Buchtipp: Näh mit!

Das GROSSE Ideenbuch

Ina Andresen & Stefanie Kroth

frechverlag

ISBN 978-3-7724-4451-7

Preis 15,00 Euro

176 Seiten

Hardcover, fast DIN A4-Format

Link zum Buch auf der Verlagsseite, dort könnt ihr auch ein wenig ins Buch hineinschauen.

Das Buch

Ein super Buch für den Einstieg ins Nähen. Und auch für Erwachsene (Junggebliebene oder mit Kindern) eine tolle Inspirationsquelle zum Nähen-Lernen. Zu Beginn wird kurz und prägnant das Wichtigste zum Nähen erklärt (sieben Doppelseiten), gefolgt von leichten Modellen die Spaß aufs Loslegen machen. So muss man sich nicht erst lange einlesen und hat die Grundlagen parat. Für den Preis bekommt man zudem wirklich viele unterschiedliche Projekte geboten. Sehr originell finde ich das bebilderte Inhaltsverzeichnis, das könnt ihr euch beim Blick ins Buch auch gleich einmal selbst ansehen!

Als ich das Buch zum ersten Mal durchblätterte habe ich mich richtig gefreut, denn einige der Ideen kannte ich bereits aus einem Buch der Bücherei, und bin glücklich, dass wir sie nun als Dauergast bei uns zu Hause haben. Tatsächlich ist diese Ausgabe eine Zusammenführung zweier vorheriger Bücher aus dem frechverlag.

Ihr findet darin viele bunte Ideen, die einfach Spaß machen. Z.B. ein super süßes Faultier, ein lustiges Donut-Kissen, Klassiker wie Schlüsselanhänger, Haargummi und Schlafmaske, zudem einige Ideen für Klamotten (Shirt, Poncho, Rock…), diverse Taschen für jeden Anlass, sogar Hausschuhe und vieles vieles mehr.

Unser Projekt

Wir haben die Beanie-Mütze ausprobiert, welches von Vornherein als Upcycling-Projekt ausgelegt ist und uns so total entgegen kommt. Im Buch wird vorgeschlagen hierfür alte T-Shirts mit schönen Prints zu nehmen.

Das kleinste Zobelhäschen ist leider viel zu schnell aus dem ‘Caticorn’-Lieblingspullover herausgewachsen. Da bot es sich an, eine Mütze mit diesem süßen Motiv zu machen. Zum Abpausen kann man einfach Butterbrotpapier von der Rolle nehmen. Für den Zuschnitt der vier Einzelteile brauchten wir zusätzlich einen der Ärmel des (Langarm)Shirts. Damit es wirklich passte musste noch der Saum des Ärmels aufgetrennt werden (Shirt-Gr. 104, also echt klein). Mit einem etwas größeren T-Shirt dürfte der Zuschnitt kein Problem sein. Uns war es wichtig, dass das Motiv ganz blieb und nicht durch eine Nähkante zerruckelt wird. Wir haben uns zudem für die größte Mützengröße (59 – 61 cm) entschieden. So haben wir gaaaaaanz lange etwas von diesem Projekt. Die Schnittmuster aus dem Buch bieten übrigens generell für die Klamotten verschiedene Größen an (Gr. 122 bis 158, Hausschuhe: XS bis L)).

Unsere kleine Erweiterung

Zum unteren Saum sollte es laut Anleitung eine Markierung im Schnittmuster geben, die habe ich nicht gefunden. Wir haben sie aber auch nicht benutzt, denn nach dem Zusammennähen der Seitenteile war mir die Mütze persönlich zu dünn und zu labberig, deshalb haben wir aus einem ein-Stern-Projekt (leicht umzusetzen) ein zwei-Sterne-Projekt (mittlerer Aufwand) gemacht. Dafür haben wir uns ein defektes Trägertop (Gr. XS, reichte gerade so) geschnappt und damit noch einmal genau die gleiche Mütze genäht. Diese dient nun als Futter, bzw. bietet sie auch die Möglichkeit durch Wenden des Ganzen eine ‘andere’ Mütze zu tragen. Beide Mützen wurden dafür einfach links auf links am unteren Rand zusammengenäht, wobei hier eine Wendeöffnung gelassen wurde. Nach dem Wenden auf die rechte Seite haben wir einmal rundherum alles knappkantig abgenäht und so gleichzeitig die Öffnung verschlossen.

Wenn man mag, kann auf diese Art und Weise zudem der untere Teil einfach umgeklappt werden. So erübrigt sich der Saum sowieso. Aber auch ohne die fehlende Angabe bekommt man das Projekt fertig. Die Kinder können ja immer fragen oder ihr macht es eh zusammen.

Klitze-klitze-klitze-kleiner Punktabzug

Kleines Manko an dem Buch: beim Heraustrennten der Schnittmuster-Bögen beschädigt man die Buch-Innenseite. Ich habe die Bögen ganz vorsichtig heraus genommen, aber: keine Chance. Als echter Buchliebhaber blutet mir hierbei das Herz. Mit einem kleinen Aufkleber kann man sich jedoch schnell behelfen und vor allem: die Schnittmuster blieben unversehrt.

Fazit zum Buch:

Viele lustige Ideen zum kleinen Preis, plus eine kurze und absolut ausreichende Einführung in das Nähen. Hat man hier ein paar Projekte umgesetzt, kann man definitiv nähen!

Weiterführende Ideen vom Zobelhasen:

Wer sich schon einmal auf das Buch vorbereiten mag, findet hier eine kleine aber feine Anleitung für ein DIY-Nadelkissen aus Stoffresten, welches nach Benutzung pikssicher verstaut werden kann:

Und ganz ohne Nähen geht es manchmal auch:

*)Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über diese URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.