheinungstermin verkürzen wollen

Kreative Bastel-Ideen zum Sofort-Losbasteln
Oder doch lieber erst einmal ein Buch?

Regenbogen-Traum

Meerjungfrau, Schnee, Regenbogen, Einhorn und Fee: Passt das zusammen? Nunja, muss es wohl, wenn die Tochter (5) sich all diese Dinge für ihre Geburtstagskarte wünscht. Mit der finalen Umsetzung bin ich jedoch sehr zufrieden: Unsere kleine Meerjungfrau träumt blubbernd im Wasser von der zauberhaften Welt dort oben, wo es Einhörner, Regenbogen und fantastisch duftende Blumen geben soll. Vielleicht kann ja die kleine Fee ihr dabei helfen, einmal diesen unbekannten Ort zu entdecken?

Das 3D-Geburtstags-Gemälde als Glückwunschkarte.

Gerade lerne ich die Aquarell-Malerei etwas näher kennen. Dabei hilft mir dieses Buch ganz wunderbar. Gleichzeitig bin ich jedoch auch jemand, der gerne experimentiert und – zumindest im künstlerischen Bereich – die vorgegebenen Wege verlässt und nach Alternativen sucht. Vor allem wenn ich auf dem richtigen Weg nicht schnell genug voran komme. Ungeduldig bin ich also auch! Aus diesen Gründen benutze ich gerade anstelle von Aquarell-Farben meine DIY-Sprühfarbe, die aus eigentlich leeren Filzstiften gezaubert wird.

Da ich zudem weder Elfe, noch Einhorn, noch Meerjungfrau frei Hand zeichnen kann (Also genau das richtige Projekt für mich! Aber was tut man nicht alles für die Kinder!), habe ich mir hierbei mit Stempeln und Schablonen beholfen. Zunächst gab es ein paar Tests, wie ich was miteinander kombinieren möchte um zu meinem Ziel zu kommen:

Hier wohnt die Meerjungfrau und träumt

Die kleine Meerjungfrau in ihrem Unterwasser-Reich – und wie man sich beim Malen helfen kann!

Mit wässrigen Farben auf Aquarell-Papier arbeiten

Die DIY-Farbe lässt sich auf Aquarell-Papier super verarbeiten. Man kann sie sowohl sprühen als auch mit dem Pinsel auftragen. Da sie bereits wässrig ist, lässt sie sich wie Aquarell-Farbe verarbeiten (zumindest für mich als absoluter Anfänger in diesem Bereich). Zum Üben und Ausprobieren eine super günstige Alternative!

Den Hintergrund auf dem obigen Bild habe ich z.B. mit blau und grün besprüht. An manchen Stellen vermischen sich die Farben, an anderen laufen sie ineinander. Man darf sich ein wenig überraschen lassen, was die Farben tatsächlich tun und wie das Endergebnis letztendlich aussehen wird.

Nachdem der Hintergrund getrocknet war, habe ich die Meerjungfrau in die Mitte gestempelt und die Details mit dem Pinsel und der Sprühfarbe ausgearbeitet. Mal eins hab ich gezielt probiert, die Farben ineinander laufen zu lassen. Ein anderes Mal wollte ich stringent getrennte Linien erzeugen. Spannend zu entdecken war, dass die blaue Stempel-Tinte mit den nassen Farben verwässert werden kann, so dass auch die blauen Konturen bei diesem Spiel zwischen Wasser und Farbe mitgemacht haben!

Ganz zum Schluss kamen noch ein paar Farbspritzer und Tropfen auf das Bild, die zum Thema Wasser gut passen. Hier wohnt nun also die kleine Meerjungfrau und beginnt zu träumen…

Die Karte

Die Karte in der Entstehung.

Für die eigentliche Geburtstagskarte gab es einen Regenbogen auf Aquarell-Papier mit DIY-Farbe und Pinsel. Die Wolken bestehen aus Jeansresten, die Schneeflocken sind kleine Pompons.

Für die Blume habe ich Aquarellpapier mit rosa und lila Sprühfarbe bearbeitet, nach dem Trocknen die einzelnen Blütenblätter ausgeschnitten und diese anschließend zu einer Blüte zusammengeklebt.

So ein schöner Traum.

Die Fee wurde auf rosa besprühtem Papier gestempelt; die Meerjungfrau auf weißem, damit die verschiedenen Farben bei den Details (z.B. den bunten Schuppen) besser zur Geltung kommen.

Die Fee im Detail.

Auf blau besprühtem Papier entstand mit Hilfe einer Schablone das Einhorn. Mit Pinsel und der gleichen blauen Farbe habe ich hier weitere Akzente gesetzt und auch bei der Fee entstanden ganz dezente Farbverläufe. Zum Schluss gab es goldene Farbe als kleine Highlights.

Das Einhorn im Detail.

Die einzelnen Elemente wurden für die Glückwunschkarte so zusammengeklebt und gesteckt, dass eine 3D-Optik entsteht.

Wie ihr die Sprühfarbe aus leeren Filzstiften machen könnt, erfahrt ihr hier:
Buchtipps zum Thema Aquarellmalen

Schaut gerne auch bei meinen Buchempfehlungen zum Thema Aquarell vorbei. Hier werden alle Anfänger fündig.

Viele kleine Ideen, zu allen Anlässen und wirklich schnell umzusetzen, findet ihr z.B. hier:

Wer Aquarelle lieber mit Bruschpens und nicht mit der teuren Künstlerfarbe malen möchte, fühlt sich bei diesem Buchtipp gut aufgehoben:

Und allen die mehr wollen und Interesse an anspruchsvoller Aquarell-Malerei haben, kann ich dieses Buch ans Herz legen:

Vogelhäuschen aus einem Drahtbügel

Was man aus einem alten Drahtbügel alles zaubern kann! Dies ist mein Beitrag zum Sommer: ein kleines Vogelhäuschen: munter und fröhlich mit einem Zaun aus weiß bepinselten Buntstift-Resten. Im Haus – auf einem kleinen Ast – sitz ein bunter Origami-Vogel umgeben von wunderschönen Blüten, alles aus alten Buchseiten gefaltet. Wie ihr Vogel und Blüte faltet, zeige ich euch in diesem Beitrag!

Deko für den Frühling und Sommer.

Den Bügel habe ich mir einfach in die Hausform zurechtgebogen. In die untere Falte kam der Zaun aus bepinselten Buntstiften (so bekommt man vor allem seine Stummel verarbeitet) und hält nun mit Hilfe von Heißkleber. Genauso wie die Blumen, die Borte und der Vogel selbst.

Faltanleitung für den Origami-Vogel:

Faltanleitung Vogel.
  1. Nehmt euch ein quadratisches Blatt Papier und
  2. faltet es einmal diagonal in der Mitte und wieder auf.
  3. Nun legt ihr das jeweilige obere und untere Viertel zur Mitte hin.
  4. Die Ecke, die auf der rechten Seite über bleibt, wird nach hinten weg geknickt.
  5. An der gestrichenen Linie hin zur Mitte, knickst du die untere Ecke rechts von hinten nach vorne und am besten noch eine weitere Hilfskante indem du das umgeknickte Dreieck noch einmal an der neu entstandenen Kante knickst. Nun faltest du zwei Mal wieder auf bis zurück zu Schritt 5.
  6. Wiederhole dies auch für die obere Ecke.
  7. Nun gehst du mit dem Finger zwischen die zwei Lagen Papier der unteren Ecke und knickst es so zur Mitte hin ein, dass die zwei Falten, die du gerade gemacht hast aufeinander liegen. Du sieht jetzt dort ein Dreieck und ein schiefes Viereck. Wiederhole das für die obere Ecke.
  8. An die neu entstandenen linken Ecken kommt ein Knick, welcher zu dir zeigt und den zukünftigen Fuß bildet.
  9. Knicke den zweiten Fuß an der oberen Ecke wie zuvor.
  10. Nun wird die linke Spitze nach rechts geknickt wie in der Abbildung zu sehen.
  11. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  12. Das entstandene Dreieck knickst du wieder zurück aber leicht versetzt.
  13. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  14. Die obere Hälfte mittig auf die untere zusammenfalten.
  15. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  16. Nun drückst du die Schnabelform in den Kopf.
  17. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus.
  18. Vogel festhalten und den Schwanz nach oben ziehen.
  19. Zur Kontrolle: so sieht es nun aus. Du bist fertig!

Hier geht es zur Bastelanleitung für die Papier-Blumen:

Der Vogel wurde ganz zum Schluss mit meiner DIY Sprühfarbe so richtig schön bunt:

Lesezeichen aus Getränkekarton

Dass sich leere Getränkekartons super für das Basteln von Lesezeichen eignen, habe ich euch bereits gezeigt (schaut mal weiter unten). Hier folgt nun eine weitere Version, die so ganz anders aussieht als meine erste Idee dazu. Hierbei habe ich die abgezogene Seite des Kartons mit DIY-Sprühfarbe (aus eigentlich leeren Filzstiften) besprüht. Sieht es nicht aus, als wäre der Hintergrund mit Aquarell-Farbe gestaltet worden? Ich mag diesen Effekt total.

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

aus Arabien

Lesen heißt durch fremde Hand träumen.

Fernando Pessoa

Falls ihr Flächen weiß lassen wollt, deckt ihr diese vor dem Besprühen einfach mit den entsprechenden Formen, z.B. auch aus Getränkekarton (die rauen Flächen werden dafür mit wenig Klebestift miteinander verklebt), ab. Nach dem Trocknen könnt ihr diese vorsichtig wieder abziehen, und voilà habt ihr ein verträumtes Gemälde.

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

[Kennt ihr die Lebensgeschichte von Heinrich Heine? Die ist wirklich spannend!]

Beschriftet ihr eure Lesezeichen dann noch mit einem schönen Spruch ist es auch schon fertig. Wer mag kann sich – je nach Geschmack – ein filigranes Bändchen anbringen.

Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten,
aus den Stuben, über die Sterne.

Jean Paul

Sprühfarbe herstellen

Wie ihr die Sprühfarbe ganz leicht selber machen könnt, erfahrt ihr hier:

Lesezeichen aus Getränkekarton – Version 1

All diejenigen, die noch nie mit Getränkekarton gearbeitet haben, finden hier eine genaue Beschreibung wie das funktioniert:

Sprühfarbe selbst gemacht

Was für eine tolle Resteverwertung! In den letzten Krümeln des Tusche-Kastens oder auch in Hülsen eingetrockneter Filzstifte steckt noch sehr viel Potential! Hättet ihr das gedacht?

Alle Farben des Regenbogens!

All diese Farben hier sind aus eigentlich leeren, vielleicht auch einfach nur eingetrockneten, Filzstiften entstanden!

Und so geht’s:

Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und hinein ins Wasser damit! Nach ein paar Stunden erhaltet ihr einen kräftigen Farbton. Wenn ihr die Lösung direkt in Sprühflaschen (hier: leere Deo-Zerstäuber) ansetzt, könnt ihr sofort loslegen und tolle Verzierungen damit machen. Das Gleiche gilt für fast leere Tusche-Kästen: Krümel heraus kratzten, in ein wenig Wasser lösen und los geht’s mit der Sprüherei! Die Farbe aus den Tuschkästen trocknet jedoch mit der Zeit im Zerstäuber ein. Die Filzstift-Farben hingegen kann man in dieser Form ewig weiter benutzen.

Anwendung-Beispiele für die DIY-Sprühfarbe:

Alte Buchseiten und auch Taschentücher eigenen sich besonders gut für die Sprühfarbe. Die Ideen für diese Kombination sind mannigfaltig.

Sehr gerne bearbeite ich die abgezogenen Seiten von Getränkekartons mit der Filzstift-Sprühfarbe. Das macht tolle Effekte und Verläufe. Ich bin ganz verliebt in diese Technik! Hättet ihr gedacht, dass man mit Dingen, die eigentlich im Mülleimer landen (leere Filzstifte, Zerstäuber und Getränkekarton), noch solch zauberhafte Ideen umsetzen kann?

Und es lässt sich damit auch malen:

Die Farbe lässt sich nicht nur sprühen, man kann damit auch ganz hervorragend malen. Dafür schütte ich mir einfach etwas in die jeweiligen Deckel der Zerstäuber, vermale sie mit einem Pinsel und wenn ich fertig bin, schütte ich die übrig gebliebene Farbe wieder zurück in die Sprühflasche. So wird nichts verschwendet und die Farben sind bereit für ihren nächsten Einsatz!

Noch mehr Tipps

Noch mehr Frühlingsdeko

Drahtbügel, Origami und Sprühfarbe? Hier geht es zu einem weiteren goldigen Projekt für den Frühling:

Mit Sprühfarbe kreativ werden

Für die Kleinen:
Und die Großen:

Wochenkalender – Bullet Journal

Organisation ist alles und kann das Leben so leicht machen! Ordnung auf dem Schreibtisch heißt oft auch Ordnung im Kopf. Jedenfalls ist das bei mir ganz eindeutig so.

Darf ich vorstellen – Mein neuer Kalender:

Es war einmal ein ganz normaler DIN-A5-Ring-Ordner, welcher jahrelang unbeachtet, gar ungewollt, in einer Ecke lag. Traurig dämmerte er vor sich hin, eingepfercht zwischen anderen alten Ordner. Aber keiner war wie er. Er war kleiner als die anderen, fühlte sich nicht für voll genommen und somit nicht wie ein vollwertiges Mitglied in der Ordner-Sammel-Kiste. Aber eines Tages wurde es hell. Jemand zog ihn heraus, pustete den Staub weg und dachte: „Damit lässt sich doch etwas anstellen!“ (Dieser Jemand war natürlich der Zobelhase, der für jeden einen Plan parat hat, wenn die Zeit nur endlich gekommen ist.)

Hier ein paar Detail-Aufnahmen der einzelnen Seiten, Bestandteile und Highlights dieses wunderbaren Lebens-Begleiters:

Ein Allround-Talent. Mein neuer Wochenkalender.

Die einzelnen Trenn-Seiten für die Monate bestehen aus Getränkekarton mit silberner Innenbeschichtung. Das man diese Art Karton für viele coole Projekte benutzen kann habt ihr hier ja nun schon öfter entdecken dürfen. Die Trennseiten sind ein wenig größer als DIN A5, das entspricht ziemlich genau drei Seiten eines Kartons. Zunächst habe ich ihn mit DIY-Sprühfarbe (aus eingetrockneten und auch (eigentlich) leeren Filzstift-Kartuschen) in Regenbogenfarben besprüht. Hierbei habe ich darauf geachtet, dass die Farben zu den Jahreszeiten und Monaten passen: die kalt-blauen Töne für die Wintermonate, warm-orange für den Sommer und z.B. viel grün für den Frühling. Die Seiten wurden mit dem Locher gelocht und als Lochverstärker, so dass man sie auch mehrere Jahre lang benutzen kann, habe ich mich für Metallösen entschieden.

Trennblätter für die einzelnen Monate.

Eine Wochen-Übersicht gefällt mir persönlich in einem Kalender oder Planer am besten. Dafür habe ich mir (klar auch aus Milchkarton! mit brauner Innenbeschichtung) eine Schablone gemacht, mit der ich fein säuberlich die einzelnen Tage pro Woche auf ein DIN A5-Papier markieren kann. Die kleinen Löcher in der Schablone können für weitere Verzierungen benutzt werden, oder auch als Aufzählungszeichen für to-do-Listen etc. pp.

Wochen-Blätter, Multifunktions-Schablone aus Getränkekarton, Silikon-Stempel auf Getränkekarton-Deckeln.

Für die weitere Gestaltung der Wochenseiten habe ich mir ein paar Silikon-Stempel gegönnt, die ich tatsächlich und für mich ganz ungewöhnlich, mal nicht selber gemacht, sondern selbst gekauft habe. Das Gefummel mit den Acryl-Platten war mir allerdings zu umständlich, deshalb habe ich mir diese kleinen Stempel einfach – und jetzt endlich kommt wieder der Upcycling-Aspekt – auf die Deckel ehemaliger Getränkekartons geklebt. Da halten sie ganz gut und so bleiben sie auch jetzt. Nun kann ich nach und nach, wenn ich Zeit habe, die Wochen vervollständigen. ‚Donnerstag‘ war zu groß, der klebt nun auf der Kappe eines ehemaligen Filzstiftes.

Viel Platz auch für Notizen, samt Stempel aus Moosgummi-Buchstaben und weißem Karton.

Für Notizen habe ich mir eine kleines Heftchen aus glatt-gebügeltem (bereits gebrauchtem) Packpapier angelegt, welches – wenn voll oder alles erledigt ist – immer wieder ausgetauscht werden kann. Für die Beschriftung dieses kleinen Notizheftchens wurde ein kleiner Stempel aus Moosgummi-Buchstaben und weißem Karton gebaut.

Wie man sich ganz easy peasy Stempelkissen selber machen kann findet ihr übrigens hier:

Den DIN-A5-Ordner habe ich mit den Stoff-Resten ausgetragener Jeanshosen beklebt. Für die Außenseite kamen glatte Streifen, weiter verziert mit einer Spitzenborte, zum Einsatz. Für Innen habe ich mir einfach die Hosentaschen geschnappt, denn diese sind super praktisch um z.B. die Schablone oder auch Notizen, bunte Kleberli und was euch sonst noch so einfällt unter zu bringen.

Alles griffbereit und aufgeräumt!

Für Büroklammern und Ähnliches habe ich mir zusätzlich ein abnehmbares und (über Druckknöpfe) größenverstellbares breites Textilgummi um die Vorderseite gebunden. Dieses kann man, wenn gewünscht, auch ganz variabel nach hinten verlagern. Mit dem Gummi können nun weitere Dinge wie Notizhefte oder flache Federmäppchen fest verzurrt werden, so dass beim Transport nichts verrutscht oder herausfällt.

Wer jetzt noch mag kann einen alten Gürtel drum herum wickeln, denn ich kann mir vorstellen, dass im Laufe des Jahres unheimlich viel Kram zusammenkommt, welcher vielleicht noch etwas mehr Zugspannung verträgt. Wer es nicht ganz so bunt mag, nimmt einfach ein Gummi und Gürtel in gedeckteren Farben, genauso kann man bei den Trennseiten und Wochen-Blättern vorgehen.

Alles gut verstaut und zugezurrt.

Ich allerdings möchte das nächste Jahr mit viel Farbe, viel Freude und viel Fantasie begehen, deshalb durfte es hier und jetzt mal so richtig bunt werden!

Im Folgenden seht ihr ein paar Arbeitsschritte, wie der Ordner nach und nach verschönert wurde. Von der Material-Zusammenstellung über das Anprobieren, wie alles am besten zusammenpasst und ein gleichmäßiges, möglichst symmetrisches Bild ergibt bis hin über das flächige Bekleben mit Bastelkleber…

Indoor-Zaun

Warum sollte ein Gartenzaun nur draußen stehen? Wir holen uns den Garten auch nach Drinnen! Aus unserem alten, braunen und sehr schiefen Zaun, haben wir uns eine coole Wandverkleidung in der Küche gebaut, die gleichzeitig als Buchstütze oder auch als Halter für Handys und Pads dienen kann.

Unser Gartenzaun in der Küche. Es fliegen sogar ein paar Schmetterlinge…

Über dem Zaun seht ihr unsere Pinnwand die aus sehr sehr vielen Korken besteht. Der Holzrahmen stammt übrigens ebenfalls aus Teilen des alten Zauns.

Der Zaun vorher… Ein Trauerspiel.

Milchtüten und Saftkartons im Einsatz für mehr Ordnung

Ordnungshelfer in jeder Lage: Saft- und Milchkartons in verschiedenen Größen und Formen bieten vielfältigste Gestaltungs-Möglichkeiten: Stempeln, Besprühen, Bemalen, aber auch Umhüllen mit Papierpulpe , alles ist Möglich.

Einen Beitrag zur selbst-gemachten Sprühfarbe gibt es hier.

Alles gut sortiert.

Auch die Lichterkette aus bemalten Plastik-Eiern ist übrigens selbstgestaltet.

Papierpulpe kann man aus den verschiedensten Ausgangsmaterialien machen. Z.B. Zeitungspapier, Eierkarton, Buchseiten und auch aus Versandkartons. Damit lässt sich Papier schöpfen, aber eben auch Dinge umhüllen wie bei diesen Milchtüten. In Form pressen geht auch! Blume, Schmetterling und Marienkäfer sind aus Papier!

Alkohol-Farbe aus Filzstift-Resten

Mir bieten sich hier gerade unendliche Möglichkeiten und Ideen – und das alles mit alten vor allem leeren Filzstiften, welche doch eigentlich im Müll landen. Aber nicht bei mir! Ich habe sie in der Hoffnung gesammelt, dass ich irgendwann einmal weiß was ich damit Tolles anstellen kann. Und nun ist es soweit!

Lesezeichen aus Safttüten, alten Jeans und selbst-gemachter Alkoholfarbe!

Leere und eingetrocknete Filzstifte haben noch sehr viel Potential: Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und in Wasser lösen! Nach ein paar Stunden hat man einen kräftigen Farbton. Ich habe dies gleich in Sprühflaschen angesetzt, denn auch Sprühen geht hervorragend damit und es lassen sich tolle Verzierungen machen.

Für die Alkoholfarbe habe ich die angesetzte Farblösung im Verhältnis 2:1 mit 99,9% Isopropanol in kleinen Tropfflaschen angesetzt (z.B. leere Fläschchen von ätherischen Ölen; ein Becher und Pipetten gehen auch; sehr gut geeignet werden leere Flaschen von z.B. Nasentropfen sein; Spritzen…).

Die ehemaligen Milchtüten wurden mit Sprühfarbe aus Eigenproduktion verziert.
Versuche mit der Tropf-Farbe auf Papier.

Versuche auf Papier und auf der Innenseite von Safttüten bringen vollkommen unterschiedliche Ergebnisse. Beides hat seinen eigenen Reiz. Auf der Innenseite von Safttüten bleiben die Tropfen rund und verschwimmen nicht wie auf normalem Papier. Das fand ich spannend und habe damit weiter experimentiert. Aber auch hier gibt es unterschiedlich beschichtete Oberflächen und die Tropfen können sich dementsprechend unterschiedlich verhalten. Einfach mal ausprobieren!

Viele verschiedene Farben vorbereiten, damit es auch richtig bunt wird!

Nun kann es losgehen! Mit den kleinen Fläschchen habe ich die Farbe tropfenweise auf die Innenseiten von alten Safttüten (zunächst voneinander getrennt) getropft. Man kann das Ganze zum Trocknen föhnen, ich habe jedoch einfach gewartet. Wenn man dies auf einer separaten Arbeitsfläche macht, kann man in der Wartezeit gut andere Dinge erledigen. So kommen nach und nach immer mehr Tropfen hinzu. Manche verlaufen ineinander, manchen kann man mit Hilfe eines Holz-Stäbchens weitere Konturen geben, wie dies z.B. bei den Monstern passiert ist.

Je mehr Farben hinzu kommen, desto bunter wird das Ganze natürlich auch. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung und Mischung der Farben kann man verschiedenste Ergebnisse erzielen. Ich bin immer noch am Experimentieren und finde jedes Mal neue Dinge heraus. Man kann z.B. auch erst einmal die ganze Fläche besprühen und nach dem Trocknen mit dem Tropfen beginnen. Die dabei entstehenden Kreise fransen nun an ihren Rändern aus. Auch total interessant.

Ich habe auch aus Tusche-Resten Alkohol-Farbe versucht, diese leuchtet jedoch nicht so schön, macht nicht diese typischen Ränder beim Trocknen und bleibt ein dichter Farbklecks. Auch dies kann seinen ganz eigenen Reiz haben. Setzt man die Farbe aus Filzstiften ohne Alkohol an, trocken die Tropfen seeeeeer langsam und lassen sich danach mit dem Finger verreiben. Auch das kann ein durchaus gewollter Effekt sein.

Viele neue Lesezeichen! Das unterste Lesezeichen zeigt den Verlauf der Farben, bei einer leicht anderen Beschichtung. Richtig runde Kreise sind hier nicht möglich.

Was macht man nun mit all diesen Experiment-Bildern? Durch die schmale Form der ‚Leinwand‘ aus Safttüten, habe ich mich für Lesezeichen entschieden. Noch geht die Farbe ein wenig von der glatten Oberfläche ab. Da ich lange Freude daran und keine bunten Bücher haben möchte, habe ich einen durchsichtigen Paket-Klebestreifen als ‚Versiegelung‘ darauf geklebt, anschließend das Bild entsprechend der Breite des Klebestreifens ausgeschnitten und auf die Rückseite Jeansstoff von alten Hosen geklebt, den Rand etwas überstehen lassen und ausgefranst. Wer mag kann nun noch ein Loch mit der Stanze einarbeiten und einen Faden durchziehen. Fertig!!

Wir haben heute Unterwasser-Monster erschaffen

Über selbst-gemachte Sprühfarbe habe ich hier schon öfter geschrieben und gezeigt, was man damit alles machen kann. Bisher habe ich Tusche-Reste und eingetrocknete Hülsen von Filzstiften in ausgedienten Deo-Sprühflaschen dafür benutzt. Nun kommt die Erweiterung: In kleine Tropf-Fläschchen umgefüllt ergeben sich mit dieser Farbe ganz neue Möglichkeiten (die kleinen Fläschchen sammeln sich bei mir durch die Eigenproduktion von Kosmetika wie Deos, Cremes und Seifen sowieso; es eignen sich genauso gut z.B. kleine Pipetten).

Ein kleines unerwartetes Unterwasser-Monster hat uns besucht.

Versuche auf Papier und auf der Innenseite von Safttüten brachten vollkommen unterschiedliche Ergebnisse. Beides hat seinen eigenen Reiz. Auf der Innenseite von Safttüten bleiben die Tropfen rund und verschwimmen nicht wie auf normalem Papier. Das fand ich spannend und habe damit weiter experimentiert. Hier ein paar Ergebnisse:

Nach meinen ersten Versuchen fand ich dass diese vier Einzel-Bilder super zueinander passen und ein Tiefsee-Bild ergeben:

Blumenvasen für den Frühling

Diese Vasen versprühen eine filigrane Beton-Optik, und sind doch so viel schneller (aus Zeitungspapier) herzustellen. Diese Methode funktioniert für Gläser aller Art, aber auch für viele andere denkbare Materialien wie Karton, Metall…

Man kann sie anschließend bekleben, bemalen, bestempeln, besprühen… Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und wenn es einem nicht mehr gefällt, lässt sich alles ganz leicht wieder rückgängig machen.

Geköpfte Glasflaschen mit Papierpulpe.

Man sieht hier mit dem Glasschneider bearbeitete Glasflaschen umfunktioniert zu Blumenvasen. Diese hier wurden mit einer Zeitungspulpe ummantelt und teilweise mit Schnipseln aus alten Buchseiten verziert.

Die Blumen in den Vasen bestehen aus Eierkartons bzw. Buchseiten, Bambusspießen und Holzkugeln.

Zu sehen sind außerdem selbstgegossene Beton-Kerzenständer.

Die Lichterkette im Hintergrund besteht aus bemalten Plastikeiern.

Oster-Arrangement.

Der Beton-Kerzenständer im Vordergrund ist selbst gegossen und mit Kreisen in Weiß und gold bemalt.

Die Ostereier-Anhänger wurden ebenfalls aus Papierpulpe gefertigt. Hierfür kamen alte Verpackungskartons zum Einsatz, welche zu Papier geschöpft wurden. Getrocknete Blüten verleihen dem Ganzen einen natürlichen und unaufdringlichen Charme.