Lieblingsoberteile nähen

Wer auf der Suche nach einfachen Anleitungen und schnell umzusetzenden Nähprojekten zum Anziehen ist, ist mit »Meine Lieblingsoberteile nähen« gut beraten. Mit zwei Schnittbögen für alle Größen von 32 bis 60 spricht das Buch zudem ein sehr breites Publikum an.

Meine Lieblingsoberteile nähen

Mit Step-Fotos und Video-Anleitungen zu jedem Modell in Größe 32-60

Sabine Schmidt

frechverlag

ISBN 978-3-7358-7037-7

Preis 24,00 Euro (D)

108 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite*

Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen« von vorne.

Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen«

Insgesamt acht Modelle warten in dem Buch auf euch, davon sind viele Basic-Oberteile sowie ein paar extravagante Varianten. Zudem finden sich oft Angebote zu Variationen der einzelnen Modelle. Die letzen Seiten erklären, wie die eigenen Maße bestimmt werden, was es zum Nähen braucht, bieten einen kurzen Vergleich von Haushalts-Nähmaschine, Overlock und Covermaschine, sowie eine kleine Stoffkunde. Die Zuschnittangaben befinden sich auf zwei Schnittmusterbögen und decken die Größen 32 bis 60 ab.

Das Buch und ich

Ich habe vier Favoriten in dem Buch für mich gefunden. Leger und locker stelle ich mir diese Modelle angezogen richtig bequem vor. An dem Modell Ennis habe ich mich nun als erstes gewagt. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit Hilfe eines richtigen Schnittmusters ein Oberteil genäht habe. Bisher kamen meiner Nähmaschine eher Kleinigkeiten wie Abschminkpads, Turnbeutel und Kissenbezüge unter die Nadel. Wie ich vorher ganz ohne Schnittmuster Schlafanzughosen und Oberteile genäht habe, erkläre ich in einem anderen Beitrag.

Das Modell Ennis als Upcycling-Projekt

Das Modell Ennis bekam also den Zuschlag für meinen ersten Versuch mit Schnittmuster. Und was soll ich sagen? So leicht habe ich mir Klamotten nähen wirklich nicht vorgestellt. Das Schwierigste war, dass mein neuer Kurzarm-Pulli unbedingt ein Upcycling werden sollte. Drei ausrangierte Pullis brauchte es, damit ich genug nutzbaren Stoff für den Zuschnitt zusammen bekam.

Saumbündchen und Kapuze lieferte ein viel zu warmer hellgrauer Hoodie mit Flecken auf den Ärmeln. Der bedruckte innere Teil für die Kapuze wurde von einem sehr dünnen grauen Pullover mit Schwalbenprint spendiert, der einfach mittlerweile in die Jahre gekommen war und an sämtlichen Nähten auseinander ging. Der schwarze Stoff für Vorder- und Rückenteil stammt von einem XXL-Hoodie (der reichte mir fast bis zu den Knien), ein Fehlkauf auf einer digitalen Kleinanzeigen-Seite. Außer zum Schlafen, konnte ich diesen nicht tragen. Das untere Bündchen des XXL-Hoodies lebt nun an Ennis als Armlochbündchen weiter. Und auch die Kordel stammt aus meinem Fundus.

Kleine Variationen meinerseits

Nachdem klar war, welche nicht mehr tragbaren Teile verarbeitet werden sollen, ging alles sehr schnell. Mit Hilfe der Schnittmusterbögen und Seidenpapier waren die Zuschnitte schnell übertragen und zurechtgeschnitten. Auch das Zusammennähen klappte sehr gut. Die beiden Kapuzenzuschnitte (für innen und außen) habe ich mir aus je zwei Teilen zusammennähen müssen, dafür brauchte es natürlich an der passenden Stelle eine zusätzliche Nahtzugabe. Und da ich für den Tunnelzug an der Kapuze keine Metallösen hatte und ich die Alternative aus dem Buch nicht verstand (hier gab es leider kein Bild zu) nähte ich mir mit dem passenden Nähmaschinenprogramm zwei Knopflöcher (nach mehreren vergeblichen Versuchen mit einem Kreis-Nähfuß…).

Was ich bei der nächsten Umsetzung anders machen würde

Ennis ist ein richtig cooler Hoodie-Pullunder. In den von mir gewählten Farben sieht er sogar richtig elegant aus. Zum schnell Hineinschlüpfen würde ich mir als Brillenträger die nächste Version mit einem größeren Ausschnitt für den Kopf nähen und da ich zudem recht groß bin, auch die Länge nach unten vergrößern. Wie das funktioniert, werde ich im Buch Capsule Wardrobe nochmal nachlesen. Ennis ist aber auf jeden Fall ein Oberteil, welches ich noch öfter nähen werde, da es einfach genial einfach nachzumachen ist. Ich kann mich nur wiederholen: Nie hätte ich gedacht, dass Klamotten nähen so leicht sein kann.

Fazit zu »Meine Lieblingsoberteile nähen«

Absolute Empfehlung für alle, die in das Oberteile nähen einsteigen wollen und für all diejenigen, die Spaß an den gezeigten Modellen haben und neue Inspiration samt Schnittmuster suchen.

Das Buch von hinten.

Weitere Tipps rund um das Thema Nähen

Capsule Wardorbe zeigt euch wie ihr euch fünf Basis-Kleidungsstücke selbst näht und diese durch kleine Variationen in Länge oder z.B. durch verschiedene Ärmelformen variieren könnt. Nähen perfekt hingegen erläutert alles zum Thema schöne Nähte an Ecken und Rundungen sowie viele weitere wichtige Techniken für ein sauberes Näh-Ergebnis.

Und wenn ihr noch Ideen braucht, wir ihr eure genähte, gestrickte oder auch gehäkelte Kleidung weiter ganz individuell verzieren könnt, schaut doch mal in folgende Stickbücher hinein.


*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.


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Genähte Stoffsäckchen werden zum Adventskalender

Wusstet ihr schon, dass sich der Zobelhase nun auch bei Spoonflower herumtreibt? Nach und nach werde ich dort immer mehr Stoffdesigns hochladen und hoffe euch damit eine kleine Freude machen zu können. Mein erstes Projekt aus den selbst-designten Stoffen seht ihr hier: genähte Stoffsäckchen werden zu einem wiederverwendbaren Adventskalender.

Vielseitiger Adventskalender

Jedes Jahr aufs neue kann dieser mit den genähten Stoffsäckchen nach Lust und Laune neu arrangiert werden. In einer schönen rustikalen Holzschüssel oder in einem vintage-Korb fühlen sich die kleinen Überraschungen sehr wohl. Es ist auch möglich, den einzelnen Säckchen weitere Bestimmungen zukommen zu lassen. Sie eignen sich nach ihrem Leben als Adventskalender hervorragend als nachhaltige Verpackung für kleine Mitbringsel oder als Duft- und Kräutersäckchen… So Vieles ist denkbar.

genähte Stoffsäckchen
Adventskalender in der hängenden Variante.

Die hängende Variante beinhaltet kleine – jedoch absolut feine – Upcyclings! Die Zahlenkreise bestehen aus Pappe, die vorher als Verpackungsmaterial diente und die Haken gehörten vor langer langer Zeit zu einer Gardinen-Aufhängung. Der mit Garn umwickelte Ring, an dem alles hängt, war in seinem vorherigen Leben ein Topfdeckel! Dieser ist uns im Zobelnest zersprungen (warum auch immer) und ich wusste sofort, der silberne Rahmen bleibt hier!!

Nach der Umwicklung mit weißem Garn sieht der ehemalige Topfdeckel-Rahmen jetzt richtig gemütlich aus und eignet sich auch nach Weihnachten noch für viele Projekte!

Ein Säckchen – viele Möglichkeiten.

Vielseitige Stoffsäckchen

Ich mag die verschiedenen Farbkombinationen der Stoffdesigns total. Sie harmonieren ganz wunderbar mit ruhigen Tönen, wie z.B. dem des Packpapiers. Die aus kleinen Quadraten ganz einfach genähten Säckchen können zudem auf unterschiedlichste Weise ihren Inhalt präsentieren. Sei es mit einem zusammengerollten Verschluss, oben zusammengebunden oder nach innen gekrempelt, damit auch etwas größere Präsente Platz haben. Diese genähten Stoffsäckchen sind kleine Allrounder.

Aus Stoff wird eine nachhaltige Geschenkverpackung.

Anleitung – genähte Stoffsäckchen

Eine gepunktete Linie meint, der Stoff soll hier gefaltet werden bzw. wurde hier gefaltet. Die gestrichelte Linie meint, dass hier genäht werden soll bzw. genäht wurde.

1 & 2. Ihr beginnt mit einem Stoffquadrat, z.B. 20 x 20 cm groß, und faltet dieses zunächst drei Zentimeter an der oberen Kannte nach innen. Das wird die Öffnung nach oben.

3. Den entstanden Bund könnt ihr nun mit einer Naht 1 cm vom oberen Knick entfernt absteppen. Wer mag kann weiter unten noch eine zweite Naht einfügen.

4 bis 7. Knickt den Stoff nun in der Mitte rechts auf rechts und vernäht die Kante an der Seite (1 cm Nahtzugabe).

8 bis 10. Faltet den (fast) Beutel nun so, dass die Seitennaht auf einer Seite in der Mitte liegt und vernäht den Boden (1 cm Nahtzugabe).

11. Für eine gewisse Tiefe des Beutels könnt ihr euch die Kanten absteppen. Dafür muss der Beutel nochmals so gedreht werden, dass die Naht (rechts oder links) auf einer Seite liegt. Im rechten Winkel wird nun die Ecke abgesteppt. Bei mir hat die Naht eine Länge von jeweils 2 cm. Wollt ihr einen ‚dickeren‘ Beutel müsst ihr die Ecke größer gestalten, so dass die Naht länger wird, z.B. 3 cm.

12. Beutel auf rechts drehen. Fertig.

Mehr Weihnachtsinspiration gibt es hier

Kleidungsstücke nähen: Capsule Wardrobe

Dieses Buch zeigt allen Nähbegeisterten fünf Basic-Kleidungsstücke inklusive den dazugehörigen Schnittmustern. Es bietet sich für alle an, die Kleidungsstücke selber nähen wollen, aber noch nicht genau wissen, wie. Durch variationsreiche Änderungen bezüglich Länge, Weite, Kragen- öder Ärmelform entstehen aus Hose, Rock, Top, Kleid und Bluse ganz individuelle Klamotten in unterschiedlichen Stilen und für die verschiedensten Anlässe.

Nähen Sie Ihre eigene Capsule Wardrobe

5 Key-Pieces für Ihren persönlichen Stil

Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon

stiebner

ISBN 978-3-8307-0988-6

Preis 24,90 Euro

167 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Das Cover.

Theorie-Teil des Buches

Eigentlich handelt es sich beim vorliegenden Buch um ein Grundlagen-Werk für alle, die sich perfekt sitzende Kleidungsstücke nähen wollen. Das Buch erklärt euch zunächst, wie ihr Maß nehmt, wie ihr eine Schnittvorlage lest, wie ihr die Schnittvorlagen abpaust und auch wie Stoffteile ausgeschnitten werden. Spannend für das Konzept des Buches ist die Erklärung, wie Schnittvorlagen verlängert oder verkürzt werden können und wie Abnäher funktionieren. Auch wird auf Anpassungen an die jeweilige Körbchengröße eingegangen. Es handelt sich also um einen regelrechten Rundum-Workshop in Sachen Klamotten-Nähen.

Ihr erfahrt hier zusätzlich alles über die Grundausstattung zum Nähen und die verschiedenen Stoffarten samt ihre Eigenschaften. Handstiche und Maschinenstiche werden genauer erläutert, wie versäubert wird und wie ein Saum entsteht. Die ausführliche Anleitung wie Reißverschlüsse sichtbar und unsichtbar eingesetzt werden, fand ich besonders wichtig. Der theoretische Exkurs endet mit dem Thema Taschen: hierbei dreht sich alles um aufgesetzte Taschen, Nahttaschen, Schräg- und Paspeltaschen.

Praxis-Teil – jetzt geht es ans Nähen der Kleidungsstücke

Allgemeiner Aufbau

Die einzelnen Kapitel sind am Rand farblich kodiert, so findet ihr schnell, was ihr sucht. Passform und Nähtechniken sind die zwei großen vorgeschalteten Themengebiete. Hierauf folgen die fünf Basic-Teile mit jeweils einer eigenen Kapitelfarbe. Jedes Teile-Kapitel wiederum beginnt zunächst mit einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Nähanleitung zu dem jeweiligen Basic-Piece. Auch die zweite Variante ist jeweils ausführlich beschrieben. Die sogenannten »Schnittabwandlungen« werden kürzer erklärt.

Die Basic-Teile

So wird das ärmellose Oberteil in der Variation zu einem Trägershirt, in der Schnittabwandlung zu einem Jerseykleid. Der (Midi-)Rock variiert zum ausgestellten Mini-Rock, in der Schnittabwandlung zu einem Maxi-Rock, einem Rock mit abfallendem Saum sowie zu einem Bleistift-Rock. Das Schiftkleid wird zum Zeltkleid, die Schnittabwandlung beschäftigt sich hier mit verschiedenen Ausschnitten, Kragen- und diversen Ärmelformen, mit denen das Kleid ganz individuell gestaltet werden kann. Die gerade geschnittene Hose gibt es zudem in der Variation mit hohem Bund und weitem Saum, die Schnittabwandlungen dazu beschäftigen sich mit mit Hosen-Aufschlag, mit einem schmal geschnittenen Bein sowie der Coulotte. Die Bluse wird in der Variante zur Freizeitbluse, in der Schnittabwandlung geht es um die Variationen der Ärmelform und des Kragens.

Fazit

Ein Rundum-Workshop in Sachen Klamotten-Nähen und ein absolutes Grundlagen-Werk für alle, die sich perfekt sitzende Kleidungsstücke nähen wollen.

Die Rückseite des Näh-Buches. Verschiedene Kombinationen der genähten Teile sind zu sehen.
Das Buch von hinten.

Weitere DIY-Ideen

Kleidungsstücke nähen ganz ohne Schnittmuster

Wer ganz schnell zum Ziel kommen, und sich die Schnittmuster für die langen dunklen Tage im Winter aufheben mag, für den habe ich einen zusätzlichen Tipp:

Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff. Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr in eure neu geschneiderten Teile noch hineinkommt!

Schwarzes Shirt auf Schneiderpuppe mit Blumen-Ornament.
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.

Die Ruckzuck-Variante ist es, sich aus einem großen T-Shirt ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da dieser Stoff kaum franst, braucht hier nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten.

Verzierungen der Teile

Wie ihr die Stoffe bedruckt und weiter verzieren könnt erfahrt ihr hier:

Buchtipps zum Thema »Textiles Gestalten«

Upcycling-Ideen aus alten Jeans

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Kleidung ohne Schnittmuster nähen und verzieren

Habt ihr in eurem Kleiderschrank Lieblingsstücke und wollt noch mehr davon? Habt ihr Lust auf Experimente beim Nähen und Verzieren von Stoffen? Mögt ihr Kleidung ganz ohne Schnittmuster nähen? Dann zeige ich euch hier eine Möglichkeit, wie ihr schnell schöne Ergebnisse erzielen könnt.

Kleidung ohne Schnittmuster, wie geht das?

Der Standard für alle Projekte

Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff (flexibel/nicht flexibel, dick/dünn). Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung eurer Kleidung ohne Schnittmuster überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr später in eure neu geschneiderten Teile auch hineinkommt!

Die Ruckzuck-Variante

Schwarzes Shirt auf Schneiderpuppe mit Blumen-Ornament.
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.

Aus einem großen T-Shirt könnt ihr euch super fix ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da T-Shirt-Stoff kaum franst, braucht hierbei nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten. Dreht das Shirt wieder auf rechts für weitere Verzierungen.

Verzierung der Kleidung ohne Schnittmuster

Habt ihr die Kleidungsstücke fertig genäht, könnt ihr mit Bleiche Verzierungen auf den Soff bringen (hier eine Oneline-Blume). Auch Soffmalfarbe und DIY-Stempel bieten weitere Möglichkeiten für ein individuelles Design. Natürlich auch für die nach Anleitung genähten Teile!

Kleine Buchtipps zwischendurch

Stoffe bedrucken

Mit je zwei verschieden großen Deckeln, die sich im Durchmesser um ca. einen knappen Zentimeter unterscheiden, zeichnet ihr mit Kugelschreiber kreisrunde Ringe auf Moosgummi und schneidet sie aus. Bereitet euch verschiedene Größen vor. Als Stempelgriffe könnt ihr wieder Deckel oder Ähnliches nehmen, auf die die Moosgummikreise mit flüssigem Bastelkleber fixiert werden. Zwischen die Lagen des Oberteils kommt eine dicke Pappe, die die Rückseite vor durchdrückender Farbe schützt. Die Stempel werden mit einer nicht zu dicken Schicht Stoffmalfarbe bepinselt und anschließend auf den Stoff gedrückt. Wenn ihr zwei Farben übereinander druckt gibt das einen spannenden Effekt.

Stoffe bleichen

Warnhinweis

Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit) können zu Verätzungen führen. Auch solltet ihr damit nur in gut belüfteten Räumen arbeiten. Schützt euch, eure Möbel und Kleidungsstücke vor ungewolltem Kontakt. Tragt beim Umgang mit Bleichmitteln auf Chlorbasis Einmalhandschuhe und eine Schutzbrille! Kinder sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Weitere Sicherheitshinweise gibt es weiter unten.

Vorbereitungen

Überlegt euch ein schönes Motiv und übertragt es mit Hilfe von Transferpapier (Transferpapier hier kaufen) auf das Shirt. Arbeitet zum Bleichen am besten in der Dusche oder Badewanne und legt zwischen die Stoffschichten des zu verzierenden Oberteils eine Plastiktüte, damit die Bleiche nicht das Rückenteil mitbleicht. Mit einer Garnierspritze, gefüllt mit einer dickflüssigen Bleichmischung, fahrt ihr später dieses Motiv nach. Die Garnierspritze könnt ihr nur noch für diesen Zweck und auf keinen Fall mehr für Lebensmittel verwenden!

Das Rezept für die Bleichmischung

2 EL Stärke in 125 ml Wasser einrühren und aufkochen. Die cremige Masse auskühlen lassen, bevor 5 TL flüssige Bleiche (z.B. DanKlorix) hinzukommen. In eine Garnierspritze (/Garnierstift, eigentlich zum Torten verzieren gedacht) gefüllt, könnt ihr nun Muster, Bilder oder Sprinkler auf euren Stoff bringen. Lasst die Bleiche-Creme für ca. 5 bis 15 Minuten einwirken. Spült anschließend alles gründlich ab und lasst den Stoff trocknen.


Sicherheitshinweise zu Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit)

  • Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
  • Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
  • BEI KONTAKT MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle beschmutzten, getränkten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen/duschen.
  • BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
  • Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
  • Behälter völlig entleert der Wertstoffsammlung zuführen.
  • Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden. DanKlorix mit Chlor darf keinesfalls zusammen mit DanKlorix ohne Chlor angewendet werden. Es können gefährliche Dämpfe (Chlorgas) freigesetzt werden.
  • Flasche immer aufrecht halten und kühl lagern.
  • Kleidung vor Spritzern schützen (Bleichwirkung).

Buchtipps rund um die textile Verarbeitung

Upcycling-Ideen aus alten Jeans

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/