Lieblingsoberteile nähen

Wer auf der Suche nach einfachen Anleitungen und schnell umzusetzenden Nähprojekten zum Anziehen ist, ist mit »Meine Lieblingsoberteile nähen« gut beraten. Mit zwei Schnittbögen für alle Größen von 32 bis 60 spricht das Buch zudem ein sehr breites Publikum an.

Meine Lieblingsoberteile nähen

Mit Step-Fotos und Video-Anleitungen zu jedem Modell in Größe 32-60

Sabine Schmidt

frechverlag

ISBN 978-3-7358-7037-7

Preis 24,00 Euro (D)

108 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite*

Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen« von vorne.

Das Buch »Meine Lieblingsoberteile nähen«

Insgesamt acht Modelle warten in dem Buch auf euch, davon sind viele Basic-Oberteile sowie ein paar extravagante Varianten. Zudem finden sich oft Angebote zu Variationen der einzelnen Modelle. Die letzen Seiten erklären, wie die eigenen Maße bestimmt werden, was es zum Nähen braucht, bieten einen kurzen Vergleich von Haushalts-Nähmaschine, Overlock und Covermaschine, sowie eine kleine Stoffkunde. Die Zuschnittangaben befinden sich auf zwei Schnittmusterbögen und decken die Größen 32 bis 60 ab.

Das Buch und ich

Ich habe vier Favoriten in dem Buch für mich gefunden. Leger und locker stelle ich mir diese Modelle angezogen richtig bequem vor. An dem Modell Ennis habe ich mich nun als erstes gewagt. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit Hilfe eines richtigen Schnittmusters ein Oberteil genäht habe. Bisher kamen meiner Nähmaschine eher Kleinigkeiten wie Abschminkpads, Turnbeutel und Kissenbezüge unter die Nadel. Wie ich vorher ganz ohne Schnittmuster Schlafanzughosen und Oberteile genäht habe, erkläre ich in einem anderen Beitrag.

Das Modell Ennis als Upcycling-Projekt

Das Modell Ennis bekam also den Zuschlag für meinen ersten Versuch mit Schnittmuster. Und was soll ich sagen? So leicht habe ich mir Klamotten nähen wirklich nicht vorgestellt. Das Schwierigste war, dass mein neuer Kurzarm-Pulli unbedingt ein Upcycling werden sollte. Drei ausrangierte Pullis brauchte es, damit ich genug nutzbaren Stoff für den Zuschnitt zusammen bekam.

Saumbündchen und Kapuze lieferte ein viel zu warmer hellgrauer Hoodie mit Flecken auf den Ärmeln. Der bedruckte innere Teil für die Kapuze wurde von einem sehr dünnen grauen Pullover mit Schwalbenprint spendiert, der einfach mittlerweile in die Jahre gekommen war und an sämtlichen Nähten auseinander ging. Der schwarze Stoff für Vorder- und Rückenteil stammt von einem XXL-Hoodie (der reichte mir fast bis zu den Knien), ein Fehlkauf auf einer digitalen Kleinanzeigen-Seite. Außer zum Schlafen, konnte ich diesen nicht tragen. Das untere Bündchen des XXL-Hoodies lebt nun an Ennis als Armlochbündchen weiter. Und auch die Kordel stammt aus meinem Fundus.

Kleine Variationen meinerseits

Nachdem klar war, welche nicht mehr tragbaren Teile verarbeitet werden sollen, ging alles sehr schnell. Mit Hilfe der Schnittmusterbögen und Seidenpapier waren die Zuschnitte schnell übertragen und zurechtgeschnitten. Auch das Zusammennähen klappte sehr gut. Die beiden Kapuzenzuschnitte (für innen und außen) habe ich mir aus je zwei Teilen zusammennähen müssen, dafür brauchte es natürlich an der passenden Stelle eine zusätzliche Nahtzugabe. Und da ich für den Tunnelzug an der Kapuze keine Metallösen hatte und ich die Alternative aus dem Buch nicht verstand (hier gab es leider kein Bild zu) nähte ich mir mit dem passenden Nähmaschinenprogramm zwei Knopflöcher (nach mehreren vergeblichen Versuchen mit einem Kreis-Nähfuß…).

Was ich bei der nächsten Umsetzung anders machen würde

Ennis ist ein richtig cooler Hoodie-Pullunder. In den von mir gewählten Farben sieht er sogar richtig elegant aus. Zum schnell Hineinschlüpfen würde ich mir als Brillenträger die nächste Version mit einem größeren Ausschnitt für den Kopf nähen und da ich zudem recht groß bin, auch die Länge nach unten vergrößern. Wie das funktioniert, werde ich im Buch Capsule Wardrobe nochmal nachlesen. Ennis ist aber auf jeden Fall ein Oberteil, welches ich noch öfter nähen werde, da es einfach genial einfach nachzumachen ist. Ich kann mich nur wiederholen: Nie hätte ich gedacht, dass Klamotten nähen so leicht sein kann.

Fazit zu »Meine Lieblingsoberteile nähen«

Absolute Empfehlung für alle, die in das Oberteile nähen einsteigen wollen und für all diejenigen, die Spaß an den gezeigten Modellen haben und neue Inspiration samt Schnittmuster suchen.

Das Buch von hinten.

Weitere Tipps rund um das Thema Nähen

Capsule Wardorbe zeigt euch wie ihr euch fünf Basis-Kleidungsstücke selbst näht und diese durch kleine Variationen in Länge oder z.B. durch verschiedene Ärmelformen variieren könnt. Nähen perfekt hingegen erläutert alles zum Thema schöne Nähte an Ecken und Rundungen sowie viele weitere wichtige Techniken für ein sauberes Näh-Ergebnis.

Und wenn ihr noch Ideen braucht, wir ihr eure genähte, gestrickte oder auch gehäkelte Kleidung weiter ganz individuell verzieren könnt, schaut doch mal in folgende Stickbücher hinein.


*) Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über die obige URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.


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Abschminkpads und Aufbewahrung

Mit selbstgemachten Abschminkpads aus Stoffresten seid ihr auch im Badezimmer nachhaltig unterwegs. Ein Badezimmer ohne Plastik und Wegwerfprodukte empfinde ich persönlich als absolut gemütlich und als totale Wohlfühl-Oase. Die Abschmickpads könnt ihr zudem ganz nach eurem eigenen Geschmack oder auch nach dem Einrichtungsstil eures Badezimmers gestalten. Und sie sind zudem ein super Geschenk für andere!

DIY-Abschminkpads halten lange

Meinen ersten Schub an DIY-Wattepas habe ich mir vor fast zehn Jahren, als absoluter Nähanfänger, aus alten Sweatern genäht. Genau dafür sind solche Projekte perfekt! Ihr lernt eure Nähmaschine besser kennen und tastet euch an das Thema Stoff und Garn immer mehr heran. Aber auch um v.a. kleine Stoffreste sinnvoll und einfach zu minimieren, bietet sich dieses Projekt ganz wunderbar an.

Nun also, nach zehn Jahren, beginnen die ersten Abschminkpads unansehnlich zu werden und es wurde Zeit für einen neuen Schwung an Pads im Bad. Aber rechnet das mal hoch: zehn Jahre lang morgens und abends ein Pad! Ich bin mit dieser Bilanz absolut zufrieden.

Abschminkpads und Jeanskörbchen.
DIY-Abschminkpads.

Was ihr für die Abschminkpads braucht und wie es geht

Alles was ihr braucht, sind Stoffreste. Das können wie bei meinem ersten Versuch ausgetragene Pullis sein, die haben zudem oft eine glatte und eine weiche Seite. Wenn ihr das beim Zusammenlegen eurer Stofflagen beachtet, haben eure Pads ebenfalls eine glatte und eine flauschige Seite, so dass ihr euch beim Abschminken immer entscheiden könnt, welche Seite für eure Bedürfnisse gerade besser ist. Aber auch altes Bettzeug oder andere kleinere Stoffreste eignen sich ganz hervorragend dafür. Schaut, welche Farben gut zusammenpassen und euch gefallen.

Abschminkpads und Stoffstücke.
Aus Stoffresten und Schablone werden Abschminkpads.

Mit einer Dose oder einem anderen runden Gegenstand bereitet ihr euch eine kreisrunde Schablone aus Papier vor (der Hardcore-Upcycler nimmt dafür einfach einen gebrauchten Briefumschlag). Den Papierkreis fixiert ihr mit zwei Stecknadeln auf mehrere Stofflagen und schneidet diese dementsprechend aus. Je nachdem welches Ausgangsmaterial ihr nehmt, kann so ein Abschminkpad aus zwei bis drei Stofflagen bestehen (habt ihr drei Lagen, könnt ihr im Inneren unattraktive Stoffprints verstecken!). Testet aus, mit wieviel Lagen euch das Pad von der Haptik her am besten gefällt und bereitet euch einen ganzen Schwung an Stoffkreisen vor. Anschließend braucht ihr diese nur noch zusammenzulegen und mit einem Zickzack-Stich an der Nähmaschine vernähen.

Es ist hierbei möglich mit der Grundeinstellung der Stichart einfach mehrere Runden übereinander zu nähen, oder ihr testet einen kleineren Abstand an einem Probestoff und passt die Naht genau an. Für meine eigenen Pads ist mir das Nahtbild nicht so wichtig, möchte ich welche verschenken, gebe ich mir bei diesem Schritt etwas mehr Mühe.

Aufbewahrung für die Abschminkpads

Für die Pads braucht es natürlich auch noch eine schöne Aufbewahrung. Auch für diese gibt es eine simple und nachhaltige Lösung: eine ausgetragene Jeans! Genauer gesagt: den unteren Abschnitt des Hosenbeins. Der untere Abschluss der Jeans wird für das kleine Körbchen einfach die obere Kante. Die abgeschnittene Seite vernäht ihr mit einem kreisrunden Stoffstück (z.B. aus der gleichen Hose). Passt hier die Größe des runden Stoffstücks an die Öffnung an und vergesst die Nahtzugabe nicht. Wer mag, verziert die Aufbewahrung mit einer Borte, einem Button, einem Anhänger oder Ähnlichem.

Den Button mit dem Segelboot habe ich übrigens mit einer Button-Maschine selbst gemacht. Das Highlight ist jedoch der DIY-Stempel dazu – aus einem alten Holzpuzzle und eingetrocknetem Sanitär-Silikon!!

Kleiner Ausflug: Stempel für den Button

So macht Stempeln noch mehr Spaß!! Mit aufgepimpten selbstgemachten Stempeln aus einem alten Holzwürfel-Puzzle und Silikon, welches in der Kartusche eingetrocknet war.

Silikon eignet sich hervorragend zum Stempeln! So ist eingetrockneter Kartuscheninhalt für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die Plastiktube bekommt ihr mit einem Dremel problemlos auf (mit einer Handsäge sollte es auch gehen). Die eingetrocknete Masse lässt sich anschließend ganz leicht am Stück herausziehen. Mit Messer, Rasierklinge und einer Nadel schneidet und ratscht ihr euch die gewünschten Formen zurecht und klebt sie mit (noch flüssigem) Silikon auf die mit alten Buchseiten verzierten Holzwürfel.

Bestempelte Würfel mit Buchseiten beklebt.
Stempel aus altem Würfel-Puzzle.

Noch mehr Nachhaltigkeit für das Badezimmer

Noch eine Miniwinni-Idee, die ihr gut im Badezimmer oder auch in der Küche benutzen könnt: Wasch- und Wischlappen aus einem ausgefransten Handtuch.

Bei dem für das gezeigte Projekt benutzen Handtuch löste sich der äußere Bund mittlerweile stark ab. Reparieren hätte ich sehr aufwändig gefunden. Auch ist der Stoff schon recht hart und nicht mehr so flauschig gewesen, zum Wegwerfen fand ich ihn dennoch zu schade. Da kam mir die Idee einfach ein paar Waschlappen daraus zu machen.

Genau wie bei den Abschminkpads malt ihr euch für die Lappen eine kleine Schablone (hier benutztes Packpapier) in gewünschter Größe zurecht. Orientiert euch an bereits vorhandenen Waschlappen. Schneidet aus dem unansehnlich gewordenen Handtuch mit Hilfe der Schablone doppelt so viele Rechtecke aus, wie ihr euch Lappen vorbereiten wollt. Legt diese doppelt und näht sie wieder mit einem Zickzack-Stich zusammen. Das Ausgangshandtuch hatte eine hell- und eine dunkelgraue Seite. Dementsprechend habe ich auch die zwei Lagen zusammen genäht. Von der einen Seite sind die Lappen nun hellgrau, von der anderen dunkelgrau.

Waschlappen mit Juteband zusammengebunden.
Aus einem Handtuch werden Waschlappen.

Was ihr noch so aus unansehnlich gewordenen Textilien machen könnt

Braucht ihr noch ein paar Buchtipps rund um das Thema nähen?

Wie wäre es denn einmal, Stoffe mit ganz natürlichen Mitteln zu färben und dann zu vernähen? Das ist möglich mit dem Buch ➽ »Wild gefärbt« von Abigail Booth. Braucht ihr noch Tipps, wie ihr perfekt und sauber vernäht, empfehle ich euch ➽ »Nähen perfekt« von Yoshiko Mizuno. Und zu guter Letzt ➽ »Capsule Wardrobe« von Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon.

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Genähte Stoffsäckchen werden zum Adventskalender

Wusstet ihr schon, dass sich der Zobelhase nun auch bei Spoonflower herumtreibt? Nach und nach werde ich dort immer mehr Stoffdesigns hochladen und hoffe euch damit eine kleine Freude machen zu können. Mein erstes Projekt aus den selbst-designten Stoffen seht ihr hier: genähte Stoffsäckchen werden zu einem wiederverwendbaren Adventskalender.

Vielseitiger Adventskalender

Jedes Jahr aufs neue kann dieser mit den genähten Stoffsäckchen nach Lust und Laune neu arrangiert werden. In einer schönen rustikalen Holzschüssel oder in einem vintage-Korb fühlen sich die kleinen Überraschungen sehr wohl. Es ist auch möglich, den einzelnen Säckchen weitere Bestimmungen zukommen zu lassen. Sie eignen sich nach ihrem Leben als Adventskalender hervorragend als nachhaltige Verpackung für kleine Mitbringsel oder als Duft- und Kräutersäckchen… So Vieles ist denkbar.

genähte Stoffsäckchen
Adventskalender in der hängenden Variante.

Die hängende Variante beinhaltet kleine – jedoch absolut feine – Upcyclings! Die Zahlenkreise bestehen aus Pappe, die vorher als Verpackungsmaterial diente und die Haken gehörten vor langer langer Zeit zu einer Gardinen-Aufhängung. Der mit Garn umwickelte Ring, an dem alles hängt, war in seinem vorherigen Leben ein Topfdeckel! Dieser ist uns im Zobelnest zersprungen (warum auch immer) und ich wusste sofort, der silberne Rahmen bleibt hier!!

Nach der Umwicklung mit weißem Garn sieht der ehemalige Topfdeckel-Rahmen jetzt richtig gemütlich aus und eignet sich auch nach Weihnachten noch für viele Projekte!

Ein Säckchen – viele Möglichkeiten.

Vielseitige Stoffsäckchen

Ich mag die verschiedenen Farbkombinationen der Stoffdesigns total. Sie harmonieren ganz wunderbar mit ruhigen Tönen, wie z.B. dem des Packpapiers. Die aus kleinen Quadraten ganz einfach genähten Säckchen können zudem auf unterschiedlichste Weise ihren Inhalt präsentieren. Sei es mit einem zusammengerollten Verschluss, oben zusammengebunden oder nach innen gekrempelt, damit auch etwas größere Präsente Platz haben. Diese genähten Stoffsäckchen sind kleine Allrounder.

Aus Stoff wird eine nachhaltige Geschenkverpackung.

Anleitung – genähte Stoffsäckchen

Eine gepunktete Linie meint, der Stoff soll hier gefaltet werden bzw. wurde hier gefaltet. Die gestrichelte Linie meint, dass hier genäht werden soll bzw. genäht wurde.

1 & 2. Ihr beginnt mit einem Stoffquadrat, z.B. 20 x 20 cm groß, und faltet dieses zunächst drei Zentimeter an der oberen Kannte nach innen. Das wird die Öffnung nach oben.

3. Den entstanden Bund könnt ihr nun mit einer Naht 1 cm vom oberen Knick entfernt absteppen. Wer mag kann weiter unten noch eine zweite Naht einfügen.

4 bis 7. Knickt den Stoff nun in der Mitte rechts auf rechts und vernäht die Kante an der Seite (1 cm Nahtzugabe).

8 bis 10. Faltet den (fast) Beutel nun so, dass die Seitennaht auf einer Seite in der Mitte liegt und vernäht den Boden (1 cm Nahtzugabe).

11. Für eine gewisse Tiefe des Beutels könnt ihr euch die Kanten absteppen. Dafür muss der Beutel nochmals so gedreht werden, dass die Naht (rechts oder links) auf einer Seite liegt. Im rechten Winkel wird nun die Ecke abgesteppt. Bei mir hat die Naht eine Länge von jeweils 2 cm. Wollt ihr einen ‚dickeren‘ Beutel müsst ihr die Ecke größer gestalten, so dass die Naht länger wird, z.B. 3 cm.

12. Beutel auf rechts drehen. Fertig.

Mehr Weihnachtsinspiration gibt es hier

Kleidungsstücke nähen: Capsule Wardrobe

Dieses Buch zeigt allen Nähbegeisterten fünf Basic-Kleidungsstücke inklusive den dazugehörigen Schnittmustern. Es bietet sich für alle an, die Kleidungsstücke selber nähen wollen, aber noch nicht genau wissen, wie. Durch variationsreiche Änderungen bezüglich Länge, Weite, Kragen- öder Ärmelform entstehen aus Hose, Rock, Top, Kleid und Bluse ganz individuelle Klamotten in unterschiedlichen Stilen und für die verschiedensten Anlässe.

Nähen Sie Ihre eigene Capsule Wardrobe

5 Key-Pieces für Ihren persönlichen Stil

Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon

stiebner

ISBN 978-3-8307-0988-6

Preis 24,90 Euro

167 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Das Cover.

Theorie-Teil des Buches

Eigentlich handelt es sich beim vorliegenden Buch um ein Grundlagen-Werk für alle, die sich perfekt sitzende Kleidungsstücke nähen wollen. Das Buch erklärt euch zunächst, wie ihr Maß nehmt, wie ihr eine Schnittvorlage lest, wie ihr die Schnittvorlagen abpaust und auch wie Stoffteile ausgeschnitten werden. Spannend für das Konzept des Buches ist die Erklärung, wie Schnittvorlagen verlängert oder verkürzt werden können und wie Abnäher funktionieren. Auch wird auf Anpassungen an die jeweilige Körbchengröße eingegangen. Es handelt sich also um einen regelrechten Rundum-Workshop in Sachen Klamotten-Nähen.

Ihr erfahrt hier zusätzlich alles über die Grundausstattung zum Nähen und die verschiedenen Stoffarten samt ihre Eigenschaften. Handstiche und Maschinenstiche werden genauer erläutert, wie versäubert wird und wie ein Saum entsteht. Die ausführliche Anleitung wie Reißverschlüsse sichtbar und unsichtbar eingesetzt werden, fand ich besonders wichtig. Der theoretische Exkurs endet mit dem Thema Taschen: hierbei dreht sich alles um aufgesetzte Taschen, Nahttaschen, Schräg- und Paspeltaschen.

Praxis-Teil – jetzt geht es ans Nähen der Kleidungsstücke

Allgemeiner Aufbau

Die einzelnen Kapitel sind am Rand farblich kodiert, so findet ihr schnell, was ihr sucht. Passform und Nähtechniken sind die zwei großen vorgeschalteten Themengebiete. Hierauf folgen die fünf Basic-Teile mit jeweils einer eigenen Kapitelfarbe. Jedes Teile-Kapitel wiederum beginnt zunächst mit einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Nähanleitung zu dem jeweiligen Basic-Piece. Auch die zweite Variante ist jeweils ausführlich beschrieben. Die sogenannten »Schnittabwandlungen« werden kürzer erklärt.

Die Basic-Teile

So wird das ärmellose Oberteil in der Variation zu einem Trägershirt, in der Schnittabwandlung zu einem Jerseykleid. Der (Midi-)Rock variiert zum ausgestellten Mini-Rock, in der Schnittabwandlung zu einem Maxi-Rock, einem Rock mit abfallendem Saum sowie zu einem Bleistift-Rock. Das Schiftkleid wird zum Zeltkleid, die Schnittabwandlung beschäftigt sich hier mit verschiedenen Ausschnitten, Kragen- und diversen Ärmelformen, mit denen das Kleid ganz individuell gestaltet werden kann. Die gerade geschnittene Hose gibt es zudem in der Variation mit hohem Bund und weitem Saum, die Schnittabwandlungen dazu beschäftigen sich mit mit Hosen-Aufschlag, mit einem schmal geschnittenen Bein sowie der Coulotte. Die Bluse wird in der Variante zur Freizeitbluse, in der Schnittabwandlung geht es um die Variationen der Ärmelform und des Kragens.

Fazit

Ein Rundum-Workshop in Sachen Klamotten-Nähen und ein absolutes Grundlagen-Werk für alle, die sich perfekt sitzende Kleidungsstücke nähen wollen.

Die Rückseite des Näh-Buches. Verschiedene Kombinationen der genähten Teile sind zu sehen.
Das Buch von hinten.

Weitere DIY-Ideen

Kleidungsstücke nähen ganz ohne Schnittmuster

Wer ganz schnell zum Ziel kommen, und sich die Schnittmuster für die langen dunklen Tage im Winter aufheben mag, für den habe ich einen zusätzlichen Tipp:

Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff. Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr in eure neu geschneiderten Teile noch hineinkommt!

Schwarzes Shirt auf Schneiderpuppe mit Blumen-Ornament.
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.

Die Ruckzuck-Variante ist es, sich aus einem großen T-Shirt ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da dieser Stoff kaum franst, braucht hier nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten.

Verzierungen der Teile

Wie ihr die Stoffe bedruckt und weiter verzieren könnt erfahrt ihr hier:

Buchtipps zum Thema »Textiles Gestalten«

Upcycling-Ideen aus alten Jeans

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Kleidung ohne Schnittmuster nähen und verzieren

Habt ihr in eurem Kleiderschrank Lieblingsstücke und wollt noch mehr davon? Habt ihr Lust auf Experimente beim Nähen und Verzieren von Stoffen? Mögt ihr Kleidung ganz ohne Schnittmuster nähen? Dann zeige ich euch hier eine Möglichkeit, wie ihr schnell schöne Ergebnisse erzielen könnt.

Kleidung ohne Schnittmuster, wie geht das?

Der Standard für alle Projekte

Schnappt euch ein gut sitzendes Lieblingsteil, nehmt dieses als Vorlage und »paust« damit die Form auf euren Stoff nach Wahl ab (bei mir war es ausgediente Bettwäsche!). Vergesst hier die Nahtzugabe nicht. Nehmt gerne einen ähnlichen textilen Ausgangsstoff (flexibel/nicht flexibel, dick/dünn). Tut ihr das nicht und variiert ihr hier, lasst euch von der neuen Wirkung eurer Kleidung ohne Schnittmuster überraschen. Achtet jedoch beim Wechsel von dehnbaren auf feste Stoffe auf weitere Ausschnitte und Ärmel, damit ihr später in eure neu geschneiderten Teile auch hineinkommt!

Die Ruckzuck-Variante

Schwarzes Shirt auf Schneiderpuppe mit Blumen-Ornament.
Aus einem Herren-Shirt wird ein tailliertes Oberteil.

Aus einem großen T-Shirt könnt ihr euch super fix ein eng anliegendes zusammenzunähen. Da T-Shirt-Stoff kaum franst, braucht hierbei nichts umgenäht zu werden. Dies sorgt für ein sehr lässig aussehendes Oberteil. Ärmel und Ausschnitt schneidet ihr euch direkt, wie mit der »Pausvorlage« übertragen, aus. Ganz Mutige unter euch schaffen dies auch ohne Vorlage. Das auf links gedrehte Shirt wird anschließend an der Taille neu zusammengenäht und alles Überstehende weggeschnitten. Dreht das Shirt wieder auf rechts für weitere Verzierungen.

Verzierung der Kleidung ohne Schnittmuster

Habt ihr die Kleidungsstücke fertig genäht, könnt ihr mit Bleiche Verzierungen auf den Soff bringen (hier eine Oneline-Blume). Auch Soffmalfarbe und DIY-Stempel bieten weitere Möglichkeiten für ein individuelles Design. Natürlich auch für die nach Anleitung genähten Teile!

Kleine Buchtipps zwischendurch

Stoffe bedrucken

Mit je zwei verschieden großen Deckeln, die sich im Durchmesser um ca. einen knappen Zentimeter unterscheiden, zeichnet ihr mit Kugelschreiber kreisrunde Ringe auf Moosgummi und schneidet sie aus. Bereitet euch verschiedene Größen vor. Als Stempelgriffe könnt ihr wieder Deckel oder Ähnliches nehmen, auf die die Moosgummikreise mit flüssigem Bastelkleber fixiert werden. Zwischen die Lagen des Oberteils kommt eine dicke Pappe, die die Rückseite vor durchdrückender Farbe schützt. Die Stempel werden mit einer nicht zu dicken Schicht Stoffmalfarbe bepinselt und anschließend auf den Stoff gedrückt. Wenn ihr zwei Farben übereinander druckt gibt das einen spannenden Effekt.

Stoffe bleichen

Warnhinweis

Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit) können zu Verätzungen führen. Auch solltet ihr damit nur in gut belüfteten Räumen arbeiten. Schützt euch, eure Möbel und Kleidungsstücke vor ungewolltem Kontakt. Tragt beim Umgang mit Bleichmitteln auf Chlorbasis Einmalhandschuhe und eine Schutzbrille! Kinder sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Weitere Sicherheitshinweise gibt es weiter unten.

Vorbereitungen

Überlegt euch ein schönes Motiv und übertragt es mit Hilfe von Transferpapier (Transferpapier hier kaufen) auf das Shirt. Arbeitet zum Bleichen am besten in der Dusche oder Badewanne und legt zwischen die Stoffschichten des zu verzierenden Oberteils eine Plastiktüte, damit die Bleiche nicht das Rückenteil mitbleicht. Mit einer Garnierspritze, gefüllt mit einer dickflüssigen Bleichmischung, fahrt ihr später dieses Motiv nach. Die Garnierspritze könnt ihr nur noch für diesen Zweck und auf keinen Fall mehr für Lebensmittel verwenden!

Das Rezept für die Bleichmischung

2 EL Stärke in 125 ml Wasser einrühren und aufkochen. Die cremige Masse auskühlen lassen, bevor 5 TL flüssige Bleiche (z.B. DanKlorix) hinzukommen. In eine Garnierspritze (/Garnierstift, eigentlich zum Torten verzieren gedacht) gefüllt, könnt ihr nun Muster, Bilder oder Sprinkler auf euren Stoff bringen. Lasst die Bleiche-Creme für ca. 5 bis 15 Minuten einwirken. Spült anschließend alles gründlich ab und lasst den Stoff trocknen.


Sicherheitshinweise zu Bleichmittel auf Chlorbasis (Natriumhypochlorit)

  • Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
  • Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
  • BEI KONTAKT MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle beschmutzten, getränkten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen/duschen.
  • BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
  • Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
  • Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
  • Behälter völlig entleert der Wertstoffsammlung zuführen.
  • Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden. DanKlorix mit Chlor darf keinesfalls zusammen mit DanKlorix ohne Chlor angewendet werden. Es können gefährliche Dämpfe (Chlorgas) freigesetzt werden.
  • Flasche immer aufrecht halten und kühl lagern.
  • Kleidung vor Spritzern schützen (Bleichwirkung).

Buchtipps rund um die textile Verarbeitung

Upcycling-Ideen aus alten Jeans

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Sauber nähen – Nähen perfekt

Mit sauberen Kanten, ohne Falten und Gnubbel, so sollen selbstgenähte Werke aussehen. Im Buch »Nähen perfekt» dreht sich alles um das Thema »Sauber nähen«. Sehr strukturiert wird ein Bereich nach dem anderen abgearbeitet. Es ist ein Grundlagen-Nachschlagewerk für alle die mit dem Nähen beginnen oder bereits in die Materie eingestiegen sind, und es nun richtig und perfekt machen wollen.

Nähen perfekt

Die Grundlagen sauberen Nähens

Yoshiko Mizuno

stiebner

ISBN 978-3-8307-2129-1

Preis 22,90 Euro

132 Seiten

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Blick ins Buch.

Buch-Cover des Buches Nähen perfekt
Nähen perfekt – das Cover.

Das Buch zum sauber Nähen

Was hinter dem Zauber steckt

Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Japanischen und ich würde es als ein Sachbuch zum Thema »Sauber Nähen« bezeichnen. Euch erwarten hier keine Nähprojekte, sondern alles was euch zu einem wunderschönen und sauber verarbeiteten Ergebnis führt. Ihr findet hier das Wissen und die Techniken, welche hinter der wahnsinnig faszinierenden Zauberei stecken, aus einem Stück Stoff ein wunderschönes Textil herzustellen. Das Buch erklärt euch, wie ihr Ecken oder Runden näht, wie Abstände sauber eingehalten werden, wie Kräuseln funktioniert, wie ihr Abnäher macht, wie ein Rollsaum geht, wie Schrägband hergestellt wird und wirklich noch viel viel mehr.

Gliederung des Buches hilft beim sauber nähen

Die Kapitel sind wie folgt gegliedert: Bügeltechiken, Grundlagen des Zusammennähens, Verstürzen, Versäubern von Naht- und Saumzugaben, Versäubern von Säumen und Abschlussarbeiten.

Das Buch beginnt mit einem bebilderten Inhaltsverzeichnis. Dabei handelt es sich um ganz klare Skizzen, die schnell erklären, was gemeint ist. Z.B. existieren verschiedene Methoden Außen- und Innenecken miteinander zu vernähen. Das mit Wörtern zu beschreiben wäre einerseits für den Autor mühsam, andererseits für den Leser schwer zu interpretieren. Die Skizzen helfen euch, schnell das Gesuchte zu finden. Dadurch startet bereits auf Seite 7 der Workshop rund ums Nähen, ohne langes Vorgeplänkel.

Das Buch und ich

Adventskalender aus Stoffproben

Als kleiner Perfektionist wagte ich mich langsam vor. Ich habe nicht gleich komplizierte Ecken oder voluminöse Nahtzugaben ausprobiert (all das findet ihr jedoch durchaus im Buch). Der erste Tipp, den ich aus dem vorliegenden Nachschlagewerk umgesetzt habe, stammt aus dem zweiten Kapitel Grundlagen des Zusammennähens. Da ich weiß, wie schnell Weihnachten jedes Jahr aufs Neue plötzlich (!) vor der Tür steht, feile ich bereits jetzt an einem Adventskalender. Hierfür wollte ich Stoffproben, die sich aus meiner Arbeit für Spooflower ergeben, verwenden. Die haben alle die gleiche Größe und ich wollte mir ein 24-faches Markieren der Naht ersparen.

Exakt und sauber nähen mit XXL-Abstandshalter

Also baute ich mir einen sehr breiten Abstand, welcher weit über die Stichplatte hinaus lag. Letztendlich handelt es sich um eine Mischung zweier Tipps. Tipp 1 aus dem Buch war, sich den benötigten Abstand mit einem Klebestreifen (eigentlich auf der Stichplatte) zu markieren. In einem anderen Tipp hingegen erfolgte die Markierung mit einem Stück Pappe auf dem Stoff. Bei wir wurde daraus ein dicker, auf die Maschine (außerhalb der Stichplatte) geklebter Pappestreifen. An diesem entlang, vor allem durch die leichte Erhöhung der Pappe, ließ sich der Stoff relativ leicht entlangführen.

Auf dieses Buch werde ich in Zukunft noch oft zurückgreifen. Denn trotz aller Nähtutoriäls, Schnittmuster und frei ausgedachter Projekte ist es gut zu wissen, wie es wirklich geht und wie ich zu einem sauberen Ergebnis komme.

Fazit – jetzt klappt sauber nähen

Klappentext auf dem Buch Nähen perfekt
Nähen perfekt – der Klappentext.

Ein sehr gut strukturiertes Arbeitsbuch, welches viele grundlegende Techniken für ein sauberes Nähen parat hält. Durch das interessante Inhaltsverzeichnis sind die jeweilen Fragestellungen schnell – auch während dem Nähen – zu finden.

Weitere Tipps rund um das Thema Stoff-Verarbeitung

Stoffdesigns @zobelhase

genähte Säckchen für Adventskalender aus Stoffproben mit Blätterdesign - sauber nähen
Adventskalender aus Stoffproben.

Upcycling Nähprojekte

https://zobelhase.de/wattepads-und-aufbewahrung/

Buchtipps rund um das Thema Textil

Stoffe färben und bedrucken

Stoffe besticken

Sticken im Mini-Format

Eine Buchempfehlung für alle, die das Sticken lernen wollen, aber gleichzeitig nur wenig Geduld haben. Mit diesen kleinen Bildern ist man auch als Anfänger fix fertig. Dadurch, dass die Motive als Knöpfe, Pins oder Flicken daherkommen, können sie schnell jede Lieblingsklamotte verschönern und ein wahres Highlight daraus machen. Und auch Fortgeschrittene Stickbegeisterte werden hier auf ihre Kosten kommen.

Sticken im Mini-Format

Buttons, Knöpfe und Bilder mit detailreichen Motiven liebevoll verzieren

Irem Yazici

Christophorus Verlag

ISBN 978-3-8410-6647-3

128 Seiten

17,99 Euro

Softcover

Link zum Buch auf der Verlagsseite; dort könnt ihr auch ein wenig hinein stöbern.

Das Cover.

Das Buch

Das Buch beginnt mit einer kurzen Aufzählung, was ihr alles zum Sticken der Mini-Motive braucht, und bietet eine kleine Erklärung, wie die Pins (im Buch Buttons genannt) und Knöpfe bezogen werden. Es folgen ein paar Infos zu den Themen Flicken (die Form ist dem Motiv angepasst) und Aufnäher (sind alle rund).

Und schon geht es los mit den Schritt-für-Schritt-Anleitungen (Fotos und Text) für die Motive und deren Umsetzung. Es erwarten euch zunächst drei Miniaturen. Das sind richtige Bilder mit einem Durchmesser von gerade einmal acht Zentimetern. Der Wald, die Wüstenlandschaft und der Sonnenuntergang verbleiben einfach im Stickrahmen, welcher nun als Bilderrahmen dient. Es folgen fünf Ideen für Mini-Buttons (Pins) und fünf Vorschläge für beziehbare Knöpfe. Zu guter Letzt findet ihr Anleitungen für sechs Flicken und vier Statement-Aufnäher. Beispiele dafür seht ihr bereits auf dem Cover und der Rückseite des Buches.

Das Buch von hinten.

Für alle Stick-Anfänger folgt eine kurze Übersicht der einzelnen Sticharten, mit Fotos, Skizzen und Text. Auch die verschiedenen Transfertechniken, sprich wie die Motive auf den Stoff kommen, werden erläutert.

Zum Ende findet ihr all die Vorlagen zum Abpausen. Hier entdeckt hier jedoch noch viel mehr Ideen, als im Erklär-Teil gezeigt wurden und das ist großartig. Als kleines Highlight befindet sich auf der letzen Seite eine kleine eingeklebte Papiertasche mit den Vorlagen als Bügel-Transferfolien.

Das Buch und ich

Wie kommt das Motiv auf den Stoff?

Ich bin übrigens ein absoluter Stick-Anfänger! Für mein erstes Projekt aus diesem Buch hatte ich mich – wie sollte es auch anders sein – für ein Upcycling-Projekt entschieden. Und somit musste hierfür unbedingt der Rest einer alten Jeanshose weiterverwertet werden. Auch farblich habe ich eine andere Kombination für die Stickgarne gewählt. Das Aufbügeln der Motive mit Hilfe der beigefügten Transferfolie hat bei mir auf dem Jeansstoff nicht so gut geklappt. Das kann durchaus an mir oder dem Stoff liegen. Denn als nächstes probierte ich das Übertragen mit Transferpapier aus meiner Nähecke, welches extra für dunklen Stoff geeignet sein soll. Das Ergebnis war ebenso naja. Wahrscheinlich braucht es für diese Methoden wirklich ein sehr glattes Gewebe.

Vorher.

Somit habe ich für dieses Stickprojekt, wie zuvor schon bei meinen bestickten Topflappen, einen kleinen Trick angewandt. Dieser scheint auch gar nicht so ungewöhnlich zu sein, denn er wird genauso im vorliegenden Buch bei den Transfermethoden beschrieben. Hierfür wird selbstklebendes Stickflies auf die Oberseite des Stoffes aufgebracht, anstatt es (zur Stabilliseurng von dünnen Gewebe) von unten anzubringen. Auf diesem weißen Material kann man ganz hervorragend mit herkömmlichem Kohlepapier die Motive übertragen.

Das Sticken – Genaues Lesen erwünscht

Da ich viel zu ungeduldig war (räusper, räusper) habe ich sofort loslegt und die Einleitung nur knapp überflogen. Deshalb wurde mein erstes Motiv – der kleine Falter – auch etwas wulstig. Erst nach und nach habe ich verstanden, was die Autorin mit ‚einen Faden‘ oder ‚zwei Fäden‘ meinte: ein Stickfaden an sich besteht nämlich aus sechs einzelnen Fäden und um die Motive so filigran zu bekommen benutzt Irem eben nur einen, oder auch zwei, manches Mal auch mehr aus diesem einen Ursprungsfaden. Das erklärt sie auch genauso im einleitenden Kapitel. Das Mini-Eis-Motiv klappte dann, nachdem ich diesen Fehler meinerseits bemerkt hatte, schon wesentlich besser. Diese zwei Motive und ihre Umsetzung werden im Buch ganz genau erklärt.

Nachher.

Der Regenbogen entstammt einer Vorlage aus dem Buch und kommt ohne Anleitung daher. Dieser wurde von mir mit einem sogenannten Plattstich ausgefüllt.

Als letztes, machte ich mich noch einmal an den Falter. Und siehe da, mit weniger Faden-Material kommt es schon eher an das Original heran. Allerdings habe ich bei den kleinen Pünktchen auf den unteren Flügeln mal wieder nicht genau gelesen: statt kleinen Geradstichen habe ich einfach kleine Knötchen gesetzt. Ich sollte aufmerksamer werden! Aber vielleicht war ich so stolz, dass ich die Knötchen nach einem wirklich guten YouTube-Video (von ‚Pumora stickt‘), endlich drauf hatte, dass ich mit dieser Stichart einfach nicht mehr aufhören konnte. Vorher verschwanden meine Knötchen immer spurlos und auf Nimmerwiedersehen. Hierfür brauchte ich also noch etwas zusätzliche Erklärung.

Den dicken Jeansstoff mit den beziehbaren Knöpfen zu kombinieren, war eine kleine Herausforderung. Aber mit Hilfe einer Zange ging es dann doch ganz gut. Kleiner Tipp: hier also lieber mit etwas dünnerem Stoff beginnen.

Und verrückt, wie klein die Motive dann wirklich sind, oder? Im Buch sind sie viel größer dargestellt, damit man alle Details gut erkennen kann.

Mein fertiges Ergebnis im Vergleich.

Fazit

Dieses Buch ist für Stick-Anfänger und Fortgeschrittene geeignet und besticht mit vielen tollen Ideen für eine frustfreie und schnelle Umsetzung.

Weitere Ideen zum Thema Sticken

Weiter oben habe ich es schon erwähnt: der Trick mit dem Topflappen. Hierbei ging es um das Freihandsticken an der Nähmaschine. Alte Topflappen wurden bei diesem Projekt von mir mit Jeansresten und einem Oneline-Motiv aufgehübscht. Alles Weitere dazu und auch ein Video des Stickvorgangs könnt ihr hier entdecken:

Und wo kam dieses wunderschöne Oneline-Motiv für den Schmetterling her? Aus diesem klasse Buch mit ebensovielen Motivvorlagen zum Abpausen und Lossticken! Hier wird zwar hauptsächlich aber nicht ausschließlich Stoff bestickt. Schaut einfach einmal selbst, was sich die zwei Autorinnen alles haben einfallen lassen:

Topflappen-Upcycling & One Line Art

Aus alten Topflappen, die einmal aus der Not heraus auf einem Flohmark gekauft wurden, habe ich mir im Sommer wunderschöne Neue gezaubert. Hierbei konnte ich alte Materialien aufbrauchen und die Topflappen benutze ich nun viel lieber als vorher.

Wie habe ich das gemacht?

Ich verpasste den alten Lappen einfach ein neues Outfit, indem ich eine neue Außenhülle – aus einer alten Jeans – herum genäht habe. Hierbei kam es zum ersten Einsatz meines Freihand-Nähfußes an der Nähmaschine. Denn mit diesem entstand der One-Line-Schmetterling. Für eine schöne Steppoptik ist das Flattertier mit dem Futter (dem alten Topflappen) vernäht.

Ohne Tricksen geht es nicht

Ich musste allerdings einen kleinen Trick anwenden, ohne welchen der Jeansstoff immer fürchterliche Stoff-Falten, wenn nicht sogar Berge, vor dem Nähfuß gebildet hätte. Anstatt das Stickvlies unter dem Stoff anzubringen, wo es eigentlich hingehört, habe ich ihn auf den Stoff geklebt. Das hatte zudem den Vorteil, dass ich mir easy peasy mit Kohlepapier die Schmetterlings-Vorlage aus einem Buch darauf pausen konnte, denn Transferpapier für Stoff besitze ich (noch) nicht. Zwei Fliegen mit einer Klappe!

Die neuen Topflappen.

Der letzte Schliff

Für die neue Aufhängung der Topflappen habe ich mich an einem alten Gürtel bedient, welcher mittlerweile komplett auseinander fällt… Ein paar Waschgänge braucht es noch, bis auch das letzte Stück Vlies aus der Mitte des Schmetterlings heraus gewaschen ist. Aber ich mag sie jetzt schon: die alten neuen Topflappen!

Freihandsticken mit der Nähmaschine

Wollt ihr mit mir mal einen Blick unter die Nähmaschine wagen? 🔎

Schmetterling sticken an der Nähmaschine.

Wie im Buch beschrieben, habe ich mehrfach über die gleiche Stelle gestickt. So kommt das Bild viel mehr zur Geltung. Dass man die Linie nicht immer genau trifft ist auch nicht schlimm, das gehört zu dieser Art des Stickens dazu und sorgt für eine wunderschöne Optik.

One-Line-Bilder funktionieren natürlich auch für das händische Sticken. Hier kann man richtig dickes Garn nehmen und fährt die Linie nur einmal ab. Und auch gemalt sind die Motive einfach der Hammer! Ich bin absoluter Fan von dieser Art zu malen und ihr werdet hier demnächst noch mehr davon entdecken…

Wollt ihr wissen aus welchem Buch ich die Vorlagen für Schmetterling und Katze habe? Hier geht es zu einer ausführlichen Vorstellung:

Buchtipp: Näh mit!

Das GROSSE Ideenbuch

Wer möchte Nähen lernen und braucht einfache und lustige Ideen, die Spaß und Lust auf mehr machen? Vor allem für Kinder, aber auch für junggebliebene Nähanfänger bietet dieses Buch einen schnellen Einstieg in ein neues Hobby, für welches absolute Suchtgefahr besteht!

Das Buch

Zu Beginn wird kurz und prägnant das Wichtigste zum Nähen erklärt (sieben Doppelseiten), gefolgt von leichten Modellen die Spaß aufs Loslegen machen. So muss man sich nicht erst lange einlesen und hat die Grundlagen parat. Für den Preis bekommt man zudem wirklich viele unterschiedliche Projekte geboten. Sehr originell finde ich das bebilderte Inhaltsverzeichnis, das könnt ihr euch beim Blick ins Buch auch gleich einmal selbst ansehen!

Ina Andresen & Stefanie Kroth

frechverlag

ISBN 978-3-7724-4451-7

Preis 15,00 Euro

176 Seiten

Hardcover, fast DIN A4-Format

Link zum Buch auf der Verlagsseite*, dort könnt ihr auch ein wenig ins Buch hineinschauen.

Als ich das Buch zum ersten Mal durchblätterte habe ich mich richtig gefreut, denn einige der Ideen kannte ich bereits aus einem Buch der Bücherei, und bin glücklich, dass wir sie nun als Dauergast bei uns zu Hause haben. Tatsächlich ist diese Ausgabe eine Zusammenführung zweier vorheriger Bücher aus dem frechverlag.

Ihr findet darin viele bunte Ideen, die einfach Spaß machen. Z.B. ein super süßes Faultier, ein lustiges Donut-Kissen, Klassiker wie Schlüsselanhänger, Haargummi und Schlafmaske, zudem einige Ideen für Klamotten (Shirt, Poncho, Rock…), diverse Taschen für jeden Anlass, sogar Hausschuhe und vieles vieles mehr.

Unser Projekt

Wir haben die Beanie-Mütze ausprobiert, welches von Vornherein als Upcycling-Projekt ausgelegt ist und uns so total entgegen kommt. Im Buch wird vorgeschlagen hierfür alte T-Shirts mit schönen Prints zu nehmen.

Das kleinste Zobelhäschen ist leider viel zu schnell aus dem ‚Caticorn‘-Lieblingspullover herausgewachsen. Da bot es sich an, eine Mütze mit diesem süßen Motiv zu machen. Zum Abpausen kann man einfach Butterbrotpapier von der Rolle nehmen. Für den Zuschnitt der vier Einzelteile brauchten wir zusätzlich einen der Ärmel des (Langarm)Shirts. Damit es wirklich passte musste noch der Saum des Ärmels aufgetrennt werden (Shirt-Gr. 104, also echt klein). Mit einem etwas größeren T-Shirt dürfte der Zuschnitt kein Problem sein. Uns war es wichtig, dass das Motiv ganz blieb und nicht durch eine Nähkante zerruckelt wird. Wir haben uns zudem für die größte Mützengröße (59 – 61 cm) entschieden. So haben wir gaaaaaanz lange etwas von diesem Projekt. Die Schnittmuster aus dem Buch bieten übrigens generell für die Klamotten verschiedene Größen an (Gr. 122 bis 158, Hausschuhe: XS bis L)).

Unsere kleine Erweiterung

Zum unteren Saum sollte es laut Anleitung eine Markierung im Schnittmuster geben, die habe ich nicht gefunden. Wir haben sie aber auch nicht benutzt, denn nach dem Zusammennähen der Seitenteile war mir die Mütze persönlich zu dünn und zu labberig, deshalb haben wir aus einem ein-Stern-Projekt (leicht umzusetzen) ein zwei-Sterne-Projekt (mittlerer Aufwand) gemacht. Dafür haben wir uns ein defektes Trägertop (Gr. XS, reichte gerade so) geschnappt und damit noch einmal genau die gleiche Mütze genäht. Diese dient nun als Futter, bzw. bietet sie auch die Möglichkeit durch Wenden des Ganzen eine ‚andere‘ Mütze zu tragen. Beide Mützen wurden dafür einfach links auf links am unteren Rand zusammengenäht, wobei hier eine Wendeöffnung gelassen wurde. Nach dem Wenden auf die rechte Seite haben wir einmal rundherum alles knappkantig abgenäht und so gleichzeitig die Öffnung verschlossen.

Wenn man mag, kann auf diese Art und Weise zudem der untere Teil einfach umgeklappt werden. So erübrigt sich der Saum sowieso. Aber auch ohne die fehlende Angabe bekommt man das Projekt fertig. Die Kinder können ja immer fragen oder ihr macht es eh zusammen.

Klitze-klitze-klitze-kleiner Punktabzug

Kleines Manko an dem Buch: beim Heraustrennten der Schnittmuster-Bögen beschädigt man die Buch-Innenseite. Ich habe die Bögen ganz vorsichtig heraus genommen, aber: keine Chance. Als echter Buchliebhaber blutet mir hierbei das Herz. Mit einem kleinen Aufkleber kann man sich jedoch schnell behelfen und vor allem: die Schnittmuster blieben unversehrt.

Fazit zum Buch:

Viele lustige Ideen zum kleinen Preis, plus eine kurze und absolut ausreichende Einführung in das Nähen. Hat man hier ein paar Projekte umgesetzt, kann man definitiv nähen!

Weiterführende Ideen vom Zobelhasen:

Wer sich schon einmal auf das Buch vorbereiten mag, findet hier eine kleine aber feine Anleitung für ein DIY-Nadelkissen aus Stoffresten, welches nach Benutzung pikssicher verstaut werden kann:

Und ganz ohne Nähen geht es manchmal auch:

*)Über diesen Link könnt ihr euch das Buch direkt auf der Verlagsseite anschauen und auch bestellen. Für die Bestellung über diese URL bekomme ich eine kleine Provision. D.h. ihr könnt damit direkt meine kreative Arbeit hier auf diesem Blog unterstützen.

Buchtipp: „One Line Drawings“

Einfach gestickte Trenddesigns für Fashion und Homedeko

Grenzt das nicht an Zauberei, wenn man mit nur einer einzigen Linie ein wunderschönes Bild malen kann? Ich fand die Idee total faszinierend und wollte das unbedingt auch einmal ausprobieren. Mit diesem Buch in meinen Händen ist das schnell umzusetzen.

Das Cover.

Buchtipp: „One Line Drawings“

Einfach gestickte Trenddesigns für Fashion und Homedeko

Martina Unterfrauner & Nuray Hatun

Christophorus Verlag

ISBN 978-3-8410-6631-2

Preis 16,99Euro

96 Seiten

Softcover mit Seitenklappen

Link zum Buch auf der Verlagsseite.

Das Buch

Hierin findet ihr über 30 Motive, die aus nur einer einzigen Linie bestehen. Diese kann man sich in größer, kleiner oder 1:1 übertragen. Für die großen Motive gibt es zwei DIN A0 Bögen im Buch. Eine kleinere Version dessen findet ihr oft auf den jeweiligen Seiten. Alle anderen Größen kann man sich problemlos durch größer und kleiner Kopieren herstellen. Wer Transferpapier da hat kann sofort loslegen.

Es beginnt mit ein paar einleitenden Worten zum Thema und dessen Grundlagen, sowie zu Garnen, Stoffen und Hilfsmitteln. Wichtig sind auch die verschiedenen Grundstiche mit denen das Sticken erfolgt, auch werden Handsticken und Sticken mit der Nähmaschine kurz erläutert.

Anschließend könnt ihr verschiedenste bestickte Gegenstände entdecken und bestaunen. Zumeist Kleidungsstücke wie Kleider, Pullis, T-Shirts und Taschen aber auch eine Holzkiste und eine Vase werden gezeigt.

Meine Umsetzung

Eine neue alte Kissenhülle.

Ich habe mich für das Katzenmotiv entschieden, welches gar nicht kitschig sondern einfach ganz elegant daher kommt und dieses mit einen ganz normalen Rückstich auf einen schlichten Kissenbezug gestickt.

Da mir das Katzen-Motiv so gut gefallen hat, gab es ein weiters Upcycling: Dazu habe ich ein altes Kinderpuzzle mit blauer Acrylfarbe übermalt, anschließend mit Kohlepapier das Motiv vom Vorlagen-Bogen auf das Puzzle übertragen und mehrmals mit weißem Lackstift nachgezeichnet. Zusätzlich bekam das Puzzle noch einem kleinen Pompon als Farbflecks.

Ein neues altes Puzzle.

Also ich werde das noch viel viel öfters machen, denn man kommt hier schnell zu einem wunderschönen Ergebnis und auch einfach zum Malen sind die Motive wahnsinnig schön. Als nächstes werde ich endlich das Freihandsticken an der Maschine angehen, mit der kleinen süßen Schmetterlings-Vorlage aus dem Buch 😉.

Fazit:

Dieses Buch bietet viele Ideen, was die Motive anbelangt, aber auch, was mit diesen alles bestickt werden kann. Ich bin begeistert, von dieser Art zu malen.

Das Buch von hinten.

Nachtrag

Meine Schmetterlings-Umsetzung mit dem Freihand-Nähfuß ist fertig! Aus alten Topflappen gab es hübsche Neue! Ein kleiner Kniff hat mir das Leben sehr vereinfacht. Wer neugierig geworden ist, klickt einfach mal hier:

Und wer jetzt immer noch nicht genug vom Thema Oneline hat, darf sich mit diesem Buch befassen, in dem ihr lernen könnt, wie ihr Kunstwerke aus nur einer Linie selbst kreieren könnt:

Lotti an der Nähmaschine

Wer hilft mir denn da heute beim Upcycling? Es ist Lotti aus unserem Puppenhaus. Vor kurzem hat sie eine Nähmaschine bekommen und in der Zwischenzeit fleißig Stoffreste gesammelt. Gerade hat sie sich in ihr Nähzimmer zurückgezogen und feilt an einer Tasche aus Jeansresten. Wir luschern mal ein wenig rein… pssst, ganz leise, damit sie konzentriert weiter arbeiten kann.

So fleißig!

Wow! Lotti ist richtig fleißig. Habt ihr schon all ihre DIYs entdeckt? Die Mütze hat sie gerade erst fertig gestellt. Mit diesem Buch hier hat sie sich das Stricken ganz alleine beigebracht. Der Rucksack neben dem Tisch war übrigens ihr erstes Werk an der neuen Nähmaschine. Mit Rücksack und Mütze war sie bereits auf Wanderschaft und hat ihre DIYs ausgiebigst auf ihre Tauglichkeit geprüft. Aber auch den Sommerhut und den Lampenschirm hat sie für sich gezaubert. Ach, da entdecke ich ja noch tolle Upcycling-Schachteln für die Näh-Applikationen und ich glaube, auch den Korb für ihre Wolle hat sie selbst zusammengeschustert. Meint ihr, sie plant etwas mit dem Kleid? Ob das wohl ihr nächstes Upcycling-Projekt wird?

So ein schönes Nähzimmer.

Ich sehe gerade, Garderobenständer und Bügel sind ja auch ein DIY. Und auch der Teppich ist handgewebt. Wow! Ich bin wirklich tief beeindruckt.

Kissenbezug mit Hotelverschluss – appliziert mit Jeansresten

Wie man mag, kann man sich die Kissen unterschiedlich zusammen stellen, es wirkt dadurch immer wieder anders und neu.

Zwei neue Kissenhüllen aus einem alten Kissenbezug. Asymmetrisch mit Jeansstreifen und Jeans-Blüten appliziert, die nun nach und nach für einen rustikalen Look ausfransen dürfen. Kleines Detail: die Knöpfe in der Blütenmitte sind gleich, aber mit leicht verschiedenen Farbnuancen. 

Nadelkissen aus Stoffresten in Dose

Mit diesem kleinen Kissen sind beim Nähen alle Nadeln immer griffbereit und können kindersicher verräumt werden.

Was ihr braucht:

  • Stoffreste
  • Nähmaschine / Nadel und Faden
  • Schnur (ca. 3 mm breit)
  • 2 Knöpfe
  • Cremedose

Wie funktioniert’s?

Ihr braucht für oben und unten jeweils sechs Dreiecke mit den Seitenlängen von 6 cm. Die Winkel im Dreieck betragen alle 60°, damit es letztendlich ein Kreis – genau genommen ein Sechseck – wird. Die Nahtzugaben nicht vergessen. Am besten ihr macht euch eine Schablone des Dreiecks und überträgt es dann jeweils auf die Stoffreste. Das geht auch gut mit Kugelschreiber oder Finelinern, aber immer auf die linke Seite anzeichnen und darauf achten, dass es nicht durch den Stoff drückt.

Die Farben können frei gewählt werden, je nach Geschmack und dem, was an Stoffresten vorhanden ist. Einfarbig ist natürlich auch möglich.

Nun werden die Dreiecke auf links an jeweils zwei Seiten aneinander genäht. Sechs Dreiecke für die Oberseite, sechs für die Unterseite.

Nun noch, ebenfalls auf links, die Oberseite mit der Unterseite vernähen. Eine Dreiecksseite offen lassen, damit das Ganze wieder auf rechts gedreht und mit Watte befüllt werden kann. Diese Öffnung dann per Hand vernähen.

Nun seid ihr eigentlich schon fertig. Ihr könnt aber auch noch weiter machen. Ich habe für mein Nadelkissen sechs gleichlange Schnüre mit einer Stopfnadel durch die Mitte gestochen und an den Außenseiten miteinander verknotet.

Man sollte darauf achten, dass jeweils die gleiche Schnur mit sich selbst verknotet wird und nicht etwa wild durcheinander. Und darauf, dass die Dellen welche entstehen überall annähend gleich groß sind (den Knoten also jeweils auf die gleiche Höhe setzen).

Wer möchte kann nun noch auf beiden Seiten einen Knopf in die Mitte setzen (annähen), fertig!!

Wenn ihr für die Rückseite ganz andere Farben gewählt habt, könnt ihr immer – je nach Laune – wechseln.

Das Ganze geht übrigens auch mit Quadraten statt Dreiecken… Da muss ich nur noch die passende Box für finden…