romantischer Lampenschirm mit Kaschiertechnik

Diese Lampe ist aus alten Zeitungen und Kleister entstanden. Der Vogel und die Blumen stammen aus meiner Sammelkiste, in die ich alles packe, was man später einmal bestimmt noch verbasteln kann.

Zum Einsatz kam hier die sogenannte Kaschiertechnik. Für diese Technik benutze ich gerne einen Wasserball, da ich diesen immer wieder nehmen kann — im Gegensatz zu einem Luftballon, welcher meistens auch nicht so rund in seiner Form ist wie ein aufblasbarer Ball.

Meistens bekommt man diese zudem als Werbegeschenk, die Kosten für solch einen Lampenschirm sind somit sehr gering.

Die alten Zeitungen werden in viele ca. 4 bis 5 cm lange Steifen gerissen. Schneller geht es, wenn man die Zeitung in mehreren Lagen reißt.

Die Streifen werden nun nach und nach um einen aufgeblasenen Wasserball geklebt. Man kann die Steifen in den Kleister tauchen und auf dem Ball verteilen, aber auch einen Pinsel benutzen um den Kleber auf Ball und Zeitungs-Streifen zu verteilen. Am wichtigsten aber nach dem Motto: Viel (Kleister) hilft viel; damit alles gut verklebt. Je mehr Papierschichten übereinander liegen, desto stabiler und robuster wird zum Ende das Konstrukt.

Ist alle Arbeit getan, kann der beklebte Ball zum Trocknen aufgehangen werden. Entweder in einem Türrahmen, den man nicht so oft durchläuft, oder aber auch in der Gäste-Dusche. Das Trocknen kann mehrere Tage dauern. Bei manchen Wassserbällen empfielt es sich, ab und zu ein wenig Luft nachzupusten, da diese über die Zeit etwas entweicht. Auch das wäre mit einem normalen Luftballon nicht möglich.

Ist der beklebte Ball vollständig getrocknet, kann er bemalt werden. Zunächst habe ich weiße Acryfarbe als Grundierung benutzt. Aus Stabilitätsgrunden blieb der Wasserball noch in der Papierkugel. Das Handling ist damit wesentlich einfacher.

In weiteren Schritten wird mit der finalen Farbe gestrichen, hier ein beige-farbener Acryl-Lack. Nach dem Entfernen des Wasserballs (einfach die Luft entweichen lassen, zusammenknüllen und vorsichtig herausziehen), kann auch innen gestrichen werden.

Zum Schluss die unterer Öffnung in die gewünschte Größe schneiden. Als Hilfmittel dienen hier Scheren in allen Größen, aber auch scharfe Cutter-Messer. Die Größe des oberen Loches orientiert sich an der Lampen-Fassung, die verwendet werden soll, das untere ist frei wählbar. Damit der Abstand überall gleich ist (wenn er es denn sein soll) kann man sich eine Schnur bestimmter Länge als Längenmaß nehmen. Die Schnur wird immer am oberen Lochrand angehalten und gerade nach unten über den Lampenschirm gezogen. So kann an mehreren Stellen im gleichen Abstand eine Markierung angezeichnet werden, an der später entlang geschnitten werden kann.

Die Schnittkante kann ebenfalls gestrichen werden, da diese natürlich grau wie das Zeitungspapier ist.

In Weiteren Schritten können Löcher, Türen, Fenster — je nach Projekt — angezeichnet und herausgetrennt werden. Anschließend verzieren. Fertig ist das Ganze.