Schwämmchen aus Socken und Leggins

Super praktische Schwämmchen aus kaputten Socken oder Leggins kann man sich schnell selber machen. T-Shirt-Ärmel gehen auch, die bleiben ja eh übrig, wenn man sich T-Shirt-Garn herstellt. Bei uns fallen vor allem Socken der Erwachsenen und Leggins der Kinder an, die irgendwann so viele Löcher haben, dass sich Stopfen und Flicken wirklich nicht mehr lohnt. Dann ist mit der Verwertung aber noch lange nicht Schluss. Statt Wattepads kann man diese kleinen Schwämme benutzen. Sie funktionieren auch als Putzlappen, oder zum Trockenwischen des Waschbeckens, damit keine Kalkflecken entstehen. Man kann sie farblich dezent gestalten oder auch kunterbunt für super gute Laune.

Viele kleine Schwämmchen in kunterbunt oder auch dezent gehalten.

Wenn man es nicht schon in irgendeiner anderen Form da hat macht man sich zunächst einen Webrahmen aus einem Stück Holz und mit sehr vielen Nägeln. Entweder für den Anfang zum Ausprobieren in nur einer Größe, oder wie ich gleich in drei verschiedenen.

Die Quadrate auf meinem Brett (alte Schranktür) haben die Größen 12×12, 14×14 und 16×16 cm. Die Nägel habe ich (mittig der jeweiligen Seite beginnend) jeweils in einem Abstand von zwei Zentimeter eingeschlagen.

Der Web-Ramen aus einer alten Küchenschrank-Tür für die verschiedenen Größen.

Nun geht es an das Zerstören der Kleidungsstücke. Ausgediente Leggins, Ärmel oder auch Socken schneidet man sich in ca. zwei bis drei Zentimeter breite Streifen. Bei dünnerem Stoff habe ich sie eher drei Zentimeter breit geschnitten, bei dickerem zwei Zentimeter. Super genau muss das alles jedoch nicht sein.

Wenn man öfter dünne Streifen hat kann es auch sinnvoll sein, die Abstände der Nägel zu reduzieren, also alle 1,5cm oder sogar jeden Zentimeter einen Nagel einschlagen.

Skizze des fertig gewebten Stücks.

Nun nutzt man die klassische Webtechnik. Die Schlaufen werden zunächst alle in die gleiche Richtung über die Nägel gelegt. Im nächsten Schritt webt man weitere Schlaufen 90° versetzt zu den bisher liegenden ein. Drunter drüber drunter drüber… Dafür kann man die bereits liegenden jeweils etwas anheben und vom Nagel nehmen.

Wenn man sein Stück nun fertig hat nimmt man sich die erste (Ecke) und zweite Schlaufe (rechts von der ersten) vom Nagel, und zieht in einem weiteren Schritt die zweite Schlaufe durch die erste. So verfährt man nun rundherum um das Ganze abzuketten. Die letze Schlaufe wird verknotet und dient so gleichzeitig als Aufhänger des Schwämmchens.

Alkohol-Farbe aus Filzstift-Resten

Mir bieten sich hier gerade unendliche Möglichkeiten und Ideen – und das alles mit alten vor allem leeren Filzstiften, welche doch eigentlich im Müll landen. Aber nicht bei mir! Ich habe sie in der Hoffnung gesammelt, dass ich irgendwann einmal weiß was ich damit Tolles anstellen kann. Und nun ist es soweit!

Lesezeichen aus Safttüten, alten Jeans und selbst-gemachter Alkoholfarbe!

Leere und eingetrocknete Filzstifte haben noch sehr viel Potential: Stifte auf, Minen und Kartuschen raus und in Wasser lösen! Nach ein paar Stunden hat man einen kräftigen Farbton. Ich habe dies gleich in Sprühflaschen angesetzt, denn auch Sprühen geht hervorragend damit und es lassen sich tolle Verzierungen machen.

Für die Alkoholfarbe habe ich die angesetzte Farblösung im Verhältnis 2:1 mit 99,9% Isopropanol in kleinen Tropfflaschen angesetzt (z.B. leere Fläschchen von ätherischen Ölen; ein Becher und Pipetten gehen auch; sehr gut geeignet werden leere Flaschen von z.B. Nasentropfen sein; Spritzen…).

Die ehemaligen Milchtüten wurden mit Sprühfarbe aus Eigenproduktion verziert.
Versuche mit der Tropf-Farbe auf Papier.

Versuche auf Papier und auf der Innenseite von Safttüten bringen vollkommen unterschiedliche Ergebnisse. Beides hat seinen eigenen Reiz. Auf der Innenseite von Safttüten bleiben die Tropfen rund und verschwimmen nicht wie auf normalem Papier. Das fand ich spannend und habe damit weiter experimentiert. Aber auch hier gibt es unterschiedlich beschichtete Oberflächen und die Tropfen können sich dementsprechend unterschiedlich verhalten. Einfach mal ausprobieren!

Viele verschiedene Farben vorbereiten, damit es auch richtig bunt wird!

Nun kann es losgehen! Mit den kleinen Fläschchen habe ich die Farbe tropfenweise auf die Innenseiten von alten Safttüten (zunächst voneinander getrennt) getropft. Man kann das Ganze zum Trocknen föhnen, ich habe jedoch einfach gewartet. Wenn man dies auf einer separaten Arbeitsfläche macht, kann man in der Wartezeit gut andere Dinge erledigen. So kommen nach und nach immer mehr Tropfen hinzu. Manche verlaufen ineinander, manchen kann man mit Hilfe eines Holz-Stäbchens weitere Konturen geben, wie dies z.B. bei den Monstern passiert ist.

Je mehr Farben hinzu kommen, desto bunter wird das Ganze natürlich auch. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung und Mischung der Farben kann man verschiedenste Ergebnisse erzielen. Ich bin immer noch am Experimentieren und finde jedes Mal neue Dinge heraus. Man kann z.B. auch erst einmal die ganze Fläche besprühen und nach dem Trocknen mit dem Tropfen beginnen. Die dabei entstehenden Kreise fransen nun an ihren Rändern aus. Auch total interessant.

Ich habe auch aus Tusche-Resten Alkohol-Farbe versucht, diese leuchtet jedoch nicht so schön, macht nicht diese typischen Ränder beim Trocknen und bleibt ein dichter Farbklecks. Auch dies kann seinen ganz eigenen Reiz haben. Setzt man die Farbe aus Filzstiften ohne Alkohol an, trocken die Tropfen seeeeeer langsam und lassen sich danach mit dem Finger verreiben. Auch das kann ein durchaus gewollter Effekt sein.

Viele neue Lesezeichen! Das unterste Lesezeichen zeigt den Verlauf der Farben, bei einer leicht anderen Beschichtung. Richtig runde Kreise sind hier nicht möglich.

Was macht man nun mit all diesen Experiment-Bildern? Durch die schmale Form der ‚Leinwand‘ aus Safttüten, habe ich mich für Lesezeichen entschieden. Noch geht die Farbe ein wenig von der glatten Oberfläche ab. Da ich lange Freude daran und keine bunten Bücher haben möchte, habe ich einen durchsichtigen Paket-Klebestreifen als ‚Versiegelung‘ darauf geklebt, anschließend das Bild entsprechend der Breite des Klebestreifens ausgeschnitten und auf die Rückseite Jeansstoff von alten Hosen geklebt, den Rand etwas überstehen lassen und ausgefranst. Wer mag kann nun noch ein Loch mit der Stanze einarbeiten und einen Faden durchziehen. Fertig!!