Blumentöpfe aus Papier

Jetzt startet langsam – endlich – wieder die Gartensaison! Wie ich Ordnung in meine große Auswahl an Samen bringe, habe ich euch bereits gezeigt. Nun kommt eine Idee für kleine Anzucht-Schalen aus Versandkartons. Diese Anzucht-Gefäße kosten nichts und sehen auch noch total süß aus. Sie sind auch eine klasse Idee zum Verschenken!

Anzuchttöpfchen aus Versandkartons.

Schon lange wollte ich einmal ausprobieren, Anzuchtgefäße selbst zu machen. Hierzu gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Diese hier z.B. aus Zeitungspapier und ganz ohne etwas dafür kaufen zu müssen:

Blumentöpfe aus Versandkartons

Aber auch aus Versandkartons könnt ihr Anzuchtgefäße zaubern. Diese individuellen Lösungen machen sich zudem besonders hübsch zum Verschenken. Und das tolle daran: ihr könnt die Pflanzen später direkt mit dem Töpfchen in die Erde pflanzen.

Was ihr braucht
  • Versandkarton
  • Große Schüssel
  • Küchensieb
  • Pürierstab
  • Muffinbackblech
  • alte Tücher
Wie es geht

Reißt und schneidet euch ein bis zwei Versandkartons klein. Vorher alle Klebestreifen und Etiketten entfernen. In einem etwas größeren Gefäß weicht ihr die Schnipsel mehrere Stunden in Wasser ein. Mit dem Pürierstab macht ihr nun Papiersuppe daraus. Mit einem Haushaltssieb schöpft ihr die festeren Bestandteile aus dem Wasser. Das ist eure Papierpulpe. Presst mit den Händen noch etwas Wasser heraus und drückt kleinere Portionen davon in die einzelnen Kuhlen eines Muffin-Backbleches. Mit kleineren Stofftüchern, z.B. Abwaschlappen, drückt ihr euch den Kumpel in die rechte Form und nehmt so nochmals überschüssiges Wasser weg. Den Lappen wringt ihr einfach aus und könnt ihn für das nächste Töpfchen wieder verwenden. Nach einigen Tagen auf der sonnigen Fensterbank, ist das geschöpfte und gepresste Papier so fest, dass es sich leicht aus der beschichteten Form lösen lässt (ist es noch feucht, reißt es euch beim Herausnehmen, hier also unbedingt geduldig abwarten!).

Schnelle Blumenstecker

Was ihr braucht
  • Buchseite
  • Zahnstocher
  • leeren Teebeutel
  • Bastelkleber & Schere
Wie es geht

Nun braucht ihr die Töpfe nur noch mit Erde zu befüllen und eure Samen nach Anleitung darin auszusäen. Wer in ein paar Wochen noch wissen möchte, was er eigentlich in welchem Töpfchen hat, der macht sich noch schnell die kleinen Samenstecker aus Buchseiten und Zahnstocher. Damit die Schrift besser zu lesen ist, habe ich das Papier von benutzten Teebeuteln darüber geklebt. Falls ihr diese Idee nachmachen wollt, lasst die ausgedrückten Teebeutel auf einem Teller durchtrocknen. Nach einem Tag öffnet ihr sie vorsichtig am oberen Rand mit einer Schere und entleert den Inhalt in die Biotonne oder auf den Kompost. Spült die letzen Teereste kurz unter fließendem Wasser ab und lasst das Papier wieder trocknen. Nun ist es bereit für die Weiterverarbeitung. Dafür klebt ihr euch das Teebeutelpapier mit Klebestift auf eine Buchseite und schneidet euch nach dem Trocknen des Klebers gleichbreite Streifen aus. Diese knickt ihr jeweils um einen Zahnstocher und verklebt die Vorder- mit der Rückseite. Wenn ihr mögt könnt ihr euch noch eine kleine Spitze am Ende des Zettelchens hineinschneiden. Jetzt noch beschriften, rein in das Töpfchen und fertig!

Auf die Idee, die Muffinformen zu nehmen hat mich das Buch von Ina Mielkau gebracht. Sie nimmt stattdessen Eierkartons.

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Muster legen mit Holzbausteinen

Vor kurzem habe ich euch gezeigt, wie ihr eure alten Holzbausteine aus dem Kinderzimmer pimpen könnt, damit das Spielen wieder Spaß macht. Hier nun gibt es eine kleine Erweiterung für alle, die viele Holzwürfel bei ihren Bausteinen haben. Oder kennt ihr Holzwürfel-Puzzle? Auch diese lassen sich prima zweckentfremden. Die Würfel wurden von mir auf eine ganz bestimmte Art und Weise bemalt, so dass wir mit diesen nun wunderbare Muster legen können.

Viele verschiedene Muster sind möglich!

Ihr könnt damit unendlich viele Muster (entweder nach Anleitung*, oder auch selbst ausgedachte) legen! Und natürlich ist es nach wie vor möglich, damit super höhe Türme zu errichten, wie mit allen anderen Holzbausteinen auch! Das Musterlegen fördert die räumliche Vorstellungskraft und Kreativität. Und vor allem: es macht einfach Spaß!

*) siehe weiter unten

Wie funktioniert’s?

Die Würfel sind jeweils so bemalt, dass zwei Seiten Farbe 1 (z.B. weiß), zwei Seiten Farbe 2 (z.B. blau) und zwei Seiten mit beiden Farben (als Dreieck, also dann mit blau und weiß) bemalt sind. Es gibt drei verschiedene Farbkombinationen. Im folgenden Bild seht ihr die drei verschiedenen Würfel zunächst wie in echt, darunter, als wenn sie durchsichtig wären, damit ihr auch die dazugehörigen Hinterseiten sehen könnt.

Durch die spezielle Farbkombination können mit einem Würfel verschiedene Teilformen gelegt werden, je nachdem wie man den Würfel vor sich hin legt: nur Farbe 1; nur Farbe 2; oder die Seite mit beiden Farben, welche wiederum auf vier verschiedene Weisen gelegt werden kann (jeweils 90° gedreht). Pro Würfel gibt es also sechs Möglichkeiten ihn legen zu können.

Die Möglichkeiten verdreifachen sich, da es drei verschiedene Farbkombinationen gibt. Die Anzahl der Muster die gelegt werden kann ist dadurch unendlich groß! Und das mit gerade einmal drei verschiedenen Würfeln.

Um die Muster aus den unten gezeigten Beispielen zu legen werden 64 Würfel (8 x 8)  benötigt. 

  • 20 Würfel sind weiß-blau
  • 20 Würfel sind weiß-lila
  • 24 Würfel sind holzfarben-weiß

Im gezeigten Foto hat jeder Holzwürfel eine Kantenlänge von 3,25 Zentimetern. Dies ist eine gute Größe um sie zu legen und um damit auch bauen zu können. Insgesamt hat das fertig gelegte Muster dann eine Größe von 26 x 26 Zentimetern.  Wenn ihr einen passenden Karton für die Würfel habt, verrutscht auch nichts beim Legen. Für kleinere Kinder ist es so besser zu meistern. Größere schaffen das auch ganz ohne Karton.

Musterbeispiele

Natürlich geht das auch mit einer kleineren Version. Je nachdem wieviele gleichgroße Würfel ihr auftreiben könnt.

Hier findet ihr drei weitere Ideen, was ihr sonst noch aus alten Holzwürfel-Puzzles machen könnt: